Die Pracht Roms

General reconstruction of the Forum Romanum with the temples of the Capitoline in the distant level. .

über Forum Romanum: Architecture — Delving into History ® _ Periklis Deligiannis

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Vorbild Teotihuacan

Name one civilization located in the Americas that pre-dates the arrival of Europeans. You probably replied with the Aztecs, the Inca or perhaps the Maya. A new paper, published in De Gruyter’s open access journal Open Archeology, by Michael E. Smith of Arizona State University shows how this view of American civilizations is narrow. It is…

über A Unique Mesoamerican City: How the Urban Design Teotihuacan was Lost and Found — Chauvet unlocked

Ort der Götter

Unsere letzte Reise führte uns in die Mutterstadt von Zone auf die Insel Samothrake. Sie ist eine der nördlichsten Inseln in der Ägäis, liegt ca. 40 km südlich von Alexandropolis im Evros. Die Insel wird von einem großen Bergmassiv beherrscht, das den schönen Namen Phengari, also Mond, trägt. Von diesen Bergen fließen unzählige Wasserfälle herab […]

über Große Götter — Anne auf Achse

Phantom Bundeslade

Die Bundeslade wird in den Tempel getragen, Très Riches Heures du Duc de Berry,1412

Die Bundeslade ist ein mythischer Kultgegenstand in dem gemäß biblische Texten die Steintafeln auf den die 10 Gebote standen, die Moses von Gott auf dem Berg Sinai erhalten hatte . Sie galt nach dem Auszug aus Ägypten als Garant für dessen Anwesen- heit und wurde 2000 Ellen vor dem Zug des Volkes getragen. Sie auch Lade des Bundes, Lage des Zeugnisses, oder auch Lade des Herrn genannt. Die Maße der Lade werden mit 2 ½ Ellen Länge, 1 ½ Ellen Breite und 1 ½ Ellen Höhe angegeben. Dem sakralen Zweck angemessen war die Hülle aus Akazienholz, das innen und außen aus reinem Gold über- zogen war. Beidseitig angebrachte goldene Ringe dienten dazu, Stangen hindurch zu- schieben, damit der die Lade getragen werden konnte. Sie hatte einen Deckel, der auch Gnadenstuhl genannt wurde. Auf ihm waren zwei Cherubin angebracht, die ebenso aus Gold gefertigt waren.

Nach der Zerstörung Jerusalems

Während der Eroberung Jerusalems durch den neubabylonischen König , Nebukadnezar II. m Jahr 587/586 v. Chr. ging die Bundeslade verloren. Über ihren Verbleib berichten nur wenige Zeilen im zweiten Buch der Makkabäer. Denen zufolge hat der Prophet Jeremia, vor Nebukadnezars Plünderung Jerusalems, die Bundeslade gemeinsam mit der Stiftshütte und dem Räucheraltar am Berg Nebo in einer Höhle vergraben. Die mythische Bedeutung des Gegenstandes hatte in der Vergangenheit zu einer umfangreichen Legen-denbildung beigetragen. Tempelritter sollen sie während der Kreuzzüge in ihren Besitz ge- bracht haben, andererseits wird ihr heutiger Aufbewahrungsort in einer äthiopischen Kirche vermutet. Nach der dortigen Überlieferung, wurde die Bundeslade vom Gefolge Meneliks, des Sohnes von Salomon und der Königin von Saba, gestohlen und damals durch einen Nachbau ersetzt. Das Original der Lade soll sich heute in Aksum, der heiligen Stadt Äthiopiens befinden.

Kapelle in Aksum, in der sich die äthiopische Bundeslade

Wird für das Maß der Lade die Länge der Ägyptischen Königselle von 0.5283 cm herangezogen vermittelt dieses Maß eine ungefähre Vorstellung von ihrer Größe. Die Länge von 2 ½ Ellen entspräche dann ungefähr 132cm Höhe und die Breite von 1 ½ Ellen einem Maß von 79cm. Abzüglich der Wandstärke würde dies einen Innenraum mit einer Länge von 126cm, sowie eine Höhe und Breite von ungefähr 73cm ergeben. Also ein verhältnismäßig kleines Behältnis, dem in späteren Zeiten geradezu sagenhafte Fähigkeiten zugeschrieben wurden. So sah Erich von Däniken in ihr einen Kondensator (Energielieferanten), der aber auch als Kommunikationsapparat gedient haben soll. Ähn- liche Überlegungen stellte auch Robert Charroux an, der in dem Gegenstand ein Funkgerät sah, mit dem Kontakt zu fernen Welten aufgenommen werden konnte.

