Poulnabrone und der ewigte Wächter

Schafhirte in Italien. Autor unbekannt

Im Orient erhielt das Sternbild des Bärenhüters den Namen ‚der Hirte‘. Dieser hatte die Funktion zu wachen, aber auch seine Herde zu erziehen und zu führen. Damit wurde der Hirte zu einem Vorbild für Herrscher. Die Entstehung dieser Vorstellung könnte eine Ursache im kulturellen Wandel haben, der im Zeitraum des 5. Jahrtausends stattfand. Die aufstrebende Landwirtschaft befand sich damals im starken Konkurrenzkampf mit den Herden der Nomaden. Daher mussten die Bauern ihr Eigentum durch einen Wächter schützen lassen. Auf diese Funktion weist auch der griechische Name für das Sternbild des Bärenhüters hin. Hier erhielt er auf Grund einer Legende auch seinen Namen der heute noch gebräuchlich ist: Arktophulax, der Bärenwächter. Das Wort setzt sich aus dem griechischen Arktos, der Bär, und Phulax, der Wächter, zusammen. Auch im antiken Rom war ein Phylax ein Wächter und in früheren Zeiten wurde Chaldea Arcturus auch mit Papsukal, dem Wächterboten, identifiziert.

Der Bärenhüter, 1776 Fortin’s Atlas Celeste de Flamsteed

Im Griechischen wird der hellste Stern des Bärenwächters Arktouros genannt, der später die lateinische Bezeichnung Arcturus erhielt. Oftmals stand der Stern auch stellvertretend für die gesamte Sternkonstellation, da der Stern mit dem Namen der Konstellation ausgetauscht wurde. Auch hier bezeichnet das aus dem Griechischen stammende Suffix – ouros den Wächter und dieser Suffix ist auch mit dem Wortschutz in den germanischen Sprachen verwandt. Die Rolle des Wächters spiegelt sich auch im Bild des keltischen Gottes Teutates wieder, dessen Namen in etwa der Bedeutung ‚Gott des Volkes‘ entspricht. So wurde er möglicherweise auch zu einer Wächtergottheit: Der römische Dichter Lucan beschreibt Teutates als einen der wichtigen keltischen Götter neben Esus and Taranis. Seiner Auffassung zufolge entsprach sein Bild einer Mischung der römischen Götter Mars und Mercurius, Wahrscheinlich hatte Teutates, oder auch Toutatis genannt, auch ein irisches Gegenstück in Gestalt des von Tuathal Techtmar, dem legendären Eroberer Irlands. Dessen Name soll seinen Ursprung in der gleich-namigen Gottheit Teuto-valos, dem Herrscher der Menschen, gehabt haben. Die Ver- bundenheit des Volkes zu ihrem Gott Teutes zeigte sich auch in zahlreichen, in Groß- britannien gefundenen Silbereingen, In denen wurde das Kürzel TOT eingraviert, das auf den Gott Toutais verweist. Über die Gestalt des Tuathal Techtmar gibt es mehrere Deutungsversuche.

