Gizeh und die Symbolik der 22

Alle Pyramiden von Gizeh auf einem Bild, Foto Ricardo Liberato

Die Cheopspyramide stellt die Wissenschaft bis heute vor zahlreiche ungeklärte Fragen auf. Weder konnte die Technik ihrer Errichtung schlüssig erklärt werden, noch gelang es ihren eigentlichen Zweck zu ergründen. Wie diese Punkte ist bis heute auch das tatsächliche mathematische Wissen des Alten Reiches ein Rätsel. Dies beginnt bei den Maßen der Cheopspyramide, über die der griechische Geschichtsschreiber Herodot einst schrieb, dass die Pyramide so gebaut sei, dass der Flächeninhalt jeder Pyra- midenseitenfläche dem Quadrat mit der Seitenlänge der Pyramidenhöhe entspricht. Ein nähere Betrachtung der einzelnen Strecken zeigt, dass die Höhe eines Pyramiden-dreieckes 356 Ellen und die Höhe der Pyramide selbst 280 Ellen beträgt. Somit hat das Dreieck mit einer Seitenlänge der Pyramide von 440 Wellen eine Fläche von 78320 Quadratellen , während das Quadrat der Höhe 78400 Ellen beträgt.

Cheops Pyramide,Foto Nina – Flächenvergleich Quadrat Höhe und Seitenfläche Dreieck

Damit bestätigt sich Herodots Beschreibung bis auf einen Fehler von 1 Promille. Aber auch das Verhältnis von Breite zu Höhe mit einem Wert 1,571428 zeigt eine Auffälligkeit, denn der 2-fache Wert beträgt dann 3,142857 und entspricht mit einer Differenz von 0,04 Prozent der Kreiszahl Pi (PI:3,141592). Gerade dies ist umso erstaunlicher, da der älteste dokumentierte Wert der Kreiszahl aus dem Bruch 256/81 gebildet wurde, was dem Wert 3,16049 entspricht. Er stammt vom Moskauer Papyrus, der ungefähr um 1850 v. Chr. entstanden ist. Damit liegen zwischen dem, in den Maßen der Cheopspyramide enthaltenen nahezu exakten Wert und diesem Näherungswert, ungefähr 800 Jahre. Ein weitere auffälliger Wert stellt sich auch bei der Division der Höhe des Seitendreiecks und der halber Seitenlänge der Pyramidenbasis ein: 356/220=1,618181 Auch dieser Wert entspricht fast genau der Golden Zahl 1,6180339, die sich bei Teilung zweier Strecken ergibt, deren Verhältnis dem Golden Schnitt entspricht.

Wie die Cheops Pyramide eine ganze Reihe mathematischer Verhältnisse enthält, deren Entdeckung erst in späterer Zeit dokumentiert ist, so gilt dies auch für die Zahlenver-hältnisse des gesamten Plateaus. Auch hier gibt ein übergeordnetes Schema mit sym- bolischer Bedeutung, das die Zuordnung der Pyramiden bestimmt. Diese Ordnung wird durch die beiden Zahlen 220 und 180 gegeben, dem Verhältnis von Länge und Breite des Gizeh Plateaus. Mathematisch lässt sich die Hälfte der 22, die 11, wieder mit der Form eines Dreieckes in Verbindung bringen, denn die Figur besteht mit einer Höhe in seiner Mitte aus 4 Punkten, 5 Strecken und 2 Flächen.

Gizeh und die Zahlen des Tetraktysdreiecks

Die 22 und die 11 addiert, verweisenwieder auf einen astronomischen Zyklus von Mond und Sonne. Beide Himmelskörper stehen erst nach 33 Jahren wieder in einer gleichen Stellung, ehe ein neuer Zyklus beginnt. Diesen ewigen Kreislauf verkörpert die Zahl 22 auch in einem Kreis mit 2 Radien auf den je 6 Punkte aufgetragen sind. Beide zu- sammen ergeben zusammen wieder 22 Elemente. Auch in der später von Pythagoras entwickeltem Modell der Tetraktys spielt die 22 eine wichtige Rolle. Wohl aus dem Grund wird ihm in der Literatur auch oft ein 22-jähriger Aufenthalt in Ägypten zuge- schrieben. In diesem Modell enthält die Doppelraute 22 Elemente (Punkte, Strecken und Flächen), wobei zwei von ihnen wieder die Hüllfläche eines Oktaeders ergeben. Dieser platonische Körper erlaubt selbst wieder 22 unter-schiedliche Möglichkeiten, seine Seiten aus einem Netz von Dreiecken zu bilden. Das Oktaeder, ist aus zwei geg- eneinander gesetzten Pyramiden gebildet und verkörpert in der Lehre der platonischen Körper die Aspekte Wissen und Weisheit. Im Norden weist ein erstes Teilfeld, zu- sammen mit der Cheopspyramide mit einem Fehler von 0,1% ein Seitenverhältnis 56 zu 180 auf.

