New study debunks myth of Cahokia’s Native American lost civilization — Delving into History ® _ Periklis Deligiannis

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Republication from http://www.sciencedaily.com/ Ancient feces levels point to repopulation of iconic pre-Columbian metropolis Source: University of California – Berkeley A University of California, Berkeley, archaeologist has dug up ancient human feces, among other demographic clues, to challenge the narrative around the legendary demise of Cahokia, North America’s most iconic pre-Columbian metropolis. In its heyday in […]

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Der Große Hund von Hohenhundersingen

Burg Hohenhundersingen vom Tal, 2007, Foto RSchreg

Im Jahr 1100 wurde Hundirsingen erstmals in der Zwiefalten Chronik erwähnt. Zu dieser Zeit waren die Burg wie das im Tal liegende Dorf im Besitz der Edelfreien von Hunder-singen. Der Klang des Namen deutet auf eine Beziehung zum Hund hin, der sich heute auch im Wappen des Dorfes befindet. Doch Im gleichnamigen Dorf Hundersingen-Her-bertingen wird der Name auf die huntare zurückgeführt, jenen Hundertschaften, die fränk-ische Könige entlang den römischen Straßen zur Sicherung ihre Reiches stationierten. Obwohl der Turm mit seinen Buckelquadern und de frühen Entstehungzeit eine ähnlichen Deutung zulässt bietet hier die Lage der Burg, wie auch die Ausrichtung des burgplateaus noch eine ganz andere Erklärung an.

Ehemaliges Wappen der Ortschaft, von User:Enslin

Unschwer sind im ersten Teil des Namens Hundir, das Wort Hund, wie auch ein Teil des Namens Sirius, dem hellsten Stern aus dem Sternbild des Großen Hundes zu erkennen. Als Leitstern war er seit der Frühgeschichte ein wuchtiger Zeitmarkierer in der Landwirt-schaft und hatte für die Hundirsinger wohl eine ähnliche Funktion. Deren längliches Burgplateau war einst auf einen mittig liegenden Punkt der gegenüberliegenden Talein-buchtung ausgerichtet, wo zum Zeitpunkt der Burgenentstehung auch der Frühunt-ergang des Sirus am Morgen von Martini zu beobachten war. Damit markierte er das Ende des Bauernjahres und erfüllte so wieder seine Rolle eines Zeitmarkieres. Die hatte Sirius bereits bei den Ägyptern, wo er mit seinem Frühaufgang die kommende Nilflut ankündigte .

Ruine Hohenhundesingen Ausrichtung,

Doch zu dieser Zeit war der heutige Martinsritt oder die Martinsgans noch völlig unbekannt. Dieses institutionalisierte Brauchtum entwickelte sich erst im Rahmen der nationalen Identitätsfindung während des 19. Jahrhunderts. Im 12. Jahrhunderts war der Zeitraum bis Weihnachten noch durch die Glauben der durch Byzanz geprägten Kirche bestimmt. In dieser Zeit gab es eine 44 Tage dauernde Fastenzeit, ehe die Geburt Christi gefeiert wurde .Damit offenbart sich auch die mathematisch-symbolische Struktur die das Jahr gliederte. Mit der Quersumme 8 verweist die Zahl 44 auf das göttliche Geheimnis. So hat auch das Neue Testament als letzten Buchstabenwert die 800 und in der griechischen Fassung besteht der Name Jesus aus den folgenden Buchstab-enwerten: 10-8-200-70-400-200 = 888. Während in Ägypten Sirius mit der Göttin Isis identifiziert wurde, hatte er im Laufe des frühen Mittelalters längst eine andere Be- deutung erhalten. Unter der Bezeichnung Stella maris, der Meerstern wurde er zu dem Symbol der Jungfrau Maria. Der Name geht zurück auf ein heute kaum noch bekanntes Mariengebet, das im späten 9. Jahrhundert entstand. Der Verfasser, Venantius Honorius Clementianus Fortunatus war Dichter, Hagiograph und Bischof von Poitiers. In der Literaturgeschichte wird er auch als erster Dichter des Mittelalters bezeichnet Das Gebet, das in er katholischen Kirche zur Vesper während den Marienfesten gesungen wurde beginnt mit den Worten Ave maris stella „Sei gegrüßt, du Stern, der offenbart die Sonne.“ Und weiter: „Sei gegrüßt, Mutter des allerheiligsten Sternes.“ Und nochmals später: „Sei gegrüßt, Morgenstern der geistigen Sonne.“ Damit greift das Gebet die Rolle des Sternes als Navigationshilfe für die Hochseeschifffahrt im Mittelmeer auf, der damit den Schiffen den sicheren Weg zum Hafen wies. Auch der große Marientheologe des Mittelalters , der im 11.Jahrhundert Bernhard von Clairvaux griff dieses Bild auf der dazu schrieb; `Wie der Stern ohne Einbuße seiner selbst seinen Strahl aussendet, so hat sie als Jungfrau den Sohn geboren, ohne dass ihre Jungfräulichkeit gemindert wurde´. Die Ausrichtung auf den Mariensten verband der Burg auch inhaltlich mit dem Kloster Zwiefalten, dem die Hundersinger Burghern größere Schenkungen zukommen ließen. Auch diese Anlage wird von einer Kirche bestimmt, die mit dem Titel `Unserer Lieben Frau´der Maria geweiht ist.Diese Verbindung zu Maria sollte wohl auch dem zusätzlichen Schutz der Mauern dienen, denn die Hundersinger nahmen denn so der Große Hunde am Abend von Mariä Geburt zu sehen war deckt er sich auch mit der Geometrie der Burg Wie der gegenüberliegende Talrand ein idealer Horizont darstellt und den Untergang des Sirius zu beobachten so stellt auch der Bergsporn an er Schleife der Lauter eine auffällige Zeitmakierung dar. Markierte der Sonnunter-gangspunkt in der Achse des Bergspornes im 11. Jahrhundert noch den Sonnen-untergang an Drei König, so war des zu Zeit der Römer der Punkt, wo am 23. November, dem Beginn der jährlichen Brumalien zu Ehren des Gottes Dionysos/ Bacchus die Sonne unterging.

