Prehistoric cave art suggests ancient use of complex astronomy — Novo Scriptorium

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Some of the world’s oldest cave paintings have revealed how ancient people had relatively advanced knowledge of astronomy.

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Current state of research: New arkeofili.com-interview with Göbekli Tepe-Project coordinator Lee Clare — The Tepe Telegrams

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Arkeofili [external link], a Turkish online magazine and portal dedicated to archaeological news and reports on archaeological sites and discoveries in Turkey and the world again approached DAI’s Göbekli Tepe research staff with a couple of questions regarding the current state of research (for another interview in 2016 see here). The interview was translated into Turkish…

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Ancient Temples: Gods in the Cloud — Sandeep Bhalla’s Blog

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Ancient Religious Temples of Gods in India. Ancient Temples in India: While Civilization of India archaeologically dates back to 4000 BC, there is nothing functional from that date. This prompted me to search for functional ancient temples in India. Most of the temples are also a tourist attraction and most are in the cloud through its web sites. The curiosity has […]

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Magna Mater auf dem Auerberg

Blick von Ostnordosten über den Haslacher See zum Auerberg Foto Dark

In seinem mehrbändigen Werk `Die Geographie´ erwähnt der griechische Geschichts-schreiber und Geograph Strabon auch zwei Städte der im Norden lebenden Vindeliker, Kambodunum und Damasia, Er beschreibt hier Damasia als die Hauptstadt der Likatier und einer Felsenburg gleicht. Doch in der Ortsangabe bleibt er vage und da der Ort während er römischen Landnahme zerstört wurde, bot Strabons Beschreibung genüg- end Raum für mögliche Interpretationen. Als eine dieser Möglichkeiten wird der Auer- berg gesehen, der im Landkreis Weilheim-Schongau liegt. Der Berg im Alpenvor- land wird auch als Rigi des Ällgäus bezeichnet, da er, wenn auch in wesentlich kleinerer Form eine ähnliche Gipfelsilhouette aufweist wie die Königin der Berge in der Schweiz. Zahlreich waren ebenso die Versuche den Ursprung des Namens zu deuten. Richard Knussert verfolgte in seinem 1955 erschienen Buch `Das Füssener Land´ mehrere Spuren und findet dabei aber auch keine endgültige Antwort.

St.-Georgs-Kirche auf dem Gipfel des Auerbergs (Ansicht von Süden), Foto Dark

Doch der Auerbeg wartet mit einer Reihe von Eigenschaften auf die für das kultische Zentrum einer Stadt wie Damasia geradezu ideal waren. Von Westen aus führt ein schmaler Höhenrücken wie eine Rampe auf den Berg zu, der aus zwei Kuppen besteht. Gleicht sie in Ihrer Wirkung doch den Treppenanlagen sumerischer Stufentempel. Auf der ausgeprägteren der beiden Kuppen steht heute die St. Georgskirche, bei der Teile aus romanischer Zeit stammen. Wird die Richtung der `Rampe´ mit dem Sonnenaufgang in Verbindung gebracht, so ist er am Beginn um den 8. April in der Senke des Auer- berges zu sehen und am 10. April steht hier dann die Sonne auf dem Horizont. Die beiden Sonnenaufganges markieren einen Zeitraum den im römischen Reich abge- halten Fest der Magna Mater, den Lud Megalensis gleicht. Da der Kult weit verbreitet war und auch mit den Abläufen landwirtschaftlicher Tätigkeit im Zusammenhang stand, deutet dies auf eine vorrömische Kultstätte hin.

Sonnenrichtung Auerberg

Zikkurat des Mondgottes Nanna, Rekonstruktion, Foto Hardnfast

Die phrygische Göttin Kybele, die in Rom als Magna Mater verehrt wurde, holten die Römer während des Punischen Krieges aus Kleinasien.Mit dem Mythos der Kybele verband sich der Kult des Stieres, das Taurobleum. In den Kulthandlungen nahm dieses Stieropfer den zentralen Raum ein. Über den eigentlichen Vorgang des Opfers gibt es kaum verlässliche Aufzeichnungen und auch der Sinn des Tauroboleums blieb bislang im Unklaren. Eine der wenigen Überlieferung des Kultes stammt aus der Feder des im 4. Jhd. lebenden christlichen Schriftstellers Prudentius. Er schreibt wie ein Stier auf ein Gitter geführt und dort über einer Grube geschlachtet wird. Ein in der Grube sitzende Täufling wurde dann vom Blut des Stieres berieselt. Einige Zentren dieses Kultes sind aus den großen Städten des Rheinlandes bekannt, doch die Verehrung der Magna Mater lässt sich über ihre Frühformen in Anatolien bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. Zurückverfolgen. Wohl auch aus diesem Grund hielt sich deren Verehrung auch nach der Christianisierung noch bis ins 5. Jhd. hinein.

