Mars in history — Cradle of Civilization

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The concept of „divinity“ in Sumerian is closely associated with the heavens, as is evident from the fact that the cuneiform sign doubles as the ideogram for „sky“, and that its original shape is the picture of a star. The original association of „divinity“ is thus with „bright“ or „shining“ hierophanies in the sky. Dingir […]

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Working-Class Hero: Sucellos — We Are Star Stuff

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Sucellos was a god of Eastern Gaul and the Rhineland. Images of him from the Roman period show a mature man dressed in a tunic, with a pot (olla) in one hand and a large hammer in the other. He sometimes has a barrel at his feet, and occasionally a dog accompanies him. The goddess […]

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Von Mars zu Josef – das Kastell Rainau-Buch

Kastell, Ansicht des Südtores mit den aktuellen Schautafeln (2009),Foto Haselburg-müller

in manchen Gegenden wird am 19. März noch der Josefstag gefeiert. In bayern trägt er den Namen Josefitag, doch in der Schweiz wird er Tag auch Seppltag genannt. An diesem Tag, der zugleich auch ein Lostag im Bauernkalender ist, wird dem heiligen Josef, dem Bräutigam er Gottesmutter gedacht. Einige Sprüche des Bauernkalenders wie, `Ein schön- er Josefstag ein gutes Jahr verheißen mag´, oder auch, `Wenn’s erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss´, erinnern noch an den Zeitpunkt der antiken Früh- lingsfeste während des Äquinoktiums im März. Josef war von Beruf Zimmermann und stammte aus dem zu dieser Zeit unbedeutenden Ort Nazareth. Im Neuen Testament wird Josef nur wenige Male erwähnt und dort auch der Ziehvater Jesu genannt. Er stammte aus dem Geschlecht Davids, aus dem gemäß den Prophezeiungen auch der Messias hervorgehen sollte. Seine Attribute sind der Wanderstab, der auch als Vorform des blühenden Stockes gedeutet werden kann, sowie das Richtmaß. Im Stock, wie auch im Name, der mit `er fügt hinzu´ übersetzt wird, zeigt sich das alte Bild aufkeimender Fruchtbarkeit. Auf diesen Aspekt weist auch der Name Nazareth hin, der grüner Zweig bedeutet. Er entstand hier im übertragenen Sinn in Gestalt des Messias, als der Engel Gabriel Maria aufsuchte und ihr die kommende Empfängnis ankündigte. Ähnlich wie Mars, so entwickelte sich auch Maria bereits während des 8. Jhd`s. In Spanien zur Schlacht-engöttin, eine Rolle die sie bis ins 18.Jhd. Ausfüllte. Doch im römischen Reich wurde am 19. März noch einer der wichtigsten Gottheiten gedacht, dem Mars.

Der hl. Josef mit Jesus, bulgarische Ikone (um 1850), Foto Unbekannt

Ähnlich wie Maria, so klang auch der Name des Kriegsgottes Mars noch in der Sprache der Etrusker, die ihn Maris nannten. Legionäre riefen ihn später auch unter dem ebenso noch aus etruskischer Zeit stammenden Namen Mamaras, oder auch als Marspiter an. In Gestalt des Heilgottes Lenus-Mars wurde er zu einer beliebten Gottheit nördlich der Alpen. So folgt auch die Ausrichtung des Kstells in Buchen-Rainau dem Datum der Marsfeier Quinquatrus / Quinquatria (maiores), zu Ehren von Mars. Sie bildete auch den Auftakt der jährlichen Kriegszüge. Mit der geringen Abweichung aus der Ost-Westrichtung ist die Achse auf den Sonnenaufgangspunkt am 19. März und gleichzeitig auf den Sonnenunter- gang am 23. März ausgerichtet worden.