Dorf Hundersingen, eigen

Bilder:Burg Hohenhundersingen vom Tal, 2007, Foto RSchreg CC BY-SA 3.0 Ehemaliges Wappen der Ortschaft, von User:Enslin /http://www.ngw.nl Converted into PNG format by User:Enslin /Ruine Hohenhundesingen Ausrichtung, Opentopomap, stellarium, Eigen /Dorf Hundersingen, eigen

Between Heaven and Earth, Part II: — The Art of Seeing – Explore Works from Philadelphia’s Museum of Art and Rodin Museum

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The Medieval Mind & the Reemergence of Art & Architecture after the Fall of the Roman Empire in Western Europe ___________________________________________________________________________________________ “Religious leaders bore a deep distrust of the intellect and declared that the pursuit of knowledge, unless sanctified by a holy mission, was a pagan act and therefore vile. Medieval Christians, knowing the other […]

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Viking Settlements in Scandinavia and Beyond; David Nikel; Life In Norway — All About World Heritage Sites

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The Norsemen made their mark in northern Europe and beyond. Come with us on a tour of the best-known Viking settlements. Thanks in part to a slew of TV shows, Viking culture has never been more popular. Source: Viking Settlements in Scandinavia and Beyond

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Die Löwen in Leipzig

Wappen der Stadt Leipzig

In der Chronik des Thietmar von Merseburg erfolgte die erste Nennung des Ortes unter dem Namen `Libzi´. Sprachwissenschaftler glauben hier, dass der Ortsname auf das germanisches Wasserwort libja zurückgeht, das sinngemäß schleimig und nass bedeutet. Sinngemäß wäre dies also die Umschreibung für den Ort in einer wasser-reichen Zone gewesen. Symbolisch einprägsamer ist aber die Deutung den Namens-ursprung auf die Linde zurückzuführen. Doch dieses Wort hätte im Laufe der Ge- schichte mehrere Änderungen der Buchstaben benötigt. Im Vergleich zu antiken Orten, die durch die Namen von Stadtgottheiten geprägt wurden, wäre der Ort `Libzi´ also nichts weiter als eine unbedeutende Ansiedlung gewesen. Die Bedeutung des Namens gewinnt aber einen anderen Sinn, wenn das Wort als Kürzel der beiden mittel-hochdeutschen Worte lip, (lib) und ziborne betrachtet wird- Hier bezeichnet das erstere den Leib und das zweite einen Hostienkelch oder Baldachin. Somit wäre der Name die Bezeichnung für einen Körper oder ein heiliges Gefäß, also ein Heiligtum . An diese Vor- stellung erinnern auch heute noch die zahlreichen Löwenbildnisse in Leipzig. Sie ver- weisen hier aber nicht nur auf den Wettiner Löwen, sondern auch auf die mytho-logischen Wurzeln der slawischen Kultur. Deren Mythologie stellen eine Mischung aus europäischen, wie auch aus Mythologien des Vorderen Orients dar. So wird im 1848 erschienen Lehrbuch der Religionsgeschichte und Mythologie von Karl Ecker- mann auch die slawische Gottheit Czorneboh beschreiben. Eckermann beschreibt  diese als  aufrecht stehend, mit einem Löwenkopf. Funde aus dieser Zeit, die das belegen gibt es aber nicht.

