Der Hohenstaufen – ein Bauwerk

Innerhalb der Geologie gilt der Hohenstaufen als Zeugenberg der Schwäbischen Alb. .Zusammen mit weiteren Bergen soll er ein Zeugnis des einst weiter nördlich verlaufenen Randes der Alb sein. Doch bis Heute ist die Entstehung von Zeugenbergen nicht schlüssig geklärt und auch für den Rand der Schwäbischen Alb gibt es nur einen wirklichen Beweis:  Juragestein, das in einem Schlot des Scharnhäuser Vulkans gefunden wurde. Dabei wird jedoch immer übersehen, dass der Ausbruch des Schwäbischen Vulkans, bei dem die Fläche von Filderstadt bis Kirchheim wie ein Küchensieb perforiert wurde, im Zusammen- hang mit dem Einschlag des Ries-Meteors zu sehen ist.
Ähnliche Geländeformationen wie der Hohenstaufen die im Vorderen Orient, Griechenland oder Rumänien anzutreffen sind, werden dort von Archäologen mit dem arabischen Wort Tell bezeichnet. Das bedeutet so viel wie Siedlungshügel. Im Persischen werden sie Tepe, im Griechischen Magoula oder auch Toumba genannt.

Tell  Zeraa                                                               Tell Zeraa

Ein Tell kann durch die stufenweise Überlagerung von Siedlungsmauern in die Höhe ge- wachsen sein, oder auch durch das Anschütten von Erd- und Gesteinsmaterial. Einer der typischen Tell Siedlungen ist der Tell Zerā‛a im heutigen Dreiländereck Jordanien, Syrien und Israel, oder auch der 50m hohe Altıntepe in Ostanatolien.

Altintepe 01Er wird auch `Goldener Hügel´ bezeichnet und besitzt ungefähr das Volumen und die Form des Hohenstaufen. Auf ihm lag einst eine urartäische Residenz mit einem Rund- tempel. In seinem Innern wurden zwei Grabkammern gefunden die im 7. Jahrhundert v. Chr. Errichtet wurden.

Altintepe Mauern Plateau                                   Plateau mit zerstörten Mauern

Die Führung, die im Rahmen des Kulturprogramms `Sommer der Verführungen´ des Landkreises Göppingen zusammen mit dem Manuela Kinzel Verlag stattfindet, zeigt die wesentlichen Merkmale des Bauwerkes und die Irrtümer der Geologen. die im Hohenstaufen noch immer einen Zeugenberg sehen.

Termin: 23.07.2014 / 18°° Treffpunkt Barbarossakirche Hohenstaufen
Foto : SWCC BY-SA

Der Hohenstaufen – ein Bauwerk der Jungsteinzeit?

Der Hohenstaufen – ein Bauwerk der Jungsteinzeit?

Im Kulturprogramm Sommer der Verführungen des Landkreises Göppingen findet zusammen mit dem Manuela Kinzel Verlag eine weitere Wanderung zum Hohenstaufen statt. Die Frage eines Bauwerkes wurde schon bei mehreren Wanderungen kontrovers diskutiert.

Stufenpyramide Djoser                                  Stufenpyramdie Sakkara

Während um 2500 v.Chr. in der dritten Dynastie des ägyptischen Reiches die ersten Stufenpyramiden entstanden, scheint für Archäologen zu dieser Zeit ein Bauwerk vergleichbarer Größe im Norden noch undenkbar zu sein. Doch erst kürzlich wurde von Professor Christofilis Maggidis des Dickinson College eine Siedlungsstruktur in Boetien untersucht, die ebenfalls um 2800 v. Chr errichtet wurde. Sie hat eine Fläche von ungefähr 200.000m2 und zur Erbauung des Plateaus wurden über 2,5 Millionen Kubikmeter Steine und Erde bewegt.

Citadelle Mykene                                  Zitadelle Boetien

Die Führung am Hohenstaufen zeigt die wesentlichen Merkmale des Bauwerkes und die Irrtümer der Geologen, die im Hohenstaufen noch immer einen Zeugenberg sehen.

Termin: 23.07.2014/ 18°° Treffpunkt Barbarossakirche Hohenstaufen                        Anschließende Möglichkeit zur Diskussion in der Galerie Kinzel-Wolff

Anmeldung & Info: Manuela Kinzel Verlag, Rüdiger Wolff                                              (Pfarrgasse 5, 73037 Göppingen), Telefon: 07165/929399
E-Mail: rwolff@manuela-kinzel-verlag.de
Hinweis: Festes Schuhwerk; bei schlechtem Wetter entsprechende
Kleidung.

 

Der Bodenhimmel vom Oberholz

sternbild Orion

Sternbild Orion

Im Süddeutschen Raum sind noch zahlreiche Felder mit Hügelgräbern aus keltischer Zeit erhalten. Eine große Anzahl von dieser Gräberfelder  konnte in den letzten Jahrzehnten erforscht werden und gab Aufschluss über die Kultur der Kelten. Unter den Grabanlagen befinden ich reich ausgestattete Fürstengräber wie das von Hochdorf, Hügelgräber unter denen Dutzende von Toten bestattet wurden, oder auch Nekropolen die aus mehreren Gruppen von Hügelgräbern bestehen.
Die Anordnung von Grabanlagen wurde aber keineswegs willkürlich gewählt, wie dies im Jahr 2011 der Archäologe Dr. Allard Mees vom Römisch Germanischen Zentralmuseum in Mainz bei einer Untersuch- ung des Magalenberges bei Villingen erkannte. Dabei konnte er nach- weis en, dass die einzelnen Gräber durch die Geometrie von Sternbild- ern im Jahr 618 v. Chr. bestimmt wurden. Dieses Prinzip, Gräber in der Form eines Bodenhimmels anzulegen, der zusätzlich durch die Aus- richtung auf Sonnen- und Mondwenden bestimmt wurde, ist auch bei den Hügelgräbern im Oberholz bei Göppingen erkennbar. Dabei zeigen auch die im Oberholz verwendeten Sternbilder, wie eng die Beziehung der keltischen Mythologie zur Sagen- und Götterwelt der Griechen war.