Ausrichtung des Kastells Rainau-Buch

Eine Spur zur dortigen Verehrung des Mars fand sich in einem der Brunnen, die zur Lag- er- siedlung des Kastells gehörten. In dem Brunnen Nr.7 wurde eine knapp 10cm große Statue aus provinzialer Herstellung gefunden. Sie zeigt Mars auf einem 2,6 cm Zentimeter hohen Podest in der Uniform eines Offiziers und mit voller Bewaffnung. Wie auch bei anderen Kastellen üblich, so gab es auch hier ein Bad, das außerhalb der be- stehenden Militäranlage lag. Der Aufenthalt im Bad war für Soldaten genau geregelt und ein wichtiger Teil der Freizeitgestaltung nach dem sonst harten Militärtraining während der kriegsfreien Zeit. Es diente der Körperreinigung, der Pflege, wie auch medizinischen Diensten und trug so zur Verbesserung des Gesundheitszustandes bei. Der konnte hier bei entsprechender Anwendung der Bäder zur Vollendung gebracht werden. An das Bild dieser Vollendung ver- weist auch die Ausrichtung des Kastellbades mit einem Azimut von 165°. Er weist auf die Letztsicht des Altair am Geburtstag der Venus hin und sein Zahlenwert lässt sich ebenso als Produkt aus 3×55 darstellen. Dabei stellt die 55 die Summe der Zahlen 1-10, also der Punkte des Tetraktysdreieckes dar. Symbolisch steht die 10 als Zählgrenze auch für An- fang und Ende und somit stellt die 10 auch ein Bild der Vollkommenheit dar, wie es der Badende im Kastellbad ja auch erreichen sollte.

Marsstatue, publikationen.uni-tuebingen, Tafel 18 Ausschnitt

In Rainau-Buch zeigt sich ebenso, die bei römischen Anlagen häufig zu beobachtende Abweichung vom rechten Winkel. Auch hier weicht die nach Süd-Südost weisende Kastellseite mit einem geringen, aber dennoch auffälligen Wert von ihm ab, als dass dies durch Messfehler bei der Erbauung erklärt werden könnte. Eine mögliche Erklärung dazu bietet das in der Mitte der Ludi Romani, am 15. September stattfindende Fest der Göttin Feronia. Sie vermutlich aus sabinischer Tradition stammende Feronia war Göttin der Wälder, der Heilquellen und der Heilkräuter. In dieser Funktion wurde Feronia auch Teil des römischen Staatskultes. Einer besonderen Beliebtheit erfreute sie sich bei Freigelassenen und Sklaven. Das Kastell offenbart neben seinen geometrischen Bezügen aber noch eine weitere Eigenart die bereits beim Kastell in Halheim zur Sprache kam, Auch hier liegt der Standort strategisch günstig, doch seine Sonnenbezüge offenbaren, dass der Ort wohl schon vor der Landnahme der Römer von Bedeutung war. Auf diesen Aspekt weisen drei die Sonnenaufgangspunkte die südlich des Kastells anvisiert werden können: Der Son. nenaufgang zur Wintersonnenwende über der Kapfenburg, der am 1. Februar über der Germhalde und der am Äquinoktium über dem Hornberg. Auf allen drei Bergen wurden später Burgen erbaut, von denen nur die Kapfenburg überdauert hat. Dies könnte also auch ein Hinweis sein, dass die Römer, wie später die christlichen Missionare, ihre An- lagen auf angestammte Kultorte errichteten, um so Religion und Gesellschaft am besten beherrschen zu können.

Sonnenbezüge in Rainau Buch

Bilder:Wikipedia / Ansicht des Südtores mit den aktuellen Schautafeln (2009), Haselburg-müller / Der hl. Josef mit Jesus, bulgarische Ikone (um 1850), Foto Unbekannt – Varna Archaeological Museum, Marsstatue, publikationen.uni-tuebingen.de Tafel 18 Ausschnitt, Simulation, Stellarium, Sunearthtools, opentopomap

Mars in Heidenheim

Nachbildung eines Legionsa dlers (römisches Feldzeichen), Foto MatthiasKabel

In der Zeit ab 85 nach Chr. bildete das Kastell Aquileia im heutige Heidenheim den öst- lichen Punkt des Alblimes. Die hier stationierte Reitereinheit, die Ala II flavia milliaria, um- fasste mehr als 1000 berittene Soldaten. Zeitgleich mit der Errichtung des Kastells wurden auch die Straßenverbindungen ausgebaut, so dass der Ort am Knotenpunkt von 5 Römerstraßen lag. Um ihn bildete sich in der Folgezeit eine Zivilsiedlung, die mit einer Fläche von etwa 20 ha zeitweise zu den größten römischen Städten der Provinz Rätien zählte.

