Cerne Giant the OSL dates — Archaeology National Trust SW

In the end there were 5 Optically Stimulated Luminescence dates. Each from a different soil sample selected from stratigraphic layers. The following section drawings show the date ranges from the samples and a blue star marks the spot where that particular sample was taken. The highest sample was from a silty chalk layer between the […]

Cerne Giant the OSL dates — Archaeology National Trust SW

Dänische SAGA – Aarhus — FIGUREN UND GESCHICHTEN

In den letzten Jahren hat sich die schöne dänische Stadt Aarhus langsam zu einem Konkurrenten zu Kopenhagen gemausert. Heute hat Aarhus etwa einer viertel Million Einwohnern und ist die zweitgrößte Stadt in Dänemark. Neben einer kleinen HafenCity sind schöne Anlagen entstanden und die vielen Studenten sorgen für ein junges Stadtbild. Wikingerzeit Aarhus liegt an der […]

Dänische SAGA – Aarhus — FIGUREN UND GESCHICHTEN

Prag, Libusa und der Pflüger

Die Prager Burg von Südwesten, Foto Diliff

Nicht nur in de Antike gab es zahlreiche Legenden die die Gründung und Kultur einer Stadt oder eines Herrschergeschlechtes erklärten. Auch in den Sagen Böhmens findet sich eine Erzählung, in der sich Parallelen zu den alten Vorbildern finden lassen. Zwei Legenden, die Histoianslegende, wie auch die Chronica Boemorum berichten über die Entstehung des böhmischen Herrscherge-schlecht- es. So sollte die Wahrsagerein Libusa eines Tages die Nacholge ihres Vaters Krok werden. Er war Richter und zugleich auch Nachfahre des Čech, des legendären Stammvaters der Tschechn, der Urvater Cech. Libusas Stellung wurde aber von den Ältesten angezweifelt, worauf sie ihrem Volk den Verlust der Freiheit voraussagte. Um das Volk aber zu retten, willigte Libusa in eine Heirat ein, Auf ihren Rat hin zog eine Abordnung zu einem weisen Mann mit Namen Premysl. Die Abordnung traf ihn in der Nähe der heutigen Stadt Ústí nad Labem , wo er damit beschäftigt war, sein Feld mit zwei gescheckten Ochsen zu pflügen. Přemysl lud alle zu einem Essen ein und steckte anschließend eine Haselrute in die Erde. Während alle die Mahlzeit genossen, verdorrten aber zwei der Triebe. Dies be- trachtete Přemysl als Omen und erklärte dies so: Fortan sollte es immer nur einen Herrscher aus seinem Geschlecht geben. Nachdem das Mahl beendet war, packte er seine Bastschuhe ein, die ebenso ein Zeichen seines einfachen Lebens waren und begleitete die Abordnung zur Burg der Libusa, wo anschließend die Hochzeit stattfand.

Přemysl der Pflüger. Fresko in der Znaimer Katharinenrotunde, Anonym

Die Legende gibt es mehrere Varianten, wobei eine das Geschehen ins 7. Jahr- hundert verlegt. Sie erzählt auch, wie die Gründung der Prager Burg erfolgt sein soll. Eines Tages soll die hier Libusa, als Prinzessin beschrieben, zusammen mit ihrem Gatten auf einer Klippe an der Moldau gestanden sein. Dort soll die prophe- tisch begabte in einer Vision den Standort der neuen Stadt erblickt und daraufhin auf einen Hügel gedeutet haben. Dabei rief sie dann; `ich sehe eine große Stadt, deren Ruhm bis zu den Sternen reichen wird!´ Anschließend gab sie den Auftrag dort ein Schloss zu errichten, doch dort hatte gerade ein Mann begonnen die Schwelle zu einem neuen Haus zu errichten. Aus dem Grund nannte sie die neue Stadt nach dem Tschechischen Wort für Schwelle, Prahi. Im 9.Jahrhundert machte die Premyslid-Dynastie Prag dann tatsächlich zu ihrem offiziellen Sitz. Dort erwähnt die älteste Schrift für diesen Zeitraum die Gründung einer Marienkirche durch den ersten belegten belegten Přemyslidenfürsten Bořivoj.

