Partholon und der Boheh Stone

Noah und die Arche, Foto Martpan

1056 Jahre nach der Erschaffung Adams ereignet sich gemäß der biblischen Chrono- logie die Sintflut. Damit geschah die Katastrophe genau 3144 Jahre vor Christi Geburt, der am Ende der biblischen Zeitrechnung, also 4200 Jahre nach Adam geboren wurde. Laut einer irischen Legende soll Partholon, der Anführer einer Gruppe von Auswand- erern aus dem östlichen Mittelmeerraum 300 Jahre nach der Sintflut, also um 2900 v. Chr, in der Nähe des irischen Ortes Kerry an Land gegangen sein. Damit deckt sich die Legende des Partholon auch mit der Datierung des Boheh Stones , dessen Entstehung auf den Zeitraum um 3100 v. Chr. geschätzt wird. Auch Parthalon hat laut der Legende einen biblischen Bezug, denn er ist als Sohn des Magog ein entfernter Nachkomme des Noah. Magog aber war ein Sohn Japhets, einem der drei Söhne Noahs. In der bib- lischen Erzählung wird Japhet als Stammvater verschiedener antiker Völker gesehen, während über Magog bereits in der Spätantike zahlreichen Legenden entstanden.

Noahs Opfer, Giovanni Battista Gaulli, um 1700

So werden in der Offenbarung des Johannes Gog und Magog als zwei Völker des Nordens bezeichnet, die erst am jüngsten Tag von der Herrschaft des Satans befreit werden sollen. Auch der georgische Geschichtschreibere Step‘annos Orbelean beschreibt beide Völker als wilde, völlig ungezähmte Stämme des Nordens. Dagegen beschreibt die irische Legende sie als Flüchtlinge die in Irland als Bauern auf ein leeres Land stießen und die Ebenen urbar machten. Gerade diese Betonung der Ebene in der Legende bietet eine Verbindung zur griechischen Landschaft um Larissa. Sie wird in einem Artikel des blogs Old Eurpean Culture erläutert.Darin kommt nicht nur die genetische Verwandtschaft der im 3, Jahrtausend v. Chr. eingewanderten Bauern zur Sprache, sondern auch der Ursprung des Wortes Larissa, das in seiner Urform eine von Bergen umgebene Ebene bezeichnet. Auf diese Beziehung Irland-Griechenland deutet auch die einzige antrophomorph geformte Stele des Mittelmeerraumes hin, die der Ebene von Larissa gefunden wurde.

Bohey Stone; County Kildare Archaeological Society

Ein ähnlich wichtiger Ort war der Boheh stone, mit der von hier aus möglichen Sonnenpeilung über dem Groagh Patrick, am 18. April und dem 24. August. Ein weiterer Viserpunkt ist hier ein südwestlich liegender kleinerer Berg, hinter dem die Sonne am 1. Februar in gleicher Weise untergeht, wie auf dem Croagh Patrick. Beide Entfernungen zeigen eine auffällige Übereinstimmung mit dem Maß des Attisch-Ionischen Fußes und basieren zudem auf einem Vielfachen von 6000 Fuß.Diese Bedeutung der Zahl 6 in der Einteilung von Raum und Zeit spiegelt sich auch in einer Kalendereinteilung, die der schottische Ingenieur Alexander Thom hier identifizierte. Laut er Legende soll die Landung des Parthalon an einem 1. Mai, dem Fest Beltane erfolgt sein. Damit knüpft die Erzählung auch ein symbolisch wichtiges Datum an, denn mit Beltane begann einst das sommerliche Halbjahr und damit war dies auch die Zeit er Ernte. Im übertragenen Sinn sind nun die der Legende geschilderten menschenleeren Ebenen nun die Ernte für all die Anstrengungen während der Fahrt vom Mittelmeer. An dieses Ende der Fahrt erinnert der Sonnenuntergang am 1. Mai über dem östlichen Ausläufer des Croagh Patrick.

Boheh Stone / Croagh Patrick Sonnenrichtungen

Vom Boheh Stone ist auch gut zu erkennen, warum der Berg vor der Missionierung durch den Gottesmann noch Rock of the Eagle‘, Fels des Adlers genannt wurde. Im Winterhalbjahr entstand der Eindruck, als würde sich der Adler kurz nach Sonnen-untergang auf der Bergspitze niederlassen. Der Grund für den Sonnentanz über dem Gipfel des Croagh Patrick ist heute nicht mehr ersichtlich, doch für die einstigen Bauern des Partholon war aber die Kenntnis der Zeit ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Sie erkannten wohl früh die Abgängigkeit von Sonnenscheindauer und Wachstum des Getreides. Dieses als Schoßphase bezeichnete Wachstum beginnt je nach Temperatur in den ersten beiden Aprilwochen. Ihr störungsfreier Verlauf ist wichtig um eine gute Ernte bis zur Mitte des August erzielen zu können.Deshalb war wohl auch der Kult einer Fruchtbarkeits- und Getreidegöttin angebracht, an den bis heute der Sonnentanz erinnere.

