Der Meister von Messkirch

Landesausstellung 2017

https://youtu.be/4SqAFd_D6nw

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Fluchtpunkt Tempelberg – Sinai und Zahl 12

 

Berg Sinai, Pilgerzug und Gipfel im Hintergrund, Tamerlan

Der arabische Name Gabal Mūsā, der ‚Mosesberg‘, erinnert heute noch an zwei der wichtigsten Ereignisse des Alten Testamentes. Auf diesem Berg schloss der Patriarch Abraham, als Vertreter des Volkes Israel, einen Bund mit Gott. In diesem `Vertrag´ versprach er, seine Nachkommen zu einem großen Volk zu machen und ihnen dann ein eigenes Land zu geben. Um dieses `gelobte Land´ zu erreichen, musste Abraham aber versprechen, nicht mehr an andere Götter zu glauben, sondern nur noch an Gott als einzigen Gott.  2. Buch Mose wird noch von einem weiteren Ereignis berichtet, dem Empfang der 10 Gebote durch Moses. Diese waren dann die Grundlage eines neuen Gesellschaftsvertrages, der die Israeliten schließlich in das versprochene, `gelobte Land ´ führen sollte. Heute trägt dieser Berg den Namen Sinai, wie die Halbinsel, an deren Südspitze er liegt. Zwischen dem Golf von Sues und dem Golf von Aqaba gelegen stellt sie ein Bindeglied zwischen afrikanischer und asiatischer Kontinentalplatte dar. Unter Wissenschaftlern ist es umstritten, ob der Name tatsächlich auf den Mondgottes Sin, zurückzuführen ist. Mit unterschiedlichen Namen war der im Vorderen Orient aber weit verbreitet und stellte damit ein Relikt der chaldäischen Mondreligion dar. Im chaldäischen Ur hatte der Mondgott den Namen Nanna. Doch in der benachbarten Stadt Haran hieß er Sin. Mit der Zeitrechnung nach dem Mondkalender bestimmt sie bis heute den Kalender des jüdischen Volkes. Dass die Landschaft mit Sin in Verbindung gebracht wurde, könnte auch ihrer charakteristischen Dreiecksform zuzuschreiben sein, denn sie schließt einen Winkel von 49° ein. Die 49 stellt ein Produkt von 7×7 dar, und die Zahl galt in babylonischer Zeit auch als heilige Zahl des Mondes.

Der vom Himmel herabsteigende Mondgott Sin wird von einem Priester verehrt (wahrscheinlich König Nabunaid)

Auf dem Gipfel des Sinai befinden sich eine Moschee aus dem 12. Jahrhundert, sowie eine Moses und der heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kapelle uns. Am Fuße des Berges liegt das in der Mitte des 5. Jhd`s erbaute Katharinenkloster. Laut einer Legende, sollen die von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der heiligen Katharina von Alexandrien hier ruhen, doch deren Existenz konnte allerdings nie historisch belegt werden. Das Katharinenkloster ist eines der ältesten christlichen Klöster und gleichzeitig ein Ort, wo sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren. Aufgrund seiner isolierten Lage gehört es auch zu den wenigen Klöstern, die nie zerstört wurden. Neben zahlreichen alten Handschriften, wird hier auch ein aus dem 7. Jhd. angefertigtes Schriftstück aufbewahrt, das den Schutzbrief Mohammeds darstellt. In diesem Schreiben wird den Mönchen die Botschaft des Propheten überbracht , in der er sich an die Religion des Christentums wandte und die Christen unter seinen Schutz stellte. Trotz dieser bedeutenden Ereignisse, lässt sich der Berg Sinai in den biblischen Texten nicht eindeutig lokalisieren, Im Laufe der Geschichte wurden deshalb auch zwei weitere Berge, wieder südöstlich gelegene Scherbal mit den Ereignissen auf dem Berg Sinai m Geschehen identifiziert.

Zwölfprophetenrolle vom Nachal Chever

Von diesen berichtet die älteste durchgehende Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel in die altgriechische Alltagssprache. Diese bis zum 1. Jhd. erstellte Übersetzung von Handschriften, von denen es heute nur noch wenige Relikte gibt, trägt den Namen Septuaginta. Wohl deshalb finden sich an vielen Stellen dieser Schrift auch Einflüsse der Denkmodelle griechischer Philosophen. Das Fehlen genauer Ortsangaben, wie auch die Zeitangabe von 40 Tagen, bis das gelobte Land erreicht wurde, lassen in der Erzählungen einen fiktiven Ort vermuten. Wie die Betrachtung von Orten der biblischen Erzählung zeigt, sind auch die nach symbolischen Gesichtspunkten präzise ausgewählt worden und beziehen sich alle auf den Mittelpunkt des Geschehens: Jerusalem.