Bundeslade, Funkgerät

Doch die Maße führen auf eine Spur die wegführt von einem realen Gegenstand, hin zu einem religionsphilosophischen Code. So entspricht 2 1/2 auch dem Wert 5/2. Der Bruch 5 Halbe kann aber auch als Verhältnis von 5 zu 2 gesehen werden und verweist damit auf die Zahlensymbolik der hebräischen Geisteswelt. Dabei steht der Zahlenwert 5 für den Buchstaben He, der nicht nur grafisch einem Fenster ähnlich sieht, sondern auch sinnbildlich für ein Fenster steht. Der Zahlenwert 2 steht für Beth, der das Haus Gottes be- deutet. Beide Elemente Haus und Fenster sind auch in der Realität mit einander verbunden und bedingen ein ausgewogenes Verhältnis, um der Schönheit keinen Abbruch zu tun. Somit kann die Länge der Lade als das Maß des Fensters gesehen werden, das den Ausblick (Bewusstwerdung) aus dem Haus Gottes (Gesetzen, Schöpfung) ermöglicht.  Auf die Weise kann auch das Maß der Breite von 1 1/2 Ellen gelesen werden, das 3 Halben Ellen, oder auch einem Verhältnis von 3 zu 2 entspricht. Gimel ist der 3. Buchstabe des hebräischen Alphabets und hat den Zahlenwert 3. In ihm drücken sich essentielle Vorstellungen Gottesvorstellungen und Lebensbegriffe aus. Die Drei, als Symbol einer Trinität lässt sich grafisch als Dreieck darstellen und ist damit ein Sinnbild für Stabilität. Der im 16. Jahrhundert entstandene Davidstern zeigt dies durch zwei gegenein- ander gestellte Dreiecke. Dabei steht das nach oben weisende Dreieck für die voll- kommene Manifestation der physischen Seite des Menschen und das nach unten deutende für die vollkommene Manifestation des Spirituellen.

Bundeslade, Maße und Maßverhältnisse

Neben den Flächen enthält das Volumen der Lade die zweite wichtige Botschaft. Die einzelnen Längen multipliziert, ergeben folgendes Produkt: 5/2×3/2x/3/2=45/8 Die Zahl Die Zahl 45 ist die 9. Dreieckszahl und stellt gleichzeitig die Summe der Zahlen 1 bis 9 dar. ( 1+ 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 + 9= 45 ) Die Zahl 45 steht in Verbindung mit dem hebräischen Wort „sehr“ das dem Zahlencode 40_1_4 entspricht. Dieses Wort findet sich zuerst in der Bibel am Ende des Sechsten Tagewerks, im Zusammenhang mit dem Urteil Gottes über sein Werk. Zu dem steht in 1. Mose 1.31 :… `und siehe, es war sehr gut´. Wie 45 in das Produkt 5x 9 zerlegt werden kann, weist die Zahl 5 auch auf den Sohn des Menschen hin, an dem Gott sein Wohlgefallen hatte. Unter all dem steht die Acht, die für das Gleichgewicht des Kosmos steht und als Siegel Gottes gilt. Heute, als moderne Interpretation in Gestalt der liegenden Acht stellt sie das Symbol für Unendlich dar. So kann auch die seit Jahrhunderten gesuchte Bundeslade, ebenso wie die Arche oder der Tempel Salomos, nur als eine verschlüsselte Botschaft gesehen werden. Sie diente dazu  das Verhältnis der Menschen zu ihrem Schöpfer neu zu sehen. Eine Suche in der realen Welt ist also vergeblich.

