Die Heidenmauer Bad Dürkheim – Teil 1 / Geometrie nach Sonne und Mond

Im Pfälzer Wald liegt nördlich von Bad Dürkheim auf einem Bergsporn der keltische Fürstensitz Heidenmauer, eine seit 500 v. Chr. besiedlete keltische Höhensiedlung. Die polygonale Anlage wurde während eines Forschungsprojektes der DFG eingehend untersucht. An ihr lässt sich auch die auf astronomischen Visierlinien beruhende Entwurfsgeo- metrie darstellen, die auch die Anlage des Wäscherschlosses bestimmte. Die Große Mondwende Süd, die nur alle 18,5 Jahre zu beobachten ist, war nicht nur für die keltische Kultur ein wichtiges Datum. Ihre Visierlinie  teilt die Anlage in süd-östlicher Richtung in 9 Abschnitte. Aber ebenso wichtig war die Ausrichtung auf den Punkt des Sonnenunterganges zur Winter- sonnenende in süd- westlicher Richtung. Dieses Raster hat jedoch 10 Einheiten, das durch ganzzahlige Vielfache den westlichen Ausleger, sowie das Tor bestimmt. Auf diese Weise wird der Bezug zum Tor im Verhältnis 4 zu 1 festgelegt, während der Bezug zum Achsenkreuz due vier Himmelsrichtungen mit dem Verhältnis 3 zu 2 festgelegt wurde. Durch 2 Näherungs kreise deren Radien der Rasterbreite folgen kann der ge- kurvte obere Teil des Walles nachvollzogen werden. Einwände, die die Anlage allein auf die Beschaffenheit des Untergrundes sowie auf Belange der Verteidigung zurückzuführen wollen können dadurch entkräftet werden dass die erste Rasterlinie der Wintersonnenwende über den Linthberg verläuft,  einem südwestlich von Bad Dürkheim gelegenen Höhenrücken auf dem 1030 ein Kloster  errichtet  wurde. Während die die zweite Linie d knapp neben dem Steinbergkopf verläuft, so dass hier der Untergang beobachtet werden konnte. Auch der Name des Linthberges, von dem aus natürlich der Aufgang zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende beobachtet werden konnte, verrät seinen Ursprung im keltischen Sprachraum. Dort bedeute Lint `Schlange´. Sie ist ein altes Symbol für das Erwachen und vergehen der Natur und galt damit auch als ein Zeichen der Sonne.

Doch allein mit Visierlinien und Zahlenverhältnissen lässt sich kein Grund- riss erklären. Auch der Andrea Palladio, der bedeutenste Architekt der Renaissance  baute zwar mit ganzzahligen Verhältnissen, doch bei seinen Entwürfen von Villen im Veneto ließ auch er sich von Bildern leiten. So muss auch dieser Anlage ein Bild zugrunde liegen das wesentliche Punkte ihrer Umrisslinie liefert. Burgen ie das Wäscherschloss, aber auch Stadtgrundrsse belegen, dass die Geometrie von Sonne und Mond noch bis zum 17. Jahrhundert diese Anlagen bestimmte.

Bad Dürkheim gesamt neu be

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s