Landschaftstempel Hohenstaufen

Hohenstaufen westsüdwestHohenstaufen aus Westsüdwest

Nicht nur die Ausrichtung des Hohenstaufen auf den Sonnenaufgang am ersten Mai weckt fragen, auch die Entfernungen zu wichtigen Landschaftsmarken. So beträgt die Ent- fernung von der Mitte des Hohenstaufens zum Stuifenhorn7461m, was einer Länge von 9000 Megalithischen Yards entspricht, einem bis in die Bronzezeit verwendeten Läng- enmaß von 0,829m. Ein ähnlich auffälliges Maß ergibt sich auch zur Mitte des Rechberges mit 5658m, was einer Entfernung von 6900 MY entspricht. Meist ist die Zahl 69 heute nur noch als Code für sexueller Praktiken bekannt, während ihre Symbolik völlig in Vergessenheit geriet. Dabei ist die 69 einer der bedeutendsten Zahlenwerte innerhalb der Bibel, denn mit dieser Zahl wird die Chronologie der Jahrwochen dargestellt die Daniel in einer Prophezeiung mit geteilt wurden. In ihr erfährt Daniel dass es bis zum erscheinen des Messias genau 69 Wochen dauern wird. Diese Wochen haben jeweils eine symbolische Dauer von mehreren Jahrhunderten auf die hier nicht näher eingegangen werden soll.

Hohenstaufen EntfernungenKarte der Abstände in Megalithischen Yard

Nun ist kaum zu vermuten, dass sich weit voneinander entfernt existierende Kulturen auf den gleichen Sinnzusammenhang bezogen. Viel mehr ist wohl ein ganz natürlicher Er- eignis Urgrund dieses symbolischen Zeitbegriffes. Wie so oft findet man am Himmel eine Erklärung und in diesem Fall ist sie für jeden auch deutlich spürbar. Dieses Schauspiel wiederholt sich während des 18 Jahre und 11.3 Tage dauernden Saroszyklus, in dem nach 223 Vollmonden Erde und Mond wieder die gleiche Stellung erreichen. In dieser Zeit er- eignen sich jeweils 69 Sonnenfinsternisse, die früher die Menschen in Angst und Schrecken versetzt hatten.

Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis aus dem 18. Jahrhundert, ausgestellt in der Benediktinerabei Weltenburg

Ein weitere Auffälligkeit ergibt sich auch bei der Entfernung zum exakt gleich hohen Braunenberg bei Aalen. Hier ist es nicht nur die Entfernung von 33160m die umgerechnet 40000 MY ergibt, sondern auch die Geometrie des Hohenstaufen mit seinen nahezu parallel Höhenlinien. Ausgemittelt weist seine Achse auf den Sonnenaufgangspunkt des 1. Mai, der auf dem Braunenberg liegt. Aus mitteleuropäischen Regionen sind Berge meist als formlose Kultstätten mit einfachsten Altären überliefert. Meist sehen Archäologen sie als Höhensiedlungen oder auch Fürstensitze, ähnlich den mittelalterlichen Burgen. Ganz fern liegt jedoch die Vorstellung einer bearbeiteten Landschaft. Nur der 37m hohe Silbury Hill in der Grafschaft Wiltshire mit einer Plattform für Zeremonialzwecke wird bislang als künstliches Bauwerk anerkannt. Doch auch hier herrschte lange Zeit eine völlig andere Sicht, denn auf Grund seiner Form wurde lange Zeit für ein Fürstengrab gehalten. Bei Grabungen wurde im Innern des Hügels jedoch keinGrab, sondern eine raffinierten Kalksteinstruktur entdeckt, die zur Stabilisierung der Erdmassen diente.

T3 HohenstaufenSonnenkalender Hohenstaufen

Vergleichbare Bauwerke in großer Zahl finden sich jenseits des Atlantiks bei den hier kaum bekannten Moundbuilder Kulturen. Ähnlich dem Silbury Hill errichtetem sie mit unter-schiedlich Schichten aus Gesteins- und Erdmaterial terrassierte Anlagen, die entfernt an die Stufentempel in Mesopotamien erinnern. Einer der bekanntesten als Erdwerke be- zeichneten Landschaftstempel befindet sich in Cahokia, einer Metropole der einstigen Mississippi Kultur. Die Stadt in der Nähe von St. Louis, die einmal bis zu 4000 Einwohner hatte, zählt heute zum Weltkulturerbe. Obwohl sich die Mounds von Cahokia über ein Gebiet von 17km² erstrecken, bildeten 17 dieser Landschaftstempel einst das Herz der Stadt. Der nach einem in der Nähe liegenden Trappistenkloster benannte Monks Mound ist der größte unter ihnen. Für die Aufschüttung seiner terrassierten, mit Gras bewachsen Erdplattformen wurden ungefähr 700.000 m³ Material bewegt, was fast genau dem Volumen des Hohenstaufen entspricht, wie ihn Andreas Kieser 1683 in seinem Forstlagerbuch zeichnete. Den oberen Abschluss bildete die Zeremonialplattform, auf der ein Gebäude aus Holz stand das eine Grundfläche von 440 m² besaß .