Taurobolium,unter Antoninus Pius, Bernhard Rode, um 1780

Auf eine Verbindung zum Stier wies in jener Zeit auch der Aufweg zum Auerberg hin, denn genau in der Zeit des Sonnenaufganges , stieg in dieser Richtung auch das Sternbild des Stieres zusammen mit der Sonne auf. Über den eigentlichen Vorgang des Opfers gibt es kaum verlässliche Aufzeichnungen und auch der Sinn des Tauroboleums blieb bislang im Unklaren. Eine der wenigen Überlieferung des Kultes stammt aus der Feder des im 4. Jhd. lebenden christlichen Schriftstellers Prudentius. Er schreibt wie ein Stier auf ein Gitter geführt und dort über einer Grube geschlachtet wird. Ein in der Grube sitzende Täufling wurde dann vom Blut des Stieres berieselt. Einige Zentren dieses Kultes sind aus den großen Städten des Rheinlandes bekannt, doch die Verehrung der Magna Mater lässt sich über ihre Frühformen in Anatolien bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. Zurückverfolgen. Wohl auch aus diesem Grund hielt sich deren Verehrung auch nach der Christianisierung noch bis ins 5. Jhd. hinein.

Heiliger Theodor, Reliquiar des Heiligen, in Mannheim, Foto Altera levatur

Einen Ersatz dieser Jahrtausende alten Muttergöttin brachte dann die im Jahr 431 beim Konzil in Ephesos getroffene Entscheidung, die Jungfrau Maria zur Gottesgebarerin zu erklären. Deshalb sehen einige Autoren diese Entscheidung auch als eine Weiter-führung der alten Tradition, eben nur in einem neuen Gewand. Über den in einer Legende geschilderten Bruder des heiliger Georg ist die Kybele auch mit dem großen Märtyrer des Christentums verbunden. Theodor, der hier weniger bekannte Bruder Georgs war zuerst ein einfacher Soldat im Heer von Kaiser Maximian. Der überzeugte Christ war am Ende Kommandant einer Garnison in Galatien. Dort soll er bei einer der letzten römischen Christenverfolgung unter Maximinus Daia in Amaseia, der Hauptstadt der ehemaligen römischen Provinz Helenopontus, gefangen genommen worden sein. Nachdem ihm vorgeworfen wurde, einen Kybeletempel in Brand gesteckt zu haben, wurde er grausam gemartet und gefoltert. Im Jahr 1572 wurde der Berg erstmals als Avvenberg urkundlich bezeugt. Nimmt man hier jedoch das italienische Wort avvent-atezze, die Unbesonnenheit, als Grundlage, könnte dies als versteckter Hinweis ge- deutet werden, den alten Glaube an Kybele/Magna Mater als Irrweg anzusehen.

Wikipedia: Blick von Ostnordosten über den Haslacher See zum Auerberg, Foto Dark ,CC BY-SA 3.0 / St.-Georgs-Kirche auf dem Gipfel des Auerbergs (Ansicht von Süden) , Foto Dark, Zikkurat des Mondgottes Nanna (Nordostseite) in rekonstruiertem Zustand , Foto Hardnfast, BY-SA 3.0 ,Bernhard Rode, Taurobolium, (Weihe d. Priester d. Cybele) unter Antoninus Pius, um 1780 /Heiliger Theodor, Reliquiar des Heiligen, in Mannheim, Foto Altera levatur/ Auerberg Sonnenrichtun, google-map, sunearttools, stellariuem.

Vogelkult am Stiefel Fels

Postkarte St. Ingbert Stiefel Fels um 1930

Der Stiefel Fels bei St.Ingbert gilt als eine ausgewitterte Sändsteinsäule, in in einem Zeitraum von mehreren Millionen von Jahren durch Wasser und Wind zu einem fast symmetrischen Steinobjekt geformt wurde.Die isolierte Lage des Objektes am Ostab- hang des Großen Stiefels Hang hat schon früh die Fantasie der Menschen an- geregt und so wurde es auch zum Ort einer grausamen Sage. Sie erzählt vom fürchter- lichen Riesen Kreuzmann, der hier vor langer Zeit hauste. Dieser Riese war so stark, dass er die dicksten Waldbäume wie Hanfstengel ausriss und große Felsenstücke heb- en konnte. Soweit er die im Tal gefangen Menschen nicht sofort auffraß, sperrte er sie n einem hölzernen Käfig ein. Die Sage berichtet von den schrecklichen Schreien der Menschen, die vom Stiefel weithin zu hören waren. Dies gefiel dem Riesen ganz be- sonders, der seine Gefangen dann voller Bosheit verhöhnte und dabei schrie: `Ei, wie schön meine Vögel pfeifen!´

Riese Kreuzmann

Schließlich fassten die Menschen aber Mut und wollten den Riesen ausräuchern. Der geriet darüber so in Wut, dass er ihnen einen Stein nachschleuderte, der in der Nähe des Baches stecken blieb, wo er noch heute zusehen ist. Am Ende schafften es die leid- geplagten Bewohner es aber den Riesen mit Schaufeln und Hacken zu erschlagen und begruben ihn unter einem riesigen Haufen von Steinen, dem Riesengrab. Die Form des Felsen mag wohl Assoziationen zu einem im 17. Jhd, getragenen Stulpenstiefel wecken, dessen breite Umschläge den beiden auskragenden Teilen des Felsobkjektes gleichen. Die einmal gefundene Analogie blieb in den Köpfen erhalten und so war nur noch der Flurname Gegenstand des Interesses.