Bilder: Wikipedia/ Die Bundeslade wird in den Tempel getragen, aus den Très Riches Heures du Duc de Berry, Miniatur aus 1412–1416 von den Brüdern von Limburg und Jean Colombe / Kapelle in Aksum, in der sich die äthiopische Bundeslade befinden soll, JensiS65 / Bundeslade Nachbildung

Die Stadt Trajans

Selinus is an ancient city located in the district of Antalya Province on the Mediterranean coast of southern Turkey, 180 km east of the city of Antalya. The history of Selinus goes back to the 6th century BC. Assyrian sources tell us that the city was originally called “Sallune” and was connected by a maritime trade […]

über Selinus — following hadrian photography

Das Siegel des Alamannen

alamannischer Siegelring aus Lauchheim, Grab 36,

Im Gegensatz zur älteren Forschung, die von einer ersten Nennung der Alemannen anlässlich eines Feldzuges des Kaisers Caracalla im Jahre 213 n. Chr. ausgeht, sprech- enzeitgenössische Quellen über das Volk im Norden nur allgemein von Barbaren oder Germanen. Der Name Alemannen oder auch in der älterer Überlieferung Alamanni geschrieben, wird mit dem gotischen Wort alamans Verbindung gebracht das es auch in der Redewendung `alamanne kuni´ gibt. Sie wird mit `Menschen irgendwelcher Art ´ übersetzt. Also ein wenig schmeichelhafter Begriff für ein Volk das einst den Limes überrannte. Nimmt man allerdings die lateinische Sprache als Ausgangspunkt, in der ja die historischen Berichte verfasst wurden, vermitteln die eine ganz andre Sicht. So bieten sich hier die Worte alere, ernähren und manus die Hand zu Deutung an. Damit könnte der Name auch als die `nährenden Hände´ interpretiert werden, eine Beschreibung, die für ein Volk der Bauern durchaus zuträfe. Dies würde auch den Respekt vor einer Tätigkeit erken- nen lassen, die die römische Militärmacht längst verlernt hatte.

Alamannenmuseum Vörstetten. Alamannenhof

Der Siegelring war eine Grabbeigabe für einen Mann, der im 7. Jahrhundert das Zeichen seiner Macht bei sich trug. Er ist 12,58 Gramm schwer und aus purem Gold gefertigt, Urkunden zu besiegeln. Darauf abgebildet sind eine Reihe von Symbolen die den neuen Glauben mit der vorchristlichen Mythologie der Kelten und Germanen verbindet. Dabei folgt die Gestaltung des Motivs einem exakten ikonographischen Programm. Auf dem Rücken des gekrümmten Pferdes befinden sich 26 Zacken (Borsten)l die in 11 und15 Abschnitte aufgeteilt sind. Der Wechsel zwischen 11 und der 12 markiert das Äquinoktium, das Datum vorchristlicher Frühlingsfeste die durch das Osterfest ersetzt wurde. An dieser Stelle befindet sich folgerichtig das Motiv des Doppelkreuzes, das hier als ein abge- wandeltes Patricharchenkreuz auftritt. Die unterschiedlich langen Querbalken können so gleichzeitig auch als Sonnenstrahlen gesehen werden. In ihrer Form verbinden sie die rechts stehende Sonne mit dem Mond. Beide Himmelskörper verkörperten vorchristlichen Gottheiten und deshalb wurde ihre symbolische Bedeutung im Christentum neu definiert.