Idol aus Prillwitz, Nachbildung 17. Jhd.

.Doch das Motiv des Löwen taucht in der slawischen Mythologie auch in der Gestalt der Zorya auf, einer Himmels – und Lichtgöttin. In Illustrationen wurde sie meist zusammen mit geflügelten Löwen dargestellt.  Das Motiv der Löwengestalt war in Libzi also längst heimisch, als um die Jahrtausendwende das Gebiet gewaltsam christianisiert wurde. Nun zeigte die christliche Symbolik den Missionierten den Löwen in einem neuen Bild. Fortan galt er als Sinnbild von Jesus und als Löwe Judas. Knapp 200 Jahre nach dem der Löwe bei den Wettinern im Wappen auftauchte, verwendete ihn 1468 die Stadt Leipzig zum ersten Mal als Siegel, Die Epoche sprach für dieses Sinnbild von Stärke, Macht und christlicher Botschaft. Dieses Bild des Löwen hatte sich Dank islamischer Literatur mit dem Glaube an dessen astrologische Wirkung vermischt. Dank dieser Be- geisterung für die Sternenkunde stand nun die die Wirkung seines Fixsternes Regulus im Vordergrund. Die Begeisterung für den Löwen als symbol begann in Europa im 12. Jahrhundert.

Leipzig: Astronomische Uhr im Alten Rathaus, Foto Joachim Köhler

Die Gründe sind in religiösen Vorstellungen zu suchen, wie in der frühmittelalterlichen Naturlehre und auch den aus Toledo kommenden astronomischen Schriften. In dieser Zeit entstanden auch zahlreiche Städte, die der ehemalige Professor für Städtebau in seinem Buch Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung, als das Resultat einer planvollen Entwicklung sah. Er postulierte dass mit klaren Proprtionsverhältnissen und geometrischen Figuren deren Maurzüge und Straßen geplant wurde,Im seltesten Fall erscheint die Theorie plausibel.Viel eher erklären Bilder die einstige Stadtgestaltung wie in Leipzig, die hier ganz den antiken Traditionen folgte. Vergleicht man den Plan von Leipzig mit dem des Sternbildes Leo so bietet es es eine Erklärung für die Geometrie der Stadt, wie auch für deren Straßenführung in der Anfangsphase der Stadt. Deutlich wird dies bei de ersten Sicht des Strenbildes leo am Abend des Georgstages. Damit erinnerte der Löwe nicht nur an den Drachenkämpfers Georg, sondern auch an die älteste soziale Einrichtung in Leipzig, das Hospital St. Georg. Ebenso erinnert der LÖwe an diesem Tag auch an die Bedeutung des dortigen St. Georgsklosters. Georg, der durch seinen Kampf mit dem Drachen zu einem Symbol der Überwindung des Heiden- tums wurde, wird auch heute noch an vielen Orten Reiterprozessionen gedacht. Eine weitere Position, in der sich die Stellung des Sternbildes mit dem Plan von Leipzig deckte, war dessen letzte Sicht am Morgen Franziskusfestes. Auch hier erinnerte der Löwe nicht allein an den Ordensgründer Franziskus von Assisi, sondern eben auch an die Bedeutung der Franziskaner in Leipzig, die seit der Mitte des 13. Jahrhunderts ein Kloster neben der Zwingburg des Markgrafen Dietrichs betrieben.

