Vom Schwäbischen Vulkan zum Sonnenkalender

Blick von der Achalm zum Georgenberg

Der Verehrung des heiligen Georg breitete sich ab dem 6. Jahrhundert von Palästina bis nach Europa aus. Bald erzählten zahlreiche Legenden vom Leben und dem Martyrium des Drachenkämpfers und Schlachtenlenkers. Sie machten ihn auch zu einem der beliebt- esten Heiligen des Mittelalters, dem zahlreichen Kirchen und Kapellen geweiht wurden. So wurde auch der Georgenberg im Süden von Reutlingen nach einer Georgskapelle be- nannt. Der Bau der Kapelle geschah hier wohl nicht ohne Grund, denn der Berg ist einer jener Sonnenkalender der Schwäbischen Alb, wo Sonnenauf- und Untergänge wichtige Kalenderdaten des Jahres anzeigen.

Das Geheimnis des Sonnenkalenders Georgenberg zeigt eine Führung mit dem Autor des Buches `Die Magie der Sonne – Die Sonnenkalender der Alb´, anlässlich des Sonnen-unterganges am Georgstag, dem 23. April .

Führung: Das Geheimnis des Sonnenkalenders Georgenberg

Termin: 23. April

Uhrzeit: Uhrzeit 19°°

Treffpunkt: Parkplatz am Georgenberg (Pfullingen) / Unkosten 5 EUR

Bild: Blick von der Achalm über den Georgenberg /Jkrt

Architektur der Steinsetzungen

The article looking at plan form has been updated with those stone rows measuring between 10m and 30m long. Work on the longer rows continues and over time fresh plans will be added as they become available. The illustrations highlight considerable differences in the form of rows. Eventually it is hoped to present plans of […]

über Looking at: Plan Form again — The Stone Rows of Great Britain

Der Code des Salomo – Teil 2

Rekonstruktionsversuch des salomonischen Tempels

Salomonischer Tempel mit dem ehernen Meer (entspricht nicht den Maßen der Bibel)

Das Volumen von Salomos Tempels lässt sich aus den in der Bibel angegebenen  Maßen von 60Ellen Länge x 20Ellen Breite x 30Ellen Höhe errechnen. Dieser Quader entspricht einem Volumen von 36000 Kubilkellen. Die 36 ist eine mathematisch äußerst interessante Zahl, denn sie entspricht der Summe der ersten 8 Zahlen und verweist damit auch auf die in der Chronologie erwähnte zahl 480. Nach der 1 ist die 36 die erste Dreieckszahl die gleich-zeitig auch eine Quadratzahl darstellt. Auf das Volumen verweist die 36 bei der Addition der ersten drei Kubikzahlen von 1,2,3.Ihre vielfältige Eigenschaften lassen auch die Gründe verstehen, weshalb sie auch zur Zahl des Vollkreises wurde, der heute Orien-tierung von Raum und Zeit verbindet. Historiker sehen die Gründe auch im Sexagesi- malsystem, dem babylonischen Zählsystem verborgen. Dabei führen sie zwei Gesichts-punkte an, die Kalenderrechnung, die das Jahr in 12 Monate zu 30 Tagen einteilte und eine Zählweise mit Hilfe der Fingergliedmaßen.

Die Zahl 36 setzt sich aus Lamed (Zahlenwert 30) und Waw (Zahlenwert 6) zu- sammen

Die Zahl 36 fand ihren Niederschlag in der Legende der 36 Gerechten (hebräisch: lamed-waw zadikim). Sie besagt, dass es auf der Erde stets sechsunddreißig Gerechte geben wird, um derentwillen Gott sie trotz der Sündhaftigkeit der Menschen nicht unter- gehen lässt. Diese 36 sind als namenlos geschildert und können allen Ständen oder Berufen angehören. Doch ohne ihre selbstlos erbrachten Werke wäre die Erde längst zerstört worden. Sobald aber einer von ihnen stirbt, wird ein weiterer Gerechter geboren, so die Legende, der die bestehende Lücke ausfüllen wird. Eine weitere Querbeziehung der Zahl 36 zur Zeit vor dem Bau des Tempels findet sich auch in den 18 Kapiteln des 4. Buches Mose, denn hier wird der Weg durch die Wüste, der Selbstfindung beschrieben, der schließlich in diesem symbolischen Bauwerk mündete. Eine Zerlegung der 36 in die Faktoren 3 und 12 verweist bereits auf die Botschaft des Neuen Testamentes, wo 12 Apostel in die Welt gesandt werden um den Glauben zu verkünden. Diese Apostel schaffen die Grundlage der späteren Kirche, der Eklesia. Auch hier gibt der Zahlencode 36 bereits einen Ausblick auf das Kommende. Lea ist die erste Ehefrau des Patriarchen Jakob und Mutter von 6 Söhnen die als Stammväter der 12 Söhne Israels gelten. Der Name Lea hat den Zahlenwert 36 (Zahlencode 30_1_5)und entspricht damit auch der späteren Eklesia.

