Der Stein von Rosette

Ursprünglich veröffentlicht auf ArchaeoNow: Eine Projektgruppe der Universität Leipzig erforscht den berühmten „Stein von Rosette“. Das monumentale Fragment einer steinernen Stele mit einer dreisprachigen Inschrift aus dem Jahr 196 v. Chr. soll mit modernen digitalen Analysemethoden untersucht und für jedermann im Internet präsentiert werden. In die Tafel, die sich im British Museum in…

über Digitale Hieroglyphen — Treue und Ehre

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Das Rätsel von Jachin und Boas

gelesen in: Old European culture:

Boaz and Jachin

According to the Bible, Boaz and Jachin were two copper, brass or bronze pillars which stood in the porch of Solomon’s Temple, the first Temple in Jerusalem.

This 3rd-century (AD) glass bowl depicts Solomon’s Temple. Boaz and Jachin are the detached black pillars shown on either side of the entrance steps.

The function and the meaning of these two pillars remains a mystery, a mystery that I will try to solve in this post 🙂

This is an artist interpretation of the first temple based on the available descriptions. Boaz and Jachin are two dark free standing pillars located on the porch on both sides of the entrance.

The entrance and the porch was located on the eastern side of the temple. This means that the temple entrance and Boaz and Jachin faced the rising sun. (weiter auf Old European culture)

Die Toten von Göbekli Tepe

Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken rituelle Ritzungen an 11.000 Jahre alten menschlichen Schädeln. Die Deutung des steinzeitlichen Kultplatzes Göbekli Tepe in der Südost-Türkei beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die monumentalen Anlagen mit ihren großartigen Tierornamenten weisen auch Darstellungen geköpfter Menschen auf, die auf eine Nutzung des Platzes im Rahmen von rituellen Handlungen deuten. Fragmente […]

über Totenritual am Göbekli Tepe — ArchaeoNow

Der Stern des Heidengrabens

Wallreste, Heidengraben Elzsachstadt

Die Herkunft der Wallreste auf der Albhochfläche zwischen Grabenstetten und Erken-brechtsweiler konnte erst im Lauf des 20. Jahrhundert geklärt werden. Inzwischen hat die Siedlungsfläche auch zu ihrem Namen gefunden, wenngleich sich die Wissenschaftler hier nicht einig sind. Doch ein interdisziplinäres Forscherteam um Andreas Kleineberg, das die Ortsangaben im Atlas von Claudius Ptolemaios neu untersuchte, bestätigte hier die Annahmen der Prähistoriker Nierhaus und Knopf. Sie sehen den Ortsname Riousiaoua oder auch Riusiava an Hand der transformierten antiken Koordinaten aus dem Karten von Ptolemäus deckungsgleich mit dem Oppidum Heidengraben. Wie im Name ersichtlich, wurden ursprünglich auch hier Heiden als Urheber für die unerklärlichen Überreste von Wällen und Hügelgräbern gesehen. Betrachtet man deren Arbeit allein für den umge- benden Wall mit einer Länge von gut 25km, so mussten annähernd 400000m3 Steine und Holz verbaut werden. Damit entspricht die Bauleistung beim Oppidum Riusiava ungefähr 1/3 der Steinmasse der Cheopspyramide. Für die Bewohner war dies also ein Werk, das sicher nicht ohne konkrete Vorstellungen, oder einem mythologischen Hintergrund ge- schaffen wurde.

Der Wall des Heidengrabens

Die Spur zu einer Erklärung des Namens, der die einstigen `Heiden´ in ein anderes Licht rückt, führt über den Namen Riusiava. Im altkeltisch Wörterbuch von Hans Tischner gibt es das Wort riu, frieren und den daraus angeleiteten Begriff für den Zeitraum Dezember- Januar, Riuros. Auf dem in Coligny gefundenen keltischen Kalender befinden sich im Riuros die beiden Markierungen: `Deuorius Ruiri und Mapanos´. Dabei wird heute Deuorius wird als `Großes Fest´ gedeutet. Doch die Quellenlage ist hier spärlich und früheste Zeugnisse sprechen erst bei den Goten von einem Jiulfest zur Mittwinterzeit. In vorchristlicher Zeit muss der Mittwinter aber ein wichtiges religiöses Datum gewesen sein. So ist in Norddeutschland Mitwinter heute noch in den friesischen Worten `Jül´ oder `Jööl bekannt, ein Name, in dem der oberste nordische Gott Jólnir, oder auch Odin genannt, durchscheint. Plinius beschrieb einst ein Mistelschnittritual das vermutlich im Winter stattfand und dazu erscheint der Zeitraum des Mittwinters als günstiger Zeitpunkt. Der aus der Mistel gebraute Trank, der dem Land Fruchtbarkeit verleihen sollte, verweist aber auch auf einen Kult der Erdgöttin, der auch in der aus dem irisch-keltischen Kulturkreis über- lieferten Mütternacht erscheint.

