Armenian Churches — Cradle of Civilization

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Armenian Churches Echmiadzin Grigor Lusavorich Khor Virap Tatev Haghartsin St. Thaddeus Dadivank Hagbat Geghard Karapet – Noravank St. Astvatsatsin – Noravank Ashtarak Hripsime Gayane Varak Akdamar Zvartnots Holy Trinity Cathedral Priest Icons Echmiadzin: Etchmiadzin Cathedral in Armenia, completed in 303 AD, UNESCO World Heritage Site, religious centre of the world’s oldest Christian state. Grigor Lusavorich: […]

über Armenian Churches — Cradle of Civilization

Der Mythos von Bern

Kramgasse in Bern, Foto Daniel Schwen

Über die Entstehung des Namens Bern gibt es zahlreiche Erklärungsansätze.. Einer der sprachlich begründeten Ansätze aus dem Lexikon der schweizerischen Gemeinde- namen sieht die Entstehung des Namens Bern im althochdeutschen Verben berja, das schlagen bedeutet. Inzwischen wird dieser Ansatz aber als nicht haltbar angesehen. Eine jüngere Deutung aus dem späten 19.Jahrhundert sieht auch den Bezug von Bern und Verona, das im Mittelalter noch das welsche Bern genannt wurde. Gemäß dieser These, hatte der Stadtgründer Berchtold V. die neu gegründete Stadt Bern nach der früheren, von den Zähringern besessen Markgrafschaft Verona benannt Doch eine Er- klärung gilt bis heute und sie hat sich im Stadtbild, dem Wappen und in de Identität der Stadt niedergeschlagen. Zum ersten mal wie die Legende vom Berner Bär in der Justingerchronik erwähnt. Sie entstand nach einem Ratsbeschluss im Jahr 1420. In ihr sollten die vergangenen großen Ereignisse der Stadt aufgeschrieben werden. Der in Rottweil geborene Stadtschreber Justinger erhielt dazu den Auftrag, diese Ereignisse in Ukunden und Briefen zu erforschen und niederzuschreiben.

Berthold V. in der Darstellung des Berner Zähringerdenkmals, Foto DrTW

Gemäß den Aufzeich-nungen Justingers hat der Stadtgründer Herzog Berchtold V. einst gelobt die Stadt nach dem ersten, von ihm in den Wldern erlegten Tier zu benennen und das war ein Bär. in der keltisch-gemanischen Kultur war der Bär eine wichtige Symbol-gestaltr Es wird vermutet, dass er sich auch in der keltischen Bärengöttin Artio ver- köperte, Diese Göttin über de es nur wenige Relikte gibt, war die Göttin der brach-liegenden, bewaldeten Erde, wie auch der schwangeren und stillenden Mütter. Eine kraftstrotzende große Bärin strahlte einen furchteinflößenden Respekt aus, so daß die Bärengöttin auch die Aspekte Schutz und Verteidigung.

Artio-Plastik aus Bern, Foto by Sandstein

Parallelen gibt es zur griechischen Göttin Artemis, die laut der Legende ebenso in einer Bärengestalt erscheinen konnte. Sie galt auch als Herrin der Tiere. Trotz dieser mythologischen Bedeutung des Bären in Gestalt eine großen Mutter war der Bär in der mediterranen Vorstellung das Sinnbild ungebändigter Wildheit und prägte damit das Bild der Germanen. Auf Grund ihrer Kampfeskraft erhielten sie einst den Beiname der alles verwüstende Berserker. Diese Sicht der römischen Geschichtsschreibung prägte auch die frühe biblische Symbolik des Bären. In Texten wird er mehrmals als gefährliches Tier erwähnt. Nur mutige Gaubensverkünder, wie der heilige Gallus vermochten den Bär zu bezwingen und ihn fü sich dienstbar zu machen. Diese Legende vom erlegten Bären prägte fortan das Gesicht Berns, denn bereits 21 Jahre nach dem Erscheinen der Chronik gibt es eine Nachricht über von einem Bärengraben in der Stadt, in dem mehrere Bären gehalten wurden. Auch im Jahr 1513 ist in Bern wieder von Bären die Rede, als der Chronist Valerius Anshelm berichtete, dass die Berner nach der Schlacht von Novara nicht nur die Fahnen der Besiegten mit nach Hause brachten, sondern auch einen Bär. Obwohl der besiegte Bär die Kräfte seines Bezwingers widerspiegelte nahm das Tier keinen unmittelbaren Platz in der christlichen Symbolsprache ein. So stellt sich die Frage, weshalb ausgerechnet dieses Tier, das Berserkern den Name gab, zum Sinnbild einer Stadt wurde.

