Das Horn des Stuifen

Immer wieder weisen aufmerksame Leser des Buches `Die Goldene Landschaft´ auf weitere Merkmale der dort beschriebenen Berge hin. In diesem Fall war es der Verleger Rüdiger Wolff, der in den Tagen nach dem Frühlingsäqinoktikum vom Hohenstaufen aus den Sonnenaufgang am Stuifenhorn beobachtete. Mit seiner asymmetrischen Form liegt das Horn am äußersten nord-westlichen Rand des Berges, wo es die Rück- wand für das Gräberfeld auf dem Stuifenplateau bildet.
Ab dem 25. März, steigt vom Standpunkt am Hohenstaufen aus be- trachtet , die Sonne entlang der Neigung des Horns in den Himmel. Be- reits im letzten Artikel über den Stuifen wurden die quer zum Horn ver- laufenden Mauern erwähnt, die in regelmäßigen Abständen über dessen gesamte Länge festzustellen sind. In der Anordnung wirken sie wie die Aussteifungsrippen eines großen Bauwerkes.
Der 25. März, in Griechenland ein Nationalfeiertag, wird in der kathol-ischen Kirche als `Annunziata´, die Verkündigung des Herrn gefeiert. An dem im 7. Jahrhundert eingeführten Feiertag wird das Datum gefeiert, an dem neun Monate vor Weihnachten, der Engelsbote Gabriel Maria die Geburt Jesu verkündet hatte. Das Datum kurz nach dem Frühlings- beginn, das bereits den Neubeginn am Ende des Jahres vorwegnimmt, war bereits seit der Antike der Auftakt von Feierlichkeiten zu Ehren der Kybele., der großen Göttermutter vom Berg Ida. Der Kult der Göttin Kybele ist phrygisch–lydischer Herkunft, aber vermutlich ist Kybele auch mit der hethitischen Vegetationsgöttin Kubala identisch, die die Hethiter schon im 2. Jahrtausend v. Chr. verehrten. Kubalas zentraler Kultort war die heute im unzugänglichen syrisch-türkischen Grenzgebiet liegende Stadt Karkemisch. Auf einer dort gefundenen Tontafel aus der Mitte des 13. Jhdts. v. Chr. wurde der herrschende König als `Diener der Kubala, der Herrin von Karkemisch; ´bezeichnet. Es handelte sich um einen Priesterkönig, dessen seine Gattin und Tochter als `Dienerinnen der Herrin, als Priest-erinnen der Kubala tätig waren. In Darstellungen wurde Kubalas Streitwagen von Löwen gezogen, ihre Attribute waren der Spiegel und der Granatapfel. Unterhalb des Stuifen finden sich in dem nach Weilerstoffel abfallenden Urengarten noch die Spuren der alten Zusammenhänge der Landschaft. In der der keltischen Mythologie stand das Heidekraut, mit dem Namen Uroica für die Phase, die nach der Zerstörung folgt (die Grabanlage auf dem Plateau) und dem Beginn der etwas Neuem ankündigt.

Sonne Stuifen

Sonnenaufgang am 25.03. folgt der Geländelinie des Stuifen

Kybele

Kybele

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