.Altnordisches Julfest bei Wikingern, Knut Ekwall, Holzstich, 19.Jhd.

Entstand der Name Riusiava aus diesen Worten, zielte er sicher er nicht auf das im Winter rauhe Albklima ab, sondern musste seinen Grund in der mythischen Welt der Kelten gehabt haben. Betrachtet am die Fläche des Oppidums genauer, so fällt auf, dass sie trotz ihrer ausgefransten Ränder am Albtrauf einem Parallelogramm gleicht, das im Nordwesten durch den Hohenneuffen und den Beurener Fels abgeschlossen wird. Vereinfacht lässt sich so auch der Verlauf der Wälle durch die Linien des Parallelogramms beschreiben. Sie bieten eine Möglichkeit für eine Erklärung. So folgen die nordöstliche, wie die südwestliche Seite des Parallelogramms dem Sonnenaufgangspunkt zur Winterson- nenwende. Zu dieser Erklärung passt auch die Diagonale der Figur, die sich über den Sattel des Hohenneuffen fortführen lässt und durch den Sonnenaufgang an Samhain bestimmt wird, dem Beginn des winterlichen Halbjahres der Kelten.

Heidengraben Ausrichtung Sonne

Doch für die östliche und die westliche Seite bietet der Lauf der Sonne keinen Anhalts-punkt. Hier erscheint die Letztsicht des Sternes Sirius am 31.10., der Nacht zum keltischen Fest Samhain als Erklärung. Samhain, das mit `die Vereinigung übersetzt wird, ist zusammen mit Imbolc, Beltane und Lughnasadh eines der vier großen irisch-keltischen Feste. Mit diesem Fest endete das keltische Sommerhalbjahr und das Winterhalbjahr begann. War der Stern Sirius der Verkünder dieses Festtages, hatte er wohl eine ähnliche Rolle wie sein heliaklischer Aufgang im Alten Ägypten. Hier sahen die Ägypter den Stern Sirius zunächst nicht als Einzelstern, sondern im Zusammenhang mit dem Dreiecks-sternbild Sopdet. In den Dekanlisten, den Wochen-sternen der Sethos-Schrift, repräs-entierte Sopdet am Leib der Himmelsgöttin Nut den 35.Dekan. Ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. galt sein heliakische Aufgang aber dann als Verkünder der Nilflut und deshalb genoss Sirius in der ägyptischen Religion fortan eine noch größere Bedeutung. Wurde in Riusiava Sirius auch als Verkünder gesehen, so markierten die Grenzen des Oppidums nicht nur eine irdische, sondern eben auch eine zeitliche Grenze. Riusiava`s Grenzen und sein Name wurden also durch das Mittwinterfest und das Ende des Winters bestimmt. Da das Yulfest auch ein Versammlungsfest gewesen ist, dürfte zu damaliger Zeit Riusiava auch ein wichtiger Versammlungsort gewesen sein, der wohl auch deshalb Einzug in die Karte des Ptolemäus fand.

Zangentor Heidengraben

Noch immer gibt es den Begriff der Heiden, wiewohl sie einem Glauben huldigten, aus dessen Quellen auch der heutige schöpfte. Neben zahlreichen Vorstellungen aus dieser Glaubenswelt wurde aber auch die in der Antike verwurzelte Tradition, Gebäude und auch ganze Städte nach wichtigen Daten im Kalender auszurichten, mit übernommen. Erst mit der modernen Wissenschaft im 19. Jahrhundert endete diese Jahrtausende alteTradition.

Bilder: Wikipedia / Keltisches Oppidum Heidengraben, Wallanlage Elsachstadt bei Grab-enstetten, Baden Wurttemberg, Deutschland, Dietrich Krieger / Der Wall des Heiden-grabens (Elsachstadt), Genet / Altnordisches Julfest Knut Ekwall Wintersonnenwende Wikinger Holzstich, 19.Jhd. / Lehmkuhl, Zangentor Heidengraben/ Simulation, Sunearthtools, Stellarium

Technik der Frühgeschichte

Ursprünglich veröffentlicht auf Leuchtturm Netz: Feuerstelle – pixabay Fundstück Wie eindrucksvoll, so einfach ist es sich einen funktionierenden Ofen zu bauen.. Vielleicht ganz spannend im Hinblick auf Selbstversorgung wenn mal der Strom und Ähnliches nicht erreichbar sind, da ist so ein Ofen im Garten eine gute Möglichkeit sich essen zu kochen oder etwas…

über Ofenbau archaisch — Treue und Ehre