Der Löwe des Tempelberges

Felsendom und Kettendom, Foto Ralf Roletschek

Die Jahrtausende alte Symbolik des Löwen prägt auch das Plateau des Tempelberges und erscheint hier als Bindeglied der 3 Religionen. Für alle ist der Tempelberg von großer Bedeutung, da such den Erzählungen zufolge, hier wichtige Ereignisse zuge- tragen haben. Damit steht das Herrschaftszeichen und solare Symbol für zahlreiche Gemeinsamkeiten der 3 Religionen, die auf einen gemeinsamen Stammbaum einer Grundidee mit all den daraus entsprungenen Erzählungen hinweisen. Wie in den bib- lischen Texten, so wird auch im Koran die Sonne häufig erwähnt. Sowohl als Him- melskörper, aber auch in gleichnishaften Bildern taucht sie dort auf. Bereits bei den Erzählungen zum Stammvater der Völker, Abraham, taucht die Sonne auf, Hier erzählt Abraham von seiner Erkenntnis, dass die Sonne selbst ein Geschöpf ist und es somit ein Fehler sei, sie als göttliche Macht anzubieten. Diese Natursicht entsprechend, wird im Koran auch von der Möglichkeit erzählt, die Sonne zur Vermessung und Wegebe-rechnung zu nutzen. Wie bei anderen Religion überwiegt in den Texten des Korans aber die symbolische Bedeutung der Sonne, Sie steht hier bildhaft für das Licht, das der Prophet Muhammad im Namen Allahs ausstrahlt.

Timuridische Darstellung Mohammeds; aus dem Miradschname, 1436, Herat.

Auch das reflektierte Licht des mondes dient als Metapher. denn wie das Licht der Sonne vom Mond reflektiert wird, so wird das Licht des Propheten vom Imam Ali zurück-gestrahlt. Ein letztes Mal tritt die Sonne in den Erzählungen dann als Ankündiger auf, wenn die Wiederkunft des Imam Mahdis unmittelbar bevorsteht. An diesem Tag soll sie aber nicht im Osten, sondern im Westen aufgehen. Nahezu mittig auf dem Plateau des Tempelberges steht heute der Ende des 7. Jahrhunderts errichtete Felsendom. Er wurde dort auf einem Felsen errichtet, wo nach Islamischer Überlieferung der Prophet auf seinem Pferd in den Himmel getragen worden sein soll. Auch die Israeliten sahen diese Stelle als einen heiligen Ort an, denn hier wird auch der Brandopferalter Abrahams vermutet. Auf dem soll der Stammvater der Völker, gemäß den biblischen Erzählungen Abraham, seinen Sohn Isaak als Beweis seiner Gläubigkeit Gott zum Opfer dargeboten haben.Nach diesen Überlieferungen soll Gott selbst den Ort ausgewählt und ihn dann als seinen Wohnort auf Erden bestimmt haben.

Fels im Innern des Felsendoms, Foto Earthsound

Dieser Bestimmung folgend, soll auch König Salomo hier seinen Tempel erbaut haben, der dann von ihm zum Mittelpunkt der jüdischen Religion erklärt wurde. Der oktogonale Baukörper des Felsendomes ist im Innern durch einen Säulenumgang gegliedert, der den Zentralraum einschließt. In ihm befindet sich auch der Fels liegt, über dem der Tambour mit der Goldenen Kuppel liegt. Die Anlage hat vier Eingänge, die den jeweil- igen Himmelsrichtungen entsprechen. Mit der Form des Oktogons wurde hier auch eine Bauform aufgenommen, die bereits bei der um 540 entstanden Kirche San Vitale in Ravenna verwirklicht wurde. Mit seiner Ausführung zählt der Felsendom zu den Meisterwerken des Umayyadenstils. Dies war der Baustil eines arabischen Stammes aus der Region Mekkas, aus dem auch der Prophet Mohammed stammte. Auf dem Plateau, das einst Herodes der Große errichten ließ, verbindet nun der himmlische Löwe alle Stätten dre 3 Relgionen. So wird durch ihn auch der Name des  Golden Tores oder auch Schönes Tor genannt, erklärt. In der Lage, wie sie der Sicht um den 23. April entsprach, liegt dann sein Hauptstern Rgulus, der kleine König, auf diesem Tor.

