Plutarch’s Lives in Paint: 17a Alexander (the Great) 1 — The Eclectic Light Company

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Alexandria, die Stadt des Thot

Alexander im Schlachtgetümmel, Mosaik, Pompeji, Foto Berthold Werner

Am Beginn seiner mythologischen Geschichte war Amun ein eher unbedeutender Lokalgott, der nur die Aufgabe hatte, andere Götter mit seinem Schatten zu schützen. Dies änderte sich ab der 12. Dynastie, also in der Zeit des Mittleren Reiches, als Amun König der Götter wurde. In diesem Zusammenhang tauchte sein Name erstmals in der weißen Kapelle des Pharaos Sesostris auf. Fortan trugen nun auch Pharaonen seinen Namen. Einer seiner Söhne war Chons, der Mondgott, dessen Name der Durch-wanderer bedeutet. Mit seiner Sichtbarkeit während des Tages- wie zur Nachtzeit stellte der Mond diese Eigenschaft täglich unter Beweis. In dieser Rolle bekam er auch seine Bezeichnung `der Herr der Zeit, der die Jahre der Menschen und der Götter zählt´. Oder in einer Kurzfassung den Beinamen: `Chons – der Zeitrechner. Das Bild des Mond- gottes verschmolz später mit dem des Gottes Re, aber auch mit des Thot. Als Chons-Re beherrscht er dann den Tag und als Chons-Thot die Nacht. Damit erklärte sich auch die Verbindung von Sonnen- und Mondscheibe in seinem Kopfschmuck. So wurde die volle Scheibe als Sonne und die unter ihr liegende die Sichel als Mondscheibe verstanden.

Chons auf einem Reilief im Tempel von Ramses III, Foto Asta

Neben seine Funktion als `Herr der Zeit´ hatte Chons auch die Rolle eines Heilers, denn im damaligen Verständnis wurde dem Mond ein großer Einfluss auf körperliche Zustände zugesprochen. So wurde Chons auch stets bei Krankheitsfällen angerufen. Da positive und negative Einflüsse eng beieinander liegen, wurden in den Kräften Chons aber auch die Auslöser von Krankheiten gesehen. Deshalb wurde auch die Beulenpest im alten Ägypten `die Geschwülste des Chons genannt. Als Mischwesen mit einem Ibiskopf wurde der Mondgott auch unter dem Namen Thot verehrt. Er galt als Sekretär der Götter, wie auch als der Erfinder der Schrift. Die Legende berichtet dass Thot über 3000 Jahre Ägypten friedlich regierte. Mit seinem Geist verkörperte Thot die gleichmäßige Ordnung und Gesetzmäßigkeit der Welt.

Thot, Thron Ramses II., Luxor, Foto Jon Bodsworth

Damit wurde er zum Vertreter der Gesetze und zugleich zum Gott des Wissens. In dieser Rolle galt er als der erste Lehrer der Künste, der Wissenschaften, wie auch der Sprache. Einer der sich mit Thot gleich auf mehrfache Weise verbunden fühlte, war Alexander der Große. Er machte aus dem regional wenig bedeutenden Kleinstaat Makedonien innerhalb weniger Jahre ein riesiges Reich, das bis an den Hindus reichte. Mit diesem Reich begann dann auch das eigentliche Zeitalter des Hellenismus. Wauf dem Weg seiner Eroberungen gelangte Alexander auch nach Ägypten, wo er nach seinem Einmarsch als eine Art Befreier begrüßt wurde. Dort wurde er wahrscheinlich schon in der unterägyptischen Stadt Memphis zum Pharao gekrönt. Um aber Gewissheit zu erlangen, unternahm er mit einigen Gefolgsleuten eine Expedition zu der in der Libyschen Wüste gelegen Oase Siwa, wo ihn auch das Orakel des Gottes Ammon als Pharao bestätigte. An der Küste des Nildeltas gründete er dann 331 v. Chr. auf der Fläche der altägyptischen Siedlung Rhakotis die nach ihm benannte Hafenstadt Alexandria. Sie entwickelte sich im klass-ischen Altertum zu einer der bedeutendsten Metropolen des östlichen Mittelmeeres. Ihre Bibliothek und das Museion von Alexandria erlangten damals eine große Bedeutung in der antiken Welt und wurden neben der Akademie in Athen zu einem weiteren kulturellen und intellektuellen Zentrum der hellenistischen Welt.