Lea mit ihren Kindern, G.B.Tiepolo, Patriarchenpalast, Udine

Leben und Tod sind in der Antike eng mit einander verbunden. Deshalb waren Frucht-barkeitsgöttinnen oft auch Schlachten- oder Totengöttinnen. Auch bei der 36 zeigen sich diese gegensätzlichen Aspekte. Im Alten Testament hat das hebräische Wort Fluch den Zahlenwert 36 (Zahlencode 1_30_5). Im Neuen Testament tritt an diese Stelle das Wort Satan, das 36 mal erwähnt wird. Die alles entscheidende Frage, die hilft die Bedeutung der 36 schlussendlich zu klären, wird im 1.Buch Mose gestellt. (1. Mose 3.9)  Dort wird von der Frage berichtet, die Gott jedem Menschen stellt. `Und Jahwe Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?´ Diese Frage `Wo bist du´ hat in der hebräischen Sprache den Totalwert 36. Damit wird das Volumen von Salomos Tempel zu einem ideellen Raum der einen Bund ermöglicht, bei dem aber jeder Mensch für sich diese alles entscheidende Frage beantworten muss.

Auch die Oberfläche des Tempels verweist wieder auf die in der 36 enthaltene 6. So haben die beiden Seiten jeweils eine Fläche von 1800Quadratellen, das Dach 1200 Quadratellen , sowie Vorder- und Rückseite jeweils 600 Quadratellen. Alle Flächen addiert ergeben dann 6000 Quadratellen. Damit schafft die Oberfläche des Tempels wieder eine Brücke zur ersten vollkommenen Zahl des Zahlenstrahls. In der Bibel wird die Zahl 1000 mehrmals im Zusammenhang von Fülle und Reichtum erwähnt. Dies wird bei Regierungsantritt Salomos deutlich, wo im 1. Buch der Könige(1Kön 3:4) sein Opfer geschildert wird. `Auf dem Brandopferaltar der Stiftshütte brachte er 1000 Brandopfer dar und beschloss die Tempelweihe mit einem Dankopfer von 22 000 Ochsen und 120 000 Schafen. Eine unvorstellbare große Anzahl angesichts der dich verhältnismäßig kleinen Maße des Bauwerkes und den damals zur Verfügung steh- enden Ressourcen eines einfachen Bauernvolkes.

König Salomon (Rex Salomon). Die Reichskrone, 11. Jhd., Schatzkammer Wien

Führende Archäologen befürchten, dass durch Baumaßnahmen der muslimischen Verwaltung die letzten Reste des jüdischen Tempels bewusst vernichtet werden. Der Streit eskalierte nach dem Ausbruch des Palästinenser-Aufstandes im September 2000 und seit dem verweigern Muslime allen Juden, auch Archäologen, den Zutritt zum Tempelberg. Die irrige Annahme, dass es sich beim Tempel Salomos um ein reales Bauwerk handeln muss, führt zu einem beständigen Konflikt der in dieser Form völlig sinnlos ist. Der Code Salomos zeigt deutlich, dass sich auch in der Be- schreibung des Tempels, ebenso wie in anderen biblischen Objekten, wie der Arche oder der Bundeslade, eine reine Zahlensymbolik verbirgt, die eng mit der Chrono- logie der Bibel verbunden ist. In deren Texten wurden historische Ereignisse mit zahlreichen Legenden vermischt und wie Folien übereinander gelegt. Doch den Hintergrund all dieser symbolischen Maße bildet ein religionsphilosophisches Modell, das mit seiner mathematische Struktur einen überzeitlichen Glauben ver- mittelt. Dass die Erkenntnis des Codes friedensstiftend gedacht war, dafür steht ja auch der vermeintliche Erbauer Salomo, dessen Name sich aus dem hebräischen Wort Schalom, Frieden ableitet. Die heutige Situation kann also nur als Perversions dieses einstigen Modells betrachtet werden.

