Das Grab der Könign

Queen Maeve`s grave

https://youtu.be/HMuqDypBFA8

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Der Geburtsort des Lugh

Tara, Foto Patrick Brown

Der Berg von Tara ist der heilige Ort Irlands. Bis zum 11. Jahrhundert, so die Überliefer- ungen, war auf Tara der Sitz der Hochkönige des frühen Irland. In den Erzählungen reicht die Geschichte dieses Ortes aber zurück bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. Doch dabei handelt es sich zumeist um mythologische Gestalten, die Teil der Gründungslegende Irlands sind. Doch diese Erzählungen entstanden aber erst ab dem 6 Jhd. n. Chr. Und somit sollten diese Legenden auch dazu dienen, die Legitimation für die Gründung eines irischen Großreiches gemäß den Vorbildern auf dem europäischen Kontinent zu bilden. Das bekannteste und wohl älteste Relikt der alten Geschichte auf dem Berg von Tara ist der Mound of the Hostages, der Hügel der Geiseln. Dieses Grab wurde von Wissen-schaftlern auf einen Zeitraum um 2700 v. Chr. Datiert. Doch der Erdhügel wurde auch noch in späterer Zeit benutzt, was die lang andauernde Bedeutung des Hill of Tara unter-streicht.

Fläche der `Banqueting Hall´, Foto Brholden

Die die Erdhügel umgebenden Wälle stammen alle aus der Eisenzeit, wobei unklar ist, ob in dieser Epoche der Hill of Tara nicht grundlegend umgestaltet wurde. In der Mitte dieser Wälle liegen zwei weitere, sich berührende runde Wälle, sogenannte Raths. Sie sind bekannt als Königssitz Forradh, oder Royal Seat und Teach Cormaic, der Sitz des Hauses von Cormac. Die Anfänge der Legende Taras beginnen jedoch mit Tailtiu, der Amme des Gottes Lugh. Gemäß der Erzählung herrschte sie einst als Königin an der Seite von Eochaid, dem Sohn des Himmels, über das mythische Volk Fir Bolg, Sie waren das erste Volk das die grüne Insel bevölkerte, ehe die kriegerische Landnahme durch die Túatha Dé Danann erfolgte. Tailtiu regierte vom Hill of Tara aus und war wie eine Mutter, die über die sanften, saftigen Hügel wachte. Zugleich rodete sie den dichten Wald, um an seiner Stelle fruchtbare Felder anzulegen. Die Herrschaft der Fir blog endete nach der Niederlage bei der Schlacht in der Ebene Mag Tuired und ab diesem Zeitpunkt bestimmten die sieg- reichen Túatha Dé Danann die Geschicke der grünen Insel. Die verwitwete Tailtiu kümmerte nun fortan um den ihr anvertrauten Gott Lugh, den späteren König von Irland. Nach der Niederlage der Fir blog reiste Lugh nach Tara, wo er sich als in allen Künsten bewanderter Gott darstellt, worauf ihm schließlich die Herrschaft übertragen wird. Mitte des 12. Jahrhunderts, im Zuge der Missionierung Irlands durch St. Patrick schwand die Bedeutung Taras als kultischer Ort. Von den dort beschrieben Gebäuden, die nur aus Holz bestehen konnten, haben sich keine Spuren erhalten.

Lugh aus Rollestone, Mythen und Legenden der Lelten, 1910

Der Name Tara wird mit der Abwandlung des Wortes Temair erklärt, das Anhöhe bedeutet. Ein ähnliches Wort aus dem keltischen Wortschatz, tarros, der Bauch, erweckt ebenso den Eindruck einer gewölbten Fläche. Diese gewölbte Fläche des Hügels verkörperte, ähnlich den Mythologien des Orients, die Vorstellung einer Verbindung von Königtum und göttlicher Macht. Doch allein von der Existenz des Hügels die Wichtigkeit des Ortes abzu- leiten greift zu kurz. Betrachtet man die Bedeutung des Namens Tara in anderen Kulturen, so bietet er da ganz neue Interpretationsmöglichkeiten. Im Sanskrit bedeutet er Engel der Zukunft und in Hindi schlicht der Stern. Damit zeigt sich auch die Nähe von (S)tara zum englischen Wort Star. Im Altpersischen war dies einst die Bezeichnung für den hellsten Stern am Nachthimmel. Am Nordhimmel trifft diese Eigenschaft während der legendären Zeit Taras nur auf einen Stern zu: Arktur. Er ist der hellste Stern am Nordhimmel und zugleich der hellste des Bärenhüters, der im Orient auch den Namen Rinderhirte trägt. Zusammen mit den Sternen Spica und Regulus bildet er das Frühlingsdreieck..Vergleicht man aber die Geometrie Taras mit der des Bärenhüters, so zeigt sich eine Übereinstim- mung von wesentlichen Bauteilen der Anlage in der Position von dessen Sternen. Diese Position nahm der Bärenhüter in der Eisenzeit am Abend des 1. Mai ein, wenn sein Stern Arktur zum ersten Mal zu sehen war.

