Il culto della dea madre in Puglia: Egnatia e Cibele — Centro Studio Misteri Italiani

Zitat

di Andrea Romanazzi La Puglia è stata da sempre metà di turismo e trasporti. Tra le sue numerose località, cariche di storia, ci soffermiamo su Egnazia, in lingua messapica Sull’antica strada di comunicazione della Repubblica romana che congiungeva l’Adriatico con l’Egeo e il Mar Nero.

über Il culto della dea madre in Puglia: Egnatia e Cibele — Centro Studio Misteri Italiani

Der Esel von Burdigala

Amphitheater von Burdigala,Auguste Bordes,1840

Eine keltische Stadt der Biturogen bildete die Keimzelle des heutigen Bordeaux. Vor der römischen Landnahme siedelte der Volksstamm siedelte im Gebiete der Loire und war gemäß der Schriften des römischen Geschichtsschreibers Livius um 550 v. Chr. der mächtigste gallische Stamm. Übersetzt bedeutet der keltische Name Weltenlenker, aber auch die ewige Herrscher. Nach dem das Land zu über- völkern drohte, soll König Ambicatus, so Livius, seine beiden Neffen Bellovesus und Segovesus, befohlen haben, mit einem Teil des gallischen Volkes aus- zuwandern. Dabei wanderte ein Teil in das nördliche Italien und der zweite in Hercynischen Wald, einem Teil Euopas der die dicht bewaldeten Teile der Mittel-gebirge umfasste. Die Lage der Stadt war günstig, denn sie lag in der Nähe des Meeres und im Schnittpunkt von Fernhandelswegen. Unter der Herrschaft der Römer erlebte die Stadt mit dem Namen Burdigala dann ihre erste Blütezeit. Das fruchtbare Gebiet entlang der Garonne wurde zu einer der Kornkammern Roms und von hier aus wurden große Mengen an Weizen per Schiff nach Rom exportiert. Ebenso soll in dieser Zeit auch der Weinbau in der Region eingeführt worden sein, der später zu einem Markenzeichen derStadt Bordeaux wurde.

Stadtplan Burdigala, Auguste Bordes,1840 (nicht genordet)

Burdigala wurde als typische Planstadt auf einem nahezu rechteckigen Grundriss an- gelegt. Über die Stadt berichtete m 4. Jahrhundert der Dichter Ansonius unter ander- em auch von einem Tempel des Belenus. Doch dafür gibt es keine gesicherten Beweise. Die Ausrichtung der Stadtgrundrisses weist aber einen Aspekt bei zahl- reichen Stadtgründungen in Gallien unter römischer Herrschaft hin. Wie in zahl- reichen anderen Orten, wurde die in Rom verehrte phrygische Gölttin Kybele mit ihrem Attribut der Stadtkorne auch hier Patronin der Stad. Obwwohl nur wenige Zeugnisse ihres Kultes gefunden wurden, sind fast die Hälfte der einstigen Weihe-steine in der knapp 140km von Bordeaux entfernten Kleinstadt Lectoure ausge-stellt. Archäologische Funde bei Tournay, einem Ort zwischen Amsterdam und Ypern, weisen auch auf einen eigenen Kult hin, bei dem die beiden Göttinnen Isis und Kybele zugleich verehrt wurden. Auf diese mythologische Sicht weist auch die Ausrichtung des Stadtgrundrisses von Burdigala hin.

