Der Hohenstaufen – Irrtümer der Geologie / Teil1

Die Spielburg

In früheren Zeiten bot eine Sage über Riesen, die im Streit mit Felsen um sich warfen, eine wundersame Erklärung für die Entstehung der Drei Kaiserberge. Auch die am Fuße des Hohenstaufen aufragende Gesteinsformation der Spielburg würde in dieses Bild passen. Die malerische Formation soll wie eine im 19. Jahrhundert entstandene Legende berichtet, einer der Lieblingsplätze Kaiser Barbarossas gewesen sein, an denen er die Aussicht über sein Land genoss und kurzweiligen Ritterspielen beigewohnt haben soll,. Noch bis in die 50- er Jahre wurde hier Kalkstein abgebaut. Wie der Schnitt des Schichtenaufbaues der Schwäbischen Alb zeigt, gibt es auf dieser Höhe aber kein Vorkommen des einst hier abgebauten Massekalkes des Weiße Jura.

Im Schichtenaufbau der Schwäbischen Alb,d er mit ca. 2,7° in Richtung Donau geneigt ist, hat sich im Jurameer vor ungefähr 140 Millionen die letzte Gesteinsschicht gebildet, aus der auch die Spielburg besteht. An der Stelle des Hohenstaufen, wo sich einst der von Geologen vermutete Rand der Schwäbischen Alb befunden haben soll, lag dieses Gestein aber noch ca. 360m über seinem heutigen Fundort, der heutigen Spielburg. Erklärt wird diese Anomalie durch das Abrutschen des Gipfels vor ungefähr 2.5 Millionen Jahren. Zwischenzeitlich hatten aber eine Reihe von Ereignissen, wie die Auffaltung der Alpen vor 50 Million Jahren zu einer Schräglage der Schichtstufenlandschaft geführt. Bei einem gleichmäßigen Abtragen der Landschaft durch die Erosion im Laufe von 140 Millionen Jahren, müsste der Gipfel und auch der gesamte Berg des Hohenstaufen aber aus Braunem Jura bestehen. Weder für das Gestein der Spielburg, noch für die auf der Nord-Westseite des Hohenstaufen zu sehenden waagrechten Reihen `Wohlgeschichteter Kalke´, bietet dieses Model auch nur ansatzweise eine realistische Erklärung. Nur bei einem Berg der ungefähr die fünffache Höhe des heutigen Hohenstaufen gehabt hätte, wäre dieses Ereignis möglich gewesen. Doch dann läge die Spielburg fast 40 Höhenmeter über ihrer heutigen Lage. Aber dieser sogenannte  `Gipfelrutsch´ hätte im Zeitablauf während der Kreidezeit, noch vor der Bildung der Eurasischen Kontinentalplatte stattfinden müssen. Die Erosion während der 120 Millionen Jahre bis zum heutigen Zeitpunkt hätte all diese Spuren sicher gründlich verwischt.

Hohenstaufen - Geologie

Hohenstaufen – Geologie

(weiter im 2. Teil)

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