Kastell Heidenheim. Sonnenrichtung und Sternsichtung

Bei allen Kastellen gibt es in der Tat verbindende Momente in der Ausrichtung auf Sonnen-aufgangs- und Untergangspunkte an wichtigen römischen Feiertagen. Meist stehen diese im Zusammenhang mit der Gründungslegende Roms und ebenso mit den für die Kriegs- führung wichtigen Zeitpunkten im Jahr. Im Fall von Aquileia ist dies der Sonnenaufgang am 27. Februar, dem Tag der Equirria (Ecurria), zu Ehren des Gottes Mars über dem heut- igen Totenberg. Die Equirria zählte zu den ältesten Festtagen Roms, die mit Pferderennen auf dem Marsfeld begangen wurden. Der römischen Gründungslegende zufolge wurde die Equirria bereits von Romulus zu Ehren des Gottes Mars eingesetzt. Dessen Feierlich-keiten wurden im März und Oktober begangen, was auch auf seine ursprüngliche Funktion als Fruchtbar-keitsgott hinweist. Im Laufe der Zeit hatte sich der ursprüngliche Bauerngott verwandelt und mit dem Bild des griechischen Kriegsgottes Ares vermischt. Aus dem ursprünglichen Fruchtbarkeitsfest entwickelte sich dann im Laufe der Zeit eine militärisch-religiöse Feier. Sie stammte aus den archaischen Zeiten Roms, als die Kriegführung auf die warme Sommerzeit beschränkt war. Pferde für diese berittene Truppe, scheinen wohl auf einem nahe gelegenen Gutshofes gezüchtet worden zu sein, dessen Reste heute im Heidenheimer Stadtteil Fürsamen liegen.

Statue des Mars Ultor (Der Rächer )frühes 2. Jhd., Kapitolinische Museen Foto, Rabax63

Im Innern eines Kastells folgte die Raumaufteilung einem Bauschema, in dem sich Kastelle gleicher Art und Größe glichen. So lagen die Gebäude des Kommandanten im Achsenschnittpunkt der beiden rechtwinklig verlaufenden Lagerstraßen. Auffällig in Heidenheim ist hier die Positionierung des Stabsgebäudes genau in der Achse der später als Totenberg bezeichneten Anhöhe. Auf ihr entstand später die erste Kirche Heidenheims die Petrus geweiht ist. Obwohl der achsiale Aufbau des Kastells eine rechtwinklige Geo- metrie vermuten lässt sind im Falle von Aquileia geringfügige Winkelabweichungen festzustellen, die in dieser Form ganz und gar nicht zur perfekten Leistung römischer Geometer passen wollen. Gleicht man aber diese Richtungen mit weiteren astro-nomischen Daten ab, so lassen sich dafür Erklärungen finden. So auch für die in Nordwestliche Richtung verlaufende Lagerstraße, in deren Flucht am Abend des 9. Mai der Stern Altair zum ersten Mal gesichtet werden konnte.. Es war der Beginn des archa-ischen Festes Lemuria, das am 9. Mai begann und bis zum 13. Mai dauerte. Lemuren waren im alten Rom der pauschale Begriff für die Totengeister. Sie wurden unterteilt in die guten, die lares und die bösen, die larvae. Zudem gab es neutrale Geister, die mit manes bezeichnet wurden. Allen zu eigen war, dass sie keine angemessene Grabstätte bekom- men hatten. Oft war dies auch ein Schicksal der Legionäre, die bei den zahlreichen Kämpfen ihr Leben verloren. Da die Feiern von Gespensterfurcht geprägt waren, blieben an diesem Tag auch die Tempel geschlossen. Das Fest zur Geisterbesänftigung prägte mit seiner Sicht den Monat Mai, der ganz im Gegensatz zu heute, als ein unglücklicher Monat angesehen wurde.

