Poppies

Saturday, 16 May 2020

I came across this interesting artefact recently.
The artefact turns out to be from Urartu and is forehead part of the horse head gear. It is currently kept in Karlsruhe, Badisches Landesmuseum.

It was dated to c. 800BC

Urartu is a geographical region commonly used as the exonym for the Iron Age kingdom also known by the modern rendition of its endonym, the Kingdom of Van, centered around Lake Van in the historic Armenian Highlands (present-day eastern Anatolia).

The symbols depicted on this artefacts are very interesting indeed.

The „god“, I presume it’s a god, is riding on a bull. He is standing in the middle of (wearing) a flying winged disc, usually symbol for the sun and he has what looks like sun disc on his crown. And the whole metal thingy is shaped like a sun with rays pointing upward…

But he couldn’t be a sun god.

Catalhöyük und das Heiligtum des Stiers

Der Schrein von Catahalyöuk

Die Darstellung von Stieren in Bildern, sowie Wand- und Bodenplastiken prägt die Gestaltung der als Schreine bezeichneten Räume der Siedlung. Sie entstand in einem Zeitraum, in der die Herden des wild lebenden Auerochsen durch die Jagd stark dezimiert waren und die ersten Erfolge seiner Domestizierung erkennbar wurden. Aus der DNA seiner Stammlinie ist erkennbar, dass diese Wandlung zum Nutztier auf einem Gebiet geschah, das sich von Anatolien bis Pakistan erstreckte. Dabei wurde der Stier in er Gestalt des Ochsen nicht nur zu einem wertvollen Nutztier, das die Produktion der Landwirtschaft steigerte, sondern zugleich auch zu einem mythischen Kultobjekt. Aus dem Süden Mesopotamiens, einem Teil jenes fruchtbaren Halbmondes, ist der Wildstier als das Symbol des die Erde befruchtenden Wassers überliefert. Während der alljährlichen Regenzeit wurde dieses Wasser dann aufgefangen und über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem auf die Getreidefelder geleitet. Diese Verbindung vpn Getreide und Stier ist auch durch eine Kultschale aus der Stadt Ur überliefert, wo ein Stier und eine Ähre abgebildet sind. Dieses Motiv findet sich ebenso in der altakkadischen Dichtung, in der der Stier geradezu als ein Sinnbild des gebändigten Wassers, aber auch als mythischer Helfer beschrieben wird.

Sonnentafel von Sippar, Stiermenschen stützen den Thron des Šamaš, Foto Prioryman

Auch in der hethitischen Kultur tauchte dieses Motiv in Gestalt von Wasserbecken auf, die mit Stierköpfen versehen wurden. Gerade in dieser Sprache wird noch die Verbindung des Stieres und dem Wasser deutlich, denn das Wort ars, das fließen bedeutet, geht auf das altindische Wort r~ahbha, der Stier, zurück. Die aus früherer Zeit überlieferten Epen des Stierkampfes beginnen mit der Tötung des Himmels-stieres durch Gilgamesch und finden ihrer Höhepunkt im Kampf des Athener Königs Theseus gegen gleich zwei Stiere. Im Kampf besiegt er den Marathonische Stier, eine Schreckensgestalt die die Bewohner von Tetrapolis in Angst und Schrecken versetzt und schließlich gelingt es ihm auch auf Kreta den sagenum-wobenen Minotaurus zu besiegen. Doch dies gelang Theseus nur, weil er sich auf Kreta in die schöne Ariadne verliebte. Sie beschaffte ihm nicht nur das passende Schwert, sondern gab ihm auch noch einen Faden, mit dessen Hilfe er wieder aus dem Labyrinth des Minotaurus herausfand.