Cahokiad SiedlungCahokia mit Monks Mound

Jede Mythologie hat ihre eigenen Kernthemen und so unterscheiden sich auch die Moundbilder Bauwerke in ihren Ausrichtungen. In Cahokia ist der Monks Mound zwar scheinbar nach Norden ausgerichtet, er weicht aber dennoch im Mittel 4.5° um nach Osten ab. Mit dem Wandern des magnetischen Poles kann dies nur schwer erklärt werden, da zu dieser Zeit die Abweichung ja nicht gemessen werden konnte. Viel eher ist dafür die Erklärung im Himmel zu suchen und den Tempel als Anfangspunkt einer Blickachse zu sehen, wie sie auch im barocken Landschaftsgarten zu finden ist. Unter dieser Annahme ergibt sich eine Linie, die sich aus der Stellung des Polarsternes und der Mitte der Gürtelsterne des Sternbildes Orion ergibt. War der Stern Beteigeuze, die Schulter Orion auf dem Südmeridian angekommen, hatte er himmlische Jäger den höchsten Punkt seiner Bahn erreicht. Dies war auch in der Abenddämmerung der Sonmersonnenwende der Fall.

sternbild OrionSternbild Orion

Einiges spricht dafür, dass Orion bei den Plainsindianern das unbekannte Sternbild Yin symbolisierte, das eine besondere Beziehung zur Venus hatte. Dass wir heute so wenig über die städtische Kultur des präkolumbianioschen Nordamerika wissen, liegt mit daran, dass viele Städte wie Cahaokia im 14.Jhd. aufgegeben wurden. Als Kolumbus in Amerika ankam, war der größte Teil dieser Kultur bereits Geschichte. Geschickt verteilte Pest- und Pockenerreger rafften innerhalb kurzer Zeit die meisten Überlebenden dieser Kultur hinweg. Somit blieb nur noch das von Karl May verbreitete Indianerbild des stolzen, edlen Wilden mit seinen federgeschmückten Wildlederkleidung.

Ähnlich den Indianern verlief sicher auch die Geschichte in unseren Breiten, denn die meisten Höhensiedlungen und Zeremonialanlagen wurden mit dem Auftauchen der Römer aufgegeben. Mangels schriftlicher Zeugnisse früherer Kulturen bleibt heute nur noch die Interpretation von Schriften aus römischen Ursprung. Viel zu wenig wird allerdings der Aspekt der Geometrie beachtet, die einen Schlüssel zum Verständnis einer längst vergangen Geisteswelt bietet. Von ihr sagte einst Galileo Galilei: Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.

Bilder:Wikipedia, Hohenstaufen, Ansicht von Westsüdwest, Kreuzschnabel/Gemälde einer Sonnenfinsternis aus dem 18. Jahrhundert, ausgestellt in der Benediktinerabei Welten-burg,Jay Pasachoff, Simulation sunearthtools

Sonnenkalender des Hohenstaufen

Dem Glauben der Ägypter nach entstand die Schöpfung, während der Ur-Hügel aus dem Chaos des Meeres emporstiegen. Ein dreifach abgestufter Berg versinnbildlichte diesen Gedanken in Inschriften als abstraktes Zeichen. Nahezu identisch wurde er in den ersten Stufenpyramiden wie in Sakkara verwirklicht. Diese Schöpfungsmythologie tauchte in einer Epoche auf, als sich Völker aus dem Norden mit der ägyptischen Kultur vermischten. Ein Grund für diese Vorstellung könnte das Sinken des Meeresspiegels um ca. 120m während der letzten Eiszeit gewesen sein, als riesige Landstriche freigelegt wurden. Doch die plötzliche Klimaerwärmung ab 12000 v. Chr. setzte dem ein Ende und der Anstieg bis 4000 v. Chr. um etwa 1,5m alle 150 Jahre musste ein nachhaltiges Trauma verursacht haben, das sich in zahlreichen Flutlegenden niederschlug.

Berge galten wohl deshalb als Orte der Zuflucht und wurden damit auch zu heiligen Orten für die Kulturen der Frühzeit. Europas wohl bekanntester heiliger Berg ist der Olymp, von dem der griechische Dichter Hesiod schrieb: `Zeus thront umtönt von unsterblichen Weisen apollinischer Musik, erfüllt vom seligen Glück der göttlichen Unsterblichkeit“ in der Runde seiner Götter auf dem griechischen Olymp.´ Auch der Hohenstaufen weist auf Grund seiner perfekten Lage und Höhe die Eigenschaften eines frühgeschichtlichen Kultplatzes auf. Dies verdeutlichen nicht nur die Spuren zahlreicher Langhäuser die rund um den Berg zu finden sind, sondern auch das Bild von Andreas Kieser aus dem Forstlagerbuch.

