Glastonbury Tor

Glastonbury Tor, Foto:  Josep Renalias

Der konisch geformte Hügel blickt auf eine lange Geschichte und zahlreiche mit ihr ver-bundene Legenden zurück. In der keltischen Mythologie wurde er  Gwynn fab Nudd in Ver-bindung gebrach, der als oberster Herr der Unterwelt angesehen wurde.  Deshalb glaubte man auch, dass hier er ein Zugang zum mythischen Land Avalon liegt. Als Sohn des Lludd war er zugleich auch ein Enkel des Beli Mawr und der wird in mehreren  wallisischen Sagen als mythischer Ahnherr walisischer Adelsgeschlechter genannt. 

Eine Brücke zur eigentlichen Gestalt des Gwynn bietet das Wort gwyn, das schön, leucht-end oder hell bedeutet. Betrachtet man nun den Berg in der frühen Eisenzeit, so bietet seine Geometrie eine Übereinstimmung mit dem Bärenhüter, der auch den Namen Rinderhirte trug, und dessen hellstem Stern Arcturus. Dies Übereinstimmung mit der Form des Berges gab es dann am Morgen des 19. Oktober. Zugleich zielte aber die Ausrichtung des sym-metrisch geformten Bergs auf den Sonnenaufgang am 15. Mai. Dieses Datum entspricht auch dem römischen Feiertag Mercuralia.

Die Verwendung beider Daten erscheinen geradezu ideal, denn sie bilden den Temperat-urverlauf in dieser Region nahezu symmetrisch ab. Dass hier der Zugang zu Avalon, dem legendären Land der Äpfel vermutet wurde  erklärt sich durch die Sonnenausrichtung und die perfekt gestaltete Aussicht. Sie sie zielt ebenso auf den Sonnenaufgang am Beginn des Monates August und dies ist der Regel auch der Beginn der Apfelernte.

Glastonbury Tor, der Hirte und die Sonnenrichtung

Temperaturkurve in Glastonbury/ Foto / Climate-data.org

Bilder: Wikipedia/ Glastonbury Tor , Josep Renalias – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 , Glastonbury Tor und der Hirte, eigen/ Klima,/ Climate-data.org