Theseus und der Minotauros, 520–510v.Chr., Louvre, Foto :Bibi Saint-Pol,

Er war ein Mischwesen, halb Mensch und halb Stier, einem Nachkommen der aus der Vereinigung des kretischen Stieres und der Gemahlin des König Minos hervorging. Mit dem Stieropfer des Mithraskultes fand der wahrscheinlich im frühen Neolithikum entstandene Kult sein Ende. Die bekannten Darstellungen dieses Kult- es zeigen den persischen Gott Mithras, der traditionell mit phrygischer Mütze und wehendem Mantel dargestellt wird, wie er den weißen Stier mit einem Stich ins Herz tötet und der Stier dabei auf die Hinterbeine sinkt. Dieser, als Tauroktomie bezeich- nete Szene sind meist der Skorpion und der Rabe zugeordnet. Zusätzlich sind auch immer die beiden fackeltragenden Gestalten, Cautes und Cautopates abgebildet. Diese motivische Gestaltung ist aber keinesfalls nur als ein Fantasieprodukt mytho-logischer Vorstellungen zu sehen, sondern die Motive stellten das direkte Abbild der Sternbilder Orion und Taurus, sowie deren Umfeld dar. Am Abend der Winter-sonnenwende dar. So wie Mithras in den Darstellungen den Stier tötet, so scheint er er beim Untergang am Horizont auch auf seine Hinterbeine zu sinken, während Orion in siegreicher Haltung über ihm steht.

Orion – Taurus, 25. Dezember, Wintersonnenwende um Mitternacht, 150 n. Chr.

Dass der Stier auch in der bäuerlichen Kultur von Catalhöyük eine wichtige kultische Rolle spielte, zeigen zwei als Schreine bezeichnete Räume innerhalb der Siedlung. Drei Stierköpfe an der Wand korrespondieren hier mit vier Darstellungen auf dem Boden, wobei die drei Köpfe durch zwei, mit der Wand verbundene Pylone eingerahmt sind. Stehen alle Darstellungen stellvertretend für das Sternbild Taurus, so bilden sie eine Brücke zum Verständnis der Stadtgeometrie. Sie wirkt auf den ersten Blick als Abbild eines organischen Wachstumsprozesses, bei dem immer mehr Gebäude zu einem Cluster zusammengefügt wurden. So lassen sich aber mit drei Stellungen des Taurus die wesentlichen Außenpunkte der Siedlung be- stim- men. Eine davon ist hier die Sicht auf das Sternbild am Abend des Herbstäquin-oktiums, die gleichzeitig auch die Lage eines der Heiligtümer hinweist. Diese Grenzziehung zwischen Natur und Bauwerk mit Hilfe des Stieres weist auf ein Ritual hin, das aus der Zeit Roms überliefert ist. Dieser Ritus der Grenzziehung, der die gebaute Welt vom Naturraum trennte, stammte noch aus dem etruskischen Erbe und wurde mit einem ochsenbespannten Pflug vollzogen. Diese Furche wurde als pomerium bezeichnet und definierte eine gesetzlich und vor allem religiös definierte Grenze, die durch weiße Steine, den cippi, markiert wurde.

.Catalhöyük – Sicht des Traurus am Beginnder Regenzeit

Bilder: Wikipedia / Sonnentafel von Sippar, unten rechts stützen zwei Stiermenschen den Thron des Šamaš, British Museum, Foto Prioryman, CC BY-SA 4.0 / Theseus und der Minotauros, attisch-rotfiguriger Teller des Paseas, 520–510 v. Chr., Louvre, Foto :Bibi Saint-Pol, Orion – Taurus, 25. Dezember, Wintersonnenwende um Mitternacht, 150 n. Chr., stellarium/Simmuation Schrein VI, reseachrgate, autorin, Marina Milićević Bradač , Çatal Hüyük, Turkey, shrine E VI,8 (after Mellaart 1963.64, Fig.10), stellarium

Bull of Crom Dubh

Large thick, carved, rectangular standing stones, like these two, are in east Cork (Ireland) known as ‘bull stones’. When asked why, people say „probably because once they tied the bull to them….“ (From Patheos: Bull Stones : the approach of Domhnach Chrom Dubh )

The most spectacular large thick, carved, rectangular standing stone in Ireland can be found in the Bronze Age Grange Stone Circle. But there it is called Crom Dubh stone.