Bilder: Wikipedia/ Tableau de l’arche de Noé, Foto Martpan , CC BY-SA 4.0 / The Thanksgiving of Noah by Il Baciccio (Giovanni Battista Gaulli), oil on canvas, / c. 1700, High Museum of Art , gemeinfrei / Bohey Stone; County Kildare Archaeological Society /Simmulation,opentopmap, suneartools, stellarium, Kalender von Alexander Thom, http://articles.adsabs.harvard.edu//full/1993IrAJ…21..124W

Demeter und der Croagh Patrick

Statue von St. Patrick am Hügel von Tara, Foto Deadstar

Der berühmte Missionar St Patrick brachte laut einer Legenden den Glauben nach Irland. Als er im heutigen County Mayo ankam, soll er dort den später nach ihm be- nannten Croagh Patrick bestiegen haben. Der galt bereits lange vor seine Ankunft als ein heiliger Berg. 40 Tage soll er dort in vollkommener Einsamkeit gelebt haben und in dieser Zeit einen Kampf gegen Dämonen in Schlangengestalt geführt haben. Da er aber fest zu seinem Glauben stand, konnte Patrick die Schlangen mit Hilfe einer Glocke vertreiben. Sie gilt auch als eines ältesten Muskinstrumente der Menschheit, denn Glocken waren bereits um 2000 BC in China bekannt. Im Christentum wurden sie rasch zum Symbol der Glaubensverkündung, das durch irische Wandermönche im Laufe es 7. Jhd.`s iIn Europa verbreitet wurde. Unter Papst Stephan IV. zählten Glocken ab dem 8. Jhd. dann zu den festen Bestandteilen eines Kirchenbaus. Trotz den zahlreichen Er- zählungen zum Leben von St.Patick, ist dessen wahre Geschichte nur schwer fassbar.

Der Berg Croagh Patrick mit dem Pilgerpfad und der Kapelle, Foto Hajotthu

Sein ursprünglicher Name lautete wohl Patricius, ein in der Spätantike durchaus ge- bräuchlicher römischer Name. Er soll der Sohn des Caponius, eines römischen Offiziers,gewesen sein, der in der Provinz Britannia stationiert war. Hier wurde er auch zum Diaconus in der örtlichen Kirchengemeinde ausgebildet. Als Geburtsjahr wird das Ende des 4, Jhd.`s vermutet, also knapp 100 Jahre nach dem Abzug der römischen Truppen unter der Führung des neuen Herrschers Konstantin dem Großen. Dieser Abzug aller römischen Streitkräfte, mit denen sich Konstantin auf dem Kontinent eine neue Machtbasis verschaffte, hinterließ ein Machtvakuum in England und dies war dann der Beginn des dunklen Zeitalters in Britannien. Auf Grund der unklaren Vita Patriks ist In der modernen Geschichtsschreibung deshalb von 2 Patricks die Rede. So werden zwar viele Ereignisse während der Missionierung dem ersten zugeschrieben doch in Wirklichkeit betreffen die aber Palladous, einem Diakon, der im 5. Jhd, nach Irland gelangte.Dort soll er aber nicht der erste Missionar gewesen sein, denn die Missionsgeschichte berichtet noch von weiteren Missionaren, wie Auxilius, Secundinus und Iserninus. Doch der Kampf St. Patrick mit den Schlangen auf dem Berg prägte den Mythos des streitbaren Missionars. Dessen Kampf gegen die alten Kulte zeigt auch, wo das Christentum die neuen Prioritäten setzte. Sein Gedenktag ist der 17. März und wird 8 Tage vor Mariä Verkündigung gefeiert, das Datum, das auch für den Frühlingsbeginn stand. Damit wurden auch die alten Feiern für Fruchtbareitsgottheiten ersetzt. Be- trachtet man die Spitze des Craigh Patrick aber genauer, weist sie er jene Eigenschaft auf, die auch kretische oder griechsche Bergheiligtümer besitzen: Die Ausrichtung auf den Sonnenaufgangspunkt am Feiertag einer Gottheit

Die Sonnenrichtungen am 12.April und am 18. April

So weist hier weist hier die Mittellinie auf einen Sonnenaufgangspunkt am 19. April, an dem wohl viel später, im Römischen Reich, die Feiern zu Ehren der griechisch-römischen Getreide- und Fruchtbarkeitsgöttin Ceres/Demeter endeten. Im kälteren Irland könnte doch genau dieses Datum der Auftakt der Feiern gewesen sein, denn im diesem Zeitraum erreichte die Tempertatur den für das Wachstum vieler Pflanzen wichtigen Schwellenwert von 10°. Genau auf dieses Datum weist auch der südöstlich gelegene Boheh Stone hin. Der heute von Gärten eingegerahmte Stein enthält zahl- reiche Markierungen, die aus der Zeit des Neolithikums stammen. Betrachtet man nun vom Standort des Steines den Gipfel des Groagh Patrick, so sieht man dort am gleichen Tag den bekannten Sonnentanz, denn dann geht die Sonne entlang des Plateaus unter.