Sonnenkalender 01                                              Hohenstaufen – Sonnenkalender

Seine Lage ermöglichte einen nahezu lückenlosen Sonnenkalender der die früheren Feiertage markierte. Einen ersten markanten Visierpunkt bietet der Stuifen der auf dem gleichen Breitengrad liegt wie der Hohenstaufen. Von hier aus betrachtet stiegt die Sonnen während des Frühlings- und Herbstäquinoktiums neben dem Horn auf. Die Zeit des Äquinoktiums war 5000 Jahren in den mesopotamischen Kulturen. Die Feiertage des Frühlings und der Ernte. Weiter im Norden markiert die Lage des Rechbergs markiert den Sonnenaufgang. an dem irisch-keltischen Feiertag Beltane. Zusammen mit Imbolc am 01.02, Lughnasadh am 01.08 und Samhain am 01.11 war dieses Fest eines der vier großen Feste der keltischen Kultur die den Zyklus der Landwirtschaft bestimmten. In der römischen Mythologie wurde der 1. Mai mit der Verehrung der großen Göttin Bona Dea adaptiert. Ihr zu Ehren gab es zwei Feste: Am 1. Mai und am 8. Dezember.Ihr Kult geht auf einen altitalischen Göttinnenkult zurück der eine Mischung aus Vorstellungen unterschied-licher Kulturkreisen bestand. Heute wird neben dem Tag der Arbeit der 1. Mai an manchen Orten noch das nicht kanonisches Marienfest Maria Königin gefeiert. Wie stark der Bona Dea Kult die späteren Marienfeste beeinflusste zeigt ein weiteres Marienfest das am 8. Dezember gefeiert wird, denn neun Monate vor Mariä Geburt, wird „Concepcion“, das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau gefeiert.
Heute ist der Rechberg eine Marienwallfahrtstätte deren Ursprung auf das frühe Mittelalter zurückgeht. Auch die die Anlage der Burg wurde durch diesen Wallfahrtsort bestimmt. Sie liegt nicht nur an entscheidender Stelle um den Zugang zu kontrollieren, sondern wurde auch auf ein bestimmtes Datum ausgerichtet: Den Sonnenaufgang am 24. Mai dem Schutzmantelfest der Maria.

Burg Plan 02                                        Burg Rechberg – Sonnenausrichtung
Dies stellt die Frage nach dem Ursprung des Namens. Allgemein wird er auf das zahlreiche Rotwild zurückgeführt das im Wald des Rechbergs, sowie den umliegenden Wäldern anzutreffen war. Doch bos zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Berg völlig kahl. Auch die umliegenden Flächen wurden nach den Verwüstungen des 30 jährigen Krieges erst im 18 Jahrhundert wieder aufgeforstet. In der althochdeutschen Sprache gibt es das Wort `rech´ das einen steilen Abhang bezeichnet, doch diese Namenserklärung für einen Ort der seit vorchristlicher zeit eine Bedeutung hatte greift viel zu kurz. Eine Spurensuche in der Burg der Grafen von Rechberg zeigt dass der Name einen viel komplexeren Hintergrund hat.

Baumesiter Rechberg  1805                                            Sebald Baumeister, Rechberg 1805

Der Hohenstaufen – ein Bauwerk der Jungsteinzeit?

Der Hohenstaufen – ein Bauwerk der Jungsteinzeit?

Im Kulturprogramm Sommer der Verführungen des Landkreises Göppingen findet zusammen mit dem Manuela Kinzel Verlag eine weitere Wanderung zum Hohenstaufen statt. Die Frage eines Bauwerkes wurde schon bei mehreren Wanderungen kontrovers diskutiert.

Stufenpyramide Djoser                                  Stufenpyramdie Sakkara

Während um 2500 v.Chr. in der dritten Dynastie des ägyptischen Reiches die ersten Stufenpyramiden entstanden, scheint für Archäologen zu dieser Zeit ein Bauwerk vergleichbarer Größe im Norden noch undenkbar zu sein. Doch erst kürzlich wurde von Professor Christofilis Maggidis des Dickinson College eine Siedlungsstruktur in Boetien untersucht, die ebenfalls um 2800 v. Chr errichtet wurde. Sie hat eine Fläche von ungefähr 200.000m2 und zur Erbauung des Plateaus wurden über 2,5 Millionen Kubikmeter Steine und Erde bewegt.

Citadelle Mykene                                  Zitadelle Boetien

Die Führung am Hohenstaufen zeigt die wesentlichen Merkmale des Bauwerkes und die Irrtümer der Geologen, die im Hohenstaufen noch immer einen Zeugenberg sehen.