Goldenes Tor 2018 von außen, Foto Fallane

Damit verweist hier die Farbe Gold, wie bei der Kuppel ds Felsendmes, auch auf die solare Symbolik des Löwen. Nach neueren Unterschungen stammt dieses Tor aus frühislamischer Zeit,. Es wurde als umayyadische Doppeltoranlage errichtet und stammt damit aus einer ähnlichen Epoche wie der Felsendom. Mit dem Beginn der Kreuzzüge gewann das Tor eine ganz andere Bedeutung, denn nach den Erzählungen soll hier Jesus auf einem Esel in die Stadt geritten sein. Deshalb wurde es in der Zeit der Kreuzfahrer auch nur zu den jährlichen Palmsonntagsprozessionen geöffnet. Deshalb befand sich vor dem Tor einst ein Friedhof, der aber nach de Rückeroberung durch den Islam aufgelöst wurde. Das Tor wurde dann dauerhaft geschlossen, doch christliche Reisende konnten aber weiterhin wundersame Fragmente des Tores bei muslimischen Händlern kaufen.

Tempel des Herodes, Asher S. Kaufman / Sicht des Löwe am Abend des 23. April (Jupiterfest Rom, Georgstag kath. Kirche…..)

Mit seiner Lage verbindet nun der Kopf des Löwen die Stätten der beiden großen Relig-ionen. Er ist das Zentrum des Löwen, der für Aspekte wie Beständigkeit, Leben, Macht, Würde, Vollendung, Eintritt und Übergang steht. So stehen die beiden Sterne Eta und Gamma Leonis, der die Mähne des Löwen verkörpert auch für unerschüttelichen Mut. Das dieser von Dauer sein soll, zeigt beide Sterne bei dieser Lage des Löwen, in dem sie die Ostwestrichtung vor dem Ausgängen des Felsedoms markieren. Ebenfalls Auch in symbolisch richtig liegt dann Epsilon Leonis, der im Arabischen Ras Elased Australis, der Kopf des Löwen bedeutet. Hier markiert er die Mittelachse des Herodanischen Tempels, direkt am Zugang. Mit diesem Stern verweist Damit verbindet hier die Symbolik des Löwen alle drei Religionen, und verweist nicht auf ihren gemeinsamen Ursprung, sondern wohl auch auf das Verständnis islamischer Astronomiekunde, die die Eurpäer im Laufe es 10.Jhd`s mit Begeisterterung aufnahmen Es wäre also ein Gebot der Stunde, im Löwen diese Gemeinsamkeit wieder zu erkennen.

Bilder: Wikipedia / Felsendom und Kettendom, Foto Ralf Roletschek , GFDL 1.2 / Timuridische Darstellung Mohammeds; aus dem Miradschname, 1436, Herat. Das Werk befindet sich in der Sammlung der Bibliothèque nationale in Paris.…, Autor unbekannt – „Mi‘rajnama: The Book of the Prophet Muhammads Ascension“ / Fels im Innern des Felsendoms, Foto Earthsound , gemeinfrei / Goldenes Tor 2018 von außen, Foto Fallane,, CC BY-SA 4.0 – Tempel des Herodes, Asher S. Kaufman / Sicht des Löwe am Abend des 23. April (Jupiterfest Rom)

