Winter Solstice at Newgrange — Simple Pleasures part 4

In this era of video streaming here is a particularly brilliant (literally) application – sharing the Winter Solstice at the Newgrange passage tomb in Co. Meath, Ireland. I first went there in the early 80s when there was no visitor centre or formality and the nearby tombs of Knowth and Dowth were largely overgrown. Now […]

Winter Solstice at Newgrange — Simple Pleasures part 4

2020 Winter Solstice Photos by Chika — Iwaya-Iwakage of Kanayama Megaliths

As the stones have predicted in the previous post — that winter solstice would arrive in sixty days — the solstice occurred on 21 December this year. We are fortunate that, even in the midst of a pandemic, Chika went out to three sites to photograph and report on winter solstice in Central Japan. 21 […]

2020 Winter Solstice Photos by Chika — Iwaya-Iwakage of Kanayama Megaliths

Stonehenge Winter Solstice 2020 – LIVE STREAM — Stonehenge Stone Circle News and Information

For everyone’s safety and wellbeing, this year’s winter solstice celebrations at Stonehenge have been cancelled. English Heritage will be live streaming the event for free online. Watch the winter solstice LIVE from Stonehenge, wherever you are in the world! People from across the UK and around the world will be able to watch the 2020 winter solstice at […]

Stonehenge Winter Solstice 2020 – LIVE STREAM — Stonehenge Stone Circle News and Information

Newgrange: The Winter Solstice; ireland.com — All About World Heritage Sites

The winter solstice happens every year on 21 December. Nowhere is the celebration more dramatic than at the passage tomb of Newgrange, which predates the pyramids. Source: Newgrange: The Winter Solstice

Newgrange: The Winter Solstice; ireland.com — All About World Heritage Sites

Der Schwarze Stein und die Larve

Eingang der Kleinen Scheuer in der Felswand des Rosensteines, Foto, Thilo Parg

Im Jahr 1916 entdeckte R.R Schmid in der kleinen Scheuer auf dem Rosenstein den bislang spektakulärsten Fund auf dem Berg bei Heubach. Die Kleinplastik, eine Gaga- tschnitzerei, ist einer Larve der Dasselfliege nachempfunden. Diese Fliegen gehören zu den Endoparasiten, die hauptsächlich bei Paarhufern ihre Eier ablegen. Bei denen ver- ursachen dann die Larven je nach Fliegenart schmerzhafte Verdickungen in den Nasenschleimhäuten, oder große Beulen am Körper, in denen die Larven das End- stadium erleben. Die Weibchen der Dasselfliege haben wenig ausgebildete Mundwerk- zeuge, doch dafür umso besser ausgebildete Flügel, mit denen sie geschickt man- övrieren können.

Reh-Rachendassel (Cephenemyia stimulator) , Foto, Karsten Heinrich

Larve der Magendassel des Pferdes, Foto Kalumet

Diese Fähigkeit kommt ihnen dann zu gute, wenn sie ihre Eier in die Nasenlöcher der Tiere einschießen, oder in deren Hautfalten absetzen. Dort ist nach ungefähr 60 Tagen die Entwicklung der Larven im Körper zu Ende und dann werden sie ausgestoßen, um in der Außenwelt ihre Entwicklung zu beenden. Bei der Plastik stellt sich naturgemäß die Frage, warum eine Tier. das schmerzhafte Beulen versucht und zudem Tiere schwächt, als Kunstwerk dargestellt wurde. Archäologen erklären dies damit, dass die Menschen des Magdalénien die Larven als Nahrungsquelle nutzten. Um dies bei einem erlegten Tier sinvoll war, bleibt dahingestellt. Eine andere Erklärung bietet hier die Symbolik der Larve. Aus dem Blickwinkel der Zoologie betrachtet, verkörpert die Larve eine Übergangsphase zwischen dem Ei und dem späteren Tier. Ein Charakteristikum der Larve ist ihre eigenständige Gestalt, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem späteren Tier aufweist. Am deutlichsten wird dies beim Schmetterling, der sich aus einer Raupe über die anschließende Verpuppung zu einem farbenprächtigen Tier entwickelt. In der Larve ist der somit bereits der `Geist´, wie auch die spätere Gestalt des Tieres enthalten. Auf diese Charakteristik der Larve verweist auch der Ursprung des Wortes lava, das in der lateinischen Sprache mittelalterlicher Klöster als Geist, oder auch als Maske übersetzt wurde. Masken und Verkleidungen gehören mit zu den ältesten Ritualgegenständen der Menschheit. So dienten Masken seit Urzeiten dazu.. dass sich der Träger mit ihnen identifizierte und daraus seine Stärke gewann. Bei Tierdarstellungen sind es dann die Kräfte von Tieren, die durch das Tragen der Maske auf seinen Träge übergehen sollen. Mit diesen Vorgang der Bedeckung vollzieht der Träger eine rituelle Transformation, einen Wechsel von einer Wesenheit in eine neue.