Ludwig von Schwanthaler/Ferdinand von Miller: „Libuše“ (1851), Foto Leonce49

Der Ursprung des Namens der Libusa wird in der slawischen Sprache vermutet und mit ‚Liebling‘ oder ‚Liebe‘ gedeutet. Zu dieser Interpretation würde auch der bereits erwähnte Sonnenaufgang am 1.Mai passen, mit dem der Monat der liebenden beginnt. Auch der Name des Vater Krok verweist auf ein Symbol der Sehnsucht. Krok, der in manchen Varianten der Erzählung auch als Krokus bezeichnet wird, entspricht in dieser Form der uralten Kulturpflanze die im Orient den Safran liefert. Er ist Gewürz und Heilpflanze zugleich, zugleich gilt er aber auch als Symbol des Wohlstandes, Fruchtbarkeit und der Macht. Doch der zentrale östliche Teil des trapezförmigen Bergspornes war bereits lange vorher besiedelt und durch einen 4m breiten Graben abgetrennt. Legt man jedoch eine Mittellinie über diesen Berg- sporn wird ersichtlich, weshalb das Gelände nicht allein durch seine erhöhte Lage über der Moldau, sondern ebenso durch seine Ausrichtung von mytho-logischer Be deutung war.

Die Prager Burg und das Sternbild des Pflügers

So zielt die Mittellinie des Bergsporns heute auf den Sonnenaufgang am 30. April, der umgerechnet im 12./13.Jhd., dem Sonnen- auf gang am Georgstag entsprach. In Gegenrichtung war dann am Morgen des 1, Februar Arcturus, der hellste Stern des Boötes oder auch des Pflügers zu sehen, bis er im Licht der Sonne verblasste. Dies führt zurück zur Legende der Libusa, die einen Mann sah, der eine Schwelle Die Schwelle bedeutet Übergang, aber auch grenze. So kann im übertragenen Sinn auch das Datum des 1. Februar als Schwelle gedeutet werden, denn mit diesem Datum begann auch das neue Bauernjahr. Doch auch die poly- gonale Form der Burg deckte sich mit der Gestalt des verstirnten Pflügers, denn am Morgen des Lukastages war er so am himmel zu sehen und entsprach damit dem Grundriss der Burg. Neben seiner Rolle als wichtigste Evangelist. hat Lukas für Prag noch eine ganz besondere Bedeutung.In Santa Giustina in Padua hatten die Benedikt-inermönche fr die Reliquien des Lukas in einen Sarkophag gebaut und ihm dann eine eigen Kapelle errichtet Zahlreiche Pilger kamen dann nach Padua, um dort das Grab des Heiligen zu besuchen. Unter ihnen war auch Kaiser Karl IV., König von Böhmen. Für den Veitsdom in Prag, das zu dieser Zeit Hauptstadt des Kaiserreichs war, ließ  er sich den Schädel des Leichnams übergeben. Seitdem wird de Evangelist auch in Prag verehrt. Die Position des Pflügers erinnerte an dieses. für das Chrstentum wichtige Zeugnis des Evangelisten und den Ort seiner Reliquie.

 

Bilder: Wikipedia / Die Prager Burg von Südwesten, Prague_Panorama_-_Oct_2010, Foto Diliff , CC BY-SA 3.0 / Přemysl der Pflüger. Fresko in der Znaimer Katharinenrotunde , Anonymhttps://pf.ujep.cz/~velimskyt/Dejiny_umeni/Dejum07/rsc031a.jpg , gemeinfrei /Ludwig von Schwanthaler/Ferdinand von Miller: „Libuše“ (1851), Foto Leonce49 CC BY-SA 3.0 de – Prager Burg und Pflüger / stellarium, sunearthtools

 

 

Der Drachenkämpfer vom Drachenfels

Das Sonnenweib und der siebenhäuptige Drache, Dürer, 1408

Im 12. Kapitel der Offenbarung des Johanneso wird der letzte Teil der biblischen Heils-geschchte geschildert. Zum letzten Mal tritt hier das Böse in de Gestalt eines ge- flügelten. siebenhöpfigen Drachens auf, der die Jungfrau verfolgt. In der Erzählung wird sie auf der Mondsichel stehend geschildert, als der Erzengel Michael sie rettet und den Drrachen tötet. Damit wird bildlich vor Augen geführt, dass Gott am Ende doch den Sieg über das Böse erringen wird. Zugleich soll der Drachenkampf auch die Macht der neuen Glaubenslehre zeigen, die sich als stärker erweisen sollte, als der alte pagane Glaube. Die Metapher des Drachenkampfes, die in ähnlicher Form bereits die in griechischen oder asyrischen Mythen auftauchte, prägte in der Folgezeit mehrere Heiligenlegenden. Darunter sind die des heiligen Georg, die der Margarete von Antiochia, oder die des Marcellus von Paris. Das im Christentum beliebte Motiv des Kampfes gegen das Böse fand ebenso Nachahmer in zahlreichen literarischen Werken, wie der Niebelungensage.