Termin: 23.07.2014/ 18°° Treffpunkt Barbarossakirche Hohenstaufen                        Anschließende Möglichkeit zur Diskussion in der Galerie Kinzel-Wolff

Anmeldung & Info: Manuela Kinzel Verlag, Rüdiger Wolff                                              (Pfarrgasse 5, 73037 Göppingen), Telefon: 07165/929399
E-Mail: rwolff@manuela-kinzel-verlag.de
Hinweis: Festes Schuhwerk; bei schlechtem Wetter entsprechende
Kleidung.

 

Der Hohenstaufen und die Sintflut – Teil 2

Die Katastrophe als Auslöser einer Erneuerung.

Der babylonische Atrachasis-Mythos stellt die älteste Überlieferung dar, in der die Flut geschildert wird. Atrachasis, der `der überaus Weise´ erfährt von dem Gott Enki dass die Götter die Menschheit mit einer großen Flut beseitigen wollen. Enki weist ihn an eine würfelförmige Arche zu bauen um sein Familie und alle Tierarten zu retten. Mit einer ähnlichen Schilderung taucht der Mythos einer Arche später in der Genesis auf. Anhand von Bibelstellen berechnete der irische Theologe James Ussher Im 17.Jahrhundert den Zeitpunkt der Flut auf das Jahr 2501 v. Chr. Bislang gibt es zahlreiche Erklärungsversuche die ein reales Ereignis als Ursache des Mythos sehen. Neben der minoischen Eruption, dem Vulkanausbruch der Insel Santorin, wurde lange Zeit ein Meteoriteneinschlag für den plausibelsten Grund des Mythost gesehen.

barringer krater

Barringer Krater Arizona

So vermutet der Archäologe Bruce Masse von Los Alamos National Laboratory in New Mexiko, dass ein Komet in den indischen Ozean eingeschlagen sei und dort eine gigantische Flutwelle verursacht haben könnte. Dabei habe eine zweihundert Meter hohe Wasserwand die an- liegenden Küsten überrollt und sich dutzende von Kilometer bis in das Landesinnere gewälzt. Das durch die gewaltige Hitze verdampfte Wasser und Gestein sorgte dann in weitem Umkreis für katastrophale Wirbelstürme und andauernden Regen. Doch sorgfältige Prüfungen von Kometeneinschlägen in den letzten 11000 Jahren Eine genaue Prüfung von Einschlägen der letzten 11000 Jahre Geologen Nicholas Pinter and Scott E. Ishman von der Southern Illinois University. widerlegt die Theo- rie eines kosmischen Ursprungs der Sintflut. Eine schlüssiger Erklärung glauben die die amerikanischen Marinegeologen William Ryan und Walter Pitman gefunden zu haben. Während der letzten Eiszeit, der Weichseleiszeit lag der Meeresspiegel um mehr bis zu 150 Meter nied- riger als heute und das Schwarze Meer war ein Süßwassersee. Als sich der Wasserspiegel durch den sprunghaften Temperaturanstieg vor rund 10000 Jahren erhöhte drang das Wasser durch die Bosporusenge und füllte das Becken des Schwarzen Meeres in relativ kurzer Zeit um 80m.

Überschwemmung

Überschwemmung in Brasilien

Durch die Temperaturveränderung begannen die ausgedehnten kont- inentalen Eisschilde Nordamerikas und Asiens abzuschmelzen und damit stieg der Meeresspiegel langsam aber kontinuierlich in jedem Jahrhundert um ungefähr 2 m an.Betrachtet man die Bevölkerungs- verteilung Heute lebt ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung in einem Streifen von bis zu 50 Kilometer von den Küstenlinien entfernt. War die Verteilung in dieser Zeit ähnlich, wenn auch mit andren zahlen beutete es dass spätestens nach zwei Genartion eine Küstenansiedlung wieder aufgegeben werden musste. Da dieser Vorgang sich über einen großen Zeitraum erstreckte und sicher niemand das Ausmaß des Wasseran- stieges abschätzen konnte blieben Berge der einzige Zufluchts- und Hoffnungsort der Menschheit. Nur der Fels garantierte noch die Stabilität im stetigen Vordringen des Wassers. Mit dem Bild des Berge begann auch die Schöpfungsgeschichte der ägyptischen Mythologie. Sie erklärt den Beginn mit dem Zeitpunkt, als Atum, der Selbstentstandene, aus der Urflut geboren wurde und im selben Augenblick sich durch seine Schöpfungskraft der Urhügel aus dem Urgewässer erhoben hat.

olymp steffani Gipfel

Der Olymp – Stefani Gipfel

Zum Zeitpunkt der vermuteten Entstehung des Hohenstaufen hatte der Meeresspiegel erst knapp die Hälfte der heutigen Höhe erreicht. Damit war die Angst vor dem weiteren Vordringen sicher nicht unbegründet. Dies dürfte mit ein Grund gewesen Kultstätten wurden auf Bergen an- zulegen. Für die ersten Bauwerke der neuen Warmzeit des Mittelholo- zäns wurden sie so zum Vorbild, das mit einfachen Mittel der Trocken- mauertechnik nachgeahmt werden konnte. Die durch die lang anhalt- ende Flut hervorgerufene Bevölkerungswanderung löste sicher einen Entwicklungsschub innerhalb der Sprachen aus genauso wie sie die religiösen Vorstellen der Menschen veränderte. Da die Unterwasser- archäologie noch immer ein Nischendasein besitzt, sind bislang nur spärliche Überreste dieser Flutkatastrophe gefunden worden, wie die Reste einer Terrassenanlage vor der Insel Okinawa oder die Tempel vor Pura Tembok auf Bali.