Der Tempel und der Löwe Judas

relief of the Emblem of Jerusalem, Fotoשלמה – שלמה

Im Hebräischen steht das Wort Arjeh für den Löwen. Doch mit einer minimalen Ver- änderung der Vokale, sowie der Silbentrennung, ergibt das Wort or-jah die Bedeutung `das Licht des Herrn. Damit verbindet die Symbolik des Löwen die Sonne mit der göttlichen Macht. Auf die Sonne verweist nicht nur seine Lage im Zodiak, sondern auch die Mähne des männlichen Löwen. Sie sind ebenso ein Sinnbild der Sonnenstrahlen, wie sein goldbraune Fell. Sein astrologisches Zeichen steht für die heiße Jahreszeit, denn in dieser Zeit wandert die Sonne durch das Sternbild des Zodiaks. Auf seine astronomische , wie auch astrologische Bedeutung ging der griechische Naturforscher Claudius Ptolemäus In seinem im 2. Jhd.n. Chr. entstanden Buch Tetrabiblos ausführlich ein. In seinem Werk zeigt er, ganz in der Tradition der babylonischer Himmelskunde, dass die Stellung der Himmelskörper eben nicht nur reine Naturerscheinungen sind, sondern ihre Stellung zueinander mehr als nur Ebbe und Flut hervorrufen. Er sah in den Kräften der Himmelskörpern auch die Gründe der unterschiedlichen Charaktereigen-schaften und diese Kräfte ermöglichten auch die Vorhersagen zukünftiger Ereignisse. Im Orient galt de Löwe als traditionelles Herrschaftszeichen und mit ihm beginnt auch die Geschichte des Stammes Juda.

Jakob segnet seine Söhne (Buchmalerei von François Maitre, 1475 bis 1480)

Die Übertragung der Löwensymbolik beginnt mit den Segensspüchen des Patriarchen Jakob, den er seinen 12 Söhnen gab. Doch nur seinen 4. Sohn Juda bezeichnet er darin als jungen Löwen. Während einer Rede prophezeite er seinem Stamm eine ewige Herrschaft, in der auch der lange erwartete Erlöser erscheinen wird. Zu seiner hervorgehoben Rolle in der weiteren Geschichte passt auch der Name, der in der alttestamenterarisch Sicht von Verb preisen abgeleitet wird. (Gen.49.8-10) Der Segensspruch Jakobs hebt sich durch seine Länge, die positive Prophezeiung und auch durch das Motiv des Löwen von allen anderen ab. Dieser Löwe Judas soll auch den Charakter des letzten Tempels auf dem Tempelberg geprägt haben. Laut er ersten größeren Niederschrift der bis dahin mündlich überlieferten Tora, war die Breite des Heiligtums im Vergleich zum zentralen Raum selbst auffällig laut. Der Text weist hier auf den Vergleich mit einem ruhenden Löwen hin, de vorne breit und hinten schmäler ist. Dieses von Autoren als auffällig hoch beschriebe Eingangsportal war auch die einzige Lichtquelle des Tempels.Er ist ein Werk das unter dem König Herodes dem Großen entstand, der 21 v. Chr, mit der kompletten Umgestaltung des Tempelberges begann. Er wurde zugleich auch sein anspruchsvollstes Bauwerk, dessen Vollendung er aber selbst nicht mehr erleben durfte.

Der Tempelplatz mit äußeren Umfassungsmauer im Holyland-Modell (Blick von Osten) Foto FOTLbill.