Der Sonnenbogen und die Larve

Die aus Gagat geschnitzte Larve offenbart hier aber einen Grad der Abstraktion, der auch anderen Plastiken dieser Epoche zu eigen ist. Der Stein Gagat erhielt seinen Namen auf Grund des ersten Fundortes im Fluss Ayet in Lykien, in der heutigen Türkei. Er ist leicht zu bearbeiten und hat wie Bernstein die Eigenschaft, sich durch Reivung elektrisch aufzuladen. Diese Eigenschaft und auch seine dunkle Farbe machten den Stein zu einem beliebten Heilstein. So glaubten die Römer, dass der Stein vor dem bösen Blick schützen könne, Schlangen vertriebe und auch die Epilepsie besiege. Da- gegen sahen die Indianer Nordamerikas im Gagat einen Stein, der Trost nach dem Tod von nahen Verwandten spendet. Mit dieser Wirkung wird auch heute die besondere Heil- und Wirkkraft des Gagat erklärt. Vergleicht man aber das Vorbild einer Dassellarve mit dem Kunstwerk, hat die geometrisch klare Form nur eine vage Ähnlichkeit mit ihrem Naturvorbild. Hier gleicht die Rückenpartie einem Kreisausschnitt der durch mehrere Einkerbungen gegliedert ist Gerade diese geometrische Eigenart verweist hier auf ein Datum, das stellvertretend für den Aspekt der Wandlung steht: die Wintersonnenwende. An diesem Tag verläuft die Bahn der Sonne besonders flach und dieser Bogen entspricht auch dem Rücken der Larve aus Gagat. Wie sich die Bahn der Sonne wandelt, so steht auch der Mond für den Aspekt der Verwandlung. So erscheint er während den 8 Phasen in unterschiedlicher Gestalt am Himmel. Auf ihn verweisen die Einkerbungen im Rücken der Plastik. Werden die beiden dickeren Einkerbungen doppelt gezählt, so ergibt dies die Gesamtzahl von 13 Einkerbungen und die verweisen damit auf das Mondjahr mit 13 Monaten.

Bilder. Wikipedia/ Eingang der Kleinen Scheuer in der Felswand des Rosensteines, Foto, Thilo Parg , CC BY-SA 3.0 / Reh-Rachendassel (Cephenemyia stimulator) , Foto, Karsten Heinrich (& G. Kothe-Heinrich) , CC BY 3.0 / Larve der Magendassel des Pferdes, Foto Kalumet, CC BY-SA 3.0 /Sonnenbogen und die Larve, Gagatlarve,Foto Urgeschichtliches Museum Blaubeuren , eigen

Der Sonnenberg von Alt-Eberstein

Freyr und Eber

In der altgermanische Sprache wurde das männliche Schwein mit ebur bezeichnet. In der lateinischen wurde es aper genannt und zeigte damit auch eine Verwandtschaft zum Namen der Frühlingsgöttin Aphrodite. Dies mag seltsam klingen, doch der Eber trägt die Züge der ungebändigten und ungestümen Natur in sich. Beides sind auch Eigenschaft- en der wieder erwachten Natur im Frühling. Eine Erklärung für die sprachliche Ähnlich- keit bietet das lateinische Verb aperire, das öffnen oder aufbrechen bedeutet. Dies ist eine Eigenschaft des unsteten Klimas im April, das nach den letzten Nachtfrösten um den Georgstag herum endgültig in den warmen Sommer übergeht. Eines der frühesten Zeugnisse einer Verbindung eines Fruchtbarkeitsgottes mit einem Eber ist der babylonische Gott Tammuz.