Siegfried trinkt Fafners Blut, Arthur Rackham,1911

Trotz der ausschweifenden Erzählung überstrahlt der Drachenkampf die Saga. Sie beginnt damit, dass der junge Held Sieg­fried, der seine Jugend in Xan­ten ver­brachte, eines Tages den Hof seiner Eltern verlässt . Bevor er jedoch um die bur­gun­di­sche Prin­zes­sin Krim­hil­de wer­ben konnte, musste er aber noch einige Abenteuer bestehen. Sein bekanntes war aber die Tötung eines Drachens und sein anschließendes Bad iin dessen Blut, Dabei blieb ein winziger Makel zurück, denn ein Lindenblatt verhinderte dass das Drachenblut Siegfried vollkommen unverwundbar machte. Durch den Verrat Krimhilds erfuhr sein Widersacher Hagen von dieser einzigen Stelle seiner Verwund- barkeit und konnte ihn töten. In der Sage wurden nur wenige Orte exakter beschrieben und so war auch die Drachenhöhle bis in die Zeit der Romantik unbekannt. Erst die Rückbesinnung auf alte Sagenstoffe brachte den Drachenfels bei Königswinter Dank einer Volkssage üver einen einst dort lebenden Drachen mit dem Epos in Verbindung.

 Drachenfels, Ansicht von Bonn-Mehlem. F/ Dmitry Tonkonog and Ksenia Fedosova

Der Name des Ortes soll einst aus dem drot vorhanden Trachyt entstanden sein, das im Mittelalter bevorzugt zum Bau von Kirchenbau verwendet wurde. Bereits in Urkunden des 12. Jahrhunderts wurde der Berg mit seiner Burg als monte dracu, als Drachenberg bezeichnet. Die heutige Dachenhöhle ist aber ein künstlicher Hohlraum, der 1933, 50 Jahre nach Wagners Tod geschaffen wurde. Dort ist In dem dämmrig beleuchteten unterirdischen Weihe ein 13m langer Drache zu sehen, den der Architekt und Bildhauer Franz Josef Krings, Architekt nach dem Vorbild eines urzeitlichen Molchsauriers geschaffen hat. Doch Volkssage vom Drache auf dem Drachenfels scheint einen realen Hintergrund zu besitzen. denn die Geometrie der Burg deckt sich mit dem Sternbild des Bärenhüters und Lanzenträgers am Abend des Johannitages, dem Tag, an dem im frühen Mittelalter die Sommersonnenwende stattfand.

Drachfels, Boötes und der Drachenkampf am Johannitag

Der an dem Johannes dem Täufer gefeiert wurde, sollte auch die alten paganen Feiern verdrängen. Doch der Zeitpunkt, an dem die Sonnenbahn ihren Zenit erreicht passt auch zum Bild des Drachens, der für die Kräfte der Dunkelheit steht. Sie werden nun immer stärke, ehe 6 Monate später, mit der Wintersonnenwende, das Licht über die Dunkelheit siegt. Dieser Kampf gegen den Drachen war am Johannitag auch am Himmel zusehen, wo am Abend Boötes, der Lanzenträger, mit seinem hellsten Stern Arcturus bereits zu sehen war, In der Zeit bis zum Sonnenuntergang war seine Lanze auf den Drachen gerichtet, der selbst noch nicht sichtbar war. Der Sieg des Lanzen-trägers dauerte aber nur kurz, denn nach dem Untergang der Sonne wurde der Drache wieder sichtbar. in den paganen Mythen zur Sommersonnenwende und dem Beginn des Monates August wurde der Tod des Sonnenkönigs gefeiert, der dann zur Winter-sonnenwende neue geboren wurde. Dagegen steht der Johannitag für die Geburt des Täufers. In den Evangelien wird Johannes als halb verwllderter Asket geschildert, er am Jordan einen Kreis von Schülern versammelt hat. Er ist der letzte der langen Reihe großer Propheten des Alten Testaments, der das Kommen des Messias vorhersagt. Der Evangelist Johannes schildert dies auch mit den zum Tag der Sommersonnenwende passenden Worten “Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen (Joh 3,30) Doch 70 Tage später, am 29. August, wird auch seinem Tod gedacht. Der eignete sich laut biblischen Texten auf der Festung Machaerus nach einem Tanz der Salome. Sie forderte dann seine Enthauotung.