Romulus und Remus, Gemälde von Peter Paul Rubens, Foto:GiacomoSergio

Der römische Schriftsteller Ovid glaubte, dass das Fest ursprünglich remuria hieß und auf eine Totenfeier zurückzuführen war, das Romulus für seinen toten Bruder abgehalten hatte. Das Gedenken an die Geister der Toten scheint auch Papst Bonifatius IV. beein-flusst zu haben, der das römische Pantheon am 13. Mai 609 oder 610 der Mutter Gottes und allen Märtyrern bzw. Heiligen weihte. Erst später wurde der Termin des Totengedenkens von der Kirche dann auf den 1. November verschoben, wo er im Norden den keltischen Feiertag Samhain ersetzte. Welch vielschichtige Überlegungen die Einmessung des Kastells beeinflusst hatten, zeigt auch die Übereinstimmung mit der Sichtung des Sternbildes Adler und dessem hellsten Stern Altair. Von Mars ist das Bild des Kriegsgottes erhalten. In Gestalt des Gottes Tyr war er auch bei den Germanen sehr geschätzt. Seine Wildheit und Vitalität machte ihn zum Heidengott schlechthin. Spuren dieses Marskultes finden sich laut einer Sage auch in Marbach am Neckar, wo der Namensgeber Mars-Bacchus im dortigen Wilde-Mann Brunnen dargestellt ist. Er führt zurück auf die ursprüngliche Vorstellung von Mars als Fruchbarkeits – und Heilgott, wie er im Norden als Lenus-Mars verehrt wurde. Auf diese andere Seite des Mars weist auch der Name Aquileia hin, der dem Wort aquis, dem Dativ von Wasser gleicht und damit auf die heilsame Wirkung des Albwassers verweist.

Bilder: Wikipedia / Nachbildung eines Legionsadlers (römisches Feldzeichen), Foto MatthiasKabel / Statue des Mars Ultor (Der Rächer) in den Kapitolinischen Museen in Rom (frühes 2. Jahrhundert, ursprünglich aus dem Forum Transitorium)Foto,Rabax63 . Romulus und Remus, Gemälde von Peter Paul Rubens, Foto:GiacomoSergio, Simulation: sunearthtools, stellarium

Mars und Saturn in Welzheim

Westtor des Ostkastells von Welzheim, Mediatus

Die beiden großen Kastelle in Welzheim, das Reiterlager und das Numeruskastell waren Teil des Obergermanischen – Rätischen Limes. Obwohl die Kastelle entlang der Grenze immer wieder dem gleichen Schema entsprachen, gleicht dennoch kein Kastell dem anderen. Nicht nur die inneren Aufteilungen weichen voneinander ab, auch die Ausrichtungen sind nach individuellen Gesichtspunkten geplant worden. Sie können aber nicht allein durch rein verteidigungstechnische Aspekte bestimmt worden sein, sondern zielten auf Sonnenaufgangspunkte, oder den Sternsichtungen an wichtigen römischen Feiertagen. Diese Genauigkeit ging sogar soweit, so dass oftmals kein rechter Winkel im Gundriss eines Kastells festzustellen ist.

Therme des Ostkastells (Grabungen 1894–1896), Mettler, Schultz, Näher

Im 8. Jahrhundert wurde Welzheim noch Wallenzin genannt, was eine Verwandschaft zum althochdeutschen Wort wallan nahelegt. Dies hatte sich aus dem gleich-lautenden germanischen Wort entwickelt und bedeutete aufwallen, sieden, aber auch brodeln. Was als Beschreibung der hitzigen Gemüter der Bewohner gelten könnte, lenkt aber den Blick auf die Beschreibung des Welzheimer Oberamtes aus dem Jahr 1845. Dort wird vom Thierbad berichtet, das einst etwas unterhalb des Dorfes, an der Lein lag, wo ein schwach salinischer Säuerling aus dem oberen Keuper-sandstein entsprang. Dessen Heilwirkung wurde gegen unterschiedliche Krank-heiten, hauptsächlich gegen die des Unterleibes genutzt. Das Bad erreichte aber nur bescheidene Ausmaße und wurde deshalb im Laufe des 18. Jahrhunderts aufge-geben. Gesundeitsförderndes Baden hatte in Welzheim aber bereits in römischer Zeit Tradition. So befand sich im südöstlichen Kastellbereich ebenfalls eine Bade- anlage. Sie bestand aus einem Umkleideraum, dem Kaltbaderaum, dem Laubad und einem Warmbaderaum.

