Die Roßtrappe und der Riese

rosstrappe2Der Sprung der Jungfrau zur Roßtrappe

Die Roßtrappe ist ein steil aufragender Granitfels am östlichen Rand des Harzgebrges, unweit der Stadt Quedlinburg. Auf dem Granitmassiv findet man eine birnenförmige Vertiefung mit ca. 70cm Länge und 55cm Breite. Eine Deutung dieser Löcher hat Dietrich . Schnemann erstmals 1989 veröffentlicht. Er glaubte, im Gegensatz zu Geologen, dass die vier Löcher von Menschenhand geschaffen wurden. Er sah sie nicht als Behälter zum auffangen von Flüssigkeiten wie Wasser, sondern in ihrer geometrischen Anordnung als Subkonstruktion für das Befestigen eines Kultgegenstandes wie einen Bronzekessel. Vergleichbare Beispiele sind aus dem griechischen Kulturkreis überliefert. So saß die weissagende Pythea im Apollon-Tempel zu Delphi auf einem Dreibein, nahe bei ihr stand ein dreibeiniger Kessel auf einem Quader mit umlaufender Abflussrinne. Diese These würde für einen auf der Roßtrappe gelegenen Kultort sprechen. Ebenfalls für diese Vermutung spricht auch die Lage des in Gommern gefundenen, reich ausgestatteten Fürstengrabes. Wie alle Fürstengräber hatte auch dies von Gommern klare Bezüge die sich am Lauf der Sonne orientierten. In diesem Fall ist es die Linie des Sonnenunter-ganges zur Wintersonnenwende, die hier von Gommern aus gesehen über der Roßtrappe erfolgt. Dennoch spricht die Verteilung der Löcher nicht unbedingt für einen Besfestig- ungszweck, eher für ein Bild mit symbolischem Bedeutung. Dagegen hat die alte Volks- sage vom Riesen Bodo längst eine Erklärung für die Vertiefungen.

hufabdruck`Hufabdruck ´auf der Roßtrappe

Sie berichtet von einem Geschlecht gewaltiger Riesen die einst im Harz lebten. Einer von ihnen namens Bodo begehrte die schöne Königstochter Brunhilde. Diese wies ihn jedoch ab. Doch eines Tages war der Riese wieder im Wald unterwegs und traf dort auf Brunhilde, die auf ihrem Pferd ausritt. Jetzt wollte der Riese die Prinzessin in seine Gewalt bringen und jagte die fliehende kreuz und quer durch das Gebirge. Bodo hatte sie bereits fast eingeholt, als sich vor ihr eine tiefe Schlucht auftat. Geistesgegenwärtig gab die Königstochter ihrem Pferd die Sporen und sprang mit ihm über das Tal auf den gegenüberliegenden Felsen. Dort hinterließ der Aufprall des Pferdehufes einen tiefen Abdruck im Gestein. Lediglich die schwere goldene Krone verlor die Prinzessin bei ihrem waghalsigen Sprung. Aber erst viel später wurde diesem Ereignis gedacht und der Fels erhielt dann den Namen `Roßtrappe´. Dort kann heute der Hufeisenabdruck bestaunt werden kann. Der Riese jedoch stürzte ins Tal und wurde dabei in einen schwarzen Hund verwandelt, wo er noch heute die Krone der Prinzessin bewacht.

rosstrappemasivDas Roßtrappemassiv

Fälschlicherweise wird der Name Bodo oft auf das althochdeutsche Wort botio, der Bote zurückgeführt. Doch hier leitet sich der Name des Riesen vom sächsischen bodo, der Gebieter ab. Dieses Wort führt zu Ludwig Uhlands Abhandlung `Über Alte Hoch- und Niederdeutsche Volkslieder. Eine Passage widmete darin den mittelalterlichen Sagen vom Ritter der gegen Riesen kämpft und dessen Kopf samt dem verfolgten  Eber seinem Gebieter bringt. Dabei schlägt Uhland die Brücke zu Orion, der in altsächsischen Glossen meist Eburdrung oder Eburdring genannt wird. Sprachlich bereinigt, sieht Uhland hier eine Wortverwandtschaft zwischen dem Eburdring und dem Land Thüringen, also dem Land des Waldriesen. Die Geschichte beschreibt Orion als den Idealtyp des großen Jägers. Außer der Jagd interessiert er sich aber ebenso für schöne Frauen und stellte ihnen nach, ohne sie jedoch je zu erreichen. Trotzdem erregte er durch seine Macht und Schönheit die Liebe mancher himmlischer Göttin. Diese Eigenschaften scheinen auch im Riesen Bode wieder durch. Tatsächlich lässt sich jene Verfolgungsjagd, bei der er so jämmerlich stürzte, am Himmel rekonstruieren.

