Sonnendreieck Hohenasperg – die schwäbische Pyramide

 

Hohenasperg um 1898

In der Literatur wird der Name des Hohenasperg vom Göttergeschlecht der Asen ab- geleitet. Passend zum Berg der Götter wird seine Form auch gerne mit einer Pyramide verglichen. Dieser Begriff hat seinen Ursprung im griechischen Wort pyros, dem Weizen. Dessen lange Ähren erscheinen unter einem bestimmten Blickwinkel auch wie die Strahl- en der Sonne und die genießt der Weizen ja reichlich. Ganz dieser Logik der Sonnen-strahlen folgend, wird das griechische Wort pyra auch mit brennen übersetzt. Dies führt nun zum Begriff der Pyramide, dessen Ursprung im Dunkel der Geschichte verborgen ist. Jedenfalls sieht der Physiker und Autor Kurt Mendelssohn, ebenso wie andere Forscher, einen Bezug der geometrischen Form der Pyramide zur Sonne, deren Strahlen bei bestimmten Witterungslagen ein dreiecksförmigen Strahlenkranz durch die Wolken- decke bilden. Das Dreieck dürfte neben dem Kreis wohl zu den ältesten Symbolen der Menschheit zählen. Es stellt ein ideelles Zeichen dar, dem aber das konkrete Vorbild in der Natur fehlt. Nur in Kristallbildungen lässt sich die Form erkennen, aber nicht in lebendiger Materie.

Das Auge der Vorsehung an der Residenz in Würzburg , Foto Nightflyer

Dreiecksformen, ganz besonders das gleichseitige Dreieck, strahlen eine Balance aus, in der sich gegensätzliche Kräfte die Waage halten. Deshalb findet diese Form des Drei- ecks auch in vielen Konstruktionen eine Anwendung. Wie es in der Statik Zug- und Druckkräfte gibt die ein Dreieck ausgleicht, so gibt es in der Vorstellungswelt des Hind- uismus weibliche und männliche Kräfte. Hier steht das mit Spitze nach unten weisende Dreieck als Symbol für die Yoni, das weibliche Genitale, den Mutterschoß und die damit verbundene Gebärkraft. Zeigt aber ein Dreieck mit der Spitze nach oben, strahlt es männliche Energie aus, die Energie Shivas. Beide Dreiecke übereinandergelegt, ergeben dann den sechsstrahligen Stern, ein uraltes Vereinigungssymbol. Diese göttliche Kraft sah auch der griechische Mathematiker und Philosoph in einem Dreieck und hielt es für das Bild einer Gottheit. Diese Vorstellung dürfte er allerdings bei seinem längeren Aufenthalt in Ägypten übernommen haben. Auf diese Vorstellungen baute auch die Symbolsprache das Christentums auf, wo das Bild der Strahlen zusammen mit der Dreiecksform zum Auge Gottes wurde.

Sonnen- und Winterdreieck Hohenasperg

Ein ganz anderes und fast regelmäßiges Dreieck entsteht jährlich am Winterhimmel und wird durch die Sterne Beteigeuze, Sirius und Procyon markiert. Die drei wichtigen Sternbilder Orion, Großer und Kleiner Hund finden so zu einer geometrischen Figur zusammen. Der Untergang dieses Dreiecks am Winterende ist dann das Zeichen des nah-enden Frühlings. Dass das Dreieck bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. die Aufmerk- samkeit der Menschen gewann, zeigen Bilder der Gruppe Alpine Forschung aus den Raum Pinswang. Dort gibt es einen Schalenstein mit drei Vertiefungen in der Form dieses Dreieckes. Franz Mandl und Dr Hans Haid führten hier Untersuchungen durch und sie ergaben einen ebenso brauchbaren Sonnenkalender, wenn Stöcke in die drei Löcher gesteckt wurden. Über den Zweck dieser Schalensteine gibt es dennoch ein unein-hei- tliches Meinungsbild. Es reicht vom Hilfsmittel zum Mahlen von Getreide bis zu Opfer-altären. Teilweise werden sie auch Abbilder von Sterngruppen gedeutet, doch hier bildet die Erkenntnisse der Gruppe Alpine Forschung eine Ausnahme.

Schalenstein Pinswang/ Franz Mandl,

Die geometrische Form des Winterdreiecks lässt sich auch auf die Geometrie des Hohen-asperg übertragen. Bereits im Artikel `Sonnendreieck´ wurde gezeigt, dass auch die Fest- ung nach Sonnenaufgangspunkten ausgerichtet wurde. Werden nun die Höhenlinien ver- bunden, so weisen sie beide zu wichtigen Sonnenaufgangspunkten, während die dritte die Figur zu einem gleichschenkligen Dreieck verbindet. So entspricht die nordwestliche Kante des Berges der Richtung des Sonnenaufganges zur Sommersonnenwende und die südliche Kante der Richtung des Aufganges um den 4. Februar. Gerade dieses Datum weist auf eine Zeiteinteilung hin, die dem vom schottischen Ingenieur Alexander Thom identifizierten megalithischen Kalender mit 16 Monaten entspricht. .Während vom Hohen- asperg aus betrachtet, der Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende über der Burg Lichtenberg bei Großbottwar stattfindet, ist er am 4. Februar über dem Belzberg bei Kleinheppach zu sehen. In beiden Flurnamen ist durch Licht und Bel der Bezug zur Sonne, oder dem keltischen Gott des Lichtes Belenus noch zu erkennen. Die Geometrie des Bergdreieckes verbindet somit das eingangs erwähnte Dreieck des Winterhimmels, mit den darin enthaltenen Sternen, sowie die solare Symbolik der Sonne.