 

Bilder. Wikipedia/ Siegfried trinkt Fafners Blut ,Arthur Rackham ,1911, Buchillustration nach Wagners Ring des Nibelungen , gemeinfrei / Ruine Drachenfels, Ansicht von Bonn-Mehlem. F/ Dmitry Tonkonog and Ksenia Fedosova CC BY-SA 3.0 – Das Sonnenweib und der siebenhäuptige Drache, Dürer, 1408, eigen / Drachfels, Boötes und der Drachenkampf am Johannitag, stellarium, Burgenarchiv

Der Hirte der Habsburger

Jesus als guter Hirte, Fresko 3. Jhd`s, Calixtus-Katakombe, Rom , Foto Waffles9761

Das Bild des guten Hirten als Regent ist heute wieder höchst aktuell. Dabei gründet dieses Bild auf der frühen Weidewirtwirtscaft die noch heute als Pastrolalismus bezeichnet wird. Bereits im Alten Testament taucht das Motiv des Hirten in Gestalt des David auf, dessen Rolle im neuen Testament dann Christus fortführte. In frühen Dar- stellungen wird er in den Katakomben Roms meist mit einem Lamm auf seiner Schulter abgebildet. Bereits Apostel, wie Paulus übertrugen dieses Bild des Hirten dann auch auf Regierende, wie Bischöfe und Könige. So verband der Apostel Paulus einst das Amt des Bischofs in seinen Briefen mit dem des Hirtendienstes. Mit diesem Amt verbunden, sah Paulus das Leiten, Regieren und das Mahnen in einer Person vereint. Doch erst der historisch fassbare Kirchenlehrer Gregor der Große schuf im 6. Jahr- hundert die theoretische Grundlage für das geistliche und weltliche Pastorat. die Herrschaft des Hirten.

Gregor d. Große, Bild um 1500, Germanisches Nationalmuseum, Foto GNM-MA

Seine Schrift ist in 3 Teile gegliedert, wobei Gregor sämtliche Leitungspersonen wie Bischöfe und weltliche Herrscher in sein Konzept des Pastorates mit einbezieht Seiner Auffassung zufolge unterlagen diese Personen ganz besonders den Geboten Gottes und mussten diese, getreu ihrer Rolle als Hirte, auch befolgen. Diese Hirten sollten aber nicht durch gewaltsames Herrschen hervortun, sondern durch Mahnen ihre Herde zur Befolgung der Gebote auffordern. Sollte dieses Mahne aber nicht ausreichen, so befürwortete Gregor aber auch harte Strafen, damit die Untertanen die Autorität der Hirten respektierten. Parallel dazu entstand auch ein ähnliches Werk, die Regula Benedicti“, in der das Bild des Hirten einer väterlichen Rolle gleichgesetzt wird. Sie wurde vom ebenfalls im 6. Jhd. lebenden Benedikt von Nursia verfasst, der auch den gleichnamigen Orden gründete. Im Unterschied zu Gregor galten seine Anweisungen hauptsächlich den Mönchen. Benedikt sah den Abt als Vater gleich, der lehren und erziehen muss. Gleichzeitung muss er aber auch Uneinsichtige mit harter Hand bestrafen. In diese Rolle eines Mahners sah sich auch Alkuin, der Berater von Karl dem Großen. Er schrieb seine Mahnbriefe noch in der Zeite als Abt von St,Martin in Tours. Dabei verglich er seine Rolle mit den frühen Propheten, die wie er, Herrscher und Gemeindepriester ermahnten. Eine Dynastie, die ähnlich wie Karl der Große die Geschicke Europas bestimmte, warenauch die Habsburger, Ihre Geschichte begann im 11. Jhd. in einer kleinen Burg im Argau,