Auch bei der Zahl 56 verweist hier mit ihrer Quersumme wieder auf die 11 und damit auf die 22. Gleichzeitig taucht mit der 56 auch wieder ein Sinnbild des Kreises auf. Wird der mit einem Durchmesser geteilt, entstehen mit dem Mittelpunkt 2 weitere Kreispunkte, sowie 2 Strecken. Diese 5 Elemente lassen sich zu 6 er weiteren, wenn der Durch-messer in 2 Radien aufgeteilt wird. Dividiert man jedoch den rechten Winkel mit 90° durch die 22 führt dies zur Zahl 18, denn damit entsteht die unendliche Folge von 8.181818… Die 180 teilt den Vollkreis in 2 Teile und ist somit auch ein Verweis auf die ägyptische Vorstellung der Aufteilung der Welt in zwei Teile. In den damaligen Vorstell- ungen lag dann westlich des Nils das Totenreich Duat und östlich das lichte Reich Sechet-iaru. Diese Teilung spiegelt sich auch in der Hieroglyphe für die Zahl 20, dem Halbbogen. Aber auch die 18 wurde zum Bestandteil jenes Tetraktysmodells, denn dieses Dreieck besteht neben den 10 Punkten und 9 Flächen aus 18 Strecken. Neben dieser Eingebundensein in eine Welt der symbolischen Zahlenordnung bot aber auch das Wissen der Astronomie eine weitere Sicherheit. Auch hier taucht die 18 als feste Größe auf, denn die immer wiederkehrende Finsternisse versetzten die Menschen stets in Angst und Schrecken. Die Erkenntnis, dass diese Ereignisse sich in einem 18- jährigen Zyklus wiederholen, zeigte mit der 18 auch hier eine innere Ordnung. Das Plateau wird also wie die Bauwerke selbst, durch symbolische Zahlenverhältnisse ge- gliedert die unterschiedliche kosmologische Aspekte darstellen und damit die Bauwerke in einen `ewigen´ Kreislauf einbinden.

Bilder: Wikipedia, Alle Pyramiden von Gizeh auf einem Bild, Foto Ricardo Liberato , CC BY-SA 2.0 /Cheops Pyramide,Foto Nina CC BY 2.5 – Flächenvergleich Quadrathöhe und Seitenfläche Dreieck,Gizeh und die Zahlen des Tetraktysdreiecks / Das Raster des Gizeh Plateaus Quelle: Reble/ ttps://www.decemsys.de

The Magic Words of Healing — SENTENTIAE ANTIQUAE

Zitat

Pliny the Elder, Natural History, 28.21-22 “It is not easy to explain whether foreign and unrepeatable words undermine our confidence more than uncommon Latin ones which our mind makes seem ridiculous since it is always casting about for something huge and strong enough to move a god, that is, something to force the mind’s will […]

über The Magic Words of Healing — SENTENTIAE ANTIQUAE

Die Welt ist Zahl – Sphärenharmonie

Seit Jahrtausenden lebt in der Menschheit die Idee, daß in unserem Sonnensystem eine geheimnisvolle Ordnung – sei sie mathematisch-geometrischer oder harmonisch-musikalischer Natur – verborgen ist. Pythagoras war von einer Sphärenmusik überzeugt, Platon brachte die Anordnung der Himmelskörper mit bestimmten Zahlen in Verbindung. Vor allem Johannes Kepler war es dann, der am Beginn der wissenschaftlich geprägten Neuzeit […]

über “Die Signatur der Sphären – Johannes Kepler” — Gegen den Strom

Die Goldenen Sprüche

Aktualisiert am 10.02.2017 http://tetraktys.de/ Was wissen wir von und über Pythagoras außer dem wenigen Schulwissen wie den Satz über rechtwinklige Dreiecke aus der euklidischen Geometrie, bekannt als der Satz des Pythagoras. Auch dahinter verbirgt sich großes Kosmisches Wissen, die mit den platonischen Körpern im Zusammenhang stehen – und damit wiederum der Goldene Schnitt. Wenige von […]

über Pythagoras I – Die Goldenen Sprüche — Gegen den Strom