Das Projekt

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9 Gedanken zu „Das Projekt

  1. Das ist aber eine hüpsche Seite die du da hast. Sehr interessant was du da machst.
    Sehr schön finde ich den Bezug auf die Sagenwelt.

    Ich bin zwar etwas skeptisch ob man in jeden Hügel gleich eine Sonnenwende vermuten sollte, aber wer nicht sucht, findet auch nichts.

    Ich würde empfehlen, du informierst dich auch mal über die umliegenden Kirchen.

    Diese wurden ja oft auf uralte Heiligtümer gesetzt. Wie ich belegt habe, fand die Zerstörung der Heiligtümer hauptsächlich durch die Karolinger statt. Es müsste sich also um Kirchen aus dem 8. und 9. Jhd. handeln.
    Ausserdem vermute ich das oft auch einfach die Festhallen der Germanen zu Kirchen umgewandelt wurden. Ein kleiner Glockenturm rangebaut schon sehen sie wie Kirchen aus.
    Gewöhnlich lagen diese in die Sichtweite zu Heiligtümern, Grabhügel oder Megalithanlagen.
    Da diese Sitten auch von den Hallstättern und LaTene-Leuten übernommen wurden (bevor sie romanisiert wurden) dürfte sich das Grundmuster auch in Keltenanlagen finden lassen. Da diese gern Siedlungszentren eroberten und die Bevölkerung vertrieben waren dieses Grundmuster oft schon angelegt und wurden nur noch ausgebaut.

    Man muss halt nicht nur die schnöden Fakten sehen, sondern auch die Zusammenhänge erkennen und daran mangelt es vielen Wissenschaftlern. Statt das ganze Rift Valley sehen sie nur das Tal in dem sie gerade sind. Schön wenn man dann mal über Leute stolpert die ein bisschen weiter denken.

    Also viel Erfolg bei der Suche. Wir sind ja alle nur Suchende…

    • Natürlich ist nicht jeder Berg gleich als Visurpunkt für Sonnen-und Mondwenden zu sehen.
      Es muss schon eine geometrisches System, wie z. Bsp. beim Limburdreieck zu sehen sein.
      Hier verweisen auch alte Flur – und Gewässernamen, sowie die Sagen, die man durchaus ernst
      nehmen sollte, auf den ehemaligen Zweck der Anöage. Die wird allerdings von Archäologen völlig anders bewertet.

  2. Ja so ist das mit Archäologen, sie denken oft nicht in Zusammenhängen.
    Vielleicht solltest du ein paar dieser Sagen erzählen, damit man das besser nachvollziehen kann.

  3. Lieber Herr G,

    mein Name ist Dennis Stephan. Vielleicht verzichten wir an dieser Stelle auf auf Kommentare zur Enthymologie meines Namens, den ich mir ja nicht ausgesucht habe.

    Ich bin studierter Archäologe (Vor- und Frühgeschichtliche und Klassische Archäologie im Hauptfach) und leite seit über einem Jahrzehnt Wanderungen und Exkursionen zu Denkmalen aus Vor-und Frühgeschichte und Geschichte mit einem Schwerpunkt in Hessen.
    Bei Interesse finden Sie nähere Informationen zu mir und meiner Arbeit unter http://www.mementoZeitreisen.de.
    Daneben trage ich ehrenamtlich durcch Vorträge und Publikationen zur Erforschung der Region bei, was für uns Archäologen eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellt.

    Ihren Blog habe ich seit über einem Jahr abboniert und ich werfe einen Blick auf Alles, was sie in lobenswerter Regelmässigkeit veröffentlichen.

    Als interessierter Leser mit einigem fachlichen Vorwissen kann ich nicht nur Ihre wissenschaftlichen Ansätze nachvollziehen, sondern ich sehe auch, dass sie in Ihren Veröffentlichungen die Redlichkeit nicht vermissen lassen: Sie trennen Fakten deutlich von Argumenten und weisen stets darauf hin, wenn Ihre Ansätze den Bereich des bislang faktisch Belegbaren verlassen. Diese Grundforderung an wissenschaftliches Arbeiten wird leider nicht von allen eingehalten, die sich selbst als „Forscher“ bezeichnen.
    Ich danke ihnen sogar ausdrücklich dafür, dass sie auf diese Weise zahlreiche Hintergrundinformationen, Bildmaterial und eigene Forschungsansätze zur Verfügung stellen.

    Bitte lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn Fachkolleginnen und Fachkollegen bisweilen kritische Kommentare hinterlassen, weil sie vielleicht außerhalb ihres engeren Aufgabenbereiches tätig sind oder ihnen (den „Berufserforschern“) die Auswahl ihrer Belege und Interessen ungewöhnlich erscheint.

    Gerade in unserer Wissenschaft, der Archäologie wie der Kulturlandschaftsforschung, vollzieht sich derzeit ein rasanter Wandel. Durch die engere Zusammenarbeit mit den Naturwissenschaften und die modernen, neuen Analyseverfahren wird die Archäologie immer „holistischer“. Und die klügeren unter den Forschern auch immer „bescheidener“, wenn es darum geht, engagierten Menschen vorzuschreiben, welche Informationen sie heran ziehen „dürfen“, und welche nicht.

    Grundbedingung für diesen Austausch bleibt weiter, dass die Daten durch andere falsifizierbar sind, also nicht nur subjektive Empfindungen durch Verweise auf mögliche mythische oder rituelle Einzelelemente aufgewertet werden sollen. Ich muss ihre Gedanken nachvollziehen können, nicht ihre Bauchgefühle.