Ausbreitung des Manichäismus

Bereits in der Schilderung der Kreuzigung tauchen Sonne und Mond auf. Sie sollen sich während Todes von Christus verfinstert haben. Erst die Manichäer, einer von der Gnosis beeinflussten religiösen Glaubensgemeinschaft im 3. Jahrhundert, gaben dem Mond wied- er eine tiefere Bedeutung: Sie sahen in ihm ein Schiff, in welches die Seelen der auf Erden Verstorbenen einsteigen müssen, um in der Sonne abgeladen zu werden. (Epiphanius, haeret. 66, 9. Baur, Manichäer 296). Seine Sichel bezeichneten sie als Leere und den Vollmond als gefülltes Schiff. Der im 14. Jahrhundert lebende Conrad von Megenberg verglich in seiner Schrift über die Natur den Mond ausführlich mit der Maria. Auch die Johannesapokalypse verband den Mond mit dem Bild Marias. Während seiner Vision hatte sie Johannes auf dem Mond stehend gesehen, während Michael den Drachen der Endzeit besiegte. Megenberg erweitere diese Vorstellung und sah Vollmond als eine Form der Schwangerschaft, indem er die Strahlen der Sonne aufnimmt. Für ihn verkörperte der Mond auch Marias Eigenschaft als Fürbitterin und Besänftigerin.

Serbischer König Stefan Dušan mit Patriarchenkreuz

Über das Doppelkreuz, das gleichzeitig die Strahlen einer sich bewegenden Sonne imitiert erscheint hier als ein künstlerisch abgewandeltes byzantinisches Patriarchenkreuz. Über die Symbolik der Doppelbalken gibt es zahlreiche Interpretationen, wobei hier zwei sich als schlüssig erweisen. Eine dieser Interpretation sagt, dass die erste horizontale Linie die weltliche Macht und die andere horizontale Linie die kirchliche Macht symbolisiert. Eine zweite sieht im ersten Querbalken das Sinnbild des Todes und im zweiten die Aufersteh- ung von Christus. Tot und Auferstehung passen hier zur Aufteilung des Motivs mit dem Kreuz auf dem Zeitpunkt des Osterfestes. Damit stellt es wie das Pferd ein verbindendes Motiv zwischen alter und neuen Glaubenswelt dar. Das Pferd ist ein solares Symbol das im frühen Christentum auf Märtyrergräbern auch als Sinnbild des Sieges über die Welt auftaucht. In den alten Mythologien wurde der Wagen des Sonnengottes von Pferden über den Himmel gezogen, doch in frühchristlichen Vorstellungen vermischten sich diese Vorstellungen mit dem Bild von Christus.

Christus mit den Attributen des Sol Invictus – sich bäumende Pferde

In seiner mythologischen Entwicklung galt das Pferd aber erst als ein chtontisches Wesen, das Erdgöttinnen nahestand. Es stand mit Feuer und Wasser in Verbindung und ihm wurde nachgesagt, dass es mit lebensspendenden, aber gleichzeitig auch mit gefährlichen Mächten in Zusammenhang stand. In Europa, aber auch im Fernen Osten glaubten deshalb die Menschen, dass das Pferd mit seinen Hufen Quellen aus dem Erdboden schlagen könne. Erst später wurde es zu einem Attribut eines Sonnengottes, dessen Symbolik sich auch das Christentum mit unterschiedlichen Deutungen bediente. Ähnlich dem römischen Sol Invictus, wurde Christus als  `Christus triumphator´ auf einem strahlend weißen Pferd reitend gesehen. Aber das Pferd offenbarte in der Johannes-Apokalypse auch seine gefährliche Wirkung in Gestalt der `apokalyptischen Reiter´. Doch auf dem Siegel verkörpert es das Symbol der solaren Macht des wieder Auferstandenen. Dieser positive Aspekt wird auch noch durch den Kampf des Pferdes der Schlange verkörpert, die geteilt unter dessen Hufen liegt. In der weiteren Glaubensentwicklung wird dieser Kampf dann mit der Gestalt des Hirsches verbunden. Somit stellt das Siegelbild auch eine Verbindung zu einer Glaubenswelt dar, die doch von der Kirche zu dieser Zeit heftig bekämpft wurde.

Bilder: Alamannenmusum Ellwangen / alamannische Siegelring aus Lauchheim, Grab 36, / Alamannenmuseum Vörstetten. Alamannenhof/ Wikipedia / Serbischer König Serbian Stefan Dušan mit Patriarchenkreuz / Christus mit den Attributen des Sol Invictus: Sich bäumende Pferde, flatternder Mantel und Strahlenkranz. Mosaik aus der Nekropole unter der Peterskirche in Rom, 3./4. Jahrhundert n. Chr. , Tablar