Bibliothek von Alexandria, The Memory of Mankind.

Alexander selbst legte die Hauptachse der Stadt fest, wie auch die Lage des Markt-platzes. Der Plan Alexandrias stammt jedoch von dem griechischen Architekten Deino-krates, der Alexander zuvor schon mit visionären Projekten begeisterte. So hatte ihm Deinokorates vorgeschlagen, den Berg Athos, auf dem sich heute das weltberühmte Kloster befindet, zu einer menschlichen Gestalt umzubilden. In der linken Hand sollte sie eine Stadt tragen und in der rechten eine große Schale, in der sich das Wasser aller Flüsse des Bergs sammeln sollte.

Geplante Monumentalplastik des Deinokrates

Doch nach der Gründung verließ Alexander seine Stadt und kam dann nie wieder dorthin zurück. Später ließ Ptolemaios I. seinen Leichnam und in einem goldenen Sarg bestatten. Der Ort des einstigen Mausoleums wird heute auf dem Gelände der heutigen Nebi-Daniel-Moschee vermutet. Dem Selbstbewusstsein des Städtegründers ange- messen folgte auch die Ausrichtung einer Symbolik der Aussage wie das bild Alexanders, die Zeit überdauerte. Wie der Gott Thot fühlte auch er sich als Kulturbringer in der hellenistischen Welt und als Pharao wohl zurecht als einer der Söhne Amuns. So richtete er auch die Hauptachse der Stadt auf seinen Geburtstag, der auf 1.Thot des ägyptischen Kalenders fiel und zugleich auch das Neujahrsfest in Ägypten war.

Alexandria, die Ausrichtung

Bilder: Wikipedia / Alexander im Schlachtgetümmel, Detail der berühmten „Alexanderschlacht“ (Mosaik, Pompeji, ca. 150–100 v. Chr.), Foto Berthold Werner, CC BY-SA 3.0 / Bas-relief at the mortuary temple of Ramesses III, Foto Asta / Thot, Thron Ramses II., Luxor, Foto Jon Bodsworth / Artistic Rendering of the Library of Alexandria, based on some archaeological evidence.O. Von Corven – Tolzmann, Don Heinrich, Alfred Hessel and Reuben Peiss. The Memory of Mankind. New Castle, DE: Oak Knoll Press, 2001 / Eine Deinokrates zugeschriebene Monumentalplastik, bei der ein Abbild Alexanders des Großen aus dem Berg Athos herausgemeißelt werden sollte., Unbekannt / Simulation Sunearthtools, Heinichs Kalenderumechner

Hellenism — Hellenic Faith

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Hellenism (Greek: Ellinismós, Latin: Hellenismus), also less frequently called Olympianism (Greek: Olympimanismós) or Dodekatheism (Greek: Dodekatheïsmós), is the traditional polytheistic and animistic orthopraxic religion, lifestyle, and ethos of the ancient Graeco-Roman world which, at one point, was the dominant religion of the ancient Mediterranean and Near East. Its origins are Minoan-Mycanean, and it came to […]

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Why was Alexander „the Great“? — The Augustus

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Upon inheriting his father, Philip II’s, armies, Alexander aided the unification of the petty Greek states that had for so long warred against each other to fight a common enemy – Persia – and led his men, as a general, into an invasion of Asia. Not only was Alexander titled „great“ by modern historians, but […]

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Vergessene Städte – der Geburtsort Alexanders

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über Geburtsort Alexanders — Bummelnder Kompass