Das Wappen von Bern und der Bärenhüter am Abend von Petri Stuhl (Kathedra Petri)

Ein Blick in dem Himmel führt hier zu einer ersten Erklärung. die die komplexe Idee des Berner Bären zeigt. Als Sternbild umkreist der Große Bär den Himmelspol zirkumpolar, wobei eine Seite des Sternbildes auf den Schwanz des kleinen Bären weist, an dessen Schwanzende der Polarstern sitzt. Somit verkörpert der große Bär als Sternbild die Aspekte der Stetigkeit und der Orientierung, beides Fähigkeiten die auch ein Städte-gründer benötigt. Doch all dies ist im himmlischen Schauspiel auch ein Verdienst des Bärenhüters, der dem Bären folgt. Betrachtet man aber das Wappen der Stadt genauer spiegelt dies aber nicht den Bären wieder, sondern den mystischen Bärenhüter. Bis in Einzelteile deckt sich das Wappen mit der Lage seiner Sterne, so dass der hellste und kräftigste Stern Arktur auch da sitzt, wo auch der Bär seine Kraft weitergibt, seinem Penis. Sein Stern Nekkar, liegt dort wo der Bär seine kraftvolle Tatze hebt und der fünfthellste Stern des Bärenhüters, der im Arabischen der Rinderhirte bedeutet bildet den Kopf des Berner Bären. Diese Bezeichnung reicht weit zurück in die Geschichte des Orients, wo das Bild des Guten Hirten als Sinnbild eines eines verantwort-ungsvollen Hersches gesehen wurde, der sein Volk beschützt, aber auch erzieht. Dies- es Bild des Hirten wurde bereits im frühen Christentum adaptiert. Er galt hier nicht nur als Sinnbild für Christus, sondern auch Fürsten sagen sich nun in der rolle des Guten Hirten. In dieser Haltung, wie im Wappen abgebildet, tauchte der Bärenhüter auch auch am Abend von Petri Stuhl am Himmel auf.. Dies war im Mittelalter ein wichtiger Tag im Bauernkalender und wurde in vielen Gegenden auch als Frühlingsbeginn gefeiert. Also ein durchaus symbolische Geste für eine Stadtgründung.

Teil 2 – Der frühe Berner Bärenkult und die Plejaden / Teil 3 – Die Stadt des Guten Hirten

Bilder: Wikipedia / Kramgasse in Bern, Foto Daniel Schwen ,CC BY-SA 4.0 / Berthold V. in der Darstellung des Berner Zähringerdenkmals, Foto DrTW CC BY-SA 3.0 / Artio-Plastik aus Bern, Foto by Sandstein. Das Wappen von Bern und der Bärenhüter

Der Sonnenhahn vom Hahnenkamm

Klassischer Wetterhahn, Foto Arne Koehler

Dass ein Hahn auf zahlreichen Kirchturmspitzen steht, ist in einer Jahrtausende alten mythologischen Tradition begründet. So leitet sich sein Name vom mittelhochdeutschen Wort hane ab, das singen bedeutet. Dies macht er auch bei Sonnenaufgang, wo er der erste ist, dessen Töne zu hören sind. Deshalb wurde er einst auch der Morgensänger genannt. Doch der Hahn verkörpert eine ambivalente Symbolik. Die positive verkörperte er bereits bei den Griechen, wo er als Orakeltier und Verkünder der Morgensonne galt . Als Orakel diente er aber ebenso als der Vorbote für den Tod. So gab es die Vorstellung, dass beim Tod des Haushahns auch der Hausvater sterben musste. Der Hahn stand zudem für Kampfeslust und im Christentum auch im Verdacht ein Tier des Teufels zu sein. So wurden Menschen verdächtigt mit ihm im Bunde zu sein, die das Krähen des Hahns nicht ertragen konnten. Diese Sicht blieb allerdings eine Rander-scheinung, denn im biblischen Kontext spielte der Hahn die positiv besetzte Rolle eines Verkünders des neuen Tages. Eine bedeutende Rolle spielt er hier im Neuen Test- ament, wo er nach dem Verrat des Petrus im Garten Gethsemane dreimal krähte.