Südwestliche Seite der Habsburg. Foto Roland Zumbuehl

Ganz im Geiste des Pastorates sprachen sich die Habsburger Frömmigkeit, Freigebig- keit und Milde zu. All dies waren Eigenschaften, die als Teil der Imitatio Christi zum mittelalterlichen Herrscherideal gehörten. Ihr Stammsitz, die kleine Gipfelburg in der Nähe von Argau, wurde von Graf Radbot erbaut, der die Macht der Habsburger durch umfangreichen Zukauf von Ländereien rasch ausweiten konnte. Ihre tiefe Verbundenheit zum Glauben zeigten die Habsburger auch durch die Stiftung von Klöstern und die Gründung von Wallfahrtsorten. Gerade der Jungfrau Maria fühlten sich die Habsburger aber stets be- sonders treu verbunden und schrieben viele ihrer Siege ihrem Beistand zu. So trug auch Karl V. lange nach der Gründung der Stammburg noch stets das Bild der Maria, auf der Mondsichel stehend, auf seiner Rüstung. Wie die Heiligenverehrung des Mittelalters mit der Symbolik des Hirten verbunden werden konnte, zeigt auch die Habsburg. Ihre Geometrie entsprach der Sicht des himmlischen Hirten am Morgen des Michaelitages.

Die Habsburg und der Bärenhüter am Abend von Michaeli

Seit dem Wunder von Gargano hatet er sich zu einem Kämpfer gegen das Böse gewandelt und wurde so ab dem frühen Mittelalter zu einem Vorbild der Ritter, Er war das Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche und hatte den Titel: `Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives´ („Fürst der himmlischen Hee- scharen. Boötes in Gestalt des Hirten und Pflügers bietet nun auch eine Interpretation des Namens Habesburg, denn seine Symbolik verweist auf das lateinische Wort habere. Mit der Bedeutung glauben, wissen und beherrschen, drückt die auch wesent- liche Aspekte des Bärenhüters aus: Boötes als Sinnbild des Hirten – der den Glaube ver- breitet und Boötes als Sinnbild des ersten Pflügers – der das Wissen als Kulurbringer verbreitet udf ebenso Bötes als Wächter des Nordens – der herrscht über den Raum und die Zeit und steht damit sinnbildlich für das zukünftige Herrscher- geschlecht.

Bilder: Wikipedia / Jesus als guter Hirte, Fresko des 3. Jahrhunderts in der Calixtus-Katakombe, Rom , Foto Waffles9761 , gemeinfrei / Teil einer Votivtafel mit 16 Legendenszenen und Heiligen, Gregor d. Große, Franken, um 1500, Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg.…, Foto GNM-MA ,CC BY-SA 4.0 / Südwestliche Seite der Habsburg. Foto Roland Zumbuehl , CC BY-SA 3.0 / Habsburg und der Bärenhüter am Abend von Michaeli / stellarium

Dänische SAGA / Trelleborg — FIGUREN UND GESCHICHTEN

Und weiter geht die Rundreise durch Dänemark, immer auf den Spuren der Wikinger und der dänische SAGA. In diesem Bericht geht es um das dänische Trelleborg, nicht zu verwechseln mit dem schwedischen Trelleborg, das so mancher als Fährhafen und Ausgangspunkt seiner Schwedenreise kennen könnte. Wie schon im letzten Bericht über das königliche Jelling kurz angerissen, […]

Dänische SAGA / Trelleborg — FIGUREN UND GESCHICHTEN

Die Lyra und das Gjellestad Schiff

Sternbild Lyra, Herkules und nordliche Krone, Himmelsatlas von Alexander Jamieson, London 1822

Zu den Sternen, die zur Navigation auf hoher See angepeilt werden können, zählt auch das relativ unscheinbare Sternbild der Leier. Verlängert man eine Seite des Parallelo-gramms der Leier bis zur Vega, dem dritt hellsten Stern am Nordhimmel, so beträgt die Linie bis zum Polarstern den 7-fache Abstand Für die Hochseefahrten der Wikinger war diese stellare Navigation unverzichtbar. Sie wird heute noch in nautischen Handbüchern als Hilfe bei Notfällen geschildert.

Navigation mit Stern Wega, Grafik:https://ueberlebenskunst.at/blog

Doch die Leier und ihr Stern Vega hatten auch eine große Bedeutung innerhalb der Mythologie im Norden, wie im Süden. So war die Lyra doch jenes Instrument, das den besten Sänger Orpheus berühmt machte. Dessen Geburtsort lag gemäß den ältesten Überlieferungen im Heiligtum der Aphrodite in Dion, einem Ort nahe der nordgriechisch- en Stadt Pimpleia Dort soll sich nach dem Tod des Orpheus auch eine wundersame Erscheinung zugetragen haben. Die Legende beichtet, dass er nach dem Tod seiner Geliebten Eurydike allen Frauen entsagte. Sie verstarb nach einem Schlangenbiss und als sie danach in den Hades gelangte versuchte Orpheus den Gott der Unterwelt durch sein Lyraspiel zu bewegen, seine Geliebte mit ihm gehen zu lassen. Hades gewährte ihm den Wunsch unter der Auflage, dass er sich beim Aufstieg nicht nach Eurydike umsehen darf. Als Orpheus aber die Schritte seiner Geliebten nicht mehr hörte, verstieß er gegen die Auflage und Eurydike verschwand wieder im Hades. Die Entsagung des Orpheus verärgerte die Anhängerinnen des Dionysos-Pankultes, so sehr, dass sie beschlossen, den Sänger zu ermorden.