Hill of Tara und das Abbild des Bootes (Lugh)

Lugh mac Ethnenn, bedeutet der Leuchtende, oder auch das kleine Feuer. Dies darf aber nicht nur als Verkörperung des Sonnenlichtes gesehen werden, sondern eben auch als das innere Feuer. In der Interpretation Romana entspricht der Gott Lugh dem römischen Merkur und damit auch dem griechischen Götterboten Hermes. Durch die Betonung des solaren Aspektes hat er aber auch Eigenschaften des Apollon. Manche sehen in ihm aber auch Wesenszüge des späteren nordischen Gottes Odin. Lughs vielfältige Eigenschaften, die er bei seinem Einzug in Tara hervorhob, zeigen dass er damit eine antreibende Eigen-schaft, durch kulturelle Neuerungen Entwicklungen voranzutreiben. Darin entspricht er auch der Eigenschaft des Bärenhüters, der beständig dem Großen Bären um den Himmelspol folgt. Zugleich diente sein Stern Arktur als wichtiger Kalenderstern und als Navigationshilfe der Seefahrer. Es gab also zahlreiche Gründe ihn am Boden abzubilden und daraus einen heiligen Hügel zu formen, der dann auch Geburtsort des Lugh genannt werden konnte.

Bilder: Wikipedia / Tara, Foto Patrick Brown, CC BY-SA 2.0 / Area known as `Banqueting Hall´, Foto Brholden / Fläche der `Banqueting Hall´, Foto Brholden / simulation, Stellarium

Ein Arbeitseinsatz der besonderen Art — Zeiteninsel-Blog

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Am vergangenen Samstag trafen sich 11 freiwillige Helferinnen und Helfer auf der Zeiteninsel, um gemeinsam den Tag zu verbringen. Diesmal ging es um zwei ganz besondere Projekte: die Dachdeckung des Vordaches am Rössenhaus mit Lindenrindenschindeln und die Gewinnung von Lindenbast. Unter der Anleitung von Wulf Hein begannen morgens bereits die Dachdeckerarbeiten. Hierzu wurden die vor […]

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Göbekli Tepe Added to World Heritage List (Turkey) — The Tepe Telegrams

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(After the announcement of the forthcoming decision on the World Heritage status of the site, culturalheritage.news, the Archaeological Heritage Network’s (ArcHerNet) [external link] blog, has just published another article by Eva Götting [external link] on the final addition of the archaeological site of Göbekli Tepe to UNESCO’s World Heritage List. We are gladly sharing it here.) […]

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Ein Wochenende mit einem der besten Steinschläger Deutschlands — Zeiteninsel-Blog

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Auch in diesem Jahr ist es uns gelungen Andreas Benke, einen der besten „Steinschläger“ Deutschlands, für einen Workshop auf der Zeiteninsel zu gewinnen. Wer die Veranstaltung „Geschichte(n) erleben“ Rückschau: Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben“ am 13. Mai im Mai besucht hat, konnte Andreas Benke bereits in Aktion erleben und sich bei ihm über die Kunst der Feuersteinbearbeitung informieren. […]

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Der Berg der Götzen

Der Götzenstein aus Südwest, Foto Ruslan Fursa, CC BY 3.0

Eine alte Sage berichtet vom Ende einer Opferstätte auf dem nördlich von Absteinach ge- legenen Götzenstein. Die Sage spielt noch in der Zeit, als der Frankenkönig Chlodwig nach dem Sieg über die Alemannen den christlichen Glauben angenommen hatte. Zu- sammen mit ihm soll die Sippe des Dietbert ins Land gekommen sein, die als einzige noch den alten Göttern huldigte. Auf jenem Götzenstein soll sie den Ort gefunden haben, wo sie den alten Göttern huldigte. Doch eines nachts stand Dietberts Haus in Flammen und ein bekehrter Christ konnte ein Kind aus dem brennenden Haus retten. Auf die Frage Dietberts, woher er die Kraft für die Tat genommen habe, erwiderte dieser: `Von meinem allmächtigen Gott und meinem Heiland Jesus Christus.´ Daraufhin ließ sich auch Dietbert zusammen mit seiner ganzen Sippe taufen und seit diesem Ereignis soll die Opferstätte auch nicht mehr benutzt worden sein. Der Name Götzenstein verweist hier auf einen Begriff, der aber erst in der Neuzeit auftauchte. Luther verwendete ihn bei seiner Bibel- übersetzung, wo er das hebräische Wort ehil, das nichtig bedeutet, mit Götze übersetzte. So übersetzte er auch eine Passage im 1. Korintherbrief des Apostels Pauls, in dem er schreibt: `Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!´ Der im 19. Jahrhundert lebende Literaturwissenschaftler Friedrich Kluge vermutete, dass Luther bei seiner Übersetzung aber auch durch ein damals aufkommendes Schimpfwort inspiriert war, das sich aus dem Namen Gottfried entwickelt hatte und Dummkopf bedeutete.