Dritte Verleugnung Petri mit Hahnenschrei, Foto MOSSOT

Durch diese Ankündigung des Sonnenaufganges sahen bereits die frühen Kirchenlehrer im Hahn ein Sinnbild für die Wiederauferstehung von Christus. So findet sich das Bild des Hahnes als Auferstehungssymbol auch auf den Sarkophagen früher Christen, die sich heute In den Vatikanischen Museen befinden Den Sieg des Lichtes Christi über die Macht der Finsternis verkündet der Hahn heute von zahlreichen Kirchtürmen. Das Auf- treten des Hahns in der biblischen Erzählung wirft Fragen auf, denn gemäß den Regeln der Rabbiner galt dort ein Verbot der Hühnerzucht, Viel mehr scheinen hier Einflüsse der griechischen, wie auch der nordischen Mythologie durch. So galt der Hahn auf Grund seiner Kampfeslust in Griechenland als ein Tier des Kriegsgottes Ares. Ebenso war er als Wächter ein Attribut des Götterboten Hermes und der Göttin Athene. Auch im Norden spielte er Hahn die typische Rolle des Wächters. In der nordischen Mythologie ist er der unsterbliche Wächter Widofnir, der hochoben im Weltenbaum, dem Mimameid sitzt. Hier galt er als der Schrecken der Riesen Surt aus der Feuerwelt Muspellsheim und der Riesin Sinmara aus der Eiswelt Niflheim. Der Name verweist auf Windofnir, den den Himmel der Vanen, den altnordischen Göttern der Fruchtbarkeit, Aus dem Grund vermutet der Sprachwissenschaftlers Karl Joseph Simrock, dass der Name Widofnir die Bedeutung Windweber hatte.

Hahnenkamm vom Tal aus gesehen, mit Breitenstein im Hintergrund, eigen

Auf Grund der Fernsicht war die Namenswahl geradezu ideal, denn von hier aus gibt es Sichtbeziehungen zu wichtigen Sonnenauf- und Untergängen über markanten Land- schaftspunkten. Über die einstige Burg Hahnenkamm berichtet eine alte Sage von einem Bürglesgeist der einst einen armen Wanderer auf dem Weg nach Ochsenwang um den Verstand brachte. Der war nach der Begegnung so verängstigt, dass er die Nacht im Tal verbringen musste. Die Burg, die hier im 12. Jahrhundert auf einem der Kegel des Schwäbischen Vulkans errichtet errichtet wurde, verfiel im 15.Jahrhundert. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnamen sind heute wieder die Reste der Haupt-mauern zu sehen. Für die Sonnenbeobachtung gibt es hier zwei wichtige Bezugspunkte, den Gipfel der Teck und den südöstlich gelegenen Breitenstein. So markierten damals gültigen Julianischen Kalender zwei Sonnenuntergänge über der Teck, die beiden wichtige Marienfeiertage: Mariä Verkündigung und Mariä Geburt. Als Zeitmarker für das Bauernjahr eignete sich der Breitenstein und wurde damit auch seinem Namen gerecht. So kündete dort der Sonnenaufgang Mariä Lichtmess über dem nordöstlichen Ende eint den Beginn des Bauernjahres an. Der Zeitraum, der die Feldarbeit bestimmte, endete dann mit dem Sonnenaufgang über dem südwestlichen Ende am Morgen von Martini. Mit Lichterprozessionen und Reiterumzügen wird noch heute in vielen Orten der Martinstag gefeiert. Dabei werden zahlreiche Lieder gesungen, von denen eines den Reim hat: `Der Hahn, der kräht, die Katz‘ miaut, Rabimmel, Rabammel, Rabumm´.

