The solar year ends and starts with a great conjunction — The Renaissance Mathematicus

Today is the winter solstice, which as I have explained on various occasions, in the past, is for me the natural New Year’s Eve/New Year’s Day rather than the arbitrary 31 December/1 January. Obligatory Stonehenge winter solstice image Today in also the occurrence of a so-called great conjunction in astronomy/astrology, which is when, viewed from […]

The solar year ends and starts with a great conjunction — The Renaissance Mathematicus

Der Hohle Fels und die Zahl 20

Bemalter Stein vom Hohlen Fels, urmu

Warum werfen Punktereihen mit je 20 Punkten auf einem im Hohle Fels gefunden Stein auf mehr hin, als nur ein harmloses Eiszeitkunstwerk darzustellen? Die Darstellung des Urkilometers offenbarte ein Wissen des Raumes das sich nun im Wissen um die Zeit fortsetzt.

Die Zahl 20 stellt eine Grenze dar und offenbart zugleich eine Weltsicht, die sich grund- sätzlich von unserer heutigen Sicht unterscheidet. Ihre einstige Bedeutung offenbart auch die Legende des Odysseus der 20 Bäume fällen muss, um sein Floß zu bauen. Jahr- tausende lang lebten die Menschen in Zyklen, die sie im Werden und dem Vergehen der Natur erkannten. Am Himmel spiegelte sich dies in der Veränderung der Sonnen- und Mondbahn wieder. Obwohl beide Himmelskörper von der Erde aus betrachtet die gleiche Ansichtsfläche besitzen, sind doch ihre Bewegungen ganz unterschiedlich. Dennoch stimmen sie in zyklischen Abständen wieder überein. Einer dieser Zyklen ist der nach dem griechischen Astronomen Meton benannte Zyklus, in dem eine Periode von 19 Sonnen-jahren mit 235 Mondmonaten übereinstimmt. Dieser Zeitraum entspricht 6490 Tagen. Diesen Zeitraum zu kennen war wichtig, um eine Kalenderführung zu erhalten, die die Bewegung beider Himmelskörper berücksichtigte. Diese Periode, die im 20. Jahr erneut beginnt, spiegelt sich auch im Vigesimalsystem, oder dem Zwanziger-system wieder. Dieses System ist ein altes Zählsystem, von dem vermutet wird, dass es durch den Gebrauch von Fingern und Zehen beim Zählen entstand. Es besteht entweder aus 10 Ziffern und weiteren 10 Zeichen, oder insgesamt aus 20 unterschiedlichen Zahlzeichen. Obwohl in europäischen Sprachen, wie der französischen, noch Reste dieses Zähl- systems durchklingen, ist dessen Gebrauch völlig verschwunden. Doch in den alten Kult- uren Mesoamerikas lässt sicher Gebrauch dieses Systems noch konsequent bis zu deren Untergang im 17. Jhd. verfolgen. Dort wurde die Zahl Zwanzig als Basis des Zahlen-  systems ebenso verwendet, wie bei der Bildung und Schreibung von Kalender-daten. Eines dieser Systeme verwendeten die Mayas, bei dem untereinander stehende Zahl- zeichen, ähnliche wie beim heute verwendeten Dezimalsystem addiert wurden.

Vigesimalsystem Mayas

Weit mehr als die Zahl 20, die sich in der Anatomie des Menschen spiegelt, hat ein 20-er Zyklus die Fantasie der Menschen beflügelt, die Große Konjunktion. Auf Grund der unterschiedlichen Umlaufzeiten von Jupiter und Saturn ereignet sich alle 20 Jahre eine Große Konjunktion der beiden Planeten. Unter ihnen ist aber jede dritte eine Drei- fachkonjugation. Dabei zieht Jupiter zunächst direktläufig, dann rückläufig in Richtung Saturn, bis er schließlich an ihm vorbeizieht. Gerade dieser Dreifachkonjunktion wurde in der Vergangenheit große Aufmerksamkeit geschenkt, denn in eine solche Planeten-konstellation soll den Hintergrund für die Schilderungen des Sternes von Bethlehem gebildet haben.

Jupiter in natürlichen Farben mit Schatten des Mondes, Raumsonde Cassini,       NASA/JPL/University of Arizona

Innerhalb der heutigen astrologischen Deutung, die hauptsächlich durch arabischen Lehren beeinflusst wurden, galten Große Konjunktionen als ein Königsaspekt (coniunctio aurea). Damit stehen sie symbolisch für eine Vereinigung von geistig-spiritueller Sphäre, vertreten durch den Jupiter, und der weltlich-politischen Sphäre in Gestalt des Saturn. Aus diesem Grund wurde der Ablauf des Weltgeschehen auch dem Einfluss und der Abfolge von Konjunktionen zugeschrieben. In der Reformationszeit wurde diese Lehre von Theologen als fatalistisch gegeißelt und sie als Bedrohung des Glaubens, sowie der Macht Gottes betrachtet. Doch ein 1564 veröffentlichtes Buch des Mathematiker Cyprianus Loewitz 1564 versetzte die Menschen denn in Angst und Schrecken. Mit seinem Berechnungen sagte er eine folgenschwere Großen Konjunktion im feurigen Dreieck voraus, bestehend aus den Sternbildern des Widder, Löwen und Schützen. In seinen Berech- nungen versuchte er ebenso nachzuweisen, dass unter einer solchen Konj- unktion einst Gott die Welt erschaffen hatte und sich später auch die Sintflut ereignet habe. Aus diesem Grund sah er eine große Wahrscheinlichkeit, dass sich im Jahr 1584 das lange erwarte Jüngste Gerichte ereignen würde. Als das Jahr unerwartet friedlich verlief, warnten Theologen in Europa die Menschen trotzdem vor allzu verfrühter Hoff- nungen und ermahnten sie sich weiterhin sich auf das Ende der Welt vorzubereiten.

Die große Konjunktion

Entwickelt wurde die Methode dieser astrologischen Geschichtsbetrachtung im sassanid- ischn Reich der Spätantike. Dort rangierte die Wissenschaft der Astronomie gleich hinter der der Theologie. Es herrschte die Vorstellung dass das Verständnis über den Kosmos, wo der Sitz Gottes gehen wurde, so auch den Weg zu Gott ermöglichen würde. Über die ersten Berührungspunkte der westlichen Kultur mit der des Islam in Byzanz kam dann die Lehre der Sassaniden dann nach Europa, wo sie gerade im Zeitalter der Renaissance große Popularität erlangte. Auch der bekannte Astronom Kepler war noch überzeugt davon, dass bestimmte Konstellationen einen Einfluss auf den Menschen besitzen. honterden mit Reihen zu je 20 Punkten bemalten Steinen verbirgt sich also wesentlich mehr, als kleine Eiszeitkunstwerke, so wie es die Wissenschaft derzeit darstellt..

Eine Serie großer Konjunktionen aus Keplers Buch De Stella Nova (1606)- das Trigon

 

Bilder: Bemalter Stein vom Hohlen Fels,https://www.urmu.de/ wikipedia, Vigesimalsystem der Mayas, Bryan Derksen / Jupiter in natürlichen Farben mit Schatten des Mondes Europa, fotografiert von der Raumsonde Cassini, NASA/JPL/University of Arizona – http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02873/ Eine Serie großer Konjunktionen aus Keplers Buch De Stella Nova (1606) , Johannes Kepler – De Stella Nova in pede Serpentarii (1606) / Große Konjunktion, http://narrotibi.com/sterne