Die Göttin Artemis — Hellenismos

Zitat

Ourania Toutountzi: «Die Göttin Artemis». Auszug aus ihrem Buch «Über die Göttin Artemis» (Athen 2005), veröffentlicht auf der Webseite des Obersten Rates der ethnischen Hellenen (YSEE). Die Worte in eckigen Klammern wurden vom Übersetzer zum besseren Verständnis des Textes hinzugefügt. Aus dem Griechischen von Stilian Korovilas. Der Kult der Artemis Der Kult der Artemis wurde […]

über Die Göttin Artemis — Hellenismos

Celtic Festival Calender: Abnoba & the Celtic Artemis/Diana — Gullveig Press

Zitat

Celtic and Roman Deity Differences in the Roman Empire This is part of my series where Festivals for Roman deities are linked with the Celtic deities associated with those Roman deities. For example, a Roman Festival for Minerva is a Brythonic Festival of Sulis, or the 2 week Festival of Aesculapius includes possibly the most […]

über Celtic Festival Calender: Abnoba & the Celtic Artemis/Diana — Gullveig Press

Artemis in Ephesos

Artemisstatue aus Ephesos im Museum von Selçuk,125-175 AD, Foto Carole Raddato

In der griechischen Göttermythologie sind die Göttin Artemis und ihr Zwillingsbruder Apollon Kinder der Titanin Letho und des Göttervaters Zeus. Als von der Schwanger-schaft der Titanin erfuhr, versuchte Hera die Niederkunft der Titanin zu verhindern, weil ihr prophezeit wurde, dass die beiden mächtiger sein würden als sie. Doch ihr Vorhaben misslang, denn den Göttern gelang es, die Geburtsgöttin Eileithyia mit einem Halsband zu bestechen, das Hephaistos aus dem Mond geschmiedet hatte. Obwohl Artemis und ihr Zwillingsbruder Apollon in den Erzählungen immer wieder als Paar auftreten, wurde sie dennoch als einzelne Göttin an drei wichtigen Kultorten auf unterschiedliche Weise verehrt. Als Artemis Bauronia in der böotischen Hafenstadt Aulis, als Artemis Orthi in Sparta und als Artemis/Diana ephesia im kleinasiatischen Ephesos. Von der dort auch die römische Kopie der bekannten Statue erhalten, die gerne als vielbrüstige Artemis bezeichnet wird.

Artemis bricht mit den Nymphen zur Jagd auf, Peter P. Rubens, um 1615, F. clevelandart

Allen zu eigen ist ihre jungfräuliche Erscheinung und ihre Rolle als Göttin der Jagd, wie als Schützerin der Geburt. Diese Rolle hatte wohl bereits frühchristliche Autoren im 4. Jhd. dazu verleitet, Artemis als die `Vielbrüstige´ zu bezeichnen. Dieser Beiname wurde dann kritiklos von anderen Autoren übernommen und prägte damit das Bild der Artemis. Anatomische Fehler dieser Deutung, wie die fehlenden Brustwarzen, störten dabei niemand. Dabei sind für die sackförmigen Verzierungen ihres Gewandes ebenso Stier- hoden denkbar, denn ihre Form bietet eine viel bessere formale Übereinstimmung und ergänzen zudem auch den mit symbolhaften Tierdarstellungen übersäten Gewand-schmuck. Sie schaffen aber auch eine Verbindung zu den zahlreichen, in Ephesos vor- handen Stiermotiven, die auf einen dort praktizierten Stierkult hinweisen. Das Stieropfer, die Tauroktonie ist auch das Hauptmotiv des in Persien entstandenen Mithraskultes, das zur Erneuerung der Welt dargebracht wurde: Bei diesem Ritual sollte sich aus dem Blut und dem Samen des Stieres die Welt erneuern.

Stierhoden nach der Schlachtung

Ebenso hätte dieser Bildschmuck am Gewand der Artemis die kultische Bedeutung der Hodensäcle unterstrichen, die bei den Stieropfern als Opfergabe am Kultbild gehängt wurden. Die gefälligen, die Fantasie anregenden Säcke lassen aber noch eine andere Deutung zu: Käselaibe. So schrieb der spartanische Lyrikerr Alkman im 7. Jhd. v. Chr. über ein Fest der Götter auf den Bergen, bei dem ihnen Artemis in einem großen Eimer Käse aus Löwenmilch zu Bewirtung herstellt. Diese Götterbewirtung bildete dann den Hintergrund des jährlichen Wettbewerbs, dem Käsediebstahl aus dem Heiligtum der Artemis. Auf den ersten Blick erscheint die Käseherstellung aus der kostbaren Milch wilder anatolischer Löwen durchaus dem Bild eines Göttermahles zu entsprechen, doch diese Löwenmilch hat ganz irdische Hintergründe. Sie gilt auch heute noch als `aslan sütü´, die Löwenmilch, als türkisches Nationalgetränk. Ein aus Weintrauben gebrannter und mit Anis veredelter Schnaps hat einen Alkohol- gehalt von rund 40%. Der verwandte Absinth, aus dem bezeichnenderweise Artemisia absinthium genannten Wermutkraut gilt heute wieder als die kulinarische Verfeinerung von einigen schweizer und französischen Käsearten. Auf der Absinthstraße gelangt man natürlich auch in die heimliche Hauptstadt des Getränks, nach Pontarlier im französischen Jura. Dort liegt unmittelbar am Marktplatz das Käsegeschäft Marcel Petite und dort erhält man die unterschiedlichsten Käsearten, alle mit Absinth veredelt wurden. Während er im Käse etwas flüchtig erscheint, entfaltet er in der dort verkauften Wurst sein Aroma umso mehr. Der vollmundige Käse, wie auch das scharfe Getränk hat viele Liebhaber und schon aus diesem Grund kann die Artemis für diesen Einfall als Ernährerin gefeiert werden. Diese Bewirtung wurde auch zum Mittelpunkt eines jährlichen Rituals in Ephesus, bei dem die Kultstatue zum Meer getragen und anschließend mit Salzwasser abgewaschen wurde.