Orpheus mit Lyra Mosaik aus Arae Flaviae (Dominikanermuseum Rottweil), Foto Agnete,

Als die Mörderinnen daraufhin in einem Fluss ihre Hände waschen wollten, verweigerte der dies und versiegte. Später soll der Fluss dann bei dem Ort Dion wieder ans Tag- eslicht gekommen und  durch das Heiligtum geflossen sein. Doch bereits der Vater des Orpheus, der Flußgott Oiagros, weist auf die Verbindung des Sängers zum Wasser hin. Wie der Sänger, so ist aber auch sein Instrument göttlicher Herkunft, denn er erhielt es vom Licht- und Heilgott Apollon geschenkt. Selbst Löwen sollen Orpheus zu Füßen gelegen sein, als sein Gesang zum Spiel der Lyra zu hören war. Zum Dank für seine Leistungen wurde dann von Zeus die Lyra als Sternbild an den Himmel versetzt Frühchristliche Kirchenlehrer, wie Eusebius von Caesarea, sahen in dem Sänger einen „poeta theologus“ und damit auch eine Präfiguration von Christus. Seinen Abstieg in die Unterwelt verglichen sie mit der im Neuen Testament beschriebenen Höllenfahrt von Christus nach dessen Kreuzigung. Mit der Lyra und dem Navigationsstern Vega kann aber auch das Schiffsgrab in Nydby in Verbindung gebracht werden.

Johann Gehrts (1855-1921), Wikinger Bestattung, gemeinfrei

Über eine dieser Formen der Bestattung in der Kultur der Wikinger gibt es zahlreiche Überlieferungen, unter denen sich auch die des Arabers Ahmad Ibn Fadlān aus den Jahren 971/972 befinden. Der Reisende schildert in seinen Berichten das Begräbnis eines Schiffsführers der Rus, einem in Osteuropa siedelnden Volkes, das seine Wurzeln in der Kultur der Wikinger hatte. Bei dem Begräbnis wurde der Schiffsführer mit seinem Schiff, den Waren und einer rituell getöteten Sklavin bestattet. Dieses Ritual der Schiffs-bestattung wurde auch in zahlreichen nordischen Liedern und Epen beschrieben. In diesen wird auch ein Begräbnis in Unnr geschildert, wo die Tote nach einem Mahl in ein Schiff gelegt wurde das von einem Hügel bedeckt war. Eines der größten, bislang bekannten Schiffsgräber, entdeckte das Norwegian Institute for Cultural Heritage Research (NIKU) bei einer geophysikaliscen Untersuchung in der Nähe von Oslo. Dieser Fund wurde 2018 unter dem Namen Gjellestad Schiff bekannt. Das Grab ist aber nicht isoliert errichtet worden, sondern ist von mindestens 8 weiteren umgeben. Mit ein- er Abweichung von 6° vom Meridian wies die Keillinie des Schiffes im 9. Jhd. auf die erste Sicht des Sternes Vega am 5. März. dem Tag, an dem , der im römischen Reich  doe Göttin Isis gefeiert wude.

Der Tag verweist auch das Fest Ploiaphesia, am dem im römischen Reich traditionell die Ausfahrt des Schiffes der Isis gefeiert wurde. Dieses Fest beschreibt der antike Schriftstellers Apuleius auch ausführlich in seinen im 2.Jhd. BC entstandenen Meta- morphosen. An diesem Tag, der Göttin Isis gedacht, die bereits in Griechenland die Schutzgöttin der Seefahrt war. Und deren jährlicher Auftakt wurde mit diesem Fest gefeiert. Apuleius beschreibt das Ritual, so wie es sich im Isisheiligtum von Kenchreai, einem der Häfen in Korinth zugetragen hatte. Dort zog die Bevölkerung dann in einer Prozession zum Hafen, angeführt von Priesterinnen, die Lampen, dem Symbol der Iisis trugen. Zahlreiche Opfergaben wurden bei dieser Prozession mitgeführt, die in einem eigens dafür gebauten und Schiff niedergelegt wurden. An Ende des Rituals wurden dann dessen Segel gesetzt und das Schiff trieb mit den Wünschen für eine glückliche Seefahrt auf das offene Meer hinaus, Damit bietet das Gjellestad Schiff ein komplexes Bild von Vorstellungen, die den Tag der Göttin der Wiedergeburt ebenso einschließen, wie den Weg des Orpheus aus der Unterwelt zurück an das Tageslicht.