    Bei meinen eigenen Forschungen versuche ich, auch Ihre Ansätze zu berücksichtigen. Dazu bediene ich mich des Instrumentariums moderner Geodaten und selbst erstellter Bildbearbeitungsverfahren. Aktuell erforschen wir auf diesem Wege das weitere Umfeld einer neu entdeckten Großanlage in Mittelhessen, die nach ersten Erkenntnissen aus baubegleitenden Untersuchungen bereits in der frühen Bronzezeit besiedelt war.
    Gerne tausche ich meine gewonnenen Daten mit Ihnen aus, stelle Ihnen Bildmaterial zur Verfügung oder nehme kluge Ratschläge entgegen.

    Wenn Sie darüber hinaus so freundlich wären, mir Einblick in ihr aktuelles Werk „Der Himmel der Kelten“ zu gewähren, wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ich verspreche mir als Fachwissenschaftler von der Lektüre bereits jetzt einen erheblichen Erkenntnisgewinn – unabhängig davon, ob Ihren Weg vorher bereits andere Wissenschaftler beschritten, oder ob ihre Ideen für andere Vertreter meiner Wissenschaft „neu“ erscheinen mögen.

    Mit den herzlichsten Grüßen aus Hessen und den besten Wünschen für künftige Forschungserfolge,

    Dennis Stephan
    Archäologe M.A.

    • Lieber Herr Stephan, gerade entdeckte noch ihren Kommentar. In der Tat sind positive Kommentare eher die Seltenheit und Ablehnung von Fachleuten eher die Regel. Zwar öffnet sich die Disziplin der Archäoastronomen, dieser Sehweise, wenngleich nur im bescheidenen Rahmen. Das Projekt, Bauen im Zusammenspiel mit der Astronomie zusehen, beruht natürlich derzeit noch hauptsächlich auf der Auswertung von Luftbildern und Karten. Eine Kooperation mit Archäologen könnte natürlich in die Tiefe gehen und sicher auch handfeste Beweise ans Tageslicht fördern. Selbst habe ich dies bereits an mehreren Punkten bei den Drei Kaiserbergen ausprobiert, in dem ich in der Flucht (Sonnenunter – oder aufgangspunkt bei der Wintersonnenwende) auf eine Siedlungsstruktur stieß. Mit dieser geometrischen Prospektionsmethode ließen sich sicher eine Menge Dinge wie Siedlungen oder Grabhügel aber auch größere Bauwerke aus dem Neolithikum,der Bronz- oder Eisenzeit aufspüren. Gerne sende ich Ihnen das Buch zu und würde mich über einen weiteren Austausch freuen, zumal im Blog auch Themen aus Hessen und Thüringen warten

      Mit den besten Grüßen Reinhard Gunst

  4. Hallo, lieber Herr Gunst,
    eben habe ich über den Leiter des Alamannenmuseums Ellwangen, Andreas Gut, von Ihrem Beitrag über Ellwangen erfahren und ihn mit Interesse gelesen. Ellwangen ist meine Heimatstadt und deshalb bin ich beglückt über Ihre Forschungsergebnisse, nachdem ich mir im Herbst 2013 sofort nach Erscheinen Ihr Buch über „Die Goldene Landschaft“ gekauft hatte.
    Vielleicht interessiert es Sie, dass neben der Sankt-Vituskirche im Jahre 2013 vom Landesdenkmalamt eine Magdalenkirche (Tag: 22. Juli) und ein Jahr später der Westvorbau des Benediktinerklosters, den man mit Corvey verglichen hat, ausgegraben wurden. Die Ergebnisse der Ausgrabungen werden zur Zeit ausgewertet.
    Ein anderer Aspekt betrifft den Fluss „Jagst“. Dieser gewiss auf eine vorgeschichtliche Sprache zurückgehende Gewässername des die Landschaft prägenden Fluss (zwei Jagsthausen, Jagstheim, usw.) erscheint mir bedeutend. Ich habe oft das Gefühl, dass östlich der Jagst eine andere geistige Atmosphäre herrscht als westlich der Jagst.
    Vielen Dank für Ihre Forschungen und die entsprechenden Veröffentlichungen.
    Johannes Stürmer

    • Lieber Herr Stürmer, vielen Dank für Ihre Hinweise. Zum Thema Ellwangen ist noch nicht alles gesagt, denn hier gibt es ja noch die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.
      Mit besten Grüßen, Reinhard Gunst

    • Lieber Herr Stürmer,
      vielen Dank für Ihre Hinweise. Zum Thema Ellwangen ist noch nicht alles gesagt, denn hier gibt es ja wie zu recht hinweisen die Jagst und die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg. Dass es hier unterschiedliche Energiefelder gibt, mag wohl auch mit dem Gestein und der Fließrichtung der Jagst zusammenhängen. Aber auch bei diesem Namen sollte man nicht vordergründig an die Jagd denken. In der Vergangenheit verkörperten Flußsysteme weit mehr. Dies zeigt auch die Rems die bis Waiblingen ziemlich genau dem Sonnenuntergang während des Äquinoktiums folgt. Ein ähnlicher `Zeitzeiger´könnte auch die Jagst gewesen sein.
      Mit besten Grüßen, Reinhard Gunst

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