Sonnenstrahlen pyramidenförmig, Foto Saperaud~c

In seinem Buch Obelisk und Pyramide vertritt der Philosoph Eberhard Knobloch die Mein- ung, dass das Wort Pyramide einst durch die Überlagerung von pyros, der Weizen, und puria, die glühende Asche entstand. Die Pyramide wurde so zum Symbol der glühenden Sonnenstrahlen einer göttlichen Macht. Dieser Gedanke prägt  die Form des Hohen-asperges bis heute. Somit ist das lateinische Verb ascendere, emporsteigen (wie die Sonne) , oder erreichen, wohl eine bessere für Erklärung für den Namen dieser schwäb-ischen Sonnenpyramide.

Bilder: Wikipedia / Das Auge der Vorsehung an der Residenz in Würzburg, Foto Nightflyer Sonnenstrahlen pyramidenförmig, Foto Saperaud~c / Schalenstzein Pinswang/ Franz Mandl, Mitteilungen der ANISA, – Haus i. E., Verein ANISA Verein für alpine Forschung, http://www.anisa.a / Simulation stellarium

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Alles zu Stonehenge

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über Stonehenge: The Last Word? — Landscape and Monumentality

The incredible sound effects of Malta’s Hypogeum Hal Saflieni

The Hypogeum of Hal Saflieni in Malta is a UNESCO World Heritage Site which is believed to be the oldest prehistoric underground temple in the world.  The subterranean structure is shrouded in mystery, from the discovery of elongated skulls to stories of paranormal phenomena. But the characteristic that has been attracting experts from around the globe is the unique acoustic properties found within the underground chambers of the Hypogeum.

Hal Saflieni Hypogeum is a cultural property of exceptional prehistoric value, dating back approximately 5,000 years and the only known example of a subterranean structure of the Bronze Age.  The ‚labyrinth‘, as it is often called, consists of a series of elliptical chambers and alveoli of varying importance across three levels, to which access is gained by different corridors.  The principal rooms distinguish themselves by their domed vaulting and by the elaborate structure of false bays inspired by the doorways and windows of contemporary terrestrial constructions.

Although not known for certain, it is believed that the hypogeum was originally used as a sanctuary, possibly for an oracle. It is for this reason that a unique chamber carved out of solid limestone and demonstrating incredible acoustic properties has been called ‘the Oracle Chamber’.  According to William Arthur Griffiths, who wrote ‘Malta and its Recently Discovered Prehistoric Temples’, a word spoken in the Oracle room is “magnified a hundredfold and is audible throughout the entire structure.  The effect upon the credulous can be imagined when the oracle spoke and the words came thundering forth through the dark and mysterious place with terrifying impressiveness.“

It is said that standing in the Hypogeum is like being inside a giant bell. At certain pitches, one feels the sound vibrating in bone and tissue as much as hearing it in the ear.  Sarasota arts and architecture critic Richard Storm explained the sensation: „Because you sense something coming from somewhere else you can’t identify, you are transfixed.“

The acoustic properties within the Hypogeum have already been studied extensively. It was found by Maltese composer Ruben Zahra and a research team from Italy that sound resonates at 110 Hz within the Oracle chamber, and this matches the same or similar frequency that has been found in many other ancient chambers around the world, including Newgrange in Ireland.  According to Dr Robert Jahn from Princeton University, it may be the dimensions of the room or the quality of the stone that determines the exact pitch of this echo behaviour.

read more:http://www.ancient-origins.net/news-history-archaeology-mysterious-phenomena/experts-unravel-sound-effects-malta-s-hypogeum-hal

Neues aus Avebury

Archaeologists from the universities of Leicester and Southampton have found evidence of a rare square monument beneath the world-famous Avebury stone circle in Wiltshire. Constructed in the Neolithic period during the third millennium BC the huge Avebury henge encloses three stone circles, including the largest stone circle in Europe at 330m diameter originally comprised of […]

über Avebury: Squaring the Circle — Landscape and Monumentality

Kalender der Vorzeit

The Higher White Tor stone row on Dartmoor provides further evidence for precise and definable visual links with the landscape in which it was erected. As you walk along the row various landscape features are revealed. Furthermore, both ends are denoted by special limits of visibility to local tors. As the fieldwork continues it is […]

über Featured Row – Higher White Tor — The Stone Rows of Great Britain

Bancbryn – die Botschaft der Steine

The Bancbryn stone row. From the 10th to the 21st July 2017 the Bancbryn stone alignment is to be partly excavated together with three nearby cairns. It is hoped that this work will considerably enhance our understanding of this important monument. The work is being carried out by Dyfed Archaeological Trust and Dr Sandy Gerrard. […]

über Bancbryn News — The Stone Rows of Great Britain