Bilder: Wikipedia/ Plan salomonischer Tempel / Modell des Salomonischen Tempels mit dem ehernen Meer / Odyssee / Lea mit ihren Kindern, G.B.Tiepolo, Patriarchenpalast, Udine , Wolfgang Sauber / König Salomon (Rex Salomon). Die Reichskrone Westdeutsch, 2. H. 10. Jahrhundert, MyName (Gryffindor)

Projekt `Scan Pyramids´

Saarbrücken (Deutschland) – Im Oktober vermeldete das Wissenschaftlerteam des Projekts „Scan-Pyramids“ eine Sensation, als sie mit Hilfe von Myonen-Scans bislang unbekannte Gänge und Hohlräume in der auch als Cheopspyramide bezeichneten Großen Pyramide von Gizeh entdeckt hatten. Seither wurde es wieder still um die Arbeiten. „Scan Pyramids“ leitende „Heritage Innovation Preservation Institute“ (HIP Institute) Mehdi Tayoubi, […]

über Myonen-Scans in der Großen Pyramide — Wissenschaft-Mysterien-Legenden-Geschichte

Die Baumeister vom Hegelesberg

Siedlung Hegelesberg

Die Erschließung eines Gewebegebietes in Kirchheim-Teck war der Anlass für die Unter-suchung eines Siedlungsgebietes am Rande der Alb. Die Lage, die Bezugspunkte, aber auch die Ausrichtung der Gebäude offenbaren trotz der zwischen Gewerbebauten eingezwängten Situation ein längst verloren gegangenes mythologisches Verständnis. Die Lage der Siedlung ist leicht erhöht über dem Lautertal und mit guter Sicht zum Albtrauf. Die Prospektion des Geländes offenbarte mehrere Zeitepochen, wobei die entscheidende Siedlungsperiode einen Zeitraum um 5400 Jahren v. Chr. umfasste. Es ist die Zeit des Überganges von der Mittelsteinzeit zur Jungsteinzeit. Dieser Kulturwandel ging mit Veränderungen der Erdoberfläche einher die weitreichende Auswirkungen hatten. Der Wasserspiegel der Weltmeere war seit der letzten Eiszeit so weit angestiegen, dass Britannien endgültig vom europäischen Kontinent abgetrennt wurde und über die Enge des Bosporus das erste Salzwasser in das noch viel tiefer liegen Schwarze Meer eindrang. Das Klima des Atlantkiums, ein in der Geschichte zyklisch auftauchendes Klimaopitmum, dessen mittlere Temperatur 2° höher war als heute, begünstigte die Ausbreitung einer neuen Kultur, die der Brandkeramiker. Vergleichbare Kulturen, wie die Vinča-Kultur gab es zu dieser Zeit auf dem Balkan. Deren Charakteristikum waren Keramikfiguren die Misch- wesen darstellten und unbemalte Keramik mit Zeichen die heute als Schriftzeichen ge- deutet werden.

Sitzende Vinča-Figur

Allein die Bezeichnung der Kultur an Hand ihrer Keramik wird jedoch der Leistung im Bereich des Bauens keineswegs gerecht. Betrachtet man die von Archäologen auf- gelisteten Werkzeuge wie Silexbeile und Grabstöcke, sind die am Hegelesberg gefund- enen Gebäude geradezu erstaunlich groß. Sie entsprechen dem Typ der Langhäuser, die noch in der knapp 1000 Jahre später existierenden Michelsberger Kultur errichtet wurden. Kräftige Baumstämme dienten als Tragwerk. Sie wurden mit einem Gemisch aus Kasein und Rinderblut isoliert, in Gruben versenkt und mit Stampflehm fest im Boden justiert. 3 oder 5 so eingespannte Stützen bildeten je eine Hausachse mit einer Breite von bis zu 13m. Diese Langhäuser konnte Seitenlängen von bis zu 40m erreichen. Die Baukultur jener Epoche brachte aber nicht nur die ersten Großbauten in Gestalt von Wohnhäusern hervor, sondern auch die bislang nur in zentral und Mitteleuropa gefundenen Kreisgraben-anlagen. Diese Sonnenkalender zeigen ein bereits weit entwickeltes astronomisches Ver- ständnis, das ebenso mythologische bestimmten Ritualen diente.

