Sonnenkult in Armenien

über Unraveling the Mystery of the „Armenian Stonehenge“

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Samhain

In order to explore the origin and significance of Samhain, the Celtic “Festival of the Dead”, it is necessary that it be viewed in the context of the wider Celtic belief system, the central tenet of which was metempsychosis… FULL ARTICLE: https://www.academia.edu/34915810/SAMONOS_SAMHAIN_HALLOWEEN_ON_THE_CELTIC_FESTIVAL_OF_THE_NOT_QUITE_DEAD %5B…%5D

über SAMONOS / SAMHAIN / HALLOWEEN – THE CELTIC FESTIVAL OF THE (NOT QUITE) DEAD — balkancelts

Das Land des Schwanes

Das schöne an Füssen ist, dass man per Fahrrad bequem Schwangau erreichen kann. Hier gibt es die weltberühmten Schlösse „Schloss Hohen-Schwangau“ und vor allem „Schloss Neuschwanstein“. Der Fahrradweg dorthin ist schön flach, so dass auch nichtsportliche ohne große Schwierigkeiten dort hinkommen können. Dort angekommen stellen wir fest, dass wir nicht die einzigen sind, die sich […]

über Sommer 2017 4. Schwangau — Der Weg ist das Ziel

Gralsburg Neuschwanstein

Das Schloss von Osten, kolorierte Fotografie um 1900

Neuschwanstein gilt meist als das Märchenschloss eines eskapistischen Königs, der seinen träumerischen Visionen eine bauliche Gestalt verlieh. Wie die Schlösser Herren-chiemsee und auch Linderhof bereits zeigten, sind diese Bauwerke aber auch Abbilder einer verzweifelten Suche nach Erlösung, die erst mit seinem Tod Kudwigs im Starn-berger See ihr Ende fand. `Stark ist der Zauber des Begehrenden, doch stärker der des Entsagenden´, lautet das Motto des musikdramatischen Werkes Parisfal von Richard Wagner. König Ludwig II. erwähnt es nicht nur mehrmals in seinen Briefen an Wagner, sondern es taucht auch an unterschiedlichen Stelle in seinem Tagebuch auf. Bereits als 15 jähriger hatte sich Ludwig mit der Musik und der philosophischen Auffassung Wagners befasst. In dieser Zeit hatte Ludwig in Tränen sein höchstes Entzücken darüber geäußert und in der Einsamkeit seines Zimmers lernte er Texte aus Wagners Werken auswendig. Erst im Jahr 1861, als der Tannhäuser in Paris uraufgeführt wurde, erhielt er die Erlaubnis eine Aufführung des Lohengrin zu besuchen.Das Unverständnis, mit dem ihm seine nächste Umgebung begegnete, führte zu einem Leben, in dem er Schmähungen und Bitternis ertragen musste. Dies ließ ihn immer wieder Zuflucht im Gebet suchen, in dem er sich an die Jungfrau Maria wandte. In ihr sah Ludwig ein machtvolle Fürsprecherin bei Gott.

Wagner und Ludwig II, Postakrte um 1910

Zahlreiche Hinweise dazu gibt es auch im Schloss Neuschwanstein. In der Ausrichtung und der damit verbundenen Sonnensymbolik ist nicht nur Ludwigs Verehrung für Maria, der Patriona Bavariae, versteckt, sondern auch seine schwärmerische Begeisterung für Wagner. Gleichzeitig tritt damit auch seine Seelenverwandtschaft zum Gralsritter Parsifal zutage. Bereits in die Urkunde des Grundsteines von Schloss Neuschwanstein ließ Ludwig II folgende Worte eintragen: `Wir befehlen diesen Bau in den Schutz Gottes, der heiligen Maria als Patrona Bavariae, und des heilige Ludwig. Als Patrona Bavariae steht Maria auch in der Pallas Fassade. Ludwig II handelte also ganz wie seine Vorfahren, doch erweitere er hier den Schutz auf das Gebäude, wie auch auf seine eigene Person.