Bilder: Wikioedia/ Sternbild Lyra, Herkules und nordliche Krone, Himmelsatlas von Alexander Jamieson, London 1822 /Orpheus mit Lyra , Mosaik aus Arae Flaviae (Dominikanermuseum Rottweil), Foto Agnete, gemeinfrei / Johann Gehrts (1855-1921), Wikinger Bestattung, gemeinfrei, Paul Gerhardt Heims: Seespuk: Aberglauben, Märchen, und Schnurren in Seemannskreisen. Leipzig 1888/ Navigation mit Stern Wega, Grafik:https://ueberlebenskunst.at/blog / Vega und das Gjellestad Schiff , Museum of Cultural History, Oslo, stellarium

Der Löwe des Tempelberges

Felsendom und Kettendom, Foto Ralf Roletschek

Die Jahrtausende alte Symbolik des Löwen prägt auch das Plateau des Tempelberges und erscheint hier als Bindeglied der 3 Religionen. Für alle ist der Tempelberg von großer Bedeutung, da such den Erzählungen zufolge, hier wichtige Ereignisse zuge- tragen haben. Damit steht das Herrschaftszeichen und solare Symbol für zahlreiche Gemeinsamkeiten der 3 Religionen, die auf einen gemeinsamen Stammbaum einer Grundidee mit all den daraus entsprungenen Erzählungen hinweisen. Wie in den bib- lischen Texten, so wird auch im Koran die Sonne häufig erwähnt. Sowohl als Him- melskörper, aber auch in gleichnishaften Bildern taucht sie dort auf. Bereits bei den Erzählungen zum Stammvater der Völker, Abraham, taucht die Sonne auf, Hier erzählt Abraham von seiner Erkenntnis, dass die Sonne selbst ein Geschöpf ist und es somit ein Fehler sei, sie als göttliche Macht anzubieten. Diese Natursicht entsprechend, wird im Koran auch von der Möglichkeit erzählt, die Sonne zur Vermessung und Wegebe-rechnung zu nutzen. Wie bei anderen Religion überwiegt in den Texten des Korans aber die symbolische Bedeutung der Sonne, Sie steht hier bildhaft für das Licht, das der Prophet Muhammad im Namen Allahs ausstrahlt.

Timuridische Darstellung Mohammeds; aus dem Miradschname, 1436, Herat.

Auch das reflektierte Licht des mondes dient als Metapher. denn wie das Licht der Sonne vom Mond reflektiert wird, so wird das Licht des Propheten vom Imam Ali zurück-gestrahlt. Ein letztes Mal tritt die Sonne in den Erzählungen dann als Ankündiger auf, wenn die Wiederkunft des Imam Mahdis unmittelbar bevorsteht. An diesem Tag soll sie aber nicht im Osten, sondern im Westen aufgehen. Nahezu mittig auf dem Plateau des Tempelberges steht heute der Ende des 7. Jahrhunderts errichtete Felsendom. Er wurde dort auf einem Felsen errichtet, wo nach Islamischer Überlieferung der Prophet auf seinem Pferd in den Himmel getragen worden sein soll. Auch die Israeliten sahen diese Stelle als einen heiligen Ort an, denn hier wird auch der Brandopferalter Abrahams vermutet. Auf dem soll der Stammvater der Völker, gemäß den biblischen Erzählungen Abraham, seinen Sohn Isaak als Beweis seiner Gläubigkeit Gott zum Opfer dargeboten haben.Nach diesen Überlieferungen soll Gott selbst den Ort ausgewählt und ihn dann als seinen Wohnort auf Erden bestimmt haben.