Interestingly the ceremonial entrance into the circle is aligned with the sunrise on the 1st (2nd) of August, Lughnasadh, the day that marks the beginning of the grain harvest in Ireland. 
Lughnasadh is actually Crom Dubh day. The last Sunday in July or the first Sunday in August depending on the area is known as Domhnach Chroim Duibh – Corm Dubh Sunday. You can read more about this in my post „Reek Sunday
The Grange stone circle, which is also locally known as Rannach Crom Dubh, is said to be built by Crom Dubh, old Sun and Grain god of Ireland himself. Archaeologists found lots of cattle bones in the circle, suggesting that cattle (bulls) could have been sacrificed inside the circle…You can read more about Grange stone circle in my post „Grange circle

read more: http://oldeuropeanculture.blogspot.com/2019/08/bull-of-crom-dubh.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+OldEuropeanCulture+%28Old+European+culture%29

Der Fisch und der Stier

Tuesday, 4 December 2018

Palla

Today I came across this post on Facebook:

Ancient ceramic From Indus Valley

5-7,000 years ago, someone could have told you what these symbols represented, but not today. Today, no one is really sure about the culture that produced this and other pieces, even though it was one of civilization’s 4 cradles. Still, this piece and the others make quite an impression even today.

Well….

Let me see if I can decipher this image…

Indus Valley civilisation was a river valley civilisation and as all the other river valley civilisations it saw fish as one of the main sources of food.

The main fish species fished in Indus River is „palla„.

Das Grab des Zeus

 

Giouchtas (Profil des schlafenden Zeus) von Iraklion aus, Foto, Handydad

Die Bezeichnung, die sich nach einem Bestsellertitel anhört, steht für den Psili Korfi, auch Giouchtas genannt, der ungefähr 10km südlich von Iraklion an der Nordküste Kretas liegt. Auf ihm, so glaubten die Kreter in der Antike, befinde sich das Grab des Göttervaters Zeus. In ihren Vorstellungen ruhte er dort aber nur und wurde stets durch Blitze wieder neu geboren. In dieser Erzählung starb Zeus also dort, wo die griechische Mythologie seinen Geburtsort sah. Die Sage erzählt, dass sein Vater Kronos fürchtete, von seinen Kindern entmachtet zu werden. Deshalb verschlang er alle und nur Zeus konnte Dank Heras Hilfe nach Kreta entkommen, wo er von der Nymphe Amalthea mit der Milch einer Ziege aufgezogen wurde. Zum Dank versetzte sie Zeus später als Stern Capella in das Sternbild Auriga, dem Fuhrmann.Weil Zeus in der griechischen Mytho- logie aber als unsterblich angesehen wurde, bezichtigten die Griechen die Kreter der Lüge. Doch die Erzählung über das Grab Legende hatte Bestand, denn im 11. Jhd. berichtete der Geschichtsschreiber Michael Psellos dass sich auf dem Psili Korfi ein Steinhaufen befand, der als das Grab des Zeus galt. Im 19. Jhd. zog es dann immer mehr Reisende auf den Berg, dessen Spitze von Iraklion aus tatsächlich wie die Silhou- ette des entschlafenen Göttervaters aussieht. Viele dieser Reisenden berichteten nach ihrer Rückkehr von Gebäuderesten auf dem Gipfel. 1909 bestieg der britische Archäo- loge Arthur Evans den Gipfel zum 2. Mal erneut und führte dort Ausgrabungen durch. Dabei entdeckte er ein minoisches Gipfelheiligtum, das die einstige Bedeutung des Berges in minoischer zeit offenbarte. In den Vorstellungen vom Tod und der Wieder-geburt des Zeus und dem Grab auf Kreta zeigen sich die mythologische Verflechtungen der minoischen und der griechischen Kultur. Die Vorstellungen der Minoer folgten hier dem Bild klassischer Vegetationsgötter, die mit dem Erwachen der Natur wiedergeboren wurden. Später bedienten sich die Griechen in ihrer Mythologie nur eines Teils der Erzählung, in dem sie die Kindheit des Göttervaters in eine Berg- höhle nach Kreta verlegten.