Neuschwanstein Patrona Bavariae

Kein Marienfest könnte Ludwigs Schutzersuchen aber besser zum Ausdruck bringen als der Tag des Festes Maria – Hilfe der Christen, das Schutzmantelfest am 24. Mai. Dieses Fest wurde von Papst Pius VII. eingeführt, als er nach dem Sieg über Napoleon am 24. Mai 1814 aus der Gefangenschaft nach Rom zurückkehren konnte. Die Anrufung Marias hat aber eine lange Tradition, deren Anfänge im frühen Mittelalter liegen. Doch erst um 1500 lässt Papst Pius V. den Gebetstitel `Titel Maria Hilfe der Christen´ in die Lauret-anische Litanei, dem zentralen Anrufungsgebet mit aufnehmen. Was heute nur noch in Kreisen von Wallfahrern bekannt ist, hatte aber zu jener Zeit einen durchaus staatspolit-ischen Hintergrund. Seit der Schlacht von Covadonga im Jahr 722. dem offiziellen Beginn der Rückeroberung Spaniens ist Maria, gleich ihren antiken Vorbildern, auch zu einer Schlachtenhelferin im Kampf gegen islamische Heere geworden. In dieser Rolle sah sie auch Heer des Heiligen Römischen Reiches, das 1683 die Osmanen in letzten großen Schlacht am Kahlenberg besiegte.

Schloss Neuschwanstein, Ausrichtung auf die Sonne

An das Schutzmantelfest erinnert der Sonnenaufgang in der nach Nordosten weisenden Gebäudeachse, wo am Morgen die Sonne an der Horizontkante steht, aber ebenso auch an Wagner, der nur zwei Tage zuvor, am 22. Mai 1813 geboren wurde. Der südwestlichen Gebäudeteil ist etwas aus dieser Achse herausgedreht und weist mit seiner Baulinie auf die Bergsilhouette zwischen Gimpel und Köllenspitze. Dort steht die Sonnenscheibe am Abend von Mariä Lichtmess genau auf der Horizontlinie.

Schwanenritter, Darstellung um 1900

Neuschwanstein ist ohne die mittelalterliche Sage vom Schwanenritter, dem Wagner einen musikalischen Rahmen verlieh, nicht denkbar. Im Zentrum der Sage steht der heilige Gral, der zu feierlichen Prozessionen gezeigt wird. Ihm wird eine wundertätige Kraft nach- gesagt, mit der er Speisen vermehren kann und dessen Anblick eine immerwährende Jugend verleiht. Ganz ähnlich wie Tannhäuser, wird auch der Schwanenritter Parzifal von einer Zaubergestalt in ein geheimes Reich entführt, ehe er als Gralsritter seine Erlösung findet. Dieses heilige Gefäß, nach dem in der Geschichte so viele Abenteurer suchten, weist aber auch erstaunliche Parallelen zur Gestalt Marias auf. So werden ihr im der Lauretanischen Litanei, dem im 13. Jahrhundert entstandenen Gebet, Namen wie Sedes sapientiae, Sitz der Weisheit; Stella matutina, der Morgenstern oder auch Vas spirituale, das geistliches Gefäß verliehen.

Patrona Boiariae´ an der Westfassade der Münchner Residenz

Es gibt nur wenige Orte, wo sich wie Neuschwanstein, die Motive der Gralssuche mit der der Marienfrömmigkeit zu einer Vision verbinden. Szenen dieser Suche finden sich im Wohnzimmer Ludwigs und dem benachbarten Sängersaal, wo der neue Gralskönig Parifal abgebildet ist. In dieser Suche lebt die Gestalt jenes Schwanes weiter, der ebenso ein Symbol der alten Muttergöttin war, aber auch mit seinen Eigenschaften den Rittern des Mittelalters als Vorbild diente. Hier wurde er nicht ohne Grund zum Namensgeber einer ganzen Landschaft, denn bereits im frühen Mittelalter wurde der Höhenzug auf dem Neuschwanstein errichtet wurde, der Schwanenberg genannt.

Bilder: Wikipedia, Das Schloss von Osten, kolorierte Fotografie um 1900, Unbekannt / Neuschwanstein Patrona Bavariae,Philipp Perron , Altera levatur / Die Bronzeplastik der `Patrona Boiariae´ an der Westfassade der Münchner Residenz (Residenzstraße) / Ahert Haus der Bayrischen Geschichte, Postkarte aus der Zeit um 1910 zeigt König Ludwig II., der Richard Wagner / Schwanenritter, Darstellung um 1900, User:Zman / simulation, sunearthtools