Silberring mit Gravur `TOT´, Foto BabelStone

Einer sieht den Ursprung des Namens auch in dem keltischen Wächtergott Teutates. So spielt Tuathal Techtmar in der irischen Mythologie ebenfalls eine wichtige Rolle, denn er soll der mythische Urahne und König der Uí Néill gewesen sein, einer irischen Dynastie, die lange Zeit die Könige Irlands stellten. Eine verwandte Vorstellung eines Herrschers über die Völker, der zugleich ihr Wächter war, existierte in ähnlicher Zeit in Ägypten. So galt dort Seth in den Pyramidentexten der „Gott des Südens“, der Oberägypten regiert. Er beschützte den König, spendete den Segen und führte zugleich die Reinigungsriten durch. De wohl bekannteste Teil der Erzählungen über den Gott Seth ist die der Er- mordung seines Bruders Osiris, dem Regenten von Unterägypten. in der altägyptischen Mythologie war Seth noch der Himmelsgottheit Mesechtiu zugeordnet, die durch das Sternbild des Großen Wagens im Sternbild des Großen Bären verkörpert wurde. Eine Inschrift benennt Mesechtiu mit folgenden Worten: „Er ist der, der den Untergang nicht kennt“ und „Der Unvergängliche“. War Mesechtiu der Große Wagen, so wäre dann Seth dem heutigen Bärenhüter gleichzusetzen. Der Große Wagen der vermutlich auch die Himmelsbarke darstellte, galt in den damaligen Vorstellungen auch als das unver-wüstliche Sternbild, ein Merkmal, das dann auch das Bild Seths geprägt hatte. Ähnlich, wie später die griechische Mythologie die Entstehung der Sternbilder erklärt so erzählt auch der Papyrus Jumilhac ganz ähnliches. Hier wird beschrieben, wie Horus im Kampf gegen seinen Bruder Seth (Bärenhüter) dessen Vorderbein herausreißt und es anschließend in den Himmel verbannte. Dort wurde es dann zur Deichsel des Gro0en Wagens. Daraus entwickelte sich dann der Name „Mesechtiu“, der „Stierschenkel“. Aus dem Alten Reich Ägyptens, das ungefähr um das 27. Jhd. BBC ist das Mundöffnungs- ritual Mesechtiu Dieses Ritual wurde mit einem Dexel vollzogen, dessen Form an das herausgerissene Bein des Seth erinnerte. Dessen unverwüstliche Eigenschaft bietet nun auch eine Erklärung für die den Plan eines Portal-Tombs, wie es die Poulnabrone-Dolmen darstellt.Der Name, der übersetzt auch Loch der Sorgen heißt, liegt im Burren, County Clare, Irland. Das Grab wurde in der Jungsteinzeit, wahrscheinlich zwischen 3800 und 3200 v. Chr. erbaut. So unverwüstlich wie es heute noch steht, ist auch das Urbild seine Geometrie, das Sternbild des Bärenhüters. Mit dieser Stellung, der Sicht am 23. April, korrespondierte es auch mit dem Sonnenaufgang am Morgen über dem Gipfel des Doonmore.

Poulnabrone-Dolmen, County Clare, Irland, Foto Ulrich.fuchs

Um 3400 BC – Poulnabrone-Dolmen, Sicht des Boötes am Abend des 23. April Sonnenaufgang am Morgen über dem Doonmore / Grafik Dolmen Suzanne Mischyshyn

 

Wikipedia: Schafhirte in Italien. Autor unbekannt,PD-alt-100 / 1776 star chart of the constellations Comae Berenices, Bootes & Cannes Venatici and neighboring constellations, from Fortin’s Atlas Celeste de Flamsteed /Silberring mit Gravur `TOT´, Foto BabelStone , http://finds.org.uk/database/artefacts/record/id/394402 / Poulnabrone-Dolmen, County Clare, Irland, Foto Ulrich.fuchs, CC BY-SA 3.0 /Um 3200 BC – Poulnabrone-Dolmen, Sicht des Boötes am Abend des 23. April- Sonnenaufgang am Morgen über dem Doonmore / Grafik Dolmen Suzanne Mischyshyn/ stellarium, sunearthtools, opentopomap

 

Giant’s Ring

Sunday, 25 October 2020

This is the so called Giant’s Ring, a late Neolithic henge monument at Ballynahatty, near Shaw’s Bridge, Belfast, Northern Ireland…

Inside the enclosure, east of the centre, is a small passage tomb with an entrance passage facing west…

The genetic data obtained from the female remains found inside the tomb, and dated to (3343–3020 cal. BC) shows „predominant ancestry from early farmers“ and „haplotypic affinity with modern southern Mediterranean populations such as Sardinians“.

Also „she shares higher levels of genetic drift with Early and MN samples from Spain rather than those from Germany…and arguing for the possible passage of farming to Ireland via a southern coastal route rather than via the migrations through central Europe“.