Der Löwe und der Tempel des Herodes, am Abend des römisches Festes epulis Jovis

Khafre complex,Grafik HoremWeb – der gebaute Löwe in Gizeh

Auf Grund der Zerstörung des Tempels während römisch-jüdischen Krieges und der heutigen Situation auf dem Tempelberg, können Rekon-struktionen in Gestalt von Modellen nur auf 2 schriftliche Quellen zurückgreifen. Sie bestehen aus den Schriften des Flavius Josephus und seiner Beschreibung des jüdischen Krieges, sowie der 130 Jahre später entstandenen Mischna. Sie beschreiben das bereits erwähnte, überhöhte Eingangsportal im Osten durch das man über eine Doppeltür das Heiligtum betrat. Dort befand sich im vorderen Teil die Menora, der Räucheraltar und der Schaubrottisch. In dem nach diesen Quellen entstandenem Plan der Tempelanlage zeigt sich In der Baustruktur dann auch die Vorstellung ruhenden Löwen. Doch hier erscheint er als Abbild des himmlischen Löwen, der sinnbildlich am Abend des Äquinoktiums der am nächsten Tag aufgehenden Sonne entgegen schreitet. Zugleich vereint er hier aber auch die jüdische mit de römiche Kultur, denn so war die Sict des Löwen am Morgen des römischen Jupiterfestes epulis Jovis. Doch damit wird hier auch ein Motiv aufge-griffen, dass ganz ähnlich, bei der Sphinx und dem Tempel auf dem Gizeh-Plateau zu sehen ist. Herodes de nach einem Angriff der Parther nach Rom fliehen musste, galt dort als König ohne Land. Nur mit römischer Hilfe gelang es ihm das Land wieder zu erobern und die in Jerusalem regierende Familie der Hasmonäer zu ver- treiben. Mehr als 3 Jahrzehnte blieb er als römischer Klientelkönig dort an der Macht. Mit einem gewaltigen Bauprogramm, zu dem auch die Planstadt Caesarea Maritima, versuchte er sein An- sehen zu steigern und damit auch die Konflikte innerhalb der Bevölkerung zu befrieden. Trotz der vorherrschenden römischen Kultur stellt der Tempel eine Sonder- form dar, die sich nach den Erzählungen an der Stiftshütte orientierte. Auf- fällig sind jedoch die, im Vergleich zur riesigen Mauern des Plateaus, bescheidenen Dimens- ionen des Heiligtums. So drängt sich, ähnlich wie bei den Beschreibungen der Arche Noah oder auch der Bundeslade der Gedanke auf, dass mit den in den Erzählungen erwähnten Maßen. kein Gegenstand beschrieben wurde, sondern eine geistige Botschaft.

Bilder: Wikipedia/ relief of the Emblem of Jerusalem, Fotoשלמה – שלמה, CC BY-SA 3.0 / Jakob segnet seine Söhne (Buchmalerei von François Maitre, 1475 bis 1480) François Maitre – http://www.mnemosyne.org/mmw/fullsize/mmw_10a11_018r_min_1.jpg 7 Der Tempelplatz mit äußeren Umfassungsmauer im Holyland-Modell (Blick von Osten) Foto FOTLbill. Gemeinfrei /Der Löwe und der Tempel des Herodes, am Abend des römisches Festes epulis Jovis, eigen., Karten wikipedia, scan Gal m Stellarium/ Khafre complex,Grafik HoremWeb – der gebaute Löwe in Gizeh

 

Origin of the Crusades — Crusader History

To understand the history of the Knights Templar and the Crusades in the Holy Land, we have to go back in time some 1,000 years before the birth of Jesus. In the year 993 BC, King David conquered Jerusalem and between 958-951 BC, David’s son Solomon built a temple to his God;  “King Solomon’s Temple.” […]

Origin of the Crusades — Crusader History

Die Krone und das Himmlische Jerusalem

Reliquie der Dornenkrone, Notre-Dame de Paris.