Pura Tempok

Tempel vor Pura Tampok

Der Hohenstaufen und die Sintflut – Teil 1

Jan brueghel der Ältere

         Jan Brueghel der Ältere – Die Sintflut mit Arche Noah 1601
Der Film Noah führt wieder einmal mit eindringlichen Bildern vor, wie ein Schöpfungs- mythus durch triviale Bilder verstümmelt und der Lächer-lichkeit preisgegeben wird. Bei Führungen am Hohenstaufen wird oft die Frage gestellt, aus welchem Grund dieses Bauwerk und sicher auch andere in ähnlicher Form entstanden sind. In diesem Zusammenhang kommt natürlich auch der Begriff Sintflut zur Sprache. In der mittelhoch-deutschen Sprache bedeutet das Wort `sin´ immerwährend. So wurde auch in vielen Erzählungen über die Flut berichtet.

Erst der Kampf unterschiedlicher Glaubensströmungen innerhalb der katholischen Kirche während des 13. Jahrhunderts brachte die Sintflut mit der ähnlich klingende Sünde und dem Strafgericht Gottes in Verbind- ung. Im 17.  und 18. Jahrhundert wurde diese Katastrophe, auch im Hinblick des Gelehrtenstreites ob Katastrophen die eigentliche Ursache für das Bild der Eerde seien, zu einem beliebtem Thema innerhalb der Bildenen Kunst. Laut den Texten der (Gen 7,10–24 EU und Gen 8,1–14 EU) soll die Sintflut ein Kalenderjahr und 10 Tage gedauert haben. Damit hätte die Flut genau 375Tage gedauert. Die Zahlen selbst deuten an, dass sie keine exakte Zeit beschreiben, sondern vielmehr eine symbol- ische Be deutung besitzen. So entspricht der Zahlenwert 375, einem Produkt aus 3x5x5x5 dem den Buchstaben Salomos. Um ein besseres Verständnis des Textes zu bekommen, der sicher vor dem Hintergrund einer globalen Katastrophe verfasst wurde muss zuerst der Name, so- wie das Maß der Arche noch genauer betrachtet werden.
In der hebräischen Sprache bedeutet Arche Kasten oder auch Palast. Die gleiche Bedeutung hat das Wort im akaddischen Gilgamesch Epos. In der Torah wird die Arche mit einer Länge von 300 Ellen, einer Breite von 50 Ellen und einer Höhe von 30 Ellen beschrieben. Auch hier stellen die Zahlen kein exaktes Maß der Arche dar, sondern verkörpern eine symbolische Bedeutung. Im hebräischen Alphabet entspricht die Zahl 300 dem Buchstaben ´Schin´, die 50 dem Buchstaben `Nun´ und die 30 dem Buchstaben ´Lamed´. Eine offensichtliche Verbindung zwischen den Maßen die für diese drei Buchstaben stehen ist, findet sich in der Wurzel des hebräischen Wortes `Lashon´, das Zunge oder Sprache bedeutet. Der Buchstabe `Schin´, welcher einer der drei Buchstaben ist, die `Mütter´genannt werden, verkörpert das Element des Feuers und stellt in seiner spirituellen Eigenschaft die Leidenschaft dar. Gleichzeitig verkörpert der Buchstabe die Fähigkeit, Gedanken und Gefühle in leidenschaftlichen Wörtern auszudrücken.

Dem im spirituellen Sinne oft zerstörerischen `Schin´ folgt der Buch- stabe `Nun´, der für die mitfühlende Empfindsamkeit steht. Ganz be- wußt wird er der Breite der Arche zugeordnet und stellt damit die Weite des Geist- es und .Fähigkeit sich mit anderen zu verbinden dar. Zuletzt wird das Maß um die Höhe oder der Tiefe der Arche mit dem Buch- staben `Lamed´ erweitert.´Er stellt die Erfahrung dar, wenn sich unser leiden-schaftliches Wort mit dem gesamten Kosmos verbindet und sich mit ihm vereinigt und eine neu Wirklichkeit schafft. Die wenigen Zahlen und Worte zeigen, dass mit der Arche kein wirkliches Schiff beschrieb- en wurde, sondern einen ‚Palast des Wissen´, dessen Sprache die Wurzel einer neuen Entwicklung war.