Tammuz

Babylonischer Gott Tammuz

Die babylonischen Texte berichten, wie der Gott von einem Eber getötet und dann zur Wintersonnenwende wieder geboren wurde. Doch inzwischen gibt es auch Meinungen, wie die von James Frazer, der Tammuz selbst in Gestalt eines Ebers sieht und glaubt, dass Tammuz ursprünglich in Gestalt eines Ebers verehrt wurde. Aber auch die Kelten kannten einen mythischen Eber. In den Erzählungen der Brigid kommt der aus der Anderswelt und trug den Namen Torc tríath, oder auch rí torcraide, der König der Eber. In ihm erscheint die Mehrdeutigkeit des Wortes Eber, denn das altirische Wort torc bedeutet sowohl Eber, wie auch Fürst oder Held. Deshalb waren Bildnisse von Ebern auch als Grabbeigaben für das Weiterleben in der Anderswelt sehr beliebt. Gleichzeitig wurden sie aber auch bei Kriegszügen auf Feldzeichen verwendet.

Eber, ein keltisches Feldzeichen

Wie die keltische, so kennt auch die germanische Mytholgie den Eber in Gestalt des Sonnenebers Güllinbürsti, der `goldborstene Sonneneber´. Seine Goldborsten symboli-sierten die Sonnenstrahlen und sie leuchteten so hell, dass selbst die Nacht durch sie erhellt wurde. Dieses `Sonnenschwein´ konnte am Tag, wie in der Nacht noch schneller laufen als ein Pferd. Güllinbürsti taucht erstmals im zehnten Kapitel der Ynglingasaga des altisländischen Dichters Snorri Sturluson auf. Die Sage entstand 1230 und beschreibt die Abstammung der schwedischen Könige. Hier wird er als der ständige Begleiter des Yngvi-Freyr, geschildert dem mythischen Ahnen der schwed-ischen Könige. Wie der griechische Helios, besitzt auch Freyr ein Fuhrwerk, das Güllinbürsti bei Tag und Nacht durch die Luft zieht. Freyr wird als schöner Jüngling mit langen blonden Haaren beschrieben, der sich als freundlich und friedfertig gab. Zu- sammen mit Güllinbürsti erschien er als Sonnenheld, der Glück, Frieden, Sonnenschein und Regen spendete. Er stand für die Vegetation und sorgte für den gedeihlichen den Ackerbau. Aber er konnte ebenso als mutiger Krieger auftreten. In diesen Erzählungen wird ihm am Jul-Fest zur Wintersonnenwende der Eber geopfert, der stellvertretend für den Heros – Sonnenkönig an diesem kürzesten und dunkelsten Tag des Naturkreislauf- es sterben musste, um danach wieder auferstehen zu können.

Burg Alt-Eberstein – Gesamtansicht von Norden, Foto Martin-D

Im Namen der Burg Alt-Eberstein, einer Ruine auf einem Bergsporn nördlich des Ortes Eberstein bei Baden-Baden scheint dieser alte Bezug von Wintersonnenwende und Eber noch durch. Um 1100 entstand hier er Sitz der Grafen von Eberstein, der 1197 als Castrum Eberstein erwähnt wird. Erstmals taucht die Familie in einer Schenkungs-urkunde des Klosters Reichenbach auf, in der der Name `Berthold de Eberstein´ er- scheint. Seine Blütezeit hatte das Geschlecht der Ebersteiner im 13. Jhd. und erlebte seinen Niedergang im 14. Jhd. Als der letzte Graf Wolf(ram) von Eberstein durch seine Streitsucht einen großen Teil der Besitztümer verlor. Im Jahr 1288 gelangte neben der Burg auch Weiler Ebersteinburg an die Badener. Anschließend ließen die Markgrafen die Anlage wohl bedeutend erweitern und nutzten sie zeitweise sogar als Residenz. Von der einstigen Burganlage berichtet heute noch eine Sage. Con dem Bauwerk selbst ist aber nur noch die Schildmauer und der nachträglich auf die Schildmauer aufgesetzte Bergfried vorhanden.