Zwei Positionen des Löwen über Leipzig (um 1300)

Bilder: Wikipedia/Wappen der Stadt Leipzig, Original:Unbekannt, Wikipedia gemeinfrei( Astronomische Uhr an der Westseite des Turmes nach der Restaurierung 2018, Foto Joachim Köhler, CC BY-SA 4.0 – Zwei Positionen des Löwen über Leipzig (13.Jhd.), Stellarium, Karte,Stadt Leipzig

Der Löwe von Worms

Die „Alte Synagoge“ von der Gartenseite. Foto HOWI

Laut einer Womser Legende sollen Juden nach der Zerstörung ihres ersten Tempels nach Worms ausgewandert sein. Als ihnen dann der Perserkönig Cyrsus die Rückkehr anbot, soll sie der große Schriftgelehrte Esra aufgefordert haben, wieder nach Jerus- alem zurückzukehren um dort den Tempel wieder zu errichten. Die Wormser antworteten ihm daraufhin, nun in Kleinjerusalem zu wohnen und keine Absicht zu haben zurück-zukehren. Diese Erzählung ist zu den Gründungslegenden der Stadt zählen, denn die Anwesenheit einer jüdischen Gemeinde in Worms ist erst ab dem 9. Jahrhundert legt. Dieser Stadtname soll sich im Laufe der Zeit durch Lautverschiebung aus dem dem Name der römischen Civita borbetomagus entwickelt haben. Doch in ihm lebt un- verkennbar noch der alte hebräische Name Warmasia weiter. Ein ganz ähnliches Wort gibt es jedoch auch im Lateinischen, wo wormacia das Gewürm bedeutet. Dies ist ein Sammelbegriff unter den auch die Schlange fällt.

Die Eherne Schlange, Gustave Doré

Dieses Bild aber lässt an die eherne Schlange denken, die Moses auf das Geheiß Gottes aus Kupfer gießen ließ. Ihr Anblick solle alle Israeliten heilen, die während des Auszuges der Israeliten aus Ägypten durch feurigen Schlangen gebissen wurden. Gott selbst hatte sie gesandt, denn während der Wanderschaft hatte sich große Unzu- friedenheit breit gemacht und mit mit der kupfernen Schlange wollte er allen unzufriedenen ein neues Heilszeichen geben. Eine rettende Geste Gottes erwähnt auch Salomo im Buch der Weisheit, wie auch der Apostel Pauls dieses Motiv in einem Brief an die Korinther aufgreift. Darin verschiebt er aber den Akzent, denn er verweist hier mehr auf die Strafende Geste, die alle Sünder vernichtet. Gemäß den biblischen Be- schreibungen soll die Schlange dann im Tempel von Jerusalem aufgestellt worden sein, wo sie bei dessen Zerstörung verloren ging. In den biblischen Texten wird die Gestalt der Schlange ebenso ambivalent geschildert wie die des Löwen. Wird er mit negativen Eigenschaften geschildert, verkörpert er das Böse und mit seinen positiven und ge- radezu magischen Eigenschaften das Heilsversprechen. Seine Bedeutung beginnt im Alten Testament, wo Jakob seinen Sohn Juda als einem Gur Aryeh, einen jungen Löwen bezeichnet.

Der Löwe Judas auf dem Wappen Jerusalems, Foto Jüppsche

Obwohl sich der Begriff Aryeh vom hebräischen Verb sammeln ableitet und damit eine Persönlichkeit bezeichnet die Menschen um sich versammelt, wurde fortan der Löwe zu einem Symbol des größten Stammes Juda. Diese Symbolik wird später auch auf Jesus übertragen, der die mit Adam begonnene Heilsgeschichte beendet So wird er im 5.Kapitel der Apostelgeschichte als Löwe von Juda bezeichnet wird, in der Erwartung eines neuen Heilskönigs, der der Herrschaft der Römer ein Ende setzt. IDamit wird auch Maria Teil dieser Löwensymbolik, die in Gebeten des Mittelalters auch als Stimme des Löwen bezeichnet wird. Er tritt auch im letzten Buch des Neuen Testaments auf. wo er in der Vision des Johannes das 7. mit Siegeln versehene Buch öffnet um damit das Jüngste Gericht beginnen zu lassen. Geradezu magische Fähigkeiten wurden dem Löwen in der frühchristlichen Naturlehre, dem Physiologus zugesprochen. Gemäß der Beschreibung soll er mit offenen Augen schlafen, also immer wachsam sein. Ebenso soll er seinen totgeborenen Jungen das Leben mit seinem Atem einhauchen. Damit wurde der Löwe zu seinem Sinnbild des wachsam kämpferischen Glaubens, wie auch der Auferstehung nach dem Tod.

