Stonehenge – Die Symbolik des Bauens Teil 2

Über die astronomische Ausrichtung des Steinkreises von Stonehenge gibt es heute keine ernsthaften Zweifel mehr. In mehreren Untersuchungen wurde dargelegt, dass nicht nur die Ausrichtung des Zuganges auf den Aufgangspunkt der Sonne zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende, sondern sich einzelne Steinsetzungen auch auf die Mondwenden beziehen. Die große Zahl von Gräbern rund um den Steinkreis legt allerdings die Vermut- ung nahe dass Stonehenge weniger ein Kalendarium war, sondern eine Kultstätte von überregionaler Bedeutung.

Stonehenge 01                                   Stonhenge Ansicht

Die Symbolik des Kreises schlägt sich auch in seinen Maßen nieder, doch das heute gemessene Maß des inneren Durchmessers von 29,2m hat heute keine Aussagekraft mehr. Wird es jedoch in das vom schottischen Ingenieur Alexander Thom ermittelte Längenmaß des Megalith Yard umgerechnet, erhält der Durchmesser von Stonehenge eine symbolische Bedeutung.. Die ist insofern auch nicht verwunderlich, da sich der Großkreis auf dem sich Stonhenge befindet, mit einer Länge von 25159,637km zur der Äquatorlänge ein Verhältnis von 5 zu 8 hat. Dieses Längenverhältnis entspricht wiederum Verhältnis des Goldenen Schnittes. Die präzise Einmessung des Steinkreises setzte also nicht nur ein exaktes Verständnis des Erdumfanges sowie der Berechnungsmethode für die Länge der entsprechenden Breitenkreise voraus, sondern auch bereits die Kenntnis einer Proportion die erst für das 5. Jahrhundert v. Chr. dokumentiert ist. Bis Heute wird In Fachkreisen das von Alexander Thom ermittelte Megalith Yard nicht anerkannt, denn im Gegensatz zur in Mesopotamien gefundenen Nippur Elle gibt es für dieses Maß keinen Referenzmaßstab der Thoms jahrzehntelangen Messungen untermauern könnte. Doch ein blick in die Geschichte zeigt wie wenig Baupläne es selbst für Bauwerke aus dem späten Mittelalter gibt. Bei der Betrachtung des MY zeigt sich indessen eine Auffälligkeit die zum umdenken bewegen muss. Auch dessen Verhältnis zur Nippur Elle beruht auf einem Verhältnis 8 zu 5. Das deutet nicht nur die Kenntnis der mespotamischen Nippur Elle an sondern auch auf Handelsbeziehungen in den Orient zu dieser um einen Handel zu erleichtern. Das ganzzahlige Verhältnis hat so einen klaren Referenzbezug zu dem überlieferten Maß der Nippur Elle. Dass bei dieser doppelten Kodierung der Lage auch der Umfang des Steinkreises nicht frei gewählt wurde, sondern ebenfalls einen symbolischen Bezug aufweist liegt auf der Hand.

.Stonehenge Plan 01a

Stonehenge – Maße

Den beiden Radien im Innern von 112,5 MY und dem Äußeren von 122,5 stehen wiederum entsprechende Längen im Maß der Nippur Elle gegenüber. Doch ein Dritte die nur teil- weise die Außengrenze der Steinsetzung bildet scheint wesentlich für das Verständnis des Megalith Yard im Steinkreis von Stonehenge zu sein. Mit 99.62m entspricht dieser Umfang 120,1 MY, doch mit 120 MY hätte der Steinkreis einen Umfang von 99,42m. und hätte damit eine Länge 1/400000 des heute mit Satelliten vermessen Erdumfanges von 40075000m. Eine Vergleichsrechnung mit dem Produkt aus 48.000.000×0.8285 ergibt eine Länge 39768480m und damit einer Fehlerquote von 0,75°. Die Rechnung zeigt aber auch dass das Maß des MY wie alle anderen vormetrischen Maße nicht frei gewählt wurden, sondern auf Messungen des Erdumfanges beruhten. Mit der Zahl 48 wurde eine symbol- ische Zahl gewählt die 6 mal die in vielen Religionen als heilig geltende zahl 8 oder auch 4 mal die Zahl 12 enthält. In der 48 spiegelen sich auch die 48 heute bekannten Sternbilder wieder, die allerdings erst durch den Geographen Ptolemäus im antiken Griechenland dokumentiert wurden.

Somit stellt die 48 nicht nur die symbolische Vollkommenheit im Sinne eines pythagor-eischen Systems dar, sondern auch die Vollkommenheit des Himmels. Durch sein Maß 120 MY ist er Umfang nicht nur ein Symbol für die Erde sondern gleichzeitig auch ein Symbol des Tierkreises mit seinen 12 Sternbildern. Damit ist es auch ein Zeichen der Kontinuität von Werden und Vergehen was der Bedeutung von Stonhenge als Kultstätte voll und ganz voll und ganz gerecht wird. Das Verlangen, das Maß der Erde auf eine symbolische Zahl zu reduzieren, ist aber keinesfalls auf frühe Kulturen beschränkt. Auch das Maß des Meters, das die beiden Astronomen Delambre und Méchain in den Jahren 1792 bis 1799 durch die Vermessung des Meridianbogens von Dünkirchen und Barcelona ermittelten, folgte einer Idealvorstellung Er wurde durch den 10-millionsteTeil eines Merid-ianquadrantes definiert und wies damit aber immer noch einen Fehler von 0,9% auf.
Die mehrfach codierte Botschaft der Zahlen ließe sich in der Anlage von Stonehenge noch um einige Bespiele erweitern, wie das der Länge der Avenue oder des Prozessionsweges zum River Avon. Doch das Maß der Erde sollte zeigen, dass die Bauwerke des Megalith-zeitalters keinesfalls, wie namhafte Archäologen behaupten, ohne Maße gebaut wurden.

 

Lageplan Stonhenge von  Dr A.E. Johnson Oxford.

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