rosstrappe-jungfrauDie nächtliche Jagd des Riesen zur Roßtrappe

Vom Lauf der Bode aus betrachtet, sieht man heute weiter nach Süden verschoben, diese Jagd in Gestalt des Sternbildes Jungfrau und des verfolgenden Orion. Noch im 16. Jahr- hundert passte die Szene ideal zur Landschaft. Passend zum Landschaftsname Gerolds-klippen, war Orion während des Frühlingsäquinoktiums von der Bode bei Quedlinburg aus, zum ersten Mal vollständig sichtbar. Er verfolgte während der Nacht die Jungfrau, deren Stern Spica am Morgen über der Roßtrappe verblasste. Diese nächtliche Jagd war dann bis um den  5. April, dem Lostag St.Vinzenz zu sehen. Dann verblasste Orion endgültig über der Bodeschlucht und schien zumindest optisch, dort abzustürzen. Ähnlich erging es ihm auch in den Tagen zuvor, denn über der Schlucht begann Orion sich langsam dem Horizont zuzuneigen und so sah es für den Beobachter aus, als hätte er bei seiner himmlischen Jagd das Gleichgewicht verloren. Auch der schwarze Hund aus der Legende passt zu ihm. Wurden hier doch Elemente der ägyptischen Isismythologie mit einge-woben, wo Orion/Osiris der Herrscher des Totenreiches war, der einst den hundeköpfigen Anubis beerbte.

Bilder: Hufabdruck, http://www.harzlife.de/sagen/rosstrappe.html / Wikipedia / Das Roß- trappemassiv, Michael Wolf -/ Simulation, Stellarium

 

Sagenhafte Orte – Burg Württemberg

burg-wuerttemberg-1819Burg Württemberg vor 1819,  Franz Xaver Odo Müller

In Ludwig Bechsteins 1853 erschienenen Deutschem Sagenbuch ist die Sage `Der Wirt am Berg´ verzeichnet. Sie berichtet über Entstehung der Burg Württemberg und wurde auch durch die Hoffnung auf den wiederkehrenden Friedenskaiser Barbarossa inspiriert.

barbarossa-auf-dem-thronKaiser Friedrich Barbarossa mit Bügelkrone, Reichsapfel und Szepter zwischen seinen Söhnen Heinrich VI. und Friedrich von Schwaben.

Barbarossa, so die Erzählung hatte seine Tochter einst an einen Dienstmann verloren der mit ihr floh. Als der Kaiser weiter zog, baute der mit ihr eine Wirtschaft Fuß des Rohten-berges. Nach Jahren der Abwesenheit kehrte der Kaiser wieder einmal dorthin zurück und erkannte seine Tochter nicht mehr. Obwohl der das Herz beim Wiedersehen bebte,  hielt sie sich unerkannt. Sie bereitete dem Kaiser seine Lieblingsspeise, denn niemand verstand sich besser darauf als sie. Als der Kaiser sie endlich erkannte, fielen ihm beide flehend vor die Füße auf dass er ihnen verzeihe. Der Kaiser, so die Erzählung war froh dass er die Tochter am Leben fand und verzieh beiden. Er erhob seinen Schwiegersohn zu einem hohen Grafen. Als Geschenk erhielt er von ihm den Rothenberg mit der Auflage den Namen Wirt am Berg weiter fortführen. Dies erfüllte der Wirt am Berg und baute später auf den Berggipfel eine stattliche Burg, die dann die Stammburg des Geschlechtes der Württembergischen Grafen wurde.