Ausrichtung Gebäude, Siedlung

Blick von der Limburg zum Erkenberg

Diese Verbindung von Bauen und Mythologie bestimmte auch die Siedlung am Hegel-esberg. Allein die Lage kann nicht nur durch die Anhöhe, oder Verbindungswege zu weiter südwestlich gelegen Siedlungen begründet werden. Sie wurde sicher auch durch die Sicht zur südöstlich gelegenen Limburg bestimmt, die von hier aus in einer Linie mit dem höh- eren Erkenberg zu sehen ist. So bilden die beiden Berge am 1. Februar einen Zeitzeiger, denn an diesem Morgen steht die Sonnenscheibe auf der Spitze des Erkenberges. Wie zur Limburg, weist der Siedlungsort auch einen Bezug zum Hohenstaufen auf, wo auf einer Wiese an dessen Südseite ähnlich dimensionierte Hausgrundrisse zu finden sind. Obwohl hier keine Sichtverbindung besteht, erfolgt vom Hegelesberg aus betrachte dort der Sonnenaufgang am 1. August, einem weiteren Datum eines 8-teiigen Kalenders. Wie die Lage der Siedlung astronomischen Gesichtspunkten folgte, ist dies auch bei der Ausrichtung der Gebäude zu erkennen. Ihre Ausrichtung wurde keinesfalls durch das Ge- lände oder die Sonnenrichtung bestimmt, sondern durch die Sichtung von Sternen. Das diese bevorzugte Richtung nicht nur am Hegelesberg gewählt wurde, sondern auch noch an anderen Orten, soll die nähere Betrachtung zeigen.

Siedlung Wallerstein

Zwei wesentliche Sternbilder bestimmten die Ausrichtung der Langhäuser, der Bärenhüter und der Schwan. Auch hier wurden aber nicht willkürliche Daten gewählt, sondern die Tage nach rituellen Gesichtspunkten bestimmt. So sind bei den Hausrichtungen 2 Daten zu identifizieren, die letzte Sicht des Sternes Deneb während des Herbstäquinoktiums und die erste Sicht des Sternes Arktur am 1. August. Da beide Daten mit der Ernte in Ver- bindung stehen, könnte die Hausrichtung mit den Feiern von Fruchtbarkeitsgottheiten in Zusammenhang stehen. Dass diese Ausrichtung nicht allein auf den Hegelesberg be- schränkt war, zeigt sich auch bei der neolithischen Siedlung die in der Nähe von Wallerstein im Nördlinger Ries gefunden wurde.

Lepenski, Hausgrundrisse

Eine vergleichbare Siedlung ist Lepenski Vir auf dem Gebiet der serbischen Gemeinde Majdanpek am Eisernen Tor an der Donau. Auch sie weist astronomische Bezüge auf die erst in jüngster Zeit von Wissenschaftlern des Departments of Physiks der Universität von Novi Sad untersucht wurden. Auch hier bilden die Sonnenwenden und die Äquinoktien über wichtigen Geländepunkten die Bezugspunkte, ebenso die Letztsicht der Plejaden am 1. Mai. Sie erklären auch die ungewöhnliche trapezförmige Gestalt der Häuser, denn ihre Geometrie deckt sich mit den Sternen des Asterismus. Die Zeit der Brandkeramik war wohl ie erste Epoche, in der das Bauen auch den Bezug der Menschen zu himmlischen Mächten zum Ausdruck brachte.

Wikipedia:Grundriss Hegelesberg, Landesdenkmalamt Württemberg, Sitzende Vinča-Figur, British Museum, London, Michel wal / Blick ins Neidlinger Tal(Erkenberg) R.kaelcke Simulation Sunearthools, Stellarium