Die Felsformation auf dem Götzenstein (http://kultplatz.blogspot.com/2007)

Die abgeflachte Bergkuppe des Götzensteins lässt vermuten, dass diese nicht natürlich, sondern durch Menschenhand entstanden ist. Funde zwischen den Steinkonglomeraten konnten diese Vermutung aber bislang nicht belegen. Während in Europa meist nur Vermutungen über mögliche Kultstätten auf Anhöhen existieren, sind diese im Orient ein durchaus feststehender Begriff. Auch die Israeliten verehrten auf Höhenheiligtümern ihren Gott Jahwe, bevor Salomo den ersten Tempel baute. Auf dieses verbinung von Berg und kultischer Verehrung zielt auch das hebräische Wort bêmêh, was hoch oder auch erhaben bedeutet. Darüber hinausgehend steht es auch für Hügel, auf denen Altäre errichtet wurden. Diese erhöht gelegen Kultstätten gab es in Kanaan aber schon, bevor die Israeliten dorthin kamen. Doch beim Einzug ins Gelobte Land wurde ihnen von Moses auf- getragen, diese Orte zu zerstören. Diese Forderung hielt sie in der weiteren Geschichte aber nicht davon ab diese Plätze wieder aufzusuchen. (4. Mo 33,52).

Goldenes Kalb. Hartmann Schedels Weltchronik, Nürnberg 1493

Ein Indiz für die Vermutung eines Höhenheiligtums auf dem Götzenstein findet sich in seinem Bezug zum Hardberg, dem dritthöchsten Berg des Odenwaldes. Vom Götzenstein aus betrachtet ist dort der Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende an der Stelle zu sehen, wo sich auf der Ostseite an einer Quelle die Marienwallfahrtstätte St. Maria in Lichtenklingen befindet. Einst wurde auch an diesem Ort ein Heiligtum vermutet, das dort in keltisch-germanischer Zeit an einer Quelle existiert haben soll. In jüngerer Zeit wird diese Vorstellung jedoch als ein Fantasieprodukt romantischer Strömungen des 19. Jahr- hunderts betrachtet. Doch auch hier erklärt eine Sage die Entstehung des Kapellenbaues, denn eine nach Unter-Abtsteinach getragene Marienfigur soll immer weder auf uner- klärliche weise an diesen Ort zurückgekehrt sein. Wallfahrten machten den Ort ab dem 11. Jhd. bekannt und die wurden bis ins 16. Jhd, verzeichnet. Doch während der Reform- ation verfiel die Kapelle und die Wallfahrten kamen zum erliegen. Erst 200 Jahre danach wurden sie wieder aufgenommen und auch heute ist die Maria in Lichtenklingen das Ziel der alljährlich stattfindenden Prozession, anlässlich des Feiertages Maria Himmelfahrt.

Sonnenrichtungen Götzenstein

Die Entstehung des Steinkonglomerates auf dem Götzenstein wird von Geologen heute durch eine Wollsackverwitterung der Granitspitze des Berges erklärt. Im Zuge der Erosion sollen hier verwitterte Blöcke abgerutscht sein und nur ein kleiner Rest blieb dabei auf der Spitze der Anhöhe zurück. Die uneinheitliche Art der Verwitterung, aber auch ein aus dem Boden ragende scharfkantige, postamentartige Fläche scheint doch auf ein zerstörtes Felsheiligtum aus größeren Steinblöcken hinzudeuten, ähnlich denen, wie sie im Projekt Götterhände der Sternwarte Sohland vorgestellt werden. Ähnlich den dort vorgestellten Sonnenheiligtümer an der Lausitz, bot auch der unbewaldete Götzenstein einst einen Ideal- en Punkt, um den Sonnenauf- und Untergänge an wichtigen Kalenderdaten zu beobach- ten. Dass der Landstrich während er Christianisierung früh an Bedeutung gewann, zeigt die 773 erfolgte Schenkung Karls des Großen, bei der die Mark Heppenheim dem Reichs- kloster Lorsch übertragen wurde..

Bilder: Wikipedia/ Der Götzenstein aus dem Südwesten hinter dem Taleinschnitt des Kallstädter Bachs mit Löhrbach, Foto Ruslan Fursa, CC BY 3.0 – Die Felsformation auf dem Götzenstein, http://kultplatz.blogspot.com/2007/01/der-gtzenstein.htmlhttp://kultplatz.blogspot.com/2007/01 – Biblisches Götzenbild des goldenen Kalbes. Hartmann Schedels Weltchronik, Nürnberg 1493 , scan von Tsujigiri~commonswiki /, sunearthtools, opentopomap