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Kaspar Memberger – Die Sintflut 1588

2. Teil: Die globale Katastrophe als Auslöser einer neuen Entwicklung.

Die Riesen vom Hohenstaufen

 

 

 

In einem der griechischen Schöpfungsmythen waren die ersten Kinder der Mutter Erde hundertarmige Riesen von halbmenschlicher Gestalt und die wilden, einäugigen Kyklopen. Der Vater Himmel, Uranos, zeugte mit der Mutter Erde die Titanen, nachdem er die aufständischen Kyklopen in den Tartaros, die Unterwelt geworfen hatte. In den Sagen des deutschen Sprachraums gibt es die Riesen meist als unge- schlachte Naturgeister. Oft verkörpern sie Wetter-Riesen, Sturm-Riesen oder auch Waldgeister aus denen einst die Figur des Rübezahl entstanden ist. In Erzählungen warfen Riesen gerne mit Felsblöcke und hinterließen riesige Fußabdrücke während sie sich im Streit erschlugen. Die daraus ersichtliche inhaltliche Auseinandersetzung mit den Gestalten der Riesen steht oft für den Kampf gegen eine überkommene, Struktur, deren notwendige Ablösung durch die unbezähmbaren Figuren erklärt werden sollte.

 

Wie der Hohenstaufen entstand

Die Gegend um den Hohenstaufen war schon in uralten Zeiten schön und lieblich wie ein Garten Gottes. Aber in diesem Gottesgarten wohnten zwei wilde Riesenvölker, und die hatten immer Streit miteinander. Einmal kämpften sie so erbittert miteinander, daß sie sich bis auf den letzten Mann umbrachten. Dabei zerstörten sie die ganze Gegend. Da sagte unser Herrgott: »Nun haben mir diese wilden Riesen meinen schönen Gottesgarten zerstört. Ich will aber einen neuen pflanzen.« Er nahm die Felsstücke, welche die Riesen gegeneinander geworfen hatten und schleuderte sie vor sich, und das gab die Berge der Alb. Dann nahm er die Rasenstücke, welche die Riesen losgerissen hatten, und warf sie hinter sich – und das gab den Schur- und Welzheimer-Wald. Auf dem Platz aber, wo er stand und die gute Erde durchsiebte, entstand der Bergkegel des Hohenstaufen. Daher ist die Gegend um den Hohenstaufen heute noch um ihrer Schönheit und Fruchtbarkeit willen berühmt.

(aus Deutsche Sagen)

Riesen Hohenstaufen

 

 

 

 

 

 

 

Irrtümer der Geologie / Teil 3

Über die Entstehung der heutigen Kante der Schwäbischen Alb herrscht unter Geologen keinesfalls Einigkeit. Allein zwei unterschiedliche Theorien versuchen die weiträumige Erosion der Schwäbischen Alb von ihrer vermuteten Grenze, den Zeugenbergen, bis zum heutigen Rand der Schichtstufe zu erklären. Eine Theorie erklärt das Zurückweichen der Schichtstufe durch die raschere Quelllerosion bei weicherem Gestein, die härteres Gestein abbrechen und ins Tal stürzen ließ. Das abgerutschte Material soll dann durch fließende Gewässer wegtransportiert worden sein. Aber bereits in den 40-er Jahren gab es die Theorie, dass in dem feuchtheißen Klima des Tertiärs partiell größere Veritterungszonen entstanden, sogenannte `Einrumpfungen´. Sie vertieften sich wesentlich rascher und ließen dadurch die Schichtstufenlandschaft zurückweichen. Da das Tertiär aber erst im letzten Drittel der Zeitleiste angesiedelt ist, bliebe mit dieser Theorie die Erosion der Alb in einem Zeitraum von 100 Millionen Jahren völlig ungeklärt.

Doch für die, einst weiter im Nord-Westen vermutete Hangkante der Schwäbischen Alb gibt es nur wenig handfeste Beweise. Einer, der häufig angeführt wird, ist ein Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans, der vor ca. 15 Millionen Jahren ausbrach. Im Umkreis von Bad Urach sind bislang 350 Schlote aktenkundig, wobei wir während den Erkundungen einer keltischen Großsiedlung bei Dettingen auf einem einzigen Acker allein ein gutes Dutzend solcher Schlote fanden. Allein dieses Ergebnis bei Dettingen legt den Verdacht nahe, dass die Landschaft durch den Ausbruch des Vulkans buchstäblich wie ein Küchensieb perforiert wurde. Der im Schlot von Scharnhausen gefundene Weisse Jura wird heute gerne als Beweis angesehen, dass zu diesem Zeitpunkt die Schichtstufe noch bis in diese Region reichte. Viel eher scheint es hier aber einen Zusammenhang zwischen der vulkanischer Tätigkeit und dem Riess – Steinheim Meteor zu geben, dessen gewaltige Einschlagkraft in einer Größenordnung von 20000 Atombomben lag. Bei diesem Ereignis wurden riesige Gesteinsmengen, wie der Weisse Jura über Dutzende von Kilometern durch die Luft geschleudert und erreichten auf diese Weise auch die Region von Scharnhausen. Somit ist der immer wieder angeführte Beweis von fragwürdiger Natur und dadurch gerät auch eine weitere Theorie ins Wanken; Die Zeugenberge