Eberstein Sonnenrichtung

Beim Wühlen nach Nahrung holt der Eber ans Licht, was tief in der Erde verborgen ist und gräbt um, was einer Wandlung bedarf. Mit seiner Art verkörpert er als Krafttier Weisheit, Lebenskraft und Wissen in Einem. Weisheit und unbeugsame Lebenskraft bewiesen in der Sage einst auch die Herren von Eberstein, als sie durch ein listiges Täuschungsmanöver Kaiser Otto von der Erstürmung ihrer Burg abhalten konnten. Dass der Eberstein die Mythologie des Sonnenerbers aber auch verkörpert, zeigt die Lage des Bergspornes. Von ihm aus ist der Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende in der Mitte des südöstlichen gelegenen Bergs zu sehen und am 1. Februar erfolgt der Sonnenaufgang mit dem Bergprofil.

Fotos: Freyr mit Schwert und seinem Eber Gullinborsti, Holzschnitt von Eduard Ade nach Johannes Gehrts (1901)/ Keltisches Eber-Feldzeichen, / Hallein_Keltenmuseum_-_Feldzeichen.Foto Wolfgang Sauber / Burg Alt-Eberstein – Gesamtansicht von Norden, Foto Martin-D, CC BY-SA 2.5 / simulation sunearthtools, opentopomap, Burg Eberstein aus : Die Sage der Burg Alt Eberstein – Frank Baden Moving Photos, /youtube

Der Stern des Heidengrabens

Wallreste, Heidengraben Elzsachstadt

Die Herkunft der Wallreste auf der Albhochfläche zwischen Grabenstetten und Erken-brechtsweiler konnte erst im Lauf des 20. Jahrhundert geklärt werden. Inzwischen hat die Siedlungsfläche auch zu ihrem Namen gefunden, wenngleich sich die Wissenschaftler hier nicht einig sind. Doch ein interdisziplinäres Forscherteam um Andreas Kleineberg, das die Ortsangaben im Atlas von Claudius Ptolemaios neu untersuchte, bestätigte hier die Annahmen der Prähistoriker Nierhaus und Knopf. Sie sehen den Ortsname Riousiaoua oder auch Riusiava an Hand der transformierten antiken Koordinaten aus dem Karten von Ptolemäus deckungsgleich mit dem Oppidum Heidengraben. Wie im Name ersichtlich, wurden ursprünglich auch hier Heiden als Urheber für die unerklärlichen Überreste von Wällen und Hügelgräbern gesehen. Betrachtet man deren Arbeit allein für den umge- benden Wall mit einer Länge von gut 25km, so mussten annähernd 400000m3 Steine und Holz verbaut werden. Damit entspricht die Bauleistung beim Oppidum Riusiava ungefähr 1/3 der Steinmasse der Cheopspyramide. Für die Bewohner war dies also ein Werk, das sicher nicht ohne konkrete Vorstellungen, oder einem mythologischen Hintergrund ge- schaffen wurde.

Der Wall des Heidengrabens

Die Spur zu einer Erklärung des Namens, der die einstigen `Heiden´ in ein anderes Licht rückt, führt über den Namen Riusiava. Im altkeltisch Wörterbuch von Hans Tischner gibt es das Wort riu, frieren und den daraus angeleiteten Begriff für den Zeitraum Dezember- Januar, Riuros. Auf dem in Coligny gefundenen keltischen Kalender befinden sich im Riuros die beiden Markierungen: `Deuorius Ruiri und Mapanos´. Dabei wird heute Deuorius wird als `Großes Fest´ gedeutet. Doch die Quellenlage ist hier spärlich und früheste Zeugnisse sprechen erst bei den Goten von einem Jiulfest zur Mittwinterzeit. In vorchristlicher Zeit muss der Mittwinter aber ein wichtiges religiöses Datum gewesen sein. So ist in Norddeutschland Mitwinter heute noch in den friesischen Worten `Jül´ oder `Jööl bekannt, ein Name, in dem der oberste nordische Gott Jólnir, oder auch Odin genannt, durchscheint. Plinius beschrieb einst ein Mistelschnittritual das vermutlich im Winter stattfand und dazu erscheint der Zeitraum des Mittwinters als günstiger Zeitpunkt. Der aus der Mistel gebraute Trank, der dem Land Fruchtbarkeit verleihen sollte, verweist aber auch auf einen Kult der Erdgöttin, der auch in der aus dem irisch-keltischen Kulturkreis über- lieferten Mütternacht erscheint.

.Altnordisches Julfest bei Wikingern, Knut Ekwall, Holzstich, 19.Jhd.