Siegel Ulrich I.Siegel Graf Ulrichs I. von Württemberg, um 1259

Doch der Name der Stammburg der württembergischen Grafen änderte sich im Laufe ihrer Geschichte. So wurde sie auch Wirdeberch, Werdenberc oder auch Wirtinsberk genannt. Erst mit der Erhebung zum Königreich Württemberg durch Napoleon I. wurde dann Württemberg zur offiziellen Landesbezeichnung. Dreimal wurde die Burg nach Zer- störungen wieder aufgebaut, bis sie schließlich zu einer Ruine verfallen in der Regierungszeit von Wilhelm I. 1819 abgetragen wurde. Den ursprünglichen Namen den der Berg heute wieder trägt bestimmte die Farbe rot. Rot symbolisierte schon immer die Kraft des Blutes, aber die Farbe steht auch als Sinnbild für das Feuer und die damit verbundene Energie. Der Begriff schwingt auch beim Wort Wirt mit, der im Mittelhoch- deutschen neben gastfreundlich auch gebieterisch bedeutet. Trotzdem halten Sprach- forscher auch eine Entstehung des Namens aus der römisch-keltischen Bezeichnung wirodunum denkbar. Dabei stände  wiro für das keltische Wort viro, der Mann und dunum für die Festung. Heute steht die 1820 errichtete Grabkapelle an Stelle der einstigen Burg auf dem Rotenberg.

Rotenberg 2Rotenberg. Grabkapelle

Doch eine nähere Betrachtung zeigt, dass beim Rotenberg noch zwei weitere Berge liegen, deren Hochpunkte ein gleichseitiges Dreieck bilden. Ihre Namen erinnern an die alten Besitzverhältnisse, als die Weinberghöhen noch im Besitz der Klöster Zwiefalten, Würzburg und Hirsau waren. Der westlich liegende Mönchsberg, der den Namen der einstigen Mönche weiterträgt, ist allerdings rund 50m niederer als der berühmtere Rotenberg. Nicht nur seine Höhe, auch die Lage machte den Rotenberg wohl bereits in früheren Zeiten zu einem bedeuteten Ort. Eine Erklärung dafür bietet das weiter nord- westliche gelegene Anhöhe Altenburg beim früheren Römerkastell. Das über dem Neckarufer errichtete Kastell lag damals an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Wurde es ähnlich wie andere Kastelle, auf ehemals keltischen Siedlungsflächen errichtet, zeigt sich hier eine Beziehung zum Rotenberg. So ist vom Standort Altenburg  der Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende über dem Rotenberg aus zu beobachten. Ein weiterer Sonnenbezugspunkt gibt des auf dem Kahlenberg, der heutigen Parkfläche des Rosensteinschlosses, denn von dort aus ist der Sonnenaufgang in der Zeit um den 1. Februar zu sehen.

rotenberg-karte-03Das Rotenberg – Dreieck

Auf der Linie Mönchsberg, Rotenberg lässt sich aber noch ein weiteres bemerkenswertes Datum an die Sage vom Wirt am Berg denken, der Sonnenaufgang am 23. April. An diesem Tag wurde in römischer Zeit das erste große Fest zu Ehren des obersten Gottes Jupiter gefeiert, die Vinalia Priora. An diesem Tag, der während er Christianisierung zum Georgstag wurde, brachte man vom neuen Wein ein Trankkopfer dar. Dabei wurde Wein über einem geweihten Objekt vergossen. Der Wein war über Jahrhunderte hinweg das typische Produkt der Landschaft um den Rotenberg, denn dort besteht der Boden überwiegend Muschelkalk und Keuper. Ein mildes Klima, sowie ausreichend Nieder- schläge bieten hier ideale Voraussetzungen für den Anbau anspruchsvoller Rebsorten. Dies hatten bereits die Römer erkannt die hier entlang des Neckars die ersten Weinstöcke pflanzten. Nicht nur das Trankopfer, auch die Farbe Rot verweist auf den höchsten Gott der Römer, dessen Statuen meist in rötlichem Ton hergestellt wurden.