Löwe. Abbildung aus dem Physiologus

Vor dem Hintergrund dieser Symbolik kann auch das Bild des spätmittel-alterlichen Grundrisses von Worms interpretiert werden. Er vereint das Herrschaftssymbol der Könige mit dem Sinnbild für Jesus und dem Löwe Judas. Das Sternbild des Löwen, seitenrichtig auf den Boden projiziert stellt, den Löwen mit seiner letzten Sicht am Michaelitag dar und in dieser Positionen definieren seine Sterne wesentliche Teile des Mauerverlaufes, sowie zwei der wichtigen Stadtzugänge. Wie der Löwe hier religiöse Vor-stellungen verbindet, so macht dies auch Michael. Er spielt sowohl im Christentum, im Judentum und dem Islam eine wichtige Rolle. Im Heilgeschehen der Bibel ist er es, der auch den letzten Kampf mit dem Drachen, dem personifizierten Bösen aus- trägt. Während dieses apokalyptischen Kampfes, sieht ihm Maria auf einer Mondsichel steh- end zu. Mit ihrer Jungfrauengeburt hatte sie das Heilsgegschichte vollendet, die Michael als Schlachtenhelfer stets verteidigte. Auf diese Geburt eines neuen Löwen von Juda, die durch mehrere Propheten vorhergesagt wurde, weist die zweite Position des Löwen in Worms am Tag von Mariä Verkündigung hin. Damit verkörpert der Stadtplan von Worms das Bild des kämpferisches Schutzes des Glaubens und die  spirituelle Ver- ehrung Marias während des Mittelalters, Mit diesen Motiven bietet die Stadt auch ein eindrucksvolles Beispiel für die bildhafte Gestaltung einer Stadt des Mittelalters, in der das Motiv des Löwen wie ein übergroßer Talisman die Grenzen und Zugänge dieser Stadt bestimmte.

2 Position des Löwen von Worms

Bilder: Die „Alte Synagoge“ von der Gartenseite. Foto HOWI – Horsch, Willy, CC BY-SA 3.0 , Die Eherne Schlange, The Bronze Serpent (Num. 21:4-9)., Gustave Doré/ Der Löwe Judas auf dem Wappen Jerusalems, Foto Jüppsche/ 2 Position des Löwen von Worms, Simulation Stellarium, Karte Stadt Worms

Braunschweig und der Löwe

Der Braunschweiger Löwe (entstanden zwischen 1164 und 1176), Foto User:Brunswyk

Eine der Sage erzählt wie Heinrich der Löwe seinen Beinamen erhielt. Um den über ihn verhängten Bann zu lösen und sich mit Kaiser Barbarossa zu versöhnen, zog Heinrich ins heilige Land. Dort bestand er zahlreiche Kämpfe und dabei besiegte er auch einen örtlichen Herrscher. Zum Dank, dass er ihm das Leben schenkte, überreichte der be- siegte ihm einen Löwen. Das Tier wich Heinrich fortan nicht mehr von der Seite. Eines Tages hatte Heinrich aber eine Begegnung mit dem Teufel, der ihm anbot ihn rasch heimzutragen damit er nach der klangen Zeit im Heiligen Land seine Frau wiederzu- sehen konnte. Den Löwe als geforderten wollte ihm Heinrich aber nicht bezahlen und ersann eine List Um ein Haar hätte der Teufel gewonnen, doch das Brüllen des Löwen rette Heinrich davor, dem Teufel in Braunschweig den geforderten Preis bezahlen zu müssen. Deshalb erhielt er auch Beinamen der Löwe. In Braunschweig wollte man das Tier aber nicht ihn den Domlassen und deshalb hat das Heinrich treu ergebene Tier seine Krallen in die Kirchentür gehauen.

Herzog Heinrich der Löwe, Kartular des Klosters Weissenau, Autor unbekannt

Diese Sage beruht auf auf einem historisch belegten Ereignis, denn Heinrich der Löwe brach am 13. Januar 1172 zusammen mit einem Heer von 1500 Mann und mehreren Er- zbischöfen nach Jerusalem auf. Diese Wallfahrt, zu den mittlerweile wieder zurüc-eroberten heiligen Städten galt als eine Frömmigkeistleistung und der Sicherung seiner Nachkommenschaft. Nach diese Reise trug Heinrich fortan mit seinen Beinamen und machte ihn zu einem Gegenspieler des Stauferkaisers Barbarossas.der ihn auf dem Hoftag in Gelnhausen Ende März 1180 entmachtete. Mit dem Löwen griff Heinrich eine ab dem 12. Jahrhundert beliebtes Symbol auf. Schon zuvor war er Löwe in vielen Kulturen der Antike und Frühgeschichte ein Begleiter von Gottheiten wie Artemis, Kybele oder Dionysos. Auch der Kult der Kybele beruhte wieder auf Vorstellungen die babylon-ischen Kult der Innana ihren Ursprung hatten. In der antiken Kultur wurden Löwen als Wächter der Toten, wie auch als Beschützer von Altären, Palästen und Toren angesehen.