Fels im Innern des Felsendoms, Foto Earthsound

Dieser Bestimmung folgend, soll auch König Salomo hier seinen Tempel erbaut haben, der dann von ihm zum Mittelpunkt der jüdischen Religion erklärt wurde. Der oktogonale Baukörper des Felsendomes ist im Innern durch einen Säulenumgang gegliedert, der den Zentralraum einschließt. In ihm befindet sich auch der Fels liegt, über dem der Tambour mit der Goldenen Kuppel liegt. Die Anlage hat vier Eingänge, die den jeweil- igen Himmelsrichtungen entsprechen. Mit der Form des Oktogons wurde hier auch eine Bauform aufgenommen, die bereits bei der um 540 entstanden Kirche San Vitale in Ravenna verwirklicht wurde. Mit seiner Ausführung zählt der Felsendom zu den Meisterwerken des Umayyadenstils. Dies war der Baustil eines arabischen Stammes aus der Region Mekkas, aus dem auch der Prophet Mohammed stammte. Auf dem Plateau, das einst Herodes der Große errichten ließ, verbindet nun der himmlische Löwe alle Stätten dre 3 Relgionen. So wird durch ihn auch der Name des  Golden Tores oder auch Schönes Tor genannt, erklärt. In der Lage, wie sie der Sicht um den 23. April entsprach, liegt dann sein Hauptstern Rgulus, der kleine König, auf diesem Tor.

Goldenes Tor 2018 von außen, Foto Fallane

Damit verweist hier die Farbe Gold, wie bei der Kuppel ds Felsendmes, auch auf die solare Symbolik des Löwen. Nach neueren Unterschungen stammt dieses Tor aus frühislamischer Zeit,. Es wurde als umayyadische Doppeltoranlage errichtet und stammt damit aus einer ähnlichen Epoche wie der Felsendom. Mit dem Beginn der Kreuzzüge gewann das Tor eine ganz andere Bedeutung, denn nach den Erzählungen soll hier Jesus auf einem Esel in die Stadt geritten sein. Deshalb wurde es in der Zeit der Kreuzfahrer auch nur zu den jährlichen Palmsonntagsprozessionen geöffnet. Deshalb befand sich vor dem Tor einst ein Friedhof, der aber nach de Rückeroberung durch den Islam aufgelöst wurde. Das Tor wurde dann dauerhaft geschlossen, doch christliche Reisende konnten aber weiterhin wundersame Fragmente des Tores bei muslimischen Händlern kaufen.

Tempel des Herodes, Asher S. Kaufman / Sicht des Löwe am Abend des 23. April (Jupiterfest Rom, Georgstag kath. Kirche…..)

Mit seiner Lage verbindet nun der Kopf des Löwen die Stätten der beiden großen Relig-ionen. Er ist das Zentrum des Löwen, der für Aspekte wie Beständigkeit, Leben, Macht, Würde, Vollendung, Eintritt und Übergang steht. So stehen die beiden Sterne Eta und Gamma Leonis, der die Mähne des Löwen verkörpert auch für unerschüttelichen Mut. Das dieser von Dauer sein soll, zeigt beide Sterne bei dieser Lage des Löwen, in dem sie die Ostwestrichtung vor dem Ausgängen des Felsedoms markieren. Ebenfalls Auch in symbolisch richtig liegt dann Epsilon Leonis, der im Arabischen Ras Elased Australis, der Kopf des Löwen bedeutet. Hier markiert er die Mittelachse des Herodanischen Tempels, direkt am Zugang. Mit diesem Stern verweist Damit verbindet hier die Symbolik des Löwen alle drei Religionen, und verweist nicht auf ihren gemeinsamen Ursprung, sondern wohl auch auf das Verständnis islamischer Astronomiekunde, die die Eurpäer im Laufe es 10.Jhd`s mit Begeisterterung aufnahmen Es wäre also ein Gebot der Stunde, im Löwen diese Gemeinsamkeit wieder zu erkennen.

Bilder: Wikipedia / Felsendom und Kettendom, Foto Ralf Roletschek , GFDL 1.2 / Timuridische Darstellung Mohammeds; aus dem Miradschname, 1436, Herat. Das Werk befindet sich in der Sammlung der Bibliothèque nationale in Paris.…, Autor unbekannt – „Mi‘rajnama: The Book of the Prophet Muhammads Ascension“ / Fels im Innern des Felsendoms, Foto Earthsound , gemeinfrei / Goldenes Tor 2018 von außen, Foto Fallane,, CC BY-SA 4.0 – Tempel des Herodes, Asher S. Kaufman / Sicht des Löwe am Abend des 23. April (Jupiterfest Rom)