Burdigala, Sonnenrichtungen am Tag der Isis und der Kybele

Nach Nordosten war er auf den Sonnenaufgang am 4. April, dem Beginn der Ludi Megaleneses ausgerichtet und in der Gegenrichtung auf den Sonnenuntergang am 5.März, dem Isisfest, das zugleich den Beginn der Seefahrt markierte. In Gallien musste sich auch der Kult der Kybele großer Beliebtheit erfreutt haben, denn Gregor von Tours berichtet von ihr in seiner Ende des 6.Jhd`s entstanden Univer-salgeschichte des Christentums. In dem Werk schreibt er von einer süd-gallischen Verehrung der Kybele unter dem Namen Verecynthia. Dieser Beinamen verweist auch direkt auf ihren Ursprung im Gebirge Berecynthus in Phrygien. Einen ihrer Tempel will er auf seinen Missionsreisen in Autun zerstört haben, wo auch In- schriften einer Göttin Brigindo gefunden wurden. Neben ihrer Rolle als Frucht-barkeitgöttin und Verkörperung der Erde spielte die Kybele bereits im Gründ-ungsmythos Roms eine wichtige rolle. In einem entscheidenden Augen Augenblick hilft sie auch dem geflohenen Trojanerprinz Aeaneas und Stammvater der Römer bei seinem Kampf gegen den Latinerkönig Turnus. Damit ist Kybele lange vor dem offiziellen Staatskult der Kybele,  durch den Aeneas-Epos als Magna Mater bereits Teil der römischen Gründungslegende. Er erklärt ncht nur die mythische Ab- stammung der Römer von der Göttin Venus, sondern auch den Weg zur zuvor prophezeiten neen Heimat des trojanischen Prinzen. Dieses Epos feiert ebenso die niemals endende Herrschaft (imperium sine fine) der Römer, und weist auf auch den stets gezeigten Beistand der Götter hin. Zugleich wirbt die Aeneis aber auch um Mitgefühl für die Opfer der römischen Vorherrschaft. Für eine Stadt inmitten einer fruchtbaren Region, die zudem vom prosperierenden Weinbau lebte, war die Wahl der Kybele als Schutzgöttin also geradezu ideal. Dazu passte auch der Name Burdigala, dessen erster Teil dem lateinischen Wort burdu, der Maulesel, ent- spricht. Esel waren zu dieser Zeit heilige Tiere der Kyvbele, die mehrfach in Erzähl- ungen der Göttin auftauchten. Deshalb trugen Esel auch bei den Festen die Heiligtümer der Göttin. So hat auch die Mondsichel im Wappen von Bordeaux noch einen Bezug zur Kybele, denn sie war Mond- und Erdgöttin zugleich.

 

Kybele(Epona) und Esel,Foto Owen Cook

Bilder: archives.bordeaux-metropole.fr / Amphitheater von Burdigala,Auguste Bordes, 1840 / Stadtplan Burdigala 1. und 2.Version , Auguste Bordes,1840/ Wikipedia: Kybele (Epona) und Esel,Foto Owen Cook / Simulation; sunearthtools

Magna Mater auf dem Auerberg

Blick von Ostnordosten über den Haslacher See zum Auerberg Foto Dark

In seinem mehrbändigen Werk `Die Geographie´ erwähnt der griechische Geschichts-schreiber und Geograph Strabon auch zwei Städte der im Norden lebenden Vindeliker, Kambodunum und Damasia, Er beschreibt hier Damasia als die Hauptstadt der Likatier und einer Felsenburg gleicht. Doch in der Ortsangabe bleibt er vage und da der Ort während er römischen Landnahme zerstört wurde, bot Strabons Beschreibung genüg- end Raum für mögliche Interpretationen. Als eine dieser Möglichkeiten wird der Auer- berg gesehen, der im Landkreis Weilheim-Schongau liegt. Der Berg im Alpenvor- land wird auch als Rigi des Ällgäus bezeichnet, da er, wenn auch in wesentlich kleinerer Form eine ähnliche Gipfelsilhouette aufweist wie die Königin der Berge in der Schweiz. Zahlreich waren ebenso die Versuche den Ursprung des Namens zu deuten. Richard Knussert verfolgte in seinem 1955 erschienen Buch `Das Füssener Land´ mehrere Spuren und findet dabei aber auch keine endgültige Antwort.

St.-Georgs-Kirche auf dem Gipfel des Auerbergs (Ansicht von Süden), Foto Dark

Doch der Auerbeg wartet mit einer Reihe von Eigenschaften auf die für das kultische Zentrum einer Stadt wie Damasia geradezu ideal waren. Von Westen aus führt ein schmaler Höhenrücken wie eine Rampe auf den Berg zu, der aus zwei Kuppen besteht. Gleicht sie in Ihrer Wirkung doch den Treppenanlagen sumerischer Stufentempel. Auf der ausgeprägteren der beiden Kuppen steht heute die St. Georgskirche, bei der Teile aus romanischer Zeit stammen. Wird die Richtung der `Rampe´ mit dem Sonnenaufgang in Verbindung gebracht, so ist er am Beginn um den 8. April in der Senke des Auer- berges zu sehen und am 10. April steht hier dann die Sonne auf dem Horizont. Die beiden Sonnenaufganges markieren einen Zeitraum den im römischen Reich abge- halten Fest der Magna Mater, den Lud Megalensis gleicht. Da der Kult weit verbreitet war und auch mit den Abläufen landwirtschaftlicher Tätigkeit im Zusammenhang stand, deutet dies auf eine vorrömische Kultstätte hin.