altenburg01Rotenberg und die Altenburg in Bad Cannstatt

In der Sage vom Wirt am Berg, die schon im Mittelalter rätselhaft erschien, scheint auch das mittelhochdeutsche Wort `wirtel´ durch, das sich aus dem lateinischen `vetere´, wenden oder umkehren entwickelte. Von der Altenurg aus gut sichtbar, wird der Rotenberg zur Wintersonnenwende dieser Eigenschaft durchaus gerecht, denn mit dem Sonnenauf- gang an diesem Tag wendet sich  die Bahn der Sonne wieder. Sie steigt wieder an, ihrem Zenit entgegen, ein Bild in dem sich auch das aufsteigende Geschlecht der Württem- berger sicher identifizieren konnte. Der Rotenberg an der Spitze des Rotenberg – Dreieckes war also ein wichtiger Peilpunkt, doch der könnte weitaus älter sein, als dies die Sage vermuten lässt..

Bilder: Wikipedia, Burg Württemberg vor 1819. Franz Xaver Odo Müller aus: Robert Uhland `900 Jahre Haus Württemberg´/ Der thronende Kaiser Friedrich Barbarossa mit Bügelkrone, Reichsapfel und Szepter zwischen seinen Söhnen Heinrich VI., der bereits die Königskrone trägt (links), und Friedrich von Schwaben Miniatur aus der Historia Welforum. Fulda, Hessische Landesbibliothek / Siegel Graf Ulrichs I. von Württemberg, um 1259 / Simulation, Sunearthtools.

Sagenhafte Orte – Rottenburg und der Hexenberg

blick-zum-heubergBlick zum Heuberg

Der sagenumwobene Berg liegt nordwestlich von Rottenburg, an der nach Bondorf führenden Landestraße. Bereits 1507 schrieb der Historiker Martin Plansch in seinem in Latein verfasstem `episculum de sagis maleficis´, dass die Hexen zum mons foenis, vom Volke `Heuberg´ genannt, ziehen, wo sie unter Tänzen und fröhlichem Gelage feierten. Auch in den 1881 erschienen Sagenband `Volkstümliches aus Schwaben´ gibt es eine Erzählung die von dem Heuberger Hexenweib Sybille handelt die in dem Berg haust. Klein und untersetzt wird sie hier geschildert, mit winzigen Füßen und einem großen, kugelrunden Kopf. Wie die Sage berichtet, war der Turm auf dem Heuberg, den es schon zu römischen Zeiten gegeben haben soll, seit jeher Sammelplatz aller Hexen aus nah und fern. So sollen sie in Vollmondnächten auf ihren Ofengabeln dorthin geritten sein, wo sie mit Tänzen ein fröhliches Gelage feierten. Zahlreiche Flurnamen in Rottenburg, wie das Hexengässle, oder der Hexenturm verweisen noch auf die Zeit des Wunder- und Aberglaubens. Doch bei näherer Betrachtung erscheinen auch hier die Vorstellungen von zaubermächtigen Wesen vor einem realen Hintergrund.

heuberg-rottenburgAusrichtung des Heuberges

heuberg-rottenburg-2Wichtige Bezugspunkte: Heuberg, Achalm und der Schlossberg bei Nagold

Der längliche Berg weist in südöstliche Richtung auf einen Sonnenaufgangspunkt um den 22. Februar hin. In der katholischen Kirche wird an diesen auch wichtigen Lostag der Fest Kathedra Petri gefeiert. Das Fest überformte wohl ein römisches Aussöhnungsfest mit den Verstorben, wie auch ein germanisches Fest, das 8 Wochen nach der Winter-sonnen-wende gefeiert wurde.In Westfalen existiert an diesem Tag noch der Brauch des Sup Peiters der sich auf eine Zusammenkunft der Ureinwohner zurückführen lässt. Acht Wochen nach der Wintersonnenwende wurde am 22. Februar, mit dem Wotans- bzw. Odhinstag, das Ende des Winters gefeiert. Aus diesem Anlass zündete man ein großes Feuer an und hielt das `kleines Thing´ ab. Auf dem Thing wurde der Anführer für das kommende Jahr gewählt. Ebenso wurden bei diesem Termin kleinere Vergehen durch ein unteres Gericht geahndet.