Artemistempel Ephesos, Rekonstruktionszeichung

Für diesen Kult er Göttin Artemis wurde in Ephesos ab der Mitte des 6. Jhd. ein Tempel erbaut der in der Antike auf Grund seiner Dimension zu den 7 Weltwundern zählte, Während einer Bauzeit von 120 Jahren entstand dann ein Bauwerk mit einer Länge von 120 m Länge und 54.5m Breite, das ein Seitenverhältnis von 11 zu 5 aufwies. Der Umgangstempel mit einer Cella und dem halboffenen Vorraum hatte einst 117 Säulen. Diese Zahl lässt sich auch als Produkt aus 3×39 darstellen und verweist mit der 39 auf die Darstellung des Hexagons im Tetraktysmodel. Damit symbolisierte die Zahl auch die sechseckige Bienenwabe, denn Artemis trug auch den Beinnamen, die Bienengöttin. Mit seinem sprichwörtlichen Säulenwald war der Tempel kein Gotteshaus im abendländ- ischen Sinn, wo sich die Gemeinde zu einem Gottesdienst versammelt, sondern er war ein Schrein für die Statue der Gottheit, gleichsam ein Weihegeschenk an sie.

Ausrichtung des Artemis Tempels

Die im Schrein von Ephesus aufgestellte Statue blickte aber nicht, wie die der Athene auf der Akropolis, in die aufgehende Sonne, sondern in den Sonnenuntergang. Am 23. April,  dem späteren römischen Jupiterfest und heutigen Georgstag, stand sie in der Bauachse knapp unter dem Horizont. Von diesem Beginn des einstigen Monats Targelion dauerte das Fest dann 6 Tage, bis zum Geburtstag der Artemis am 6. Targelion. Zumindest ideell bietet der Untergang des Stiers hinter der ihn besiegenden Sonne am Himmel eine Entsprechung für den Stierkult, bei dem das Opfer für die kommende Ernte dargebracht wurde. Am Georgstag lebt in der Orthodoxen Kirche der Brauch des Erntesegens noch weiter, der hier durch den Heiligen erfolgt, Allerdings dann am 6. Mai. Am 6. Targelion stand auch die Sonne über einem vorgelagerten Küstenstreifen noch auf dem Horizont und ihr Licht schien dann auf die Statue.

Bilder: Wikipedia / Artemisstatue aus Ephesos im Museum von Selçuk,125-175 AD, Foto Carole Raddato , CC BY-SA 2.0 / Artemis bricht mit den Nymphen zur Jagd auf (Peter Paul Rubens, um 1615), Peter Paul Rubens – http://www.clevelandart.org/art/1959.190? / Stierhoden nach Schlachtung, Artemistempel Ephesus, Rekonstrukti-onszeichung / tetraktys,https:/www.decemsys.de/system/zahlen-Simulation, sunearth-tools,  opentopomap, stellarium.

 

Scythian Diana – who was she? — We Are Star Stuff

Zitat

You may remember, if you read my post on Taranis, how the Roman writer Lucan compared his cult to that of the „cruel“ Diana of the Scythians. I wondered at the time who Diana of the Scythians was, and what was cruel about her cult.

über Scythian Diana – who was she? — We Are Star Stuff

Die neolithische Artemis

Saturday, 9 June 2018

Neolithic Artemis

The Vinča culture, also known as Turdaș culture or Turdaș–Vinča culture, is a Neolithic archaeological culture dated to the period 5700–4500 BC. It occupied a region of Southeastern Europe (i.e. the Balkans) corresponding mainly to modern-day Serbia (with Kosovo), but also parts of Romania, Bulgaria, Bosnia, Montenegro, Republic of Macedonia, and Greece.
The culture was named for its main site, Vinča-Belo Brdo, a large tell settlement located near Vinča a suburb of Belgrade, Serbia, which was discovered by Serbian archaeologist Miloje Vasić in 1908.
Current consensus is that Vinča culture is an offshoot of the preceding Starčevo culture which belonged to the First Temperate Neolithic (FTN) archaeological horizon, consisting of the earliest archaeological cultures of Neolithic Southeastern Europe, dated to c. 6400–5100 BCE. The cultures of the FTN were the first to practice agriculture in temperate Europe, which required significant innovations in farming technology previously adapted to a mediterranean climate. People from Starčevo culture built the first agricultural temple in Blagotin, Serbia.
Farming technology first introduced to the region during the First Temperate Neolithic was developed further by the Vinča culture, fuelling a population boom and producing some of the largest settlements in prehistoric Europe. These settlements maintained a high degree of cultural uniformity through the long-distance exchange of ritual items, but were probably not politically unified. Various styles of zoomorphic and anthropomorphic figurines are hallmarks of the culture.
As are the Vinča symbols, which some conjecture to be the earliest form of proto-writing.