Plan des Westkastells

Bei Welzheim endet ein 80 km langer, ungewöhnlich präzis eingemessener Limes-abschnitt, der bereits Gegenstand eines Artikels war. Hier gab es im Vergleich zu anderen Orten gleich zwei Kastelle, das West- und das Ostkastell. Ein Oberförster entdeckte die Anlage des Westkastells mit einer Länge von 236m und einer Breite von 181Meter im Jahr1895. Die Maße entsprechen einem Verhältnis von 800 zu 611 pes Romanus dem Längenmaß des Römischen Fußes von 0,296m. Auf den ersten blick erscheint dieses Längenverhältnis unverständlich, denn nur wenige pes fehlen hier zu einem ganzzahligen Verhältnis. Doch als Produkt aus 13×47 betrachtet, lässt ein Code in der Zahl 611 erkennen. Vor dem Hintergrund des Tetrakystsystems lassen sich mit den ersten 13 Primzahlen die Punkte eines Hexagramms bezeich- nen. Dessen Strecken, Punkte und Flächen ergeben im Berechnungssystem dann die Zahl  611. Dieses Hexagramm, das bereits in Ägypten als Talismann des Thot galt, wurde später in Rom dann zum Schutzsiegel des Saturn.

Phönizische Münze mit Hexagramm

Die Deutung seines Namens bereitete anscheinend schon in der Antike Schwier-igkeiten, Cicero deute ihn als Gott der Zeit, aber und dies traf nur einen Hauptaspekt der Mythologie dieses Gottes. Nach dessen Entthronung durch Jupiter floh Saturn nach Latinium, wo er auf Inaus traf. Zusammen mit ihm übte er die Herrschaft über das fruchtbare Land aus. Zum Dank für die gastfreundschaftliche Aufnahme durch die Bewohner lehrte Saturn ihnen die Kunst des Acker- und Weinbaues. Ein im 3. Jahrhundert entstandener Mythos spricht von seiner Herrschaft als Saturnia regia, dem Goldenen Zeitalter des Saturn. In den Erzählungen wird es als eine Epoche paradiesischer Fülle geschildert, an die mit Hilfe der Zahlensymbolik wohl erinnert werden sollte. Als Zahl des Schutzsiegels sollte es wohl die römischen Legionäre unterstützen, diesen Zustand der Fülle im Römischen Reich weiter zu erhalten.

Saturnus, Hendrick Goltzius, Kopie nach Original eines Freskos (Polidoro da Caravaggio)

Doch erst im 17. Jahrhundert, als Rabbiner aus Prag das Hexagramm zum Siegel Salomons erklärten, erhielt es seine heutige Bekanntheit. Der Legende zufolge soll David aber bereits einen sechszackigen Schild als Schutz bei seinem Kampf gegen Goliath getragen haben. Innerhalb der jüdischen Glaubenslehre wird dies weniger als realer Gegenstand, sondern mehr als ein Schild Gottes gesehen, also himmlischen Beistand beim Kampf. Einer weiteren Legende zufolge soll Salomon den hexa- gramförmigen Ring als Schutz gegen Dämonen und Geister benutzt haben. Im Zuge der Entdeckung antiker magischer Bräuche im 15. Jahrhundert, wurde das Hexa- gramm neben dem Pentagramm zum Gegenstand magischer Rituale.

Kastelle Welzheim. Lageplan des West- und Ostkastells mit ihrer Verbindungsstraße,  Sonnenausrichtung

Die Maße, wie auch die Ausrichtung des Kastells in Welzheim zeigen deutlich, dass  hier mythologische Gesichtspunkte die Belange der Verteidigung überlagerten. Folgt man diesen Gedanken, erscheint es als selbstverständlich, dass neben der Zahlen-symbolik, mit Hilfe der Richtung eine Verbindung zu himmlischen Mächten erzielt werden sollte. So weist beim Westkastell die Achse auf den Sonnenaufgangspunkt am 17. März, der Agonium Feiern zu Ehren des Gottes Mars, während die Aus- richtung des Ostkastells auf den Sonnenaufgang am 1. April, dem Geburtstag der Stammmutter der Römer, der Göttin Venus zielt.

Bilder: Wikipedia / Westtor des Ostkastells von Welzheim, Mediatus / Therme des Ostkastells (Grabungen 1894–1896), Mettler, Schultz, Näher – A. Mettler und P. Schultz: Die Kastelle bei Welzheim. In: ORL Abt. B Band IV / Lageplan des West- und Ostkastells mit ihrer Verbindungsstraße (Grabungen 1894–1896), Mettler, Schultz, Näher – A. Mettler und P. Schultz: Die Kastelle bei Welzheim. In: ORL Abt. B Band IV / Saturnus. Copied by Hendrick Goltzius from an original fresco by Polidoro da Caravaggio Tetraktys: http://www.decemsys.de/system/zahlen/pz-235.htm, Hexagramm und Zahl 611 /

Simulation: Sunearthools