Spektakulär gelang die Rettung der Dornenkrone aus der brennenden Kathedrale Notre Dame de Paris. Sie gelang einem Priester aus der noch jungen Bruderschaft St. Peter. Ihre Mitglieder werden in der Gebetsstätte Wigratzbad bei Augsburg nach streng kon- servativen Nomen ausgebildet. Dort wird auch die Messe noch nach dem außer-ordentlichen römischen Ritus gefeiert. Die Geschichte dieser Dornenkrone beginnt im 4. Jahrhundert, in dem auch die Kaiserin Helena während ihrer Reise nach Jerusalem auch das Grab Jesu und dessen Kreuz fand. Erstmals wird die Krone in den Schriften des dem hl. Paulinus von Nola erwähnt, der für das Jahr 409 die Aufbewahrung der Dornenkrone. auf dem Berg Sion zu Jerusalem bezeugt. Ab dieser Zeit besuchen auch immer mehr Pilger das Heilige Land, die in ihren Reiseberichten die Existenz der Dorn- enkrone bezeugen. So berichtet auch Antonius Placentius um 570 darüber, wie er sie in der Hand hielt und küsste. Im Jahr 1063 wurde die Reliquie dann nach Byzanz über- führt. Dort wurde sie zusammen mit andren Reliquien, wie der Heiligen Lanze in der Pharos Palastkapelle des Kaiserpalastes von Konstantinopel aufbewahrt. Nach der Eroberung Jerusalems durch die Fatimiden sollte sie für die gesamte Christenheit die Funktion der Grabeskapelle übernehmen. Im Jahr 1239 erwarb sie der französische König Ludwig IX und ließ für ihre Aufbewahrung, die St,-Chapelle als Schrein erbauen. Die Reliquie wurde in einer festlichen Pression nach Paris überführt. Ähnlich wie die Bundeslade der Israeliten, wurde auch sie in einer Truhe von vier Trägern getragen. Für den König ist sie wie die Gesetzestafeln, das Symbol eines neuen Bundes den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Deshalb ist fortan Frankreich das auserwählte Volk Jahwes. Ludwig IX sieht sich ganz in der Tradition dieser Geschichte und als Nachfolger König Salomos. Er ist entschlossen diese Geschichte als christlicher König erneuern. Auf 24 Buntglasfenstern der St. Chapelle entfalten sich die Geschichten der Bibel, an- gefangen mit der Schöpfungsgeschichte und endend mit Ludwig IX. als Ziel der Heilsgeschichte. Passend dazu sind an einem Fenster der Nordseite der Heiligen Kapelle auch alle Könige Israels dargestellt. Er sah jetzt Paris als das neue Jerusalem, in dem die heilvolle Reliquie bis zum Jüngsten Tag bewahrt werden sollte.

Himmlisches Jerusalem – Apocalipsis Figurado de los Duques de Saboya (S. XV)

Damit sollte die Stadt die Vorwegnahme jener Vision werden, die der Evangelist Johannes in seiner Offenbarung beschrieb. Nach dem Sieg des Erzengels Michael über den Teufel sollte eine Stadt vom Himmel fahren, die von gleißendem Licht strahlen, aus glasartigem Gold und von würfelförmiger Gestalt sein sollte. 12 goldene Stadttore sollten in diese Stadt führen. Dass das neue Jerusalem mit dem alten weit mehr als nur ideell verbunden ist zeigt auch seine einzigartige Lage an der Seine. Im antiken Läng- enmaß des Drusianischen Fußes, einem Maß von 0,3332cm oder18 digniti, ist der Ort wo heute die Kathedrale Notre-Dame de Paris steht, von der die al-Aqsa-Moschee, einer ehemals Maria geweihten Kirche auf dem Tempelberg, 10 000 000 Fuß entfernt. Diese Maß war in der Antike in Gallien häufig im Gebrauch, Im später daraus ent- wickelten karolingischen Fuß sind es dann zwar 10 002 191 Einheiten, aber mit einem Fehler von nur 0,2%. Napoleon hatte wohl Recht mit seiner Entscheidung, die Dornenkrone wieder an den Ort zu bringen, der auf diese Weise symbolisch mit dem Tempelberg in Jerusalem verbunden ist. An beiden Orten brach ja auch zeitgleich ein Feuer aus, wenngleich höchst unertschiedlich im Ausmaß.