Der „Stiefel“ bei St. Ingbert, Foto,Pixelfeuer

Da am Bergrücken des Stiefels zahlreiche Funde gemacht wurdrn, deren Alter bis in das 4. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen und das Felsmonument mit einer Seite zum 1300m entfernten Spellenstein weist, wurde in der Vergangenheit hier auch ein Kultort ver- mutet. Diesen Zusammenhang versuchte der Namenforscher Hermann Albert Prietze auch im Namen herzustellen, in dem er den Flurnamen Großer Stiefel, vom Thingstipel einer Gerichtssäule ableitete. Betrachtet man aber die auskragenden Arme des Stein-monumentes vor dem Hintergrund der Sage des Riesen Kreuzmann, in dessen Name das Kreuz erscheint und die von ihm gefangenen Menschen wie Vögel schreien, bietet sich eine ganz andere Erklärung des Steinobjektes. So ist nicht nur das Kreuz ein formales Merkmal des Sternbildes Schwan, auch dessen klagender Gesang taucht als Motiv in der Sage auf.

Stiefel Fels und der Schwan

Dient der Grat des Stiefel Berges, auf dem der Fels steht, als Fluchtlinie, so zielte sie in der Jungsteinzeit auf den Aufgangspunkt des Sternes Deneb aus dem Sternbild Schwan. War der Schwan sichtbar, so stand dann der hellste Stern Altair des mit dem Schwan aufsteigenden Adler in Ostrichtung über dem Mittleren Kopf. Als `Ankünd-iger´der Wintersonnenwende, stiegen sie so kurz vor dem Sonnenaufgang am 21. Dezember auf. Kurz darauf war dann der Sonnenaufgang über dem Steinkopf zu sehen. Vor diesem Hintergrund bietet sich auch eine formale Erklärung für das Steinmonu- ment. Ob es nun als Erosionsrest bearbeitet wurde, oder der Stein erst gar freigelegt wurde, mag dahingestellt sein. Jedenfalls erscheint eine Ähnlichkeit zu jenen Adler, dem `Vorausfliegenden´ sinnfälliger als zu einem Stiefel.

Doppelköpfige Göttin, Vogelkult Anatolien 2. Jahrtausend. v. Chr.

Beide Vögel, Schwan und Adler, sind Tiere die in vielen Mythologien auftauchen. So wurde im altägyptischen Mythos der Schwan mit der Weltschöpfung am Sternenhimmel assoziiert: Er erklärt auch das Entstehen der Sonne aus jenem Ei des Urschwanes. Zahlreiche Funde von vogelähnlichen Mischwesen aus der Jungsteinzeit zeigen, dass diese vergöttlichte Wesen auch in Europa bekannt war. Das Tier, das in allen drei Elementen zu Hause ist, wandelt sich grauen Jungschwan zum strahlenden weißen Schwan. Diese Eigenschaften machten ihn zu einem Begleittier der Himmelsgötter und zu einem Seelenführer. Ebenso wie der Schwan wurde auch der Adler zu einem Vogel der Götter. Beide Vögel sind auch als Sternbilder am Himmel verewigt, wo sie einander zugewandt, am Horizont aufsteigen. Die Mythenforscherin Vera Zingsem nannte einst einen zeetralen Gedanken, der mit dem Bild der Vogelgöttin verbunden ist: `Fliegen und Zauberei werden in allen Kulturen auf der ganzen Welt zusammen gesehen. Die Fähigkeit zum Flug ist ein Zeichen für die Überwindung der Gesetze von Raum und Zeit und wurde daher in erster Linie Gottheiten zugeschrieben.´

Stiefel Fels und das Sternbild des Adlers

Diese Eigenschaft besaß Isis, die Göttin mit den Vogelschwingen, die am Beginn des 3. Jahrtausends im Alten Ägypten auftauchte. Sie wurde im römischen Imperium noch bis ins 4. Jhd. hinein verehrt. Im Alten Ägypten galt sie als Erd-, Vegetations-, Mutter-, Fruchtbarkeits-, Mond- und Himmelsgöttin und regelte in dieser Rolle den gesamten Lebenskreislauf. Sie war aber auch Magierin und Heilerin zugleich, womit sie ein Leit- bild für alle späteren Frauengottheiten bildet. Mit Vogelschwingen kann sie zu belieb- igen Welten fliegen, was Isis zu einem Symbol des vollkommenen Wissens machte. Wie Isis in Ägypten mit dem Falkengott Horus verbunden war, so verweist die Geometrie des Ortes und die Form des Felsmonumentes auf einen ganz ähnlichen Mythos in Ur-Europa.

Bilder: Wikipedia /Der „Stiefel“ bei St. Ingbert, Foto,Pixelfeuer,CC BY-SA 3.0 –             Der Stiefel Postkarte St.Ingbert um 1930, der Riese Kreuzmann, Doppelköpfige Göttin, Vogelkult in Anatolien 2. Jahrtausend. v. Chr., Simulation, sunearthtools, opentopomap, Stellarium