Hahnenkamm mit Sonnenrichtungen, eigen

Wikipedia: Klassischer Wetterhahn, Foto Arne Koehler, CC BY-SA 3.0/ Dritte Verleug-nung Petri mit Hahnenschrei, Fresko in der Wallfahrtskapelle Notre-Dame-des-Fontaines in La Brigue, Foto MOSSOT/ Hahnenkamm vom Tal aus gesehen, mit Breitenstein im Hintergrund, eigen/ Hahnenkamm mit Sonnenrichtungen, eigen, Geo- portal BW sunearthtools

Der Meerstern über Hohenurach

Ruine Hohenurach,eigen

In der großen Epoche des mitteleuropäischen Burgenbaus entstand am Beginn des des 11. Jahrhunderts die Bug Hohenurach. Für die damalige Zeit betrachtet, erfolgte hier eine Bauleistung mit enormen Aufwand, denn die Burganlage liegt auf der Erhöhung eines steil abfallenden Felsspornes. Auf den ersten Blick scheinen die Kernburg, wie auch die Vorburg, natürliche Geländeunterschiede auszunutzen, um dadurch eine Er- stürmung der Anlage unmöglich zu machen. Doch die polygonal verlaufenen Mauerzüge werfen auch hier die Frage auf, ob nicht doch ein Plan zu Grunde lag. Dazu ist aber ein Blick in die Geisteswelt des Mittelalters notwendig.In dieser, vom spirit-uell geprägten Glauben geprägten Epoche, strebte die Verehrung der Jungfrau Maria einem Höhe- punkt entgegen. Maria diente jetzt in unterschiedlichen Lebenslagen als Schutz und war Patronin zahlreicher Städte. Auch dem Adel diente sie als Leitbild und wurde damit die Patronin von Rittern. Bereits die frühen Kirchenlehrer, wie Hieronymus begründete eine Tradition der Anrufung Marias mittels Gebeten. Dabei war es Hieronymus selbst, der auf Grund einer missverständlichen Übersetzung Maria als Miriam, das bittere Meer übersetzte. Aus diesem Beiname wurde der Meerestropfen und schließlich der Name Stella Maris, der Meerstern.

Stella maris auf einem Buntglasfenster einer Kirche in Cénac, Foto Wolfgang Sauber

Dieser Stern in Gestalt des Sternes Sirius, der bereits Seefahrern bei der Navigation half, wurde nun zum Sinnbild der Maria, die ebenso wie der Stern Gläubigen den Weg weisen sollte. 400 Jahre nach dem durch Hieronymus verliehen Namen verfasste Abt Ambrosius Autpertus im 8, Jahrhundert dann den Marienhymnus „Ave Maris Stella“, der die Bezeich-nung Meerstern einer breiten Schar von Gläubigen nahe brachte. Fortan war Sirius, der hellste Stern am Nordhimmel, der in ägyptischen Mythologie bereits die Göttin Isis ver-körpert hatte ein Sinnbild der Maria.Sirius bietet nun auch eine Erklärung für die polygonalen Mauerzüge, deren Richtungen nicht allein durch die Landschafts- form bestimmt wurden.

Hohenurach und Sirius

Seine Sicht an wichtigen kirch-lichen Feiertagen, wie auch das gesamte Sternbild des Großen Hundes deckt sich hier mit den wesentlichen Punkten der Burggeometrie.Sie verweist aber auch noch auf einen weiteren Beiname den Maria, denn im Lauf des 11.Jahrhunderts erhielt sie auch den Beinamen Turris Davidica, der Turm Davids. Diese Vorstellung geht zurück auf das Hohe Lied Salomons aus dem Alten Testament. Vor diesem Hintergrund wird der Turm Davids dann zu ein Synonym für einen unbe- zwingbaren Bergfried und für zuversichtliche Stärke des Glaubens im Angesicht des Feindes. Auch dieser alttestamentarische Bezug ist im Plan der Burg Hohenurach er- kennbar, denn am Morgen des Festes Kreuzerhöhung war das Sternbild des Großen Hundes zum letzten Mal so zum sehen, wie es seitenrichtig mit den Mauern von Hohen- urach übereinstimmte. Damit lag Sirius auch genau an einer Ecke des Bergfrieds, der damit zu einem Symbol des Turmes von David wurde.Damit bietet Hohenurach ein gutes Beispiel für das Bauen im Mittelalter, das von einer tiefgreifenden und komplexen Symbolik des Glaubens bestimmt wurde.

Fresko der Anrufung Turm Davids aus der Lauretanischen Litanei, Frauenkapelle in Altenmarkt. Foto Wolfgang Sauber

 

Bilder: Hohenurach/eigen / Hohenurach und Sirius/eigen/Burgenwelt, Stella maris auf einem Buntglasfenster einer Kirche in Cénac, Foto Wolfgang Sauber CC BY-SA 4.0 / Fresko der Anrufung Turm Davids aus der Lauretanischen Litanei, Frauenkapelle in Altenmarkt. Foto Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0