Wie bei der Hangkante gibt es auch zur Entstehung der Zeugenberge gegensätzliche Meinungen, wobei der Begriff der Reliefumkehr sich mittlerweile als Entstehungsursache eingebürgert hat. Hier soll zu einem frühen Zeitpunkt eine Senkung in der Schichtstufe entstanden sein. In dieser Mulde wurde das harte Oberflächengestein nach der Meinung von Geologen vor Verwitterung geschützt, während die umgebende Landschaft dem Abtrag durch Wasser und Wind viel stärker ausgesetzt war. Anschließend soll der harte Kegel stehengeblieben sein, der im Laufe der Zeit zu einem Zeugenberg geformt wurde. Auch diese Theorie weist einen gravierenden Denkfehler auf. In der entstanden Mulde sammelt sich Wasser und saures Wasser, das in der Erdgeschichte häufig vom Himmel regnete, löst bis zu 10 cm Kalkgestein pro Jahr. Über kurz oder lang wäre also das harte Deckgestein des eingesenkten Berges verschwunden und das weichere wieder zum Vorschein gekommen. Auch die vermutete Senkung müsste sich beim Hohenstaufen unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage stattgefunden haben,denn hier verlaufen die ´gebankten´ Kalke alle waagrecht. Das gleiche Bild zeigt sich übrigens auch auf halber Höhe beim Stuifen. Doch nach Meinung der Geologen soll dieses Gesteinsbild durch Schubvorgönge während

Irrtümer der Geologie- Schwäbischer Vulkan

Irrtümer der Geologie- Schwäbischer Vulkan

der Entstehung des Grabenbruches, dem Schwäbischen Lineament entlang der Linie Aalen Bebenhausen entstanden sein, die in der Folge auch einem querrechteckigen Grundriss im exakten Verhältnis 2:1 erzeugt haben..

(weiter im 3. Teil)

Der Hohenstaufen – Irrtümer der Geologie / Teil 2

Noch mehr Irrtümer

Geologische Theorien gründen allzuoft auf den Ansichten eines einzigen Wissenschaftlers und werden später nie mehr kritisch hinterfragt. Bestes Beispiel ist die Theorie über die Entstehung des Erdöls. Die Entstehung der braunen Flüssigkeit wurde jahrzehntelang mit der chemischen Umwandlung untergegangener Urwälder erklärte, deren Holz durch darüberliegende Erdschichten zusammengepresst wurde. Der im Auftrag des Shell Konzerns forschende Wissenschaftler Marion. K. Hubbert entwickelte diese Theorie in den 50-er Jahren und niemand fiel in der Folgezeit auf, dass viele der erschlossenen Ölfelder wesentlich höher waren als dies die Statik eines Baumstammes erlaubte. Auch viele unter den Granitsockeln von Kontinentalplatten gefundenen Vorkommen weckten keine Zweifel an Hubberts Theorie, denn dort, unter dem ältesten Gestein der Erde gab es noch nie Urwälder. Ja selbst der ausbleibende Fund von Fossilien führte nicht zu einer Überprüfung seiner Theorie. Erst in den 90-rer Jahren wurde in der Sowjetunion mit Nachdruck an der Erschließung neuer Quellen geforscht und dabei machten Wissenschaftler eine erstaunliche Entdeckung. Erdöl wird ständig in Bruchzonen neu gebildet, in den Wasser, Methan, sowie weitere Elemente unter hohem Druck vereinigen. Damit war auch eine Erklärung für Ölfelder gefunden, die sich nach einer gewissen Zeit wieder füllen.

Dass Steine nicht gleich Steine sind wird am Hohenstaufen noch zu beweisen sein. Bei der Cheopspyramide ist dieser Schritt bereits erfolgt. Viele findige Köpfe mühten sich hier ab um den Bau dieser Pyramide zu erklären. Mit zahlreichen Rampenmodellne wurde erklärt  unter welcher Mühsal vor rund 4000 Jahren Heerscharen von Sklaven  Kalksteinblöcke auf ihre Position zogen. Doch auch hier schaffte es keine einzige öffentlich diskutierte Theorie diesen Bau zu schlüssig erklären. Fast erscheint es so, dass Historiker und Archäologen unter einem hypnotischen Zwang stehen, die Technik der Vergangenheit als primitiv darstellen zu müssen. Aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang die Versuche des französischen Wissenschaftlers Joseph Davidovits, einem Chemiker an der Universität von Barry, Er hat mittlerweile nachgewiesen, dass für die Steinblöcke eine Art Beton zur Verwendung kam, der aus über 12 verschiedenen natürlichen Bestandteilen bestand. Auch in einem Feinschliff der Steine konnten unabhängige Institute keinen Unterschied zwischen den an der Pyramide verbauten Blöcken und Davidovits Steinen nachweisen. Mit dieser Technik klären sich eine ganze Reihe von Fragen die sich bei der Bearbeitung der unzähligen Blöcke stellen.