Diktäische Grotte-Höhleneingang, Foto Olaf Tausch

Herangereift, zeigte sich Zeus seinem Geburtsort wieder erkenntlich. Doch auch hier berichtet die Erzählung von Gewalt. So verliebte er sich eines Tages in Europa, die schöne Tochter des phönizischen Königs. Sie widerstand seinen Annäherungen, doch dann gelang es Zeus sich ihr in Gestalt eines Stiers zu nähern, als die Schöne sich mit ihren Gespielinnen am Strand aufhielt und entführte sie nach Kreta. Dort angekommen, zeugte er mit ihr drei Brüder: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Sie begründeten das erste Herrschergeschlecht der Minoer. Die Platane, unter der er diesen Akt vollzog, behielt fortan das ganze Jahr über ihre Blätter. Als die drei zu Männern herangereift waren, teilten sie sich die Insel Kreta auf, wobei sie Knossos zu ihrer Hauptstadt machten. Minos wurde dann König dieses Reiches und genoss auf rund seiner großen Gerechtigkeit eine hohe Wertschätzung.

Europa und der Stier, Fresko aus Pompeji, 1. Jhd. etwa zur Zeit Ovids, Foto:Wetman

Ähnlich wie das `Gab des Zeus´ sind aus der Zeit der Minoischen Kultur noch eine ganze Reihe weitere Höhenheiligtümer erhalten. Dieser Begriff tauchte erstmals im Jahr 1903 auf, als der britische Archäologe John N. L. Myres nach einer Ausgrabung das gefundene Heiligtum von Petsofa als `peak sanctuary´, also als Gipfelheiligtum be- zeichnete. Während seiner Grabung entdeckte er Terrakotten, welche Menschen, Tiere, oder auch nur einzelne Körperteile darstellten. Diese Funde interpretierte Myres schließlich und interpretierte sie als Votivgaben eines Kultes. Einige Jahre nach Myres Entdeckung waren dann bereits über 22 dieser Höhenheiligtümer bekannt, die ent- gegen heutigen Vorstellungen nicht über aufwendige Gebäude verfügten. Begonnen hatte diese Errichtung von Höhenheilgtümern wohl in der Altpalastzeit, also um das 2. Jahrtausend v. Chr.. In der Folgezeit entwickelte sich die Architektur der Heiligtümer bis zur jüngeren Palastzeit dann zu immer aufwendigeren Terrassenanlagen.

Gipfelheiligtum auf dem Giouchtas

Betrachtet man die Struktur des Giouchtas jedoch genauer, weist sein der Kamm eine erstaunliche geradlinige Geometrie auf. Wurde die in der Altpalastzeit als Zeitzeiger benutzt, so wies sie auf Erstsicht des Sternes Sirius während des Frühlingsäquin-oktiums. Damit hatte dem Stern eine ähnliche Rolle des Ankündigers, wie er sie zur gleichen Zeit im Alten Ägypten besaß, wo sein Wiederauftauchen am Nachthimmel der jährlichen Nilflut vorausging. Dass diese Richtung von Bedeutung war, lässt auch die Orientierung des Heiligtums erkennen. Seine Ausrichtung erfolgte senkrecht zur Sicht des Sirius und zugleich weist sie auch auf den Sonnenaufgang zu Beginn des 2. mega- lithischen Monats nach der Wintersonnenwende hin. Mit 2 mal 23 Tagen war dies dann der 5. Februar. Aber auch der polygonale Grundriss der Terrassenanlage lässt sich mit der minoischen Mythologie erklären, denn der Stier, der später in der Erzählung des Minotaurus zur Schreckensgestalt wird, taucht auch in deren Geometrie auf.

Giouchtas Ausrichtung

So wie er zu dieser Zeit im Westen unter den Horizont sank, so könnte er auch als Vorbild für den Umriss des Heilgtums gedient haben. Damit wäre die Idee in Zeus einen Vegetationsgott zu sehen, der um den 5, Februar zu neuem Leben erwacht, also gar nicht so abwegig. Dass er am Ende unsterblich wurde, gleicht ebenso der Natur, denn auch sie lebt ja auch in der kalten Jahreszeit weiter.

Bilder: WikipediaAltar des minoischen Heiligtums unterhalb des Gipfelsteins, Foto Olaf Tausch ,CC BY 3.0 / Mt. Juktas from the city of Iraklion, 1977, Foto, Handydad / Europa und der Stier, Fresko aus Pompeji, 1. Jhd. etwa zur Zeit Ovids, Foto:Wetman / Diktäische Grotte-Höhleneingang, Foto Olaf Tausch / Simmulation, stellarium sunearthtools, googlemap