Die 1. Veranstaltung zum Buch `Himmel der Kelten´ wird am 23.07.2014 im Oberholz bei Göppingen stattfinden

Die Vermessung des Hohenstaufen

dem herzoglich württembergischer Obristleutnant, Andreas Kieser ist eines es der ersten Kartenwerke Württembergs zu verdanken. Im Jahr 1679 wurde Kieser, der bis dahin für die Artillerie und die Festungen des Herzogtums verantwortlich war, damit beauftragt, eine völlig neue Ver- messung des Landes vorzunehmen Sie sollt der Forstverwaltung nach den Schäden des 30- jährigen Krieges zuverlässige Angaben über Fläch engrößen, Grenzen, Hoheitsrechte, Besitzverhältnisse und Nutz- ungsansprüche zur Verfügung stellen. Nachdem die Karten bislang  häufig durch das Abschreiten der Grenzen und Schätzungen der Fläch- en angefertigt wurden, sorgte Kieser durch seine neue Vermessungs- methode von Punkt für Punkt, wie er sie von der militärischen Artillerie her kannte, für wesentlich genauere Grundlagen des neuen Karten- werkes. Das unvollendete Werk, das auch eine große Zahl perspekt- ivischer Ansichten von Orten enthält, entstand in den Jahren 1880 bis 1887 und umfasst ein Gebiet zwischen Heilbronn und Reutlingen, sowie zwischen Herrenberg und Schwäbisch Gmünd. In dieser Zeit entstand auch Kiesers Ansicht des Hohenstaufens, der damals noch ein völlig anderes Erscheinungsbild aufwies. Trifft Kiesers Bild zu, hatte er Seit- enwände, die mit mit einer Neigung von ca. 88° keinerlei Vegetation zu- ließen und aus massivem Stein bestehen mussten. Erst durch die im 19. Jahrhunderts vollzogene Aufforstung änderte dieses Bild zum heute vertrauten Kegelstumpf.

Mehr Informationen zum Hohenstaufen als Bauwerk bietet die Führung am 29.03,2014 um 14.00 Treffpunkt am Parkplatz Spielburg.

Hohenstaufen Rekonstruktion

Führung zum Hohenstaufen

 

Spielburg Postkarte

Blick zur Spielburg um 1910

Der Hohenstaufen gilt immer noch als Zeugenberg und Teil eines Graben-bruches entlang dem Norden der Schwäbischen Alb. Doch die geologischen Theorien über die Entstehung des Hohenstaufens sind keineswegs so abge- sichert wie es scheint. Die nächste Führung von der Spielburg zum Plateau zeigt diese Punkte. Auf dem Weg werden auch die wesentlichen Teile der im Buch ` Die Goldene Landschaft´ aufgestellten Theorie erläutert, der zufolge der Hohenstaufen kein Zeugenberg, sondern ein Bauwerk der Jungsteinzeit ist.

 

Führung am 29.03.2014 Beginn 14°° – Treffpunkt Parkplatz Spielburg

 

Unkostenbeitrag 5EUR

 

Die Rechberghöhle

Nach zwei weiteren Nachforschungen sind drei von wahrscheinlich 5 Zugängen der Höhle im Rechberg lokalisert.. Zwei von Ihnen liegen auf der Ostseite, wo sie unterhalb der Landesstraße auf einem abfallenden Wiesengrundstück auslaufen. Vom ursprünglichenZugang an sind sie auf einer Länge von etwa 40m verschüttet. Einen freien Ganquerschnitt gibt es hier  mit einer Sohle von ca. 13,5m unterhalb des Geländeniv- eaus, wenige Schritte vom Waldrand entfernt. Die Erforschung zeigte auch, dass die Achse der St. Laurentiuskirche in Waldstetten auf diese Ausgänge ausgerichtet ist.. Ein weiterer Zugang mit geringer Tiefe liegt im Süden, am Spielplatz der Schule in Rechberg. Von hier muß der  Gang direkt zum ersten Dom unterhalb des Kirchplatzes führen. Ein Zugang von hier wäre ideal, da auch die Parkplätze in unmittelbarer Nähe liegen. In den nächsten Schritten soll diese Möglichkeit näher untersucht werden.

Rechberg v Gmünd 1840 Joh poppel und E, Mauch

Rechberg um 1840, im Vordergrund die Stadt Schwäbisch Gmünd

Himmel der Kelten

 

Nun steht es fest: Das Buch `Die Goldene Landschaft´ wird eine Fort- setzung erhalten. Im zweiten Band steht nun die Welt der Kelten im Mittelpunkt. Rund 3000 Jahre nach der in der `Goldenen Landschaft beschrieben enZeit errichten sie in Mitteleuropa große Oppidien, Schanzen und Hügelgräber die sich bislang jeder geometrischen Einordnung entzogen. Das Buch `Der Himmel der Kelten´ zeigt, dass es eine alte Symbolsprache gab, die die Kelten nutzten, um die Umrisse ihrer Oppiodien festzulegen, oder Hügelgräber vor einem mytholog-ischen Hintergrund zu gruppieren

Himmel Kelten