Der Palast des Jupiter

Rekonstruktion des Diokletianspalastes in Split, Ernest Hébrard (1912).

Der Palast in der kroatischen Stadt Split zeigt nicht nur die Nachtfülle des Kaisers Diokletion, sondern auch sein besondere Verbindung zu Jupiter. Er selbst trug den Beinamen Iovius, der so viel bedeutet wie, ein „Abkömmling des Gottes Jupiter“ zu sein. Dem in Dalmtuen geborene Gaius Aurelius Valerius Diocletianus wurde dieser Tiitel nicht in die Wiege gelegt.

Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul ,Foto G.dallorto

Laut seiner Biografie soll er aus einfachen Verhältnissen stammen und sich in der kaiserlichen Leibgarde bis an deren Sitze empor gedient haben. In dieser Stellung wurde er an 20. November 284 in Nikomedia zum römischen Kaiser ausgerufen, Innerhalb der Tetrachie, der drei Kaiserherrschaft übernahm Diokletian dann die Führung.

Er setzte eine ganze Reihe von Reformen in Gang, wie die des Münzwesen, der Verwaltung , der Steuern, oder auch der Armee.Mit der Inszenierung seiner Person als Abkömmling des obersten Gottes Jupiter setzte er eine Tradition fort die mit der Vergöttlichung Cäsars begann. Sichtbares Zeichen war das scheinbar plötzliche Auftauchen eines Kometen während seines Begräbnisses, das zu einem göttlichen Ereignis stilisiert und als Aufnahme zu den Göttern interpretiert wurde. (s. Artikel in Q`Phaze 50 / Das Schauspiel des Haarsterns)

Damit war der Titel divus Iulius geboren und auch sein Adoptivsohn Octavia­nus erhielt anschließend das Recht sich divi Iulii filius zu nennen. So hatte auch er den Rang einer göttlichen Abstammung, was mit besonderen Ehrungen verbunden war. Diese Aura der Vergöttlichung erforderte auch eine Veränderung seiner Biografie, wozu Autoren wie Iulius Marathus, oder auch ,Ci­cero mit ihrem Erfindungsreichtum tatkräftig mithalfen

Diokletian und der schützende Jupiter, staatl. Münzsammlung München

Währen im Westen des Römischen Reiches die sakrale Verherrlichung noch etwas zurückhaltender war, wurde sie in den Ostprovinzen des Reiches offen zur Schau getragen. Dort gab es Augustus und der Stadtgöttin Roma gewehte Altäre in Pergamon, Nikomedia, Athen, oder auch Halikarnassos.

Die dadurch erfolgte Gleichstellung mit seinen Vorgängern diente auch der Festigung des Kultes um Augustus, dem in zahlreichen Inschriften eine göttlichen Macht zugesprochen wurde. Dies war aber kein Selbstzweck, sondern sollte als identitätstiftender Kult die Einheit des Reiches sichern.

Auch der ab 295 in Nähe seines Geburtsortes Dioclea in der heutigen Stadt Spilt erbauter Altersruhesitz Diokletians strahlt mit seiner Symbolik diese Aura göttlicher Abkunft aus. Die auf den ersten Blick rechtwinklige Ablage hat jeweils 6 Türme auf drei Seiten und verweist mit der damaligen, dem Planeten Jupiter zugeordnet Zahl auf den obersten Gott.

Der Palast des Diokletian. Die Sonnenichtung und die Verbindung mit Jupiter

Auch der Grundriss der Anlage verweist auf den Planetengott, denn er öffnet sich mit 2° in Richtung Südwesten. Dies führt aber nicht nur im Innern zu einer sich verjüngenden Perspektive der Hauptachse, sondern verweist damit auch auf den 180-sten Teil des Vollkreises und damit auf die Zahl 18.

Im kosmologischen Deutungssystem der Tetraktys steht die 18 für die Grundform des Dreieckes mit 9 Punkten und 9 Linien. Damit verweist die Figur auch auf Kapitolinische Trias und damit wieder indirekt wieder auf die Abstammung Diokletians. Neben dem gematrischen Code offenbart aber auch die Ausrichtung der Anlage eine Verbindung mit Jupiter. Es ist ein Bawer,k das auch als Palast des Jupiter bezeichnet werden könnte.

Bilder: Zeichnung zur Rekonstruktion des Diokletianspalastes in Split (Kroatien), von Ernest Hébrard (1912).Ernest Hébrard, Gemeinfrei /Büste Diokletians im Archäologischen Museum Istanbul ,Foto G.dallorto , AttributionDiokletian und der schützende Jupiter, staatl. Münzsammlung MünchenDer Palast des Diokletian. Sonnenichtung und Verbindung mit dem Adler

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