Entfernung Notre-Dame de Paris / al-Aqsa-Moschee,

Bilde : Wikipedia / Die in der Kathedrale von Notre-Dame aufbewahrte Dornenkronen-Reliquie stammt wie einige heute nicht mehr erhaltene Reliquien aus der gotischen Saint-Chapelle. Es wird Gavigan als Autor angenommen / CC BY-SA 3.0 / Apocalipsis Figurado de los Duques de Saboya (S. XV)

Das Goldene Tor – Sha’ar Harachamim auf dem Tempelberg — abseits vom mainstream – heplev

Zitat

Israel Daily Picture, 20. Februar 2019 Das Goldene Tor (Sha’ar Harahamim, Gnadentor) in der Altstadtmauer von Jerusalem hat am Yom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstag, besondere Bedeutung. Wäre das Tor offen, würde es direkt auf den Tempel-Platz führen. Das Äußere des Tores würde sich zum Kidrontal und den dahinter liegenden Ölbergs öffnen. In talmudischer Literatur war […]

über Das Goldene Tor – Sha’ar Harachamim auf dem Tempelberg — abseits vom mainstream – heplev

Seal of Prophet Isaiah said found in Jerusalem — Truth Troubles

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(THIS ARTICLE IS COURTESY OF THE TIMES OF ISRAEL) ‚A UNIQUE AND FANTASTIC DISCOVERY‘ In find of biblical proportions, seal of Prophet Isaiah said found in Jerusalem Chanced upon near a seal identified with King Hezekiah, a tiny clay piece may be the first-ever proof of the prophet, though a missing letter leaves room […]

über Seal of Prophet Isaiah said found in Jerusalem — Truth Troubles

Fluchtpunkt Tempelberg – St. Peter in Worms

Südseite mit Nikolauskapelle, Ato 01

Seit dem frühen Mittelalter haben Worms, Rom und Jerusalem enge Verbindungen. So ruht in der Saliergruft des Wormser Doms die Herzogin Judith von Kärnten, die Mutter des ersten deutschen Papstes, Gregor V., er stammte aus Worms und im 10.Jahrhundert waren Gregor gerade mal drei Jahre als Papst vergönnt. Die enge Verbindung zu Rom entstand aber bereits früher mit der Schenkung von Petrusreliquien durch Papst Gregor den Großen, im Jahr 614 an das Bistum in Worms. Auf Papst Gregor „den Großen” geht wesentlich zurück, dass der von ihm direkt über dem angeblichen Petrusgrab errichtete Altar zum Zentralort der römisch-katholischen Kirche wurde. Als erster Mönch auf dem Papststuhl verstand sich als ein „Diener der Diener Gottes“ und baute hier wie kein Zweiter die Vormachtstellung des `Petrusamtes´ aus. Damals ging die kultische Verehrung so weit, dass durch einen Spalt in das Grab hinabgelassene Tücher dann ebenfalls zu Reliquien erklärt wurden. Innerhalb der theologischen Ausgestaltung des Apostels wurde ihm die Schüsselgewalt des Himmels übertragen. Deshalb bestimmt Petrusschlüssel nicht nur das Wappen des Bistums Worms, sondern ist ebenso an vielen Stellen im Dom zu finden und ziert bis heute das Wormser Stadtwappen.

Rubens, Schlüsselübergabe um 1615, Sailko

Der Historiker Thomas Pratsch fragt in seinem Buch `Konflikt und Bewältigung, Die Zer- störung der Grabeskirche in Jerusalem ´ wohl zu Recht, ob der Salierkaiser Konrad der I. mit dem Bau des Domes in Worms wirklich nur eine dynastische Grablege schaffen wollte, .oder mit dem Bau der größten Kirche der Christenheit einen neuen Tempel Salomos errichten wollte. Zu dieser Zeit waren Salomos Gedanken allgegenwärtig und Gegenstand zahlreicher Publikationen. Nur wenige Jahre vor dem Baubeginn hatte Rabbi Raschi, der seine Ausbildung in der jüdischen Gemeinde in Worms erhalten hatte, in Troyes einen Strukturplan des ehemaligen Tempels Salomos gezeichnet. Damit erweiterte er die große Zahl von Schriften die diesen Tempel, von dem es bis heute keinerlei Zeug- nisse gibt, kommentierten und zugleich neue Rekonstrukionszeichnungen boten. Zu jener Zeit wurde Worms von Juden auch Warmaisa genannt und die dort ansässige jüdische Gemeinde wurde auch als `Kehilla Kedoscha´, als die Heilige Gemeinde, bezeichnet. Ebenso hatte sich für Worms auch der Name Klein Jerusalem eingebürgert. Obwohl erste Nachweise ab dem Jahr 960 existieren dürfte die Gemeine schon einige Zeit früher gegründet worden sein. Dies wird auch in einigen Legenden thematisiert, von denen eine erzählt, dass Juden bereits nach der ersten Zerstörung des Tempels von Jerusalem 587 v. Chr. ins Rheinland gezogen waren.