From „Neolithic and Bronze Age migration to Ireland and establishment of the insular Atlantic genome“ 

Now this is pointing at the neolithic people (first farmers) migrating into Europe following two routes, both starting in the Balkans: 

1. Up along Morava river to Danube and then up along Danube river into centra Europe and onward to North and Baltic seas and then further into Britain. 

2. Along north mediterranean coast via Italy, France, Spain and further into Ireland. 

Now according to the archaeological data presented in „Farming and woodland dynamics in Ireland during the Neolithic“ the first farmers arrived to Ireland some time after „the great elm decline“ which is pinned to around 3800BC. 

Now at that time, in the 4th millennium BC, the tourists wanting to travel along the north Mediterranean coast had two options: to walk, or to use the Neolithic seafaring trading routes that we know existed between Balkans and Iberia (via Sicily and Sardinia). I talked about this trading route in my post „Neolithic seafarers„. 

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Newgrange: The Winter Solstice; ireland.com — All About World Heritage Sites

The winter solstice happens every year on 21 December. Nowhere is the celebration more dramatic than at the passage tomb of Newgrange, which predates the pyramids. Source: Newgrange: The Winter Solstice

Newgrange: The Winter Solstice; ireland.com — All About World Heritage Sites

Dun Briste

Friday, 21 August 2020

 

This is Dún Briste (literally Broken Fort) in Co. Mayo, Ireland. This 50 metres tall sea-stack stands just off Downpatrick Head, in the townland of Knockaun, east of the quiet village of Ballycastle. The stack is crowned by an old ruined fort…

There is a local legend that explains the name „Broken Fort“. It was collected by Douglas Hyde and published in 1914 book „Legends of Saints & Sinners„…It is called „St Patrick and Crom Dubh“ and I will here give a short version…With interpretation 🙂

…Before St. Patrick came to Ireland there lived a chieftain…in Co. Mayo, and his name was Crom Dubh. Crom Dubh lived beside the sea in a place…which is now called Dún Briste, or Broken Fort. My story will tell why it is called Dún Briste…

…Crom Dubh was one of the worst men that could be found, but as he was a chieftain over the people of that country he had everything his own way; and that was the bad way, for he was an evil-intentioned…man, with desire to be avenged on every one who did not please him…

…He had two sons… (who were) were worse than himself, and that leaves them bad enough! Crom Dubh (also) had two hounds of dogs…and if ever there were [wicked] mastiffs these two dogs were they….

…And, to go further, Crom Dubh had a big fire kindled…Anyone who displeased him, used to be brought before Crom Dubh, as he sat beside the fire, and Crom used to pass judgment upon him, and after the judgment the man used to be thrown into the fire…

…It is said that a fairy sweetheart walked with Crom Dubh, and giving him knowledge according as he used to require it. And every scheme hatched against Crom Dubh to put him out of the world, he overcame them all, for he had too much wizardry from the fairy sweetheart…

…The fame of Crom Dubh and his two sons, and his two mastiffs, went far and wide, for their evil-doing; and the people were so terrified at his name, not to speak of himself, that they used to hide their faces in their bosoms when they used to hear it mentioned in their ears…

…Crom Dubh was continuing his evil deeds for many years…and every year it was getting worse…Some say that he was a native of hell…But people had no knowledge of God or Mary…and for that reason they could not put trust in any person beyond Crom Dubh…

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Larissa

Thursday, 30 July 2020

This is apparently the only menhir ever discovered in Greece. Two metres tall, it depicts a female figure, and dates to the Early Bronze Age (3300-2200 BC). Discovered in Central Greece at Soufli Magoula, Prefecture of Larisa, currently in the Diachronic Museum of Larisa…
I always loved the name Larissa. In mythology, the nymph Larissa was a daughter of the primordial man
Peleus, the hero beloved by the gods, father of Achilles lived in Larissa…Homer says in the Iliad that: „Hippothous led the tribes of Pelasgian spearsmen, who dwelt in fertile Larissa“…
Officially: „The name Larissa (Λάρισα Lárīsa) is in origin a Pelasgian word for ‚fortress‘. There were many ancient Greek cities with this name“…