Die Riesen der Hillforts

Camelot auf einer Illustration aus Gustave Dorés „Idylls of the King“,1868

Die ursprüngliche Erzählung über König Artus und dessen Tafelrunde stammte aus der Feder des Mönchs Geoffrey of Monmouth, der das Werk im Jahr 1135 verfasste. Er nannte als Ort der legendären Burg König Artus die walisische Ortschaft Xaerleon mit der römischen Siedlung Isca Silurum. Die dortige Ruine des Amphitheaters deutete der Autor als Überreste der Königsburg. Doch erst in den Schriften des französischen Dichters Chrétien de Troyes erhielt die Burg den Namen Camelot. Da der Oort aber immer nur vage beschrieben wurde, bot dies Raum für zahlreiche Spekulationen. So glaubte im Jahr 1542 der englische Schreiber John Leland in Cadbury Castle den wahr- en Ort des einstigen Camelot erkannt zu haben. Er sah in der aus der Eisenzeit stam- mende Wallanlage Cadbury den Rest der legendären Artusburg.

Der Hügel von Cadbury Castle mit den eisenzeitlichen Wällen, Foto Tim Heaton

Dort ausgegrabene Relikte deuteten auf einen mächtigen Burgherrn hin der hier herrschte und zudem berichtete die Bevölkerung auch von Geistern, die dort ihr Unwesen trieben. Bereits die erste Fassung der Erzählung entstand gut 600 Jahre nach der Epoche in der sie spielt.Es war die Zeit kurz nach dem Untergang des Römischen Reiches in der sich auf Grund des Machtvakuums kleine Fürstentümmer gegenseitig bekämpften. Deshalb hofften die Menschen auf eine Erlösergestalt, die Frieden bringt und alle vereinte. In der Erzählung wird Artus als eine Art göttergleicher Erlöser geschildert, der aber am Ende auf Grund eines Verrates scheitert. Der vornehmste Ritter seiner Tafelrunde der 12 Ritter, die Artus an seinem runden Tisch versammelte, ist Sir Galahad. Am Pfingstmorgen, einem für das Christentum symbolisch bedeutsamen Tag wurde der Ritter laut der Erzählung, vom Zauberer Merlin in die Tafelrunde eingeführt und er wurde auch auserwählt den heiligen Gral zu finden. Dieses Gefäß, in dem das Blut von Jesus aufgefangen worden sein soll, ist Teil einer ganz eigenen Legende. Zahllose Menschen haben sich bis heute auf die Suche nach dem verschollenen Gefäß´gemacht. Im Laufe der Geschichte wurde der Gral und die Suche nach ihm zum Sinnbild der Erlösung. Auf die Form des Gefäßes, in Verbindung mit der Wintersonnenwende als symbolischen Datum der Wiedergeburt, verweist auch das Sternbild Orion. Betrachtete man den Abendhimmel zur Zeit der Entstehung der Artus-Erzählung während der Wintersonnenwende, so stieg zu dieser Zeit das Sternbild Orion kurz nach Sonnenuntergang über den Horizont.

Cadbury Castle und das Sternbild Orion

Ungefähr zeitgleich mit der Entstehung der griechischen Sternenmythen entstand in der frühen Eisenzeit auch der Ringwall von Cadbury. Auch hier decken sich der Umriss, wie die Hauptzugänge wieder mit der Gestalt des Orion an zwei wichtigen Kalendertagen, dem 1. Februar und dem Frühlingsäquinoktium. Mit dem himmlischen Jäger wird in der irisch-keltischen Kultur `hern the hunter´´ assoziiert, der hier in zahlreichen Sagen auftaucht. Von Angel-sachen soll er einst im Gebiet des Windsor Forest verehrt worden sein. Im Süden Britanniens mischte sich die Vorstellung jedoch mit dem Bild der Naturgottheit Cernunnos. Dass die polygonalen, scheinbar freien Formen der Hillforts mit Hilfe von Bildern damaliger Gottheiten angelegt wurden, zeigt sich ganz deutlich auch bei der Wallanlage von Old Oswestry.

Old Oswestry und Sternbild Boötes, Stellarium,

Mit den imposanten Wällen wird Old Oswestry meist als Verteidigungsanlage, oder als letzter Rückzugsort der Bevölkerung bei Angriffen geschildert. Auf dem Plateau wurde aber nur eine weitere innere Abgrenzung mit Pallisaden entdeckt, sowie die Spuren einige Rundhütten. Die impos- ante Bauleistung steht als in keinem Verhältnis zu den gefunden Spuren. Vergleicht man hier aber die Positionen des Sternbildes Boötes im 8. Jhd BC am Abend des 11. April , dem Ende des römischen Festes de Magna Mater und dem Herbstäquinoktium, so decken die sich mit der Geometriedes Ringwalles. Damit könnten diese beiden Positionen auch den Zweck der Anlage erklären. War die Anlage also einst ein Heiligtum, so bietet hier die Vorsilbe Os einen Verweis. Natürlich kann die auch auf den ersten Grundherrn zurückgeführt werden, doch in der germanischen Sprache hieß der Ochse noch Ohse oder os. Zudem gab es in der altenglischen Sprache auch das Wort os oder esa, die Gottheit.

Bilder: Wikipedia/ Camelot auf einer Illustration aus Gustave Dorés „Idylls of the King“, 1868, Gustave Doré – Enid, by Lord Alfred Tennyson. London: Edward Moxon & Co., 1868, gemeinfrei / Der Hügel von Cadbury Castle mit den eisenzeitlichen Wällen, Foto Tim Heaton, CC BY-SA 2.0 / Cadbury Castle und Sternbild Orion, Stellarium/ Old Oswestry und Sternbild Boötes, Stellarium,

 

 

 

Burrough Hill Iron Age Hillfort Self-Guided Walk — ULAS News

Location: Burrough Hill Country Park, Somerby Road, Burrough on the Hill, LE14 2QZ Walk length: 1.2 miles / 1.9 km Gradient: Moderate, farm track from Car Park and pasture inside the hillfort (the route can be muddy, so appropriate footwear is advised) Parking: Yes, car park accessed from Somerby Road, toilets available, £2.50 charge NB: […]

Burrough Hill Iron Age Hillfort Self-Guided Walk — ULAS News