Diese beiden Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere und zeigen exemplarisch, wie einmal entstandene Erklärungen über lange Zeit die Sicht der Forschung bestimmen und dabei neue Gedanken verhindern.

davidovidts

Davidovits vor vor dem Experiment

(weiter im 3. Teil, der wieder zum Berg zurückführt)

Der Hohenstaufen – Irrtümer der Geologie / Teil1

Die Spielburg

In früheren Zeiten bot eine Sage über Riesen, die im Streit mit Felsen um sich warfen, eine wundersame Erklärung für die Entstehung der Drei Kaiserberge. Auch die am Fuße des Hohenstaufen aufragende Gesteinsformation der Spielburg würde in dieses Bild passen. Die malerische Formation soll wie eine im 19. Jahrhundert entstandene Legende berichtet, einer der Lieblingsplätze Kaiser Barbarossas gewesen sein, an denen er die Aussicht über sein Land genoss und kurzweiligen Ritterspielen beigewohnt haben soll,. Noch bis in die 50- er Jahre wurde hier Kalkstein abgebaut. Wie der Schnitt des Schichtenaufbaues der Schwäbischen Alb zeigt, gibt es auf dieser Höhe aber kein Vorkommen des einst hier abgebauten Massekalkes des Weiße Jura.

Im Schichtenaufbau der Schwäbischen Alb,d er mit ca. 2,7° in Richtung Donau geneigt ist, hat sich im Jurameer vor ungefähr 140 Millionen die letzte Gesteinsschicht gebildet, aus der auch die Spielburg besteht. An der Stelle des Hohenstaufen, wo sich einst der von Geologen vermutete Rand der Schwäbischen Alb befunden haben soll, lag dieses Gestein aber noch ca. 360m über seinem heutigen Fundort, der heutigen Spielburg. Erklärt wird diese Anomalie durch das Abrutschen des Gipfels vor ungefähr 2.5 Millionen Jahren. Zwischenzeitlich hatten aber eine Reihe von Ereignissen, wie die Auffaltung der Alpen vor 50 Million Jahren zu einer Schräglage der Schichtstufenlandschaft geführt. Bei einem gleichmäßigen Abtragen der Landschaft durch die Erosion im Laufe von 140 Millionen Jahren, müsste der Gipfel und auch der gesamte Berg des Hohenstaufen aber aus Braunem Jura bestehen. Weder für das Gestein der Spielburg, noch für die auf der Nord-Westseite des Hohenstaufen zu sehenden waagrechten Reihen `Wohlgeschichteter Kalke´, bietet dieses Model auch nur ansatzweise eine realistische Erklärung. Nur bei einem Berg der ungefähr die fünffache Höhe des heutigen Hohenstaufen gehabt hätte, wäre dieses Ereignis möglich gewesen. Doch dann läge die Spielburg fast 40 Höhenmeter über ihrer heutigen Lage. Aber dieser sogenannte  `Gipfelrutsch´ hätte im Zeitablauf während der Kreidezeit, noch vor der Bildung der Eurasischen Kontinentalplatte stattfinden müssen. Die Erosion während der 120 Millionen Jahre bis zum heutigen Zeitpunkt hätte all diese Spuren sicher gründlich verwischt.

Hohenstaufen - Geologie

Hohenstaufen – Geologie

(weiter im 2. Teil)

Der Hohenstaufen – Ein Bauwerk der Jungsteinzeit

 

Wenn es um Zeugenberge und Kalksteinentstehung geht, bewegt sich die Wissenschaft der Geologie keineswegs auf sicherem Terrain, wie so oft behauptet wird. Ist man sich über die Entstehung der Landschaft Schwäbische Alb gerade noch einig, so erklären auch vier verschiedene Theorien die Entstehung der Zeugenberge nicht wirklich. Auch bei den Entstehungszeiten der unterschiedlichen Kalksteine weisen neueste Forschungen mittlerweile auf gewaltige Widersprüche hin. Bei einer geführten Tour von der Spielburg zum Plateau des Hohenstaufens stellt der Autor des Buches `Die goldene Landschaft´, Dipl. Ing. Reinhard Gunst, die wesentlichen Widersprüche vor und zeigt die Besonderheiten des frühgeschichtlichen Bauwerkes Hohen-staufen. 

Zeitpunkt: Sonntag, den 10.11.2013 /14Uhr Dauer:1.5std 

Ort: Spielburg/ Parkplatz