kathdrapetri-petersdomKathedra Petri, Relique im Petrersdom, Bernini

Wotan, der Gott der Weisheit und der Schlachten, konnte sich auch gelegentlich in einen Raben verwandeln. Zudem wurde er auch von seinen beiden Gefährten, den Raben Munin und Kunin begleitet. Die schickte er jeden Tag aus um zu erfahren, was in der Welt Wichtiges geschah. Während Raben bei den Germanen noch als heilige Vögel galten veränderte sich deren Bild im Zuge der Christianisierung. Ihr Auftauchen galt bald als Vorbote von Tod, Unheil und Pestilenz. In dieser Zeit wurde die Welt der Tiere in zwei Gruppen eingeteilt: In die für den Menschen nützliche Kreaturen und die, die ihm schadeten. So zählte Rabenvögel rasch zu den Schädlingen und galten im Mittelalter als Begleiter von Hexen. Der um sich greifende Hexenglaube ging so weit, dass eine Frau schon als Hexe verteufelt wurde, wenn ihr eine Krähe zu nahe gekommen war. Noch gefährlicher wurde die Elster betrachtet, denn sie galt als verwandelte Hexe. Zur Abwehr der in der Vorstellung allgegenwärtigen Hexen half gemäß den einschlägigen Ratschlägen nur ein Mittel: tote Elstern oder Krähen an die Haustür genagelt, sollte sie von den Wohn- häusern fernhalten. Wohl nicht nur das Wissen um die alten Zusammenhänge beeinflussten hier die Vorstellung von Hexentreffpunkt, denn auch die längsgerichtete Form des Heuberges weist in entgegengesetzter Richtung auf den Sonnenuntergang der Nacht hin, die gemeinhin als Treffpunkt der Hexen gilt: die Walpurgisnacht vor dem 1.Mai.

bruegel-ritt-zum-brockenPieter Bruegel d. Ä., Der Ritt zum Brocken Kupferstich

Einer Sage zufolge versammelten sich zur Walpurgisnacht Hexen auf dem Hexen-tanzplatz bei Thale. Von dort aus sollen sie dann auf Besen, Mistgabeln, Katzen u.ä. Fluggeräten zum Brocken geflogen sein, wo das eigentliche Hexenfest stattfand. Auf diesem tanzten sie angeblich alle einem großen Kreis mit dem Rücken zueinander um das Feuer herum und küssten schließlich dem Teufel den Hintern. Bei der anschließenden Vermählung mit dem Teufel zeichnete er sie dem sogenannten Hexenmal aus das ihnen die Fähigkeit zur Zauberei gab. Mit diesen Schauergeschichten sollten die Bräuche der alten Maienfeste beseitigt werden, wie sie aus der irisch-keltisch Kultur, aber auch aus  römischen überliefert sind.

walburga-contern Statue der heiligen Walburga in der Kirche zu Contern

Das Gedenkfest der gelehrten Äbtissin Walburga sollte dies bewirken. In den Schriften wird die aus England stammende Benediktinerin als Nichte des heiligen Bonifatius ge- sehen. Schon ihr sprechender Name deutet Sicherheit an, denn übersetzt bedeutet er wehrhafte Burg. Mit ihrer Heiligsprechung durch Papst Hadrian II. an einem 1. Mai wurde sie zur Schutzpatronin der Seefahrt und half allgemein gegen böse Geister. So begann e in der Hochzeit des Hexenglaubens bereits eine Woche vor der Nacht zum 1. Mai das Walburgaläuten und signalisierte damit dem gemeinen Volk die drohende Gefahr. Doch dies ist längst Geschichte und die Heuberger Hexen von Rottenburg strahlen heute beste Feierlaune aus.

Bilder: mapio/Blick zum Heuberg, Brumm200/ wikipedia/ Cathedra Petri, Dnalor 01/ Pieter Bruegel d. Ä., Der Ritt zum Brocken Kupferstich/ Statue der heiligen Walburga in der Kirche zu Contern, Johnny Chicago / Simulation Sunearthtools

nächste: Wirttemberg