Der Sonnentanz am 18. April , vom Boheh Stone gesehen

Der Boheh Stone mit astronomischen Markierungen

Auf Grund der bogenförmig ansteigenden Geländeformation, deren Spitze auf den Boheh Stone weist, könnte er und der Gipfel auch mit einem Prozessionsweg ver- bunden gewesen sein. Über die alten Handelswege, die über Gibraltar, Galizien bis nach Britannien und Irland kamen wohl auch die mythologischen Votsellungen des Mittelmeeraumes in den Norden. Auf diese Verbindung zum ionischen Raum, in dem auch das Bild der Demeter entstand, weist auch die Entfernung des Gipfels hin. Teilt man hier die Entfernung von 7120m durch die Zahl 24000 (200×120)so erhält man das maß des pes romanus mit 0,2966 m und mit einer kleineren Abweichung ebenso das Maß des attisch-ionischen Fußes von 0,296m. Die Entfernung des Boheh Stone, wie auch dessen Lage hatte wohl durchaus symbolische Bedeutung, denn denn alle 4 Jahre ist jener 19. April der 120. Tag des Jahres, wenn dies ab der Wintersonnenwende gezählt wird.

Bilder: Wikipedia: Statue von St. Patrick am Hügel von Tara, Foto Deadstar CC BY-SA 3.0 Der Berg Croagh Patrick mit dem Pilgerpfad und der Kapelle, Foto Hajotthu CC BY-SA 3.0 Simulation: opentopomap, sunearthtools, Bohey Stone/County Mayo

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Sun Mountain Croagh Patrick

This is Croagh Patrick, the holy mountain of Ireland. This 764 metres mountain is located in County Mayo, 8 kilometres from Westport, above the villages of Murrisk and Lecanvey.

There is a pilgrimage route running from Ballintober Abbey to the summit of Croagh Patrick.

Originally it was the processional road that went from Rathcroghan (Irish: Ráth Cruachan), the seat of the Kings and Queens of Connacht, to Cruachan Aille, as Croagh Patrick was called in Pre-Christian times. Cruachan Aille was at that time the holy mountain of Crom Dubh, old Irish Solar and Agricultural deity. I wrote about Crom Dubh in the article „How old is Crom Dubh“ and in many other posts.

After St Patrick defeated Crom Dubh and Christianized his holy mountain Cruachan Aille, the mountain was renamed to Croagh Patrick, Patrick’s mountain. The old pre-Christian ceremonial road leading to the holy mountain became Christian pilgrimage route and over time it became known as Tóchar Phádraig or St Patrick’s Causeway. But interestingly, even today, the time of the year when Christian pilgrims walk the Tóchar Phádraig and climb Croagh Patrick, the last Sunday in July, is still called „Domhnach Crom Dubh“ which means „Crom Dubh’s Sunday“…

The Tóchar Phádraig is dotted with holy places such as holy stones, holy wells, chapels and churches.

The most unusual, and the most important holy place found along Tóchar Phádraig is the so called Boheh Stone, an outcrop of bedrock from which there is a full view of Croagh Patrick.

The stone is covered in cup and ring marks, and is the only known example in Connaught, and one of the finest examples of neolithic rock art in Ireland and Britain. Official archaeology believes that the stone had been carved as early as 3800 BC.

Official archaeology „does not know the meaning of the markings found on this stone“…

What is very interesting is that on two days in the year, the 18th of April and the 24th of August, the setting sun, when viewed from this spot, touches the summit of the Mountain, then proceeds to ‚roll‘ down the northern slope. The angle of the Mountain’s side matches the declination (setting angle) of the sun at this time and place.

This „rolling sun“ phenomenon was rediscovered in 1989–92 by Gerry Bracken.

The extraordinary phenomenon of the rolling sun down the slope of Croagh Patrick was perfectly captured in this animated gif made from still images by one of my favorite Irish photographers, Ken Williams.

You can see a very good video of the event here on YouTube.

Interestingly, the dates on which the rolling sun phenomenon can be observed from the Boheh stone, together with the winter solstice divide the year into three equal parts.