Sonnenrichtung Auerberg

Zikkurat des Mondgottes Nanna, Rekonstruktion, Foto Hardnfast

Die phrygische Göttin Kybele, die in Rom als Magna Mater verehrt wurde, holten die Römer während des Punischen Krieges aus Kleinasien.Mit dem Mythos der Kybele verband sich der Kult des Stieres, das Taurobleum. In den Kulthandlungen nahm dieses Stieropfer den zentralen Raum ein. Über den eigentlichen Vorgang des Opfers gibt es kaum verlässliche Aufzeichnungen und auch der Sinn des Tauroboleums blieb bislang im Unklaren. Eine der wenigen Überlieferung des Kultes stammt aus der Feder des im 4. Jhd. lebenden christlichen Schriftstellers Prudentius. Er schreibt wie ein Stier auf ein Gitter geführt und dort über einer Grube geschlachtet wird. Ein in der Grube sitzende Täufling wurde dann vom Blut des Stieres berieselt. Einige Zentren dieses Kultes sind aus den großen Städten des Rheinlandes bekannt, doch die Verehrung der Magna Mater lässt sich über ihre Frühformen in Anatolien bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. Zurückverfolgen. Wohl auch aus diesem Grund hielt sich deren Verehrung auch nach der Christianisierung noch bis ins 5. Jhd. hinein.

Taurobolium,unter Antoninus Pius, Bernhard Rode, um 1780

Auf eine Verbindung zum Stier wies in jener Zeit auch der Aufweg zum Auerberg hin, denn genau in der Zeit des Sonnenaufganges , stieg in dieser Richtung auch das Sternbild des Stieres zusammen mit der Sonne auf. Über den eigentlichen Vorgang des Opfers gibt es kaum verlässliche Aufzeichnungen und auch der Sinn des Tauroboleums blieb bislang im Unklaren. Eine der wenigen Überlieferung des Kultes stammt aus der Feder des im 4. Jhd. lebenden christlichen Schriftstellers Prudentius. Er schreibt wie ein Stier auf ein Gitter geführt und dort über einer Grube geschlachtet wird. Ein in der Grube sitzende Täufling wurde dann vom Blut des Stieres berieselt. Einige Zentren dieses Kultes sind aus den großen Städten des Rheinlandes bekannt, doch die Verehrung der Magna Mater lässt sich über ihre Frühformen in Anatolien bis ins 8. Jahrtausend v. Chr. Zurückverfolgen. Wohl auch aus diesem Grund hielt sich deren Verehrung auch nach der Christianisierung noch bis ins 5. Jhd. hinein.

Heiliger Theodor, Reliquiar des Heiligen, in Mannheim, Foto Altera levatur

Einen Ersatz dieser Jahrtausende alten Muttergöttin brachte dann die im Jahr 431 beim Konzil in Ephesos getroffene Entscheidung, die Jungfrau Maria zur Gottesgebarerin zu erklären. Deshalb sehen einige Autoren diese Entscheidung auch als eine Weiter-führung der alten Tradition, eben nur in einem neuen Gewand. Über den in einer Legende geschilderten Bruder des heiliger Georg ist die Kybele auch mit dem großen Märtyrer des Christentums verbunden. Theodor, der hier weniger bekannte Bruder Georgs war zuerst ein einfacher Soldat im Heer von Kaiser Maximian. Der überzeugte Christ war am Ende Kommandant einer Garnison in Galatien. Dort soll er bei einer der letzten römischen Christenverfolgung unter Maximinus Daia in Amaseia, der Hauptstadt der ehemaligen römischen Provinz Helenopontus, gefangen genommen worden sein. Nachdem ihm vorgeworfen wurde, einen Kybeletempel in Brand gesteckt zu haben, wurde er grausam gemartet und gefoltert. Im Jahr 1572 wurde der Berg erstmals als Avvenberg urkundlich bezeugt. Nimmt man hier jedoch das italienische Wort avvent-atezze, die Unbesonnenheit, als Grundlage, könnte dies als versteckter Hinweis ge- deutet werden, den alten Glaube an Kybele/Magna Mater als Irrweg anzusehen.

Wikipedia: Blick von Ostnordosten über den Haslacher See zum Auerberg, Foto Dark ,CC BY-SA 3.0 / St.-Georgs-Kirche auf dem Gipfel des Auerbergs (Ansicht von Süden) , Foto Dark, Zikkurat des Mondgottes Nanna (Nordostseite) in rekonstruiertem Zustand , Foto Hardnfast, BY-SA 3.0 ,Bernhard Rode, Taurobolium, (Weihe d. Priester d. Cybele) unter Antoninus Pius, um 1780 /Heiliger Theodor, Reliquiar des Heiligen, in Mannheim, Foto Altera levatur/ Auerberg Sonnenrichtun, google-map, sunearttools, stellariuem.