Das Löwentor, Foto Andreas Trepte

Wächterfiguren in Stein verkörperten diese Vorstellung und sollten dieser Symbolik ein- en bildhaften Ausdruck verliehen. Obwohl das Löwenmännchen hauptsächlich nachts auf die Jagd geht, galt er auf Grund seiner Dominanz dennoch als solares Symbol, Mit ihm werden auch Eigenschaften wie Macht, Würde, Autorität, Beherrschung, aber auch Gerechtigkeit und Weisheit verbunden. Gleichzeitig verkörpert der Löwe aber auch die Eigenschaft der ungezähmten Wildheit und Stärke. Im biblischen Kontext verkörpert er de Stamm juda as erster die Symbolik des Löwen der in der Folge auf David und dann auf hesis beitragen wurde. Diese Symbolik hat ihren Ursprung in der Genesis, wo der Stammvater Jakob von seinem Sohn Juda als einem Gur Aryeh , als einem jungen Löwen spricht.(Genesis 49,9 LUT). Im Kontext des biblischen Geschehens taucht der Löwe taucht  auch im letzten Ereignis, dem jüngsten Gericht auf. Dort öffnet er das 7. Buch mit dem dieses Gericht eröffnet wird und an dessen Ende die Himmlische Jerusalem entsteht. Der Evangelist Johannes schildert diese neue Stadt aus felsartigem Gold in der Gestalt eines Würfels. Jeweils drei Tore auf jeder Seite des Würfels, ermöglichten dann den Zugang zu dieser Stadt Nur die Zahl 12, in Gestalt von 12 Toren, übernahm Heinrich der Löwe aus diesem Konzept bei der Gründung seiner Stadt,

Sternbild Löwe in 2 Poitionen und die Burg

Sternbild Löwe, 2 von 3 Positionen die die Geometrie der Stadt bestimmten.

Doch der biblische Löwe lebte hier weiter. Er wurde ab dem 12. Jahrhundert zu einem äußerst beliebten Wappen und damit Markenzeichen christlicher Herrscher in Europa.Er bestimmte mit den 2 Positionen an St Blasisus, dem Stadtheiligen, und St. Martin die geometrisch bestimmenden Punkte der Burganlage. In 3 Positionen bestimmte er auch die wichtigsten Punkte der Stadtmauer, einschließlich ihrer Hauptzugänge.Damit wurde die Stadt Braunschweig, sinnbildlich zum Körper des Löwen, der seinen Bewohnern fortan Schutz garantieren sollte. Dieser Bedeutung des Sternbildes Leo Löwe folgte auch die Ausrichtung des berühmten, wohl im Jahr 1166 aufgestellten Löwendenkmals. Die Plastik, die eine Mischung aus Bracke und Löwe darstellt, ist nach Osten aufgerichtet, dort wo zu dieser Zeit der hellste Stern des Löwen aufging.

Bilder:Wikipedia/ Der Braunschweiger Löwe (entstanden zwischen 1164 und 1176)Foto User:Brunswyk, CC BY-SA 3.0 , Herzog Heinrich der Löwe, Kartular des Klosters Weissenau (um 1220), St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 321, S. 48, Autor unbekannt – Scan aus Buch Jörg Peltzer: Der Rang der Pfalzgrafen bei Rhein. Die Gestaltung, Wikipedia gemenfrei/ Das Löwentor, Foto Andreas Trepte , CC BY-SA 2.5 /Simulation, Karte Stadt Braunschweig Stellarium

LiDAR-Scans offenbaren größtes und ältestes Maya-Monument in Mexiko — grenzwissenschaft-aktuell.de

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Lesezeit: ca. 4 Minuten Tucson (USA) – Vom Boden aus ist heute nicht mehr zu erkennen, dass das Plateau von Tabasco in Mexico etwas Ungewöhnliches verbirgt. Dies ändert sich, wenn man aus der Luft mit den Laseraugen des LiDAR-Systems sprichwörtlich unter die Vegetation und Oberfläche blickt. Mit dieser Methode und Radiokarbondatierungen haben Archäologen hier nun…

über LiDAR-Scans offenbaren größtes und ältestes Maya-Monument in Mexiko — grenzwissenschaft-aktuell.de