Now remember my post „Rebirth„? In it I talked about the megalithic „tomb“, known as the Giant’s Grave, which is situated in the valley of Loch an Dúin on the eastern side of the Conor Pass. Now this „tomb“ has a cup and ring mark carved into the large stone near the head of the „tomb“. And this cup and ring mark is illuminated twice a year, on the days of spring and autumn equinoxes…I suggested that the cup and ring mark represents the solar year, sun and it’s endless cycle of life death and rebirth.

Now that is interesting. Because there are hundreds of these cup and ring marks carved into the stone which served as a solar observatory from which the amazing rolling sun phenomenon was observed, twice a year…

Is it possible that the cup and ring marks found on the Boheh stone also represent solar year, sun and it’s endless cycle of life death and rebirth? But why so many cup and ring marks were carved into the Boheh stone? Well one possible reason is that the Boheh stone was an important Irish wide solar cult ceremonial site, where people from many clans, tribes gathered to worship the sun god. And maybe each one of these cup and ring marks was carved by a different clan or a tribe…Or maybe each one of the cup and ring marks represents one year of pilgrimage. There are over 250 cup and ring marks carved into the stone, which could mean that the ceremony was performed for over 250 years…If each cup and ring mark represents one solar year, why would carving of these solar symbols into the Boheh stone suddenly stop? Well remember my post „Partholon and the great flood„? In it I talked about the Irish ancient histories which talk about the people of Partholon who came to Ireland in 2680 BC only to perish in a „great flood“ less than 300 years later…

So is it possible that it was the people of Partholon who carved these cup and ring marks into the Boheh stone, some time during the mid 3rd millennium BC? During their „less than 300 years“ in Ireland? Well that would put Boheh stone into exactly the same period into which Giant’s Grave from Kerry was placed, 4500 years ago…The arrival of the Beaker people and metallurgy into Ireland…

If this is indeed why and when the cup and ring marks were carved into the Boheh stone, this makes Boheh stone even more important…

Either way, there is no doubt that the symbol is a solar symbol.

The existence of Boheh stone is a proof that Cruachan Aille was venerated as a holy mountain millenniums before St Patrick walked the old pre-Christian ceremonial route, climbed the old holy mountain of Crom Dubh on Crom Dubh Sunday and claimed it all for the Christian faith. As the old Crom Dubh pilgrimage route was renamed to St Patrick’s Causeway, and as Crom Dubh’s mountain was renamed to St Patrick’s mountain, so was Boheh stone renamed to St Patrick’s Chair.

In my post „Fasting against god“ I talked about how „The life of Patrick“ talks about how Patrick climbed the holy mountain of Crom Dubh on the Crom Dubh Sunday, fasted there for 40 days and 40 nights and made God give him the rule over Ireland and the Irish. And I asked which god did Patrick win Ireland and the Irish from for himself?

Sun mountain Croagh Patrick

Sun mountain

This is Croagh Patrick, the holy mountain of Ireland. This 764 metres mountain is located in County Mayo, 8 kilometres from Westport, above the villages of Murrisk and Lecanvey.

There is a pilgrimage route running from Ballintober Abbey to the summit of Croagh Patrick.

Originally it was the processional road that went from Rathcroghan (Irish: Ráth Cruachan), the seat of the Kings and Queens of Connacht, to Cruachan Aille, as Croagh Patrick was called in Pre-Christian times. Cruachan Aille was at that time the holy mountain of Crom Dubh, old Irish Solar and Agricultural deity. I wrote about Crom Dubh in the article „How old is Crom Dubh“ and in many other posts.

After St Patrick defeated Crom Dubh and Christianized his holy mountain Cruachan Aille, the mountain was renamed to Croagh Patrick, Patrick’s mountain. The old pre-Christian ceremonial road leading to the holy mountain became Christian pilgrimage route and over time it became known as Tóchar Phádraig or St Patrick’s Causeway. But interestingly, even today, the time of the year when Christian pilgrims walk the Tóchar Phádraig and climb Croagh Patrick, the last Sunday in July, is in the vicinity of the holy mountain still called „Domhnach Crom Dubh“ which means „Crom Dubh’s Sunday“…

The Tóchar Phádraig is dotted with holy places such as holy stones, holy wells, chapels and churches.

The most unusual, and the most important holy place found along Tóchar Phádraig is the so called Boheh Stone, an outcrop of bedrock from which there is a full view of Croagh Patrick.

The stone is covered in cup and ring marks, and is the only known example in Connaught, and one of the finest examples of neolithic rock art in Ireland and Britain. Official archaeology believes that the stone had been carved as early as 3800 BC.

Official archaeology „does not know the meaning of the markings found on this stone“…

What is very interesting is that on two days in the year, the 18th of April and the 24th of August, the setting sun, when viewed from this spot, touches the summit of the Mountain, then proceeds to ‚roll‘ down the northern slope. The angle of the Mountain’s side matches the declination (setting angle) of the sun at this time and place…..

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