Entfernung Sinai – Felsendom

Gerade mal 379 km liegt der Berg von diesem Mittelpunkt entfernt, dem Tempelberg in Jerusalem. Eine Karawane mit zahlreichen Wanderern hätte diese Strecke wohl in knapp 10 Tagen bewältigt. Im biblischen Kontext hat die Zahl von 40 Tagen jedoch immer einen Zusammenhang mit einer Prüfung. 40 Tage musste Noah den ständigen Regen erdulden, ehe er das Fenster der Arche öffnen konnte. Später wanderte das Volk Israel die gleiche Zeit durch die Wüste und auch Jesus wurde 40 Tage in der Wüste vom Teufel in Ver- suchung geführt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die bereits zweifelnden Apostel 40 Tage warten mussten, ehe sie den Messias in einer Erscheinung wieder- sehen durften. So symbolbeladen wie die Zeitdauer, ist aber auch die Entfernung zum Tempelberg. Ebenso auffallend ist auch die Parallelität der Strecke zum Fluss- lauf des Jordan. Zur Zeit der Entstehung der Septuaginta war die Neue Elle ,oder auch gemeingriech- ische Fuß ein weit verbreitetes Längenmaß, das in manchen Teilen Europas noch bis in die Neuzeit benutzt wurde. Sie hatte eine Länge von 0,3160m mit Abweichungen von ca 1mm . Wird nun die Entfernung vom Berg Sinai zum Felsendom, 379960m, durch das Längenmaß geteilt, erhält man das Maß von 1200000 Neuer Ellen. Im Maß der Entfernung ist somit die symbolische Zahl 12 enthalten, die im biblischen Kontext das Sinnbild für die göttliche Regierung, oder auch die Verwaltung der Welt darstellt. Diesen Punkt zu erreichen bedurfte es dann auch eine Zeit der Prüfung und Besinnung von 40 Tagen. Angesichts der heutigen Konflikte um diesen zentralen Punkt der monotheistischen Weltreligionen zeigt es sich, dass diese Zeit der Be- sinnung bei weitem nicht ausreichte.

Bilder: Wikipedia / Berg Sinai, Pilgerzug und Gipfel im Hintergrund, Tamerlan in der Wikipedia auf Polnisch – Übertragen aus pl.wikipedia nach Commons. / Zwölfpropheten- rolle vom Nachal Chever. Unbekannt – (reproduced with permission): http://www.eliyah.com/lxx.html, googlemap

Vormetrische Maße / http://vormetrische-laengeneinheiten.de/html/genauigkeit.html

Das Licht des Orion

Friday, 15 December 2017

Bowls from Los Millares

Los Millares is a Chalcolithic occupation site 17 km north of Almería, in the municipality of Santa Fe de Mondújar, Andalucía, Spain. The complex was in use from the end of the fourth millennium to the end of the second millennium BC and probably supported somewhere around 1000 people.

The site covers 2 hectares (4.9 acres) and comprises three concentric lines of stone walls, the outer ring the largest, running more than 650 feet with nineteen ‚bastions‘ and a gate guarded by foreworks. A cluster of simple dwellings lay inside the wall. The road to the site is guarded by four smaller outlying stone forts. There is an extensive cemetery of eighty passage grave tombs. The site was occupied between around 3200 BC and 1800 BC, when the Los Millares culture was replaced by El Argar civilisation.

Although primarily farmers, the inhabitants of Los Millares had crucially also learned metal working, especially the smelting and forming of copper. A large building containing evidence of copper smelting. Because of this, the site is considered highly important in understanding the transition from the Neolithic to the Bronze Age. The Los Millares culture eventually came to dominate the Iberian peninsula.

Pottery excavated from the site included plain and decorated wares including engraved bowls bearing oculus (a round or eye-like opening or design) motifs. Similar designs appear on various carved stone idols found at the site.

This is these ceramic bowls decorated with the „ocular“ motif. It was dated to the period 3200–2300 BC. The bowl is currently displayed in Ashmolean museum.

Here is another example from the Museum of Almeria.

So what about the meaning of this „occular“ decoration. The Ashmolean has this to say about it: „The meaning of the eye motif is unknown, but it must have had significance for Los Millares people. Some researchers believe that it may be related to the sun. Another interpretation is that it may represent an owl…

That this motif indeed represents eyes can be seen from the fact that it is framed with what looks very much like eyebrows. Also the same motif is found on idols exactly where eyes are supposed to be.

Indische Wurzeln

Hermann Detering has a new essay (70 pages in PDF format) that will be of interest to many Vridar readers — at least for those of you who can read German. In English the title is The Gnostic Interpretation of the Exodus and the Beginnings of the Joshua/Jesus Cult. See his RadikalKritik blog: The work begins […]

über The Gnostic Interpretation of the Exodus and the Beginnings of the Joshua/Jesus Cult — Hermann Detering — Vridar

Katharinenkloster

Am Berg der Gesetze

Weltenbummlerin

Das Katharinenkloster befindet sich in der High Mountain Region des Sinais und wurde in der Mitte des 6. Jh.s gegründet – es ist seitdem durchgängig bewohnt. Selbst in politisch schwierigen Zeiten, die über die Jahrhunderte hinweg immer wieder aufkamen, konnten die Mönche, unter dem Schutz des ansässigen Beduinenstammes, in ihren Klostermauern verharren. Heute leben nur noch wenige orthodoxe Mönche im Katharinenkloster, das nach wie vor, so es die politische Situation zulässt, ein beliebtes touristisches Ziel ist – wenngleich die Reise hierhin selbstredend nicht ganz umbeschwerlich ist und man nicht „mal eben so“ in den Sinai fährt.

Vom Moseberg führen entweder ein ausgebauter Trampelpfad, der sich den Hang herunterschlänget, oder aber eine riesige Treppe mit ungefähr 3000 Stufen (die man auch beim Runtergehen erst einmal bewältigen muss…) herab zu Kloster.

Ein Schild weist auf den Stufenweg hin. Ein Schild weist auf den Stufenweg hin.

Um das Kloster zu schützen, wurde eine riesige Mauer herumgezogen, die nicht so leicht…

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