Irrtümer der Geologie / Teil 3

Über die Entstehung der heutigen Kante der Schwäbischen Alb herrscht unter Geologen keinesfalls Einigkeit. Allein zwei unterschiedliche Theorien versuchen die weiträumige Erosion der Schwäbischen Alb von ihrer vermuteten Grenze, den Zeugenbergen, bis zum heutigen Rand der Schichtstufe zu erklären. Eine Theorie erklärt das Zurückweichen der Schichtstufe durch die raschere Quelllerosion bei weicherem Gestein, die härteres Gestein abbrechen und ins Tal stürzen ließ. Das abgerutschte Material soll dann durch fließende Gewässer wegtransportiert worden sein. Aber bereits in den 40-er Jahren gab es die Theorie, dass in dem feuchtheißen Klima des Tertiärs partiell größere Veritterungszonen entstanden, sogenannte `Einrumpfungen´. Sie vertieften sich wesentlich rascher und ließen dadurch die Schichtstufenlandschaft zurückweichen. Da das Tertiär aber erst im letzten Drittel der Zeitleiste angesiedelt ist, bliebe mit dieser Theorie die Erosion der Alb in einem Zeitraum von 100 Millionen Jahren völlig ungeklärt.

Doch für die, einst weiter im Nord-Westen vermutete Hangkante der Schwäbischen Alb gibt es nur wenig handfeste Beweise. Einer, der häufig angeführt wird, ist ein Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans, der vor ca. 15 Millionen Jahren ausbrach. Im Umkreis von Bad Urach sind bislang 350 Schlote aktenkundig, wobei wir während den Erkundungen einer keltischen Großsiedlung bei Dettingen auf einem einzigen Acker allein ein gutes Dutzend solcher Schlote fanden. Allein dieses Ergebnis bei Dettingen legt den Verdacht nahe, dass die Landschaft durch den Ausbruch des Vulkans buchstäblich wie ein Küchensieb perforiert wurde. Der im Schlot von Scharnhausen gefundene Weisse Jura wird heute gerne als Beweis angesehen, dass zu diesem Zeitpunkt die Schichtstufe noch bis in diese Region reichte. Viel eher scheint es hier aber einen Zusammenhang zwischen der vulkanischer Tätigkeit und dem Riess – Steinheim Meteor zu geben, dessen gewaltige Einschlagkraft in einer Größenordnung von 20000 Atombomben lag. Bei diesem Ereignis wurden riesige Gesteinsmengen, wie der Weisse Jura über Dutzende von Kilometern durch die Luft geschleudert und erreichten auf diese Weise auch die Region von Scharnhausen. Somit ist der immer wieder angeführte Beweis von fragwürdiger Natur und dadurch gerät auch eine weitere Theorie ins Wanken; Die Zeugenberge

Wie bei der Hangkante gibt es auch zur Entstehung der Zeugenberge gegensätzliche Meinungen, wobei der Begriff der Reliefumkehr sich mittlerweile als Entstehungsursache eingebürgert hat. Hier soll zu einem frühen Zeitpunkt eine Senkung in der Schichtstufe entstanden sein. In dieser Mulde wurde das harte Oberflächengestein nach der Meinung von Geologen vor Verwitterung geschützt, während die umgebende Landschaft dem Abtrag durch Wasser und Wind viel stärker ausgesetzt war. Anschließend soll der harte Kegel stehengeblieben sein, der im Laufe der Zeit zu einem Zeugenberg geformt wurde. Auch diese Theorie weist einen gravierenden Denkfehler auf. In der entstanden Mulde sammelt sich Wasser und saures Wasser, das in der Erdgeschichte häufig vom Himmel regnete, löst bis zu 10 cm Kalkgestein pro Jahr. Über kurz oder lang wäre also das harte Deckgestein des eingesenkten Berges verschwunden und das weichere wieder zum Vorschein gekommen. Auch die vermutete Senkung müsste sich beim Hohenstaufen unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage stattgefunden haben,denn hier verlaufen die ´gebankten´ Kalke alle waagrecht. Das gleiche Bild zeigt sich übrigens auch auf halber Höhe beim Stuifen. Doch nach Meinung der Geologen soll dieses Gesteinsbild durch Schubvorgönge während

Irrtümer der Geologie- Schwäbischer Vulkan

Irrtümer der Geologie- Schwäbischer Vulkan

der Entstehung des Grabenbruches, dem Schwäbischen Lineament entlang der Linie Aalen Bebenhausen entstanden sein, die in der Folge auch einem querrechteckigen Grundriss im exakten Verhältnis 2:1 erzeugt haben..

(weiter im 3. Teil)

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