Entstand der Name Riusiava aus diesen Worten, zielte er sicher er nicht auf das im Winter rauhe Albklima ab, sondern musste seinen Grund in der mythischen Welt der Kelten gehabt haben. Betrachtet am die Fläche des Oppidums genauer, so fällt auf, dass sie trotz ihrer ausgefransten Ränder am Albtrauf einem Parallelogramm gleicht, das im Nordwesten durch den Hohenneuffen und den Beurener Fels abgeschlossen wird. Vereinfacht lässt sich so auch der Verlauf der Wälle durch die Linien des Parallelogramms beschreiben. Sie bieten eine Möglichkeit für eine Erklärung. So folgen die nordöstliche, wie die südwestliche Seite des Parallelogramms dem Sonnenaufgangspunkt zur Winterson- nenwende. Zu dieser Erklärung passt auch die Diagonale der Figur, die sich über den Sattel des Hohenneuffen fortführen lässt und durch den Sonnenaufgang an Samhain bestimmt wird, dem Beginn des winterlichen Halbjahres der Kelten.

Heidengraben Ausrichtung Sonne

Doch für die östliche und die westliche Seite bietet der Lauf der Sonne keinen Anhalts-punkt. Hier erscheint die Letztsicht des Sternes Sirius am 31.10., der Nacht zum keltischen Fest Samhain als Erklärung. Samhain, das mit `die Vereinigung übersetzt wird, ist zusammen mit Imbolc, Beltane und Lughnasadh eines der vier großen irisch-keltischen Feste. Mit diesem Fest endete das keltische Sommerhalbjahr und das Winterhalbjahr begann. War der Stern Sirius der Verkünder dieses Festtages, hatte er wohl eine ähnliche Rolle wie sein heliaklischer Aufgang im Alten Ägypten. Hier sahen die Ägypter den Stern Sirius zunächst nicht als Einzelstern, sondern im Zusammenhang mit dem Dreiecks-sternbild Sopdet. In den Dekanlisten, den Wochen-sternen der Sethos-Schrift, repräs-entierte Sopdet am Leib der Himmelsgöttin Nut den 35.Dekan. Ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. galt sein heliakische Aufgang aber dann als Verkünder der Nilflut und deshalb genoss Sirius in der ägyptischen Religion fortan eine noch größere Bedeutung. Wurde in Riusiava Sirius auch als Verkünder gesehen, so markierten die Grenzen des Oppidums nicht nur eine irdische, sondern eben auch eine zeitliche Grenze. Riusiava`s Grenzen und sein Name wurden also durch das Mittwinterfest und das Ende des Winters bestimmt. Da das Yulfest auch ein Versammlungsfest gewesen ist, dürfte zu damaliger Zeit Riusiava auch ein wichtiger Versammlungsort gewesen sein, der wohl auch deshalb Einzug in die Karte des Ptolemäus fand.

Zangentor Heidengraben

Noch immer gibt es den Begriff der Heiden, wiewohl sie einem Glauben huldigten, aus dessen Quellen auch der heutige schöpfte. Neben zahlreichen Vorstellungen aus dieser Glaubenswelt wurde aber auch die in der Antike verwurzelte Tradition, Gebäude und auch ganze Städte nach wichtigen Daten im Kalender auszurichten, mit übernommen. Erst mit der modernen Wissenschaft im 19. Jahrhundert endete diese Jahrtausende alteTradition.

Bilder: Wikipedia / Keltisches Oppidum Heidengraben, Wallanlage Elsachstadt bei Grab-enstetten, Baden Wurttemberg, Deutschland, Dietrich Krieger / Der Wall des Heiden-grabens (Elsachstadt), Genet / Altnordisches Julfest Knut Ekwall Wintersonnenwende Wikinger Holzstich, 19.Jhd. / Lehmkuhl, Zangentor Heidengraben/ Simulation, Sunearthtools, Stellarium

Die Eibe, Baum der Wintersonnenwende

Eiben sind ganz besondere Bäume, da sie ein sehr faszinierendes Wesen haben und sich jede Menge alte Bräuche, Zauber und Legenden um sie ranken. Einige davon möchte ich euch vorstellen ♥ Die Eibe – ein magischer Baum seit Jahrtausenden Seine glatte, künstlerische Rinde, sein festes Holz, die glänzenden Nadeln, die glutroten Beeren und nicht zuletzt seine […]

über Altes Wissen: Die Eibe, der Zauberbaum — Frau Birkenbaum