       Modell des salomonischen Tempels, Museum für Hamburgische Geschichte,        Christoph Braun

Im frühen Mittelalter galt Salomos Tempel als Vorbild eines Gotteshauses. Vor allem der im 4.Jhd. Lebende Ambrosius von Mailand (339–397) förderte die überlieferten Vorstell-ungen und sah den Salomonischen Tempel sah er als Typus der Kirche an, die von Gott gebaut wird. Auch im Werk seines Zeitgenossen des Augustinus erscheint der Jerusalemer Tempel als eine Vorausdeutung der Kirche. So schreibt Augustinus : `Als sich das Glück König David in reichem Maße zuwandte, fasste er den Plan, Gott ein Haus zu errichten.´ Eine ganz ähnliche Auffassung vertrat. der Bischof von Kyrrhos und bedeutende Theologe Theodoret. Er sah den Salomonischen Tempel als Prototyp aller Kirchengebäude auf Erd- en. So sah er in den biblischen Bauten wegen deren Gottgewolltheit die denkbar höchste Legitimität.

Ausrichtung von St. Peter

Diese Begeisterung für ein Bauwerk das die Menschen dieser Zeit begeisterte spiegelt sich auch im Dom zu Worms. Mit einer Abweichung der Kirchenachse um 41,5 Grad aus der Ost-West Richtung entspricht sie keinem möglichen Sonnenaufgangspunkt, doch für diese Ausrichtung bieten sich zwei Erklärungen an. Zum Sonnenaufgang am Gedenktag von Petristuhl im Februar, wurde der Winkel des Sonnenaufgangspunktes am Tag des heiligen Amandus, dem Stadtheiligen von Worms addiert. Doch die zweite Erklärung erscheint vor dem Hintergrund der theologischen Erörterungen viel wahrscheinlicher. Der Dom wurde insgesamt auf den Standort des Salomonischen Tempels auf dem Tempel- berg in Jerusalem ausgerichtet. Dies bestätigt nicht nur die Verfolgung der Linie auf der Karte, sondern auch die Berechnung mit Hilfe eines sphärischen Dreiecks erzielt das selbe Ergebnis .

Dies beweist einmal mehr, dass den Menschen des Mittelalters die Kugelgestalt und vor allem das Maß der Erde längst bewusst war. Ohne die Kenntnis der Texte aus dem griechisch-hellenistischen Raum wäre die exakte Berechnung sicher nicht möglich gewesen. Das Gerücht dass zu dieser Zeit der Glaube von der Erde als Scheibe vorherr- schte taucht Mitte des 19. Jahrhunderts auf, um im Zuge der erstarkenden Wissen-schaften, das von der Kirche beherrschte Mittelalter als besonders `wissenschafts-feind- lich, primitiv und auch abergläubisch´ erscheinen zu lassen.

Bilder: Wikipedia / Südseite mit Nikolauskapelle, Ato 01- BY-SA 3.0 / Rubens, Schlüsselübergabe, um 1615. Berlin, Gemäldegalerie, Sailko – CC BY 3.0 / Modell des salomonischen Tempels im Museum für Hamburgische Geschichte (Detailansicht), Christoph Braun / Modell des salomonischen Tempels im Museum für Hamburgische Geschichte